Gartenupdate April 2015

Der Frühling geht los und wir sind jeden Tag im Garten am Werk. Oder sollte ich besser sagen, Sommer? Die letzten Tage waren so heiß, dass unsere Kinder bereits täglich zum Bach zum baden gegangen sind. Die Höchstemperatur der letzten Tage lag bei 28 Grad.

Da die Nächte jedoch noch sehr kalt sind und insbesondere auf unserem Grundstück der Boden dadurch oft kalt ist, steht noch nicht so viel drauf. Aber es gibt einige neue Flächen. Wir haben eine 150qm Fläche für eine Reihenmischkultur vorbereitet. Dazu kommen 100qm Bestvorbereitung für ein Gewächshaus das wir Anfang Mai aufstellen werden. Am Grundstücksrand haben wir eine Reihe für Obststräucher und andere Kulturen gezogen. Zu guter Letzt kam noch eine wirklich schöne Kräuterspirale dazu.

Dieses Jahr lässt uns unser Jüngster auch fleißig garteln und werkt mit. Er hat eine kleine Schubkarre und fährt damit jeden Tag unser Milchmaterial oder Grasnarbe spazieren. Sehr lustig 😉

Ja, was haben wir in diesem Jahr geplant….

Das größte Projekt wird das Gewächshaus sein. Es ist ein 5×17 Meter großes Foliengewächshaus mit einer Stahlrahmenkonstruktion. Wir haben es geschenkt bekommen und müssen hier nur noch eine Folie neu aufziehen und Holzbalken einbauen. Sicherlich ist das nicht die ökologischste Variante, doch für unsere Möglichkeiten die beste. Ein Glasgewächshaus in der Größe ist zwar zu bekommen, doch ohne Fundament geht das nicht und das dürfen wir dort nicht betonieren.

Das zweite wichtige Thema, neben dem eigentlichen Anbau natürlich, ist die Wasserversorgung auf dem Grundstück. Hier bin ich noch am rätseln was wir am besten machen. Regenwasser sammeln und über Tanks verteilen oder mit einem Hydraulischen Widder das Wasser aus dem Bach „ernten“. Oder vielleicht beides?

Nun gut jetzt habe ich Euch lange genug auf die Folter gespannt…. hier kommen die Bilder 😉

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Minierdbeerfeld

 

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Kompostplatz, wird noch ausgebaut 😉

 

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Unsere Kräuterspirale

 

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Kastenbeet, kaltes Frühbeet mit Glasabdeckung

 

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Anzucht im GW (Kürbis, Zucchini, Gurken, Melonen, Kohlsorten)… und das ist erst der Anfang

 

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Minianzuchtstation, Großteil ist im Haus

 

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Blick auf den Garten

 

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Weidentipi 2. Jahr

 

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Lecker Wiesenschaumkraut in rauen Mengen

 

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Wildwiese, noch ungenutzter Bereich. Grundstück geht bis zum Ende der blühenden „Zone“

 

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Laufis betteln nach Futter

 

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Schneckenpolizei – keine Schnecke auf 5000qm

 

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Tippi, nicht nur für Kinder zum entspannen 😉

 

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Freilandfläche für Reihenmischkultur (10 Beete 1,5m Breit, ca. 5m lang)

 

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Exentsivbereich hinten, Vorne Beet für´s Gewächshaus

 

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Unsere Zwiebelabteilung 😉

 

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Kleines Beet, Paletten für Geräteschuppen

 

Unsere Beeren wachsen schon

Unsere Beeren wachsen schon

Beerenhecke

Beerenhecke

Blick auf den Garten

Blick auf den Garten

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Garten mit Kräuterspirale und Kompostplatz

 

Wildkirschbaum in der Hecke

Wildkirschbaum in der Hecke

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Unser „unsichtbares Dorf“ wächst immer weiter….

Fast täglich werden wir mit Fragen „bombadiert“: Wie macht ihr das? Wie geht das nur?

Fünf Kinder … Pflegefamilie … Job … Studium ….großes Haus … Tiere ….Selbstversorgung mit Garten…vieles selber machen … Tauschkreisleitung … Engagement für soziale Projekte….
Oft schlägt uns Bewunderung entgegen und man kann es kaum glauben, wie das gehen kann.
Und da wird es doch mal Zeit, zu sagen, dass wir keine Wundermenschen sind, dass wir so Besonderes nicht leisten…wir sind vor allem eines:

WIR SIND NICHT ALLEIN!

Wir leben in einer unheimlich großen und stetig wachsenden Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die sich über viele Kilometer erstreckt und doch schon etwas ist, wie ein Teil unserer Familie. Diese Gemeinschaft ist füreinander da, unterstützt sich gegenseitig und somit muss niemand! wirklich niemand, alles alleine machen!

Angefangen hat es neben schon bestehenden Freundschaften vor einem Jahr mit der Gründung unserer Tauschkreisgruppe hier in der Region:
WIR GEMEINSAM (www.wirgemeinsam.net) gibt es seit bereits 8 Jahren und wurde in Ried gegründet, breitete sich vor allem in Österreich von Linz bis Braunau aus und ist nun seit gut 2 Jahren in Deutschland vertreten, so in Passau, Simbach, Eggenfelden, Rotthalmünster und Altötting/Mühldorf. Es ist eine Idee, die so wundervoll ist, dass bereits 26 WIR GEMEINSAM Regionalgruppen existieren, die untereinander mit über 2000 Mitgliedern tauschen können.
Doch es ist nicht nur ein Tauschkreis, sondern es ist aktive Nachbarschaftshilfe, die dort gelebt wird. Man findet Hilfe bei Dingen, die einem nicht so liegen, oder die einem zu viel sind und man kann genau das anbieten, was man gerne tut.
Im letzten Jahr haben nun fast 60 Mitglieder zu uns gefunden und der Austausch ist aktiv und rege. So haben wir uns mit vielen Menschen angenähert, Freundschaften sind entstanden und eben eine lebendige Nachbarschaft.
Auch diese Menschen haben Teil daran, dass wir alle und auch sie ihren Weg gehen können. Hilfe erhalten wir z.B. indem immer wieder eine liebe Dame zu uns kommt und bei der Wäsche hilft und auch im Haushalt bekommen wir ab und an Unterstützung. Renovieren oder bauen wir wieder etwas, passiert dies nicht mehr alleine, sondern meist mit 2-3 fleissigen Helfern aus dem Freundeskreis oder unserem „unsichtbaren“ Dorf. Es macht einfach mehr Spaß, man arbeitet schneller und kann sich dabei toll austauschen. Im Gegenzug können wir dann bei den Dingen helfen, die uns liegen. Fahrdienst z.B. übernehmen, Babysitten oder vorallem bei allem rund um das Thema Garten Unterstützung anbieten.

Selbstversorgung heißt NICHT, alles alleine zu tun! Selbstversorgung heißt auch, sich zu vernetzen und sich auszutauschen. Warum sollte ich Getreide anbauen, wenn unser lieber Freund das schon tut? Wenn wir dies bei ihm ertauschen können und ihm dafür beim Bauen seines Zaunes helfen? Warum sollte meine Bekannte sich ein teures Gewächshaus kaufen, wenn sie einen Platz in unserem Gewächshaus haben kann, welches in wenigen Wochen aufgestellt wird?
Nur so kann es funktionieren: selber machen, was man gerne tut. Selber pflanzen, was eben auch Sinn macht und die anderen Dinge durch einen Austausch in der Nachbarschaft, im Freundeskreis oder Tauschkreis dazuerhalten.
So ist es dann auch kein Problem, wenn mal alle Babysitter ausfallen oder man krank ist. Es ist jemand da, der gerne einspringt, so wie wir es selber auch tun.
Gemeinschaft muss nicht heißen, auf einem Hof gemeinsam zu wohnen. Gemeinschaft kann auch über einige Kilometer verstreut sehr gut funktionieren – das haben wir nun das komplette letzte Jahr erfahren dürfen.
Diese Gemeinschaft hat uns sogar unser Gartenjahr gerettet, denn als uns durch mangelnde Urlaubsbetreuung gut 600 Pflanzen eingingen, hat diese Gemeinschaft zusammengehalten und uns eine große Vielfalt an Pflanzen vorbeigebracht. Das Ergebnis war nicht nur eine großartige Ernte, sondern weit mehr Arten im Garten, als wir sie vorher hatten.

Und dieses „unsichtbare Dorf“ wächst nun immer weiter. Der Tauschkreis bekommt wöchentlich Zuwachs, aber auch weitere Ideen entstehen. So entsteht auf unserem Hektar Grund nun schon ein kleiner Gemeinschafts-Garten. Ein befreundetes älteres Ehepaar wird ab sofort mit uns zusammen dort garteln und sich selber versorgen. Gemeinsam gehts einfach besser. Eine liebe Bekannte bekommt einen Platz im Gewächshaus und es wäre Platz für noch 2,3 Leute 😉
Kommendes Jahr 2016 wird das nächste Projekt dann ein Gemeinschaftsgarten mitten in Eggenfelden sein. Ein Garten für Tauschkreismitglieder, aber auch und vielleicht sogar vorallem für alle Städter, die keinen Garten besitzen….

Weiterhin finden sich gerade einige Menschen zusammen, die in der Region ein Repair-Cafe initiieren wollen. Das wird klasse, wenn man seine Geräte und Gegenstände reparieren lassen kann, anstatt sie wegzuwerfen.

Ihr sehr, dies alles funktioniert nur, weil wir in einer tollen Gemeinschaft leben. Wir als Familie unterstützen uns schon sehr intensiv, indem ich mich um das nötige Einkommen kümmere, nebenbei studiere und mein Mann dafür derzeit mit  Leib und Seele Hausmann ist, sich um die Kids kümmert und im Garten werkelt. Aber eben nicht allein, sondern mit vielen tollen Menschen……
nur so ist der Weg für viele weitere Ideen und Projekte geebnet, den wir alle dann mit viel Kraft gehen können!

weitere Infos über den Tauschkreis:
Beitrag im BR: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/geld-und-leben/nachbarschaftshilfe-100.html
In der Lokal-Presse: http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_rottal_inn/eggenfelden/1592911_Sieben-Umzuege-und-viel-Marmelade.html
Im Netz: http://www.wirgemeinsam.net

Die letzten Züge des Winters nutzen….

…manch einem kommt der Winter jetzt schon sehr lange vor.

Vor allem nachdem letztes Jahr, genau an diesem Tag, schon der Frühling Einzug erhalten hatte. Mitte Februar 2014 war der Schnee schon lange fort (oder er war erst gar nicht gekommen) und Wiesen und Felder waren schon voller Leben.

Doch es hat schon seinen Sinn, dass nicht jedes Jahr dem anderen gleicht und so hat es immer auch etwas Gutes, wenn die Ruhezeit der kalten Jahreszeit noch etwas länger andauert. Gönnen wir uns doch noch etwas mehr Pause, bevor im Frühling die Aktivität wieder in den Vordergrund rückt, gerade unser Körper wird es uns danken.

Und wer so – wie ich 😉 – die Füße so gar nicht ruhig halten kann, kann sich ja Dingen widmen, die man zur warmen Zeit eher vernachlässigen würde.

Wir gehen daher in diesem Jahr verschiedene Projekte an. Zum Beispiel ziehen wir in 2 Wochen in unser Dachbodenzimmer eine zusätzliche Wand ein. So entstehen ein Jugendzimmer auf der einen und ein Studier- und Arbeitszimmer auf der anderen Seite. Denn im März beginnt für mich ein neuer Abschnitt mit einem Teilzeitstudium zur sozialen Arbeit, während Andi nun sein Permakultur Design Zertifikat machen wird und sich mit den Kindern komplett dem Garten bzw. dem Ausbau der Selbstversorgung widmet. Irre wie sich in den letzten zwei Jahren alles geändert hat und wir von Unternehmern nun zu Menschen wurden, die sich ganz einem „menschlichen“ und möglichst nachhaltigem Leben verschrieben haben, wo man füreinander da ist, Mitgefühl und Einsatz zeigt und das tut, was einen wirklich absolut erfüllt. Bei uns ist das die Verbundenheit mit der Natur, die Selbstversorgung und die Arbeit und das Leben mit Kindern. Jetzt fehlt nur noch für mich der passende Job im sozialen Bereich mit Kids. Und ich weiß es gibt ihn da draußen, diesen einen der perfekt zu mir passt und wo ich gebraucht werde und etwas bewirken kann.

Die ruhige Zeit kann man also zum einen wunderbar nutzen, um Dinge im Haus zu erledigen (wer mag im Frühling schon innen werken) und andererseits um zu sich zu finden. Sich bewusst zu werden, was man will und was man braucht. Sich neu ausrichten in allen Belangen, sei es in Familie, Beruf oder Freundschaft.

Und natürlich können wir die Zeit auch nutzen, um Pläne zu schmieden. Zum Beispiel für das neue Gartenjahr. Andi plant gerade, was er wann auf unserem Hektar großen Grundstück anbauen wird. Weitere Beete kommen dazu, Bäume und ein 100qm Gewächshaus. Vielleicht ein Rosengarten, ganz sicher aber ein Teichsystem und vieles mehr.

Ich dagegen plane, was ich dieses Jahr an neuen Heilkräutern kennenlernen werde. Wo ich sie finde, wie sie wirken und dann werde ich wieder das ganze Jahr über Tees, Tinkturen, Salben und Öle herstellen. Das ist mein großes Hobby und unsere Hausapotheke ist schon fast perfekt ausgestattet.

Wir freuen uns auf den Frühling und das ganze folgende Jahr – aber wir genießen auch noch die Ruhe der letzten Züge des Winters.

Und „raus“ in die Natur kann man ja trotzdem und buddeln geht auch schon, wie unser jüngster Spross heut wieder gezeigt hat 🙂

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Permakultur von David Holmgren in deutscher Sprache

Da wir seit geraumer Zeit abonnenten der Zeitschrift Oya – anders denken.anders leben sind, stieß ich in der aktuellen Ausgabe auf den Hinweis über das Buch von David Holmgren. Er ist einer der tragenden Personen die die Prinzipien der Permakultur entwickelt und verbreitet haben. Holmgren geht weit über die Themen des Gartenbaues hinaus und übersetzt das Prinzip der Permakultur in viele Bereiche des Lebens. Im Grunde sind diese Prinzipien in fast allen Bereichen einsetzbar und darüber handelt dieses Buch mit dem Titel Permakulur – Gestaltungsprinzipien für zukunftsfähige Lebensweisen.

Bei diesem Werk handelt es sich um ein Fachbuch und da ist es für viele Menschen nicht einfach auch noch zusätzlich mit einer fremden Sprache zu arbeiten. Der Drachenverlag hat sich diesem Werk angenommen und das Buchprojekt für eine deutsche Fassung in die Hand genommen. Der Drachenverlag führt viele Titel die sich um eine lebenfördernde Lebensweise drehen und ist generell einen genaueren Blick wert. Der Verlag hat seinen Sitz in einer Lebensgemeinschaft im Norden Deutschlands und ist zugleich aus Herausgeber der Zeitschrift Oya die sechs mal im Jahr erscheint und auch sehr empfehlenswert ist!

Ich weise heute deshalb auf dieses Buch hin, weil das Buch sich aktuell im Produktionsprozess befindet und ein Gemeinschaftsprojekt ist. Damit das Buch sich selbst trägt sind etwa 200 Vorbestellungen nötig damit sich das Buch auch in der Produktion selbst trägt. Daher gibt es für Vorbesteller einen Vorzugspreis von 32 EUR bis zum 25. November. Danach wird das Buch für 39,80 EUR erhältlich sein.

Wer sich also für dieses Buch interessiert hat nun bis zum Erscheinungstermin die Möglichkeite dem Buch, Verlag und schlussendlich auch sich etwas Gutes zu tun.

Hier geht es zum Buchangebot des Verlages

Dazu muss ich sagen das ich das Buch selbst nicht kennen, aber es mir selbst bestellen werde um mich diesem Thema intensiv widmen werde. Die Prinzipien der Permakultur sind sehr umfassend und stellen für mich derzeit auch einen Schlüssel für eine lebensfördernde Lebensweise dar. Es gibt viele Dinge die sich an diese Dinge gelehnt sinnvoller und besser umsetzen lassen könnten.