Aufstriche als günstige Alternative

Wie Ihr wisst, versuchen wir seit Frühjahr diesen Jahres so viel wie möglich selbst und in veganer Version herzustellen. Da es bei den meisten Haushalten mindestens einmal am Tag „Brotzeit“ gibt, ist das auch bei uns der Fall. Früher hatten wir ohne nachzudenken oft 4 oder mehr verschiedene Käse sorten, Wurst und sonstige Leckereien auf dem Tisch. Dabei kommt einem dann schon der Gedanke, was wollen wir denn dann essen wenn wir das weg lassen?

Ok, nebst dem oben genannten Angebot hatten wir häufiger auch von Alnatura die Brotaufstriche zu Hause. Die Kinder lieben vor allem den Tomatenaufstrich. Tja was tun, wenn dies alles nicht mehr in Frage kommt?

Richtig – selber machen!

Erfahrungen beim selber machen

In der Vergangenheit haben wir schon einige Dinge hierzu vorgestellt. Beim selber machen standen wir dann auch immer wieder vor der Herausforderung, dass uns einige Aufstriche beim Lagern schlecht wurden. Das beste Beispiel hierbei war ein Linsenaufstrich, der im Schrank nach einiger Zeit ein Eigenleben entwickelt hatte. Bei solchen Aufstrichen hat sich das einfrieren bewährt. Auch sind lecker gemachte Aufstriche ein prima Geschenk oder eigenen sich sehr gut als Tauschmittel in Tauschkreisen, weil man davon gleich eine größere Menge günstig herstellen kann. Die Empfänger freuen sich oft sehr darüber, da jeder seine Aufstriche irgendwie anders macht und so eine wahnsinnig große Vielfalt zusammen kommt. Gleiches gilt übrigens auch für Pesto´s aller Art.

Kosten

Wenn Du bedenkst was ein kleines Gläschen leckeren Aufstriches im Geschäft kostet kommen hier einige hundert Euro im Jahr für den Belag auf´s Brot zusammen. Die Zutaten für größere Mengen eines Aufstriches sind garnicht so teuer und es kommt unterm Strich was richtig gesundes dabei heraus, ohne viel Geld dafür bezahlen zu müssen.

Rezepte gibt es hunderte die allein in den verschiedensten Onlinerezeptdatenbanken zu finden sind. Was auch sehr gut funktioniert sind übrig gebliebene Soßen oder Eintöpfe die pürriert einen erstklassigen Aufstrich für die nächsten Tage ergeben. Sehr gut sind Gerichte mit Linsen die man zum Aufstrich umfunktionieren kann.

Probiert es einfach mal aus, es geht unheimlich schnell, macht Spass und schont Euren Geldbeutel.

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Dinkelmilch und Karotten Aufstrich, der Muttertag war toll!

Welch ein toller TagMuttertag
Morgens von der lieben Familie mit Frühstück und lieben Bastelleien am Bett geweckt werden und am Nachmittag netten Großelternbesuch gehabt, die uns nicht nur leckersten Kuchen, sondern auch viellerlei Gaben aus dem Garten mitgebracht haben.
Dazu zählen Rhabarabar, den ich gerade über Nacht zu leckerer Marmelade verkoche, Schnittlauch und Petersilie, was wir aufgrund der Menge zum Teil kleingehackt und eingefroren haben und dann noch Öle und Getreide, für die sie selber keine Verwendung mehr haben. Das war wirklich eine gelungene Überraschung – vielen Dank!

Trotz Muttertag konnte ich es heute nicht lassen und habe wieder so einiges in der Küche kreeiert – nachdem das Wetter leider so regnerisch war, dass Gartenarbeit heute ausfiel.

Neben dem vorher beschriebenen Löwenzahnhonig machten wir uns heute noch an die Dinkelmilch.

Zur Dinkelmilch findet man im Internet wirklich kaum nennenswerte Rezepte.
Warum weiß ich nicht, also hab ich mich einfach an die Hafermilch gehalten und die Dinkelmilch im absolut identischen Verfahren hergestellt.
Abends die Körner eingeweicht, am nächsten Morgen mit Wasser gemixt und durch ein Sieb geseit.
Der einzige Unterschied hier war, dass ich noch etwas Vanille (die echte!) und mehr Honig dazugegeben habe. Dieser Drink sollte ruhig etwas süßer werden. Und siehe da: Auch Dinkelmilch schmeckt wunderbar!
Vor Gebraucht muss diese immer gut geschüttelt werden, da sie sich absetzt – aber ansonsten ist hier der Vorteil, dass diese auch zum Kochen verwendet werden kann. Rezepte mit Milch im Kuchen oder Soße können 1 zu 1 durch Dinkelmilch ersetzt werden.

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Fazit meiner Kinder bisher:
Es schmeckt ihnen Hafter – und Dinkelmilch sehr gut. Die Dinkelmilch ist etwas süßer und lässt sich gut pur trinken. Hafermilch schmeckt im Müsli besonders gut.
Der Große meint, ihm schmeck nur die „normale Müsli-Milch“- er hat aber noch nicht gespannt, dass diese schon zur Hälfte mit Dinkelmilch gemischt war *g* – ich weiß fies – aber da sieht man mal, wie sehr da die Einbildung mitspielt.

Von der Dinkelmilch lässt sich auch hier der Dinkelschrot wunderbar ins Müsli mischen und schmeckt keinesfalls herb oder bitter. Allerdings habe ich festgestellt, dass der Schrot tatsächlich nur einen Tag im Kühlschrank haltbar ist. Danach fängt er zu muffeln an.
Meine Idee daher nun, sollte der Schrot zum Müsli nicht ganz gegessen werden (denn es bleibt schon ne Menge übrig, die gut sättigt), so versuche ich mich das nächste mal an einem aufgekochten Getreidebrei, der dann auch am Abend noch sehr gut haltbar sein dürfte. Vielleicht lässt es sich auch in Brot und Kuchen gut weiterverwenden.
Ich werde wieder berichten.

Wie sieht es nun hier mit der Kosten-Billanz aus?
Nun 1kg Dinkel ist zu 2€ in Bioqualität erhältlich.
Beim Rezept gehen wir wieder von 1 Liter auf 250 Gr Dinkel aus.
Somit liegen wir bei 50 cent für den Dinkel und hoch gerechnet 5-7 cent für Honig und Vanille, Wasser.
Selbst wenn wir für Stromverbrauch nochmal  3-5 cent dazurechnen (ich hahb jetzt echt mal nachgesehen, was mein Mixer die Minute benötigt!) , liegen wir somit mit Ausgaben von rund 58- 60 cent.
Womit wir auch hier im Gegensatz zur Kuhmilch (zu 0,94 cent) sparen und zwar genau 34 cent je Liter. Unsere Familie würde sich hiermit somit bei einem Verbrauch von 15 Liter die Woche  5,10€ die Woche sparen. Im Vergleich zur kaufbaren Dinkelmilch, die bei Alnatura 1,65€ kostet spart man hier je Liter 1,05 cent. Das ist eine ganze Menge und lohnt die 4 Minuten Arbeit, die man beim Mixen und abseien hat.

Hier nochmal das Rezept im Detail, vor allem für alle, die unser Haferrezept nicht gesehen haben:

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Rezept Dinkelmilch
Zutaten:
2 Tassen Dinkel (ganzes Korn, Bio)
2 Tassen Wasser (sehr warm, aber nicht kochend – ich habe es aus der Leitung genommen)
Wasser zum Weiter verarbeiten
1 Prise Salz
nach Geschmack Honig o.ä. (ich habe hier ca 3 Teelöffel Honig hinein)
nach Geschmack Vanille

Die Dinkelkörner werden mit der gleichen Menge sehr warmem Wasser über Nacht eingeweicht.
Am nächsten Morgen die Körner, die das meiste Wasser aufgesaugt haben, komplett mit dem Restwasser in einen Standmixer füllen. Vorher genau abmessen, wie viele Tassen gequollene Körner es sind. Dann nochmal so viel sehr warmes Wasser, wie die gequollene Menge, dazu gießen und  2 Minuten auf Stufe 1 mixen.
Wer mag kann auch etwas weniger Wasser dazu geben, dann schmeckt es noch mehr nach Dinkel.
Durch ein Küchentuch seihen, und fest ausdrücken. Es bleibt eine Art Schrot-Rest im Handtuch.
Diesen habe ich in ein Glas gefüllt, in den Kühlschrank gestellt und der wird am kommenden Morgen unter das Müsli gemischt. Mit etwas Honig und Früchten ausgesprochen lecker!
Die aufgefangene Milch je nach Geschmack süßen oder natur belassen. In beiden Fällen eine Prise Salz zufügen und gut verrühren.
In Flaschen füllen und ab damit in den Kühlschrank. Vor Gebrauch immer gut schütteln.
Dinkelmilch kann bestens auch heiß verkocht und in Kuchen und Pudding weiterberarbeitet werden.

Zum Abschluss des Tages habe ich uns dann noch einen leckeren Karottenaufstrich gemacht.
Dieser hält sich 2-4 Tage im Kühlschrank.

Karottenaufstrich – Rezept

Zutaten:
2 große Karotten geraspelt
2 Knoblauchzehen klein gehackt
2 Eßlöffel Öl
3 Eßlöffel Bio-Joghurt (Soja Joghurt tuts hier auch!)
Saft einer halben Zitrone (wahlweise auch Limette)
Salz, Pfeffer
Kräuter nach Belieben (wir haben Petersilienstengel und Bärlauch gehackt dazu)

Koblauch und Karotten im Öl anschitzen, bis die Karotten LEICHT brauch werden – ergibt einen nussigen Geschmack.
Abkühlen lassen, dann mit den restliche Zutaten vermischen – fertig. Super lecker aufs Brot.

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So und morgen berichte ich dann über den Versuch Reismilch selber herzustellen und ziehe eine erste Billanz welche Milch schmackhafter und günstiger + vorteilhafter in der Nutzung und einfacher in der Herstellung ist.
Weiterhin verarbeite ich in der Früh noch den Rhabarbar zu Marmelade und vielleicht schaffe ich es ja eeeeeendlich, meine erste Seife zu sieden. Das habe ich mir die letzten Tage Abends immer vorgenommen, aber ich bin ab 19 Uhr so müde, dass nichts mehr geht. Tja, der kleine Mann im Bauch fordert doch etwas mehr Energie ein, als ich dachte. 🙂