Ein soziales Projekt kann Unterstützung brauchen


In den letzten Monaten haben wir ein neues Projekt ausgeheckt. Eines unserer Hobbies ist Spielen. Das Spielen mit Brettspielen ist eine sehr schöne Form um mit der Familie gemeinsam Zeit am Tisch zu verbringen. Die Kinder sind Teil davon und halten sich nicht primär mit den üblichen verdächtigen Zeiträubern, wie dem Smartphone oder sonstige medialen Devices, auf.

Daraus haben wir nun mit Hilfe von vielen netten Mitspielern ein Konzept für ein soziales Spielecafé entwickelt. Ziel davon ist Jung und Alt wieder gemeinsam an den Tisch zu bringen. Unser heutiges Leben zeigt, dass die Menschen immer weniger mit anderen Generationen interagieren. Jugendliche, Senioren, Familien und alle anderen bleiben vermehrt eher unter sich und interessieren sich auch immer weniger für „die Anderen“.
Das Spielecafé der Generationen stellt zukünftig eine Begegnungsstätte dar, in der unter mithilfe von ausgebildeten Sozialpädagogen gezielt das gemeinsame Spielen gefördert wird. Auf diese Weise bildet dieser Ort einen Platz der Interaktion miteinander und bringt alle wieder etwas mehr zusammen. Ob Schach oder Kartenspiele, über die üblichen Verdächtigen wie Monopoly und Co…. bis hin zu hoch komplexen Strategiespielen ist alles zu finden.

Dies ist jedoch nur ein Teil des Gesamtpakets, denn wenn wir es schaffen die finanziellen Möglichkeiten zu erschaffen ist es geplant, dass die Pädagogen gezielt in die unterschiedlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Tagesstätten, Seniorenheimen und vielem mehr zu gehen. Dort sollen mittels pädagogischen Spielen die Menschen angeregt und gefördert werden. Ebenso soll die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einrichtungen mittels der Spiele gefördert werden, so dass bspw. die Kinder von Kindergärten gemeinsam mit den Senioren an Spielenachmittagen zusammen Zeit verbringen.

Wir werden bereits von einer Vielzahl an Verlagen aus der Branche unterstützt und helfen uns mit Ihren Produkten, eine kleine Ludothek (Spielebibliothek) aufzubauen. Darüber hinaus stehen uns wertvolle Institutionen wie der Diakonie, der Kreisjungendrung und die kommunale Jugendarbeit zur Seite.

Im Moment finden regelmäßige Spieleabende statt, die für alle offen sind und bis spät in die Nacht gespielt werden kann.

Damit unsere Ziele erreicht werden können, braucht der neu gegründete Verein eine finanzielle Grundbasis. Haben wir diese aufgebaut sind wir in der Lage weitere Fördermittel zu beantragen und für die weitere Umsetzung das erforderte ausgebildete Personal einzustellen.

Hierzu können wir Hilfe brauchen und haben dazu auf der Plattform Startnext eine Spendenkampagne gestartet. Es wäre sehr schön, wenn sich interessierte das man ansehen und uns mit einem kleinen (oder natürlich gern auch einen größeren) Betrag unterstützen würde.

Bitte schaut es Euch an auf Startnext „Spielecafé der Generationen – jung und alt spielt!“

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Vegan ist das neue „vegetarisch“

Seit wir nun diesen Blog hier betreiben, beschäftigen wir uns gleichlautend auch mit unserer Ernährungsform. Unser Weg ist von daher auch in die vegane Richtung gegangen, da dies nicht nur eine möglichst leidfreie, sondern auch die Ernährungsform ist die einfacher in einer Selbstversorgung realisiert werden kann. Im Grunde kann sogar jeder zu Hause seine Ersatzprodukte auf Basis von Soja oder Weizeneiweis selber herstellen.

Für uns stellte sich diese Ernährungsform die für uns beste Variante heraus wobei wir immer dazu gesagt haben, dass wir nicht rein vegan leben und dies auch nicht getan haben. Es gibt mal mehr mal weniger vegane Phasen bei uns im Haus und so haben wir im Laufe der Planung für unser Weihnachtsfest entschieden dieses Jahr auf tierische Produkte komplett zu verzichten.

Vor einigen Tagen begann ich dann auch stückweise mit dem Probekochen und dieses Gericht kam heute in 30 min. dabei heraus.

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Ein veganes Steak in Rotweinsauce mit Kartoffeln. Es schmeckt vorzüglich und geht selbst in dieser „Sparversion“ bereits als Festessen durch. Inspiriert wurden wir hierzu unter anderem von den Festtagsgerichten von Attila Hildmann.

Bei diesen Experimenten haben wir nun entschlossen einen Schritt weiter zu gehen. Es gibt so viele herrliche vegane Produkte die einem das Leben erleichtern, wenn sich diese Ernährungsform – aufgrund unserer alten Muster – doch mal wie ein Verzicht anfühlt….. das muss nicht sein.

Unser Mittagessen heute ist das beste Beispiel dafür, dass Du absolut kein Fleisch oder ähnliches auf dem Tisch brauchst. Für den Geschmack schon mal gar nicht, denn unsere Sauce hier könnte nicht besser sein 😉

Darum werden wir das Jahr 2016 als ein Experiment sehen und wirklich jegliche tierischen Erzeugnisse für dieses Jahr und gern darüber hinaus von unserem Teller verbannen.

No need for meat!

Wir werden also auf unserem Blog hier über unsere Erfahrungen, Rezepte und Quellen das Jahr über berichten und hier mit einfließen lassen. Des weiteren werden wir auf darüber berichten, wie man sich am besten unterwegs vegan ernährt.

An dieser Stelle wünschen wir unseren Lesern ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest 2015!

 

 

Macht endlich den Mund auf und beweißt, dass ihr aus der Vergangenheit gelernt habt!

Vor gut 15-20 Jahren – während meiner Schulzeit – nahmen wir im Unterricht sehr exzessiv die Zeit des Dritten Reiches durch. Wir beteten von vorne nach hinten die Auslöser, die Ereignisse und die Folgen durch. Damals erschien mir der Unterricht in dieser Intensität übertrieben. Denn für mich war es absolut unverständlich, wie so etwas passieren konnte… Ich konnte nicht glauben, dass eine ganze Nation bei den Verbrechen entweder mitmachte, oder aber zumindest wegsah. Wieso hatten die Menschen sich nicht gegen das NS Regime gestellt und gemeinsam verhindert, dass diese abscheulichen Taten begangen werden konnten? Warum gab es so viele Mitläufer, die sogar ihre Nachbarn und ehemals besten Freunde verrieten?
Als junges Mädchen – noch mit dem unschuldigen Glauben an das Gute in der Welt – konnte ich das einfach nicht nachvollziehen. Gründe erfuhren wir von unseren Lehrern natürlich genügend und dennoch erschienen mir diese Gründe absolut fadenscheinig. Es gab einfach NICHTS, was es in meinen Augen rechtfertigte, das eine ganze Nation Millionen von Menschen in den Tod schickte und nichts dagegen unternahm…
Bis noch vor Kurzem erschienen mir rechts gesinnte Menschen in der Minderheit und ich machte mir keine Sorgen. Mir war ja auch absolut klar, dass sich die Geschichte nicht wiederholen kann, hatten wir doch alle daraus gelernt. Wer es nicht miterlebt hatte, wurde im Unterricht oder durch Fernsehen und Politik ständig daran erinnert, was für Verbrechen damals geschehen konnten. Natürlich sind wir auch Generationen danach so sehr sensibilisiert, dass es keine Chance der Wiederholung gibt…Heute würden wir nicht so leicht Parolen nachplappern, heute würden wir nicht mehr glauben, dass ein bestimmter Teil der Bevölkerung wertloser ist. Heute würden wir uns gegen jeden Stellen, der solches auch nur denken würde und auf rechtsgesinnte Ausschreitungen würden wir heute Taten folgen lassen durch Inhaftierungen und Verurteilungen. Alles möglich auf Basis unserer Gesetzgebung, mit dem wichtigen Teil des Grundgesetzes.
WIRKLICH? Ist das heute wirklich so?
Ich – ein Gutmensch – wie er im Buche steht, bin wohl zu leichtgläubig an das Thema herangegangen. Denn meine damalige Überzeugung hält heute nicht mehr Stand!

Auch wenn es viele noch nicht erkennen: Heute stehen wir wieder genau da, wo wir am Anfang der NS Zeit auch standen. Rechte Parolen sind unter dem Deckmantel der „besorgten“ Bürger gesellschaftsfähig geworden. Zu viele Menschen haben sich anstecken lassen vom braunen Gedankengut und das Schlimme ist: sie erkennen es nicht einmal als solches! Es scheint heute wieder soooo einfach zu sein, einen gewissen Teil der Bevölkerung zu verurteilen und ihnen sogar Teile der Menschenrechte abzusprechen.
Damals waren es die Juden, die immer mehr ihrer Rechte verloren – heute sind es die Flüchtlinge.
Damals waren es die Juden, die uns die Jobs wegnahmen, für unsere Kinder eine Bedrohung darstellten, die sich nicht benahmen, die unehrlich waren – heute sind es die Flüchtlinge.
Weder Juden durften damals noch dürfen Flüchtlinge heute arbeiten – weder Juden bekamen damals noch bekommen Flüchtlinge heute die Grundsicherung – Juden wurden damals separiert, Flüchtlinge werden heute in großen Lagerhallen abseits der deutschen Bevölkerung „gesammelt“. Jüdische Kinder durften damals keine deutschen Schulen mehr besuchen – Flüchtlingskinder dürfen dies heute „noch“: Die Betonung auf NOCH, denn sollte die Idee des Erfurter Bürgermeisters, vom Aussetzen der Schulpflicht für Flüchtlingskinder Schule machen, wird auch dies bald der Vergangenheit angehören.
Was ist Stand heute bitte besser als zu den Anfängen der NS Zeit?
Heute wird eine gewisse Gruppe von Menschen herabgesetzt, verurteilt und ihrer Recht beraubt. Was macht nun Euch alle – die ihr zuseht oder gar mitmacht, zu besseren Menschen als die Nationalsozialisten von damals?
Keinen Deut besser seid ihr!
Es werden keine Menschen umgebracht mögt ihr sagen – damals wurden die Juden schließlich vergast und das war in Euren Augen vielleicht das eigentliche Verbrechen – außerdem waren es viele Millionen….
Ja vergast werden heute bei uns keine Menschen mehr…. Aber tot bleibt tot und tote Flüchtlinge gibt es in Massen. Tausende über tausende ertrinken jährlich im Meer, bei dem Versuch, sicheren Boden unter den Füßen zu erlangen. Andere sterben an Hunger, viele an Gewalttaten auf dem Weg hierher, manch einer erstickt sogar mitten in Österreich in einem LKW. Männer ebenso wie Frauen und Kinder! Sind wir nun heute besser, weil wir nicht selber Hand angelegt haben? Sind wir besser, weil sie nicht auf „unserem“ Boden starben?
Nein, das sind wir nicht. Wenn ich eines gelernt habe: JEDER der wegschaut, macht sich mitschuldig. Denn jeder der wegschaut, hätte sich für diese Menschen einsetzen können. Viele Menschen, die sich einsetzen, können ganze Regierungen stürzen – warum nicht auch den Tod von tausenden von Menschen verhindern?

Aber es ist auch so verdammt mühselig, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Wer hat nicht diese Science Fiction! Bücher gelesen, wo auf der Erde eine riesige wundervolle Stadt existierte – voller grün, mit „glücklichen“ Menschen und umgeben von einer Glaskuppel, die jeden Stadtbewohner vor den schädlichen Einflüssen von außen beschützen sollte. In der Stadt lebten die Menschen, die rechtschaffend waren und es verdient hatten, diesen Wohlstand zu genießen. Außerhalb dieser Stadt aber lebten nur noch Verstoßene, Kriminelle, Aufständige und bettelarme Menschen. Natürlich gab es kein rein und kein raus aus dieser Stadt. Keine Chance für den armen Menschen von außen, jemals in die Stadt und zu Wohlstand zu gelangen. Und keiner in der Stadt hätte diesen Wohlstand mit den Menschen da draußen je teilen wollen. Ging es ihnen in der Glaskuppel doch einfach zu gut und natürlich waren die Menschen da draußen auch weniger Wert und hatten weniger Rechte – einfach Pech, dass viele auf der falschen Seite geboren wurden…
Fällt Euch etwas auf?
Ist dieses Science Fiction Szenario nicht schon lange Realität geworden? Sitzen wir hier nicht alle gemütlich, in Wohlstand schwelgend auf unserem Hintern und haben einfach keine Lust davon etwas an die Menschen „da draußen“ abzugeben? Wir haben Angst, dass wir unsere Gemütlichkeit und unseren Reichtum verlieren könnten und darum suchen wir nach Gründen, warum die Menschen „da draußen“ eben diesen Wohlstand NICHT verdient haben. Und sogar die passende Kuppel errichten wir gerade dazu. Etwas anderes sind die meterhohen Zäune mit Stacheldraht-Ummantelung nämlich nicht. Und was der Stacheldraht oder die sinkenden Boote nicht aufhalten, das erledigt dann tonnenweise Tränengas, was auf die Menschen „da draußen“ abgedrückt wird.
Diese unschöne Utopie ist schon lange Wirklichkeit geworden! Ich gebe zu, sehr schleichend, denn auch ich habe nicht gleich geschnallt, an welchem Punkt sich unsere Gesellschaft befindet. Doch spätestens JETZT, wo täglich!!! Flüchtlingsunterkünfte brennen, die Gewalttaten gegen ausländische Mitbürger so hoch sind wie noch nie, wo sich rechte Kommentare gerade in den sozialen Medien erschreckend schnell verbreiten, wo Kinder von Rechten angepinkelt werden und die Toten schon bis nach Österreich schwappen, spätestens JETZT sollte auch der Letzte von uns aufwachen!
Jeder der schweigt macht sich mitschuldig. Und das muss sich nicht wiederholen. Wir können ALLE etwas tun. Wir können an die Politiker herantreten, Demos veranstalten und besuchen, wir können weitere Promis motivieren, ihre Stimme zu erheben und wir können selber unsere Stimme erheben. Wir können Blogeinträge verfassen, um Stellung zu beziehen und jeden rechten Kommentar aus Facebook davon wischen. Wir können unsere Freunde, Nachbarn und Bekannten aufklären über das, was passiert und wir können HELFEN. Wir können den Menschen, die in ihrer Not hierhergekommen sind, unsere Hand reichen: sei es durch Spenden, sei es durch Gespräche oder gar eine Freundschaft. Solidarisiert Euch miteinander und macht bitte endlich alle den Mund auf. Je mehr Menschen Stellung beziehen, umso mehr Menschen werden aufwachen und dann bin ich sicher, können wir es schaffen, dass sich die Geschichte diesmal in eine andere Richtung entwickelt.

Lasst uns der Welt beweisen, dass wir wirklich aus unserer Vergangenheit gelernt haben!

Und wer wirklich nicht weiß, was er noch so tun kann, kann diese tolle Aktion unterstützen:

http://www.blogger-fuer-fluechtlinge.de/

https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/bloggerfuerfluechtlingei

#BloggerFuerFluechtlinge

Besinnliche Weih-nachten

Wie unschwer zu erkennen ist, haben wir in den letzten Monaten nicht sehr viel hier auf unserem Blog über unsere weiteren gesammelten Erfahrungen geschrieben oder besser ausgedrückt schreiben können. Das Jahr 2014 hatte den eindeutigen Schwerpunkt bei den Kindern und damit in erster Linie bei unserem jüngsten Kind, welches die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Mit dem Sommer begann der kleine Räuber zu laufen und so lief auch damit das Jahr so dahin. Dennoch haben wir viele neue Erkenntnisse gewinnen können und werden davon noch ausführlich im Jahresrückblick 2014 berichten.

Die letzten Wochen im Jahr sind einer vermeintlich zusätzlichen Jahreszeit gewidmet. Den Konsum-nachten! Zumindest erweckt die Welt den Eindruck davon, während an anderer Stelle auf der Welt Millionen Menschen hungern, Angst im ihr Leben haben müssen oder im Krieg leben. Vor einigen Tagen kam der Satz hoch „… einen auf heile Welt machen“ ….

…. die Welt heilen wäre mal ein guter Ansatz.

Bei uns begann die Weihnachtszeit mit mehr Familienaktivitäten im und mit dem Haus. Wir bauten erst einmal alle Kinderzimmer um, nachdem die Aufteilung nicht mehr zur Lebenssituation gepasst hat. Dabei entstand ein „Weihnachtsgeschenk“, denn morgen zieht unsere große Tochter in ein völlig neu gestaltetes Teeny-Zimmer ein (das in den letzten Wochen nicht betreten werden durfte, Töchterchen wohnte in der Zeit beim großen Bruder mit im Zimmer). Wir haben die Möbel neu lasiert und alles völlig umgestaltet. Dabei kamen geschenkte und getauschte neue-alte Möbel zum Einsatz, woraus ein vollständig neues Zimmer entstanden ist.

Ja auch wir sind von dem Zauber nicht befreit, wobei wir aus den Erfahrungen vom letzten Jahr stark dazugelernt hatten. Denn letztes Jahr sind wir von einer Konsumfalle in die nächste getappt. Wir haben die Berge an Geschenke nicht gekauft, sondern getauscht…. mit dem Ergebnis, dass wir so viel Zeug wie nie zuvor unterm Baum liegen hatten. Ergo, auch so kann man in die Falle tappen und am Ziel vorbei fliegen. Dieses Jahr gibt es für jedes Kind ein Geschenk (bei dem die Oma und Opa´s mitgewirkt haben statt noch ein paar Päckchen mitzubringen)

Dies Jahr ergaben sich sinnvolle Geschenke bzw. erfüllte Herzenswünsche für unsere Kleinen. Meine Frau und ich schenken uns nichts bzw. beschenken uns mit etwas passendem gemeinsam. Im Moment fiel uns jedoch nichts ein, also beschenken wir uns mal mit etwas das uns wichtig erscheint wenn es passt – es muss nicht der 24. Dezember dafür sein.

Doch das ist ja nur ein kleiner Teil des sog. Weihnachtsfestes. Wir machen daraus eine besinnliche Zeit mit der Familie und celebrieren Weihnachten im Grunde über Wochen hinweg durch gemeinsame Abende am Feuer und vielem mehr. Das Haus wird herausgeputzt und geräuchert.

Wir stimmen uns hierbei auf die Rauhnächte ein und beginnen unsere Familienfeierlichkeiten am 21. Dezember mit einem Midwinterfeuer und dem Start in den neuen Jahreskreis. Wir heißen das Licht in der Welt und in unseren Herzen willkommen und freuen uns auf die wieder länger werdenden Tage.

Dieses Jahr beschäftigen wir uns sehr mit den kommenden 12 Rauhnächten und sind auf diese Zeit sehr gespannt 😉

Die Kinder genießen diese Zeit sehr und sind hoch interessiert daran was eigentlich hinter all dem Zauber rund um Weihnachten steckt. Angefangen von der Wintersonnenwende über die Bräuche aus der frühchristlichen und vorchristlichen Zeit. Die nächsten Jahre werden uns hier sicherlich noch viele Entdeckungsreisen bescheren und den Wert auf das Zusammensein und feiern legen…. weniger auf irgendwelche Gegenstände die man für den 24. Dezember kauft und eingepackt unter den Baum legt.

Ja es gehört natürlich irgendwie dazu, jedoch bei uns in erster Linie des Schenkens Willen um den Menschen den man liebt eine besondere Freude zu machen, deshalb verteufeln wir das alles nicht sondern machen daraus schlicht und ergreifend wieder das was es einmal war und das war kein Wettlauf mit der Technik, den Trends und den Summen die man für Geschenke ausgibt.

Das was es einmal war und für uns ist… werden wir sicherlich auf der Suche nach den für uns wichtigen Wurzeln des Weihnachtsfestes und der Weih-Nachts-Zeit sicherlich noch herausfinden 😉

In diesem Sinne wünschen wir allen Besuchern und Mitforschenden ein besinnliches Weihnachtsfest und herzenserwärmende Tage mit den Menschen die Ihr liebt!

 

Unser Garten – Gartenupdate der Erste

Nachdem wir uns in den letzten Wochen hier ziemlich rar gemacht haben, wollen wir nun heute viele Bilder zeigen. Denn der Frühling ist da, der Garten blüht an allen Ecken und wir sind mit viel viel Arbeit rund ums Haus beschäftigt. Bei weitem damit auch noch nicht fertig, denn wir fangen in diesem Jahr nun ja erst so richtig an mit dem Anbau… da wir letztes Jahr schon zu spät dran waren.

Das Gewächshaus steht, die ersten Beete sind hergerichtet bzw. gebuddelt und die ersten Pflanzen wachsen…. sehr selbst 😉

Ja, wir müssen in diesem Jahr viel graben, da wir letztes Jahr nicht mit dem Mulchen der neuen Flächen begonnen haben. Da waren wir einfach noch nicht weit genug. Dieses Jahr gehen wir da mit mehr Planung und sicherlich auch reich an Erfahrung in die Vorbereitung für das kommende Jahr.

Es werden im unteren Bereich unseres Garten´s noch viele weitere Beete, Streuobstwiesen, Wildblumenbereiche, Teiche und mehr Folgen… doch das wird uns noch einige Jahre beschäftigen 😉 Ich lasse die Bilder erst einmal unkommentiert so stehen – die sprechen denke ich für sich.

So… jetzt aber mal viele viele Bilder

Kräuter und mehr ;)

 

Wildsalat (Giersch und Co.)

Schnittlauch u. Liebstöckl....

Johannis- und Himbeeren ;)

Teil unterm Apfelbaum

Spielbereich

Salatpflanzen

Tomaten, Paprika, Chilli und Zwiebeln

GW Teil 3

Unsere Schneckenabwehr (2 von insgesamt 8 zukünftigen Laufis)

Tierbereich (weiteres Gehege wird gerade aufgebaut)

Sandkasten (2x3 Meter)

GW Teil 2

Jungpflanzen im GW

Teil d. Grundstücks

Blick in Richtung Haus v. Grundstücksende

Weidentipi u. Kinderbeet

Blick auf Weidentipi am Bach

Kinderbereich

Mein Gewächshaus (8qm für den Anfang)

Sicht auf andere Seite

Beete f. Tomaten u. Zwiebeln etc. weitere folgen

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Intensivbereich - Frühbeet

da geht´s zum großen Garten

Johannisbeeren

DSC_0060 Palettenbeet d. Terasse

 

Bärlauch in der Hecke

Anzuchtstation vorm Haus

Schnittlauch und mehr

Stechpalme

Die Kräuterabteilung im Vorgarten

 

Ein Jahr im Wandel

Nachdem wir nun die neue Saison schon förmlich riechen können und die Gartensaison 2014 vor der Tür steht, ist es an der Zeit die Erfahrungen des letzten Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen. Vor etwa einem Jahr sind wir im Grunde um 180 Grad in unserer Laufrichtung gedreht worden und standen im ersten Moment ziemlich ratlos da.

Alternativen mussten also her und das ziemlich schnell, da vieles auf einmal nicht mehr da war wie wir es gewohnt waren. Tja, nachdem wir allerdings uns schon seit Jahren mit Themen wie gesunder vegetarischer und veganer Ernährung, Selbstversorgung, Permakultur und vieles mehr, in vielen Fällen zumindest in der Theorie beschäftigen, stand uns nun der Praxis-Test und damit unsere persönliche Feuerprobe bevor.

Weg vom Konsum und so viel als möglich selbst machen. Von der Selbstversorgung sind wir noch Meilenweit entfernt, doch wir begreifen diesen Begriff nicht als Status sondern als Lebensweg. Für uns beginnt die Selbstversorgung bereits mit regelmäßigem Backen, Kresse auf dem Fensterbrett oder einem kleinen Balkongarten. Etwas herzustellen das zum täglichen Leben gebraucht wird. Natürlich ist das Ideal vorhanden sich mit möglichst vielen Lebensmitteln einen möglichst hohen Selbstversorgungsgrad sicher zu stellen. Hier schließt unser Bild nicht nur unseren Garten, sondern auch ein regionales Netzwerk von Selbermachern mit ein. Ohne Gemeinschaft ist es nicht nur viel schwerer, sondern auch viel langweiliger 😉

Die ersten Monate waren etwas ungewohnt und spannend. Voller Experimente und herumprobieren von Rezepten, um auszuprobieren was zu unserer Familie am besten für den täglichen Bedarf passt. Vorratshaltung durch einkochen, lagern und weiteren Verarbeitungsmethoden wurden ausprobiert und Netzwerke in der Region wurden geschaffen, die nicht nur uns ermöglichen selbstbestimmter mit der Ernährung umzugehen.

Auch haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir auf diese Weise viel wirklich viel mehr Vielfalt in unser Leben bekommen haben. Wir haben noch nie zuvor so viele verschiedene Marmeladen, Brotsorten, Aufstriche oder sonstige vegetarische oder vegane Gerichte kennen gelernt. Dieses Leben macht neugierig und aus Hobbyköchen zu wahren Forschern in Garten und Küche.

Es wurden Salben, Tee´s, Tinkturen, Öle und vieles mehr hergestellt. Diese Produkte unterstützen die Familie in der Gesunderhaltung und bei kleinen weh-wehchen. (Wobei diese Dinge nicht den Gang zum Arzt…bla bla bla… Ihr wisst schon 😉 )

Ein Tauschkreis bzw. Nachbarschaftsnetzwerk wurde in der Region ins Leben gerufen. Hier treffen sich interessierte Menschen die über diesen Weg zu einer zusammen wirkenden Gemeinschaft wachsen. Es wird geholfen, getauscht und zusammen gefeiert. Wir lernen hier fast jede Woche neue Menschen aus der Umgebung kennen, die sich zuvor – wie wir vor Jahren auch – mit Ihrem Lebensstil etwas allein gefühlt haben. Viele die daran teilnehmen machen sich durchaus Gedanken darüber, wie eine enkeltaugliche Welt auszusehen hat und was im Moment aus unserer Sicht falsch läuft.

Über die Monate ist dieser neue Lebensweg zu einem festen Bestandteil geworden der sich nicht mehr ungewohnt oder gar komisch anfühlt. Zu Beginn war es durchaus sehr ungewohnt immer daran zu denken das genügend Brot oder Hefe bzw. Getreide für Brot vorhanden ist, damit unsere Großfamilie was zu futtern hat.

Es geht alles, wenn man sich auf den Weg macht.

Natürlich sind durch diese Veränderung auch weitere Visionen und Pläne entstanden. In diesem Jahr widmen wir unsere Aufmerksamkeit noch mehr als letztes Jahr unserem Garten. Gerade in der Winterzeit – wenn dieser Winter als solche bezeichnet werden kann – haben wir Tagelang Literatur gewälzt und uns über all die verschiedenen Methoden einen Überblick verschafft. Daraus resultierte dann auch das Ergebnis, dass in diesem Jahr auch ein Permakultur Design Kurs gemacht wird, damit wir unseren Hektar hier nach diesem Konzept gestalten und zur essbaren Familienlandschaft umbauen können.

Es macht so viel Spass, alles zu Hinterfragen und festzustellen was man im Grunde eigentlich alles nicht braucht um ein erfülltes Leben zu führen. Jeden Monat fallen uns neue Dinge auf die wir noch besser machen oder einfach Weg lassen können. Gerade in diesem nun nahenden Frühling fällt vieles in unserem Haus demnächst dem Frühjahrsputz zum Opfer, da wir das Gefühl haben viel zu viele Gegenstände zu besitzen die wir im Grunde garnicht brauchen oder einfach nicht verwenden.

Auch beginnt nun wieder die Radlsaison. Letztes Jahr war ich leider zu spät dran uns mit der nötigen Ausrüstung zu versorgen, dass wir auch im Winter mit dem Rad alltägliche Besorgungsfahrten zu machen. Auch fehlt uns hier noch das Training. Da wir ja so gut wie nie allein unterwegs sind, sondern mit unseren Kindern im Anhänger, geht das hier natürlich vor…. unsere jüngste Tochter kann es schon garnicht mehr erwarten mit mir im Rad zum einkaufen oder in den Kindergarten zu fahren.

Ehrlich, im Grunde fühlt sich ein Leben weg von der unüberlegten Ressourcenverschwendung hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil garnicht so komisch an 😉 Wir machen vieles einfach nur anders und das Stück für Stück, Schritt für Schritt… mit vielen Versuchen, Experimenten und natürlich auch Rückschlägen.

Wir haben beispielsweise versucht in unseren Marmeladen oder Kompotts die wir eingemacht haben die Zuckermenge so weit als möglich zu reduzieren und festgestellt, das das bei manchem Obst sehr gut funktioniert und anders wiederum mehr braucht damit es während der Lagerung nicht kippt. Genaues können wir hier noch nicht berichten, werden dies aber sicher noch tun wenn wir sicher sind was wir bei manchen Dingen einfach falsch gemacht haben. Oder auch das Thema Milch. Wir haben aufgehört selbst Sojamilch herzustellen, da wir unseren Milchbedarf so weit reduziert haben das es sich nicht mehr lohnt dies selbst zu machen. Oft wurde diese einfach schlecht und da wir keine Lebensmittel wegwerfen wollen, haben wir uns entschlossen die ein bis zwei Liter die wir in der Wochen brauchen zu kaufen als sich dafür 1 Stunde in die Küche zu stellen. Auch das gibt es 😉 Ob das so bleibt oder ob wir dies dann nach Bedarf doch wieder selbst herstellen oder einfach Getreidemilch machen, wenn nötig wird die Zeit zeigen.

Das erste Jahr unserer Reise ist nun bald vorrüber und wir wollen definitiv nicht mehr zurück zu unserem alten Lebensstil aus Supermarktprodukten, Restaurantbesuchen und Industriebäckereibrot uvm. …. Begleitet wurde dieser Prozess von vielen interessanten Inspirationsquellen, Büchern, lieben Menschen und Vorbildern die schon viel weiter auf dieser Reise sind.

Wir können es nur jedem empfehlen, denn nicht ist spannender als das Leben selbst und noch interessanter wird es wenn man dies unter Berücksichtigung einer Nachwelt tut der den Kindern und Enkelkindern auch noch Spass machen soll.

VORSICHT!! Topfheizung

Liebe Leser und Experimentierfreunde,

heute muss ich dringend darauf hinweisen, dass es bei einigen Versuchen schon fast zu bränden mit dieser Topfheitzung kam und raten von weiteren Experimenten in Häusern ab! Bisher ist nicht bekannt warum es bei einigen so heiß wird, dass sich das Wachs selbstständig macht und bei anderen selbst die Töpfe nicht richtig warm werden.

Wir wollen hiermit ausdrücklich davor warnen, denn sowas kann ganz schnell in die Hose gehen!!