Die letzten Züge des Winters nutzen….

…manch einem kommt der Winter jetzt schon sehr lange vor.

Vor allem nachdem letztes Jahr, genau an diesem Tag, schon der Frühling Einzug erhalten hatte. Mitte Februar 2014 war der Schnee schon lange fort (oder er war erst gar nicht gekommen) und Wiesen und Felder waren schon voller Leben.

Doch es hat schon seinen Sinn, dass nicht jedes Jahr dem anderen gleicht und so hat es immer auch etwas Gutes, wenn die Ruhezeit der kalten Jahreszeit noch etwas länger andauert. Gönnen wir uns doch noch etwas mehr Pause, bevor im Frühling die Aktivität wieder in den Vordergrund rückt, gerade unser Körper wird es uns danken.

Und wer so – wie ich 😉 – die Füße so gar nicht ruhig halten kann, kann sich ja Dingen widmen, die man zur warmen Zeit eher vernachlässigen würde.

Wir gehen daher in diesem Jahr verschiedene Projekte an. Zum Beispiel ziehen wir in 2 Wochen in unser Dachbodenzimmer eine zusätzliche Wand ein. So entstehen ein Jugendzimmer auf der einen und ein Studier- und Arbeitszimmer auf der anderen Seite. Denn im März beginnt für mich ein neuer Abschnitt mit einem Teilzeitstudium zur sozialen Arbeit, während Andi nun sein Permakultur Design Zertifikat machen wird und sich mit den Kindern komplett dem Garten bzw. dem Ausbau der Selbstversorgung widmet. Irre wie sich in den letzten zwei Jahren alles geändert hat und wir von Unternehmern nun zu Menschen wurden, die sich ganz einem „menschlichen“ und möglichst nachhaltigem Leben verschrieben haben, wo man füreinander da ist, Mitgefühl und Einsatz zeigt und das tut, was einen wirklich absolut erfüllt. Bei uns ist das die Verbundenheit mit der Natur, die Selbstversorgung und die Arbeit und das Leben mit Kindern. Jetzt fehlt nur noch für mich der passende Job im sozialen Bereich mit Kids. Und ich weiß es gibt ihn da draußen, diesen einen der perfekt zu mir passt und wo ich gebraucht werde und etwas bewirken kann.

Die ruhige Zeit kann man also zum einen wunderbar nutzen, um Dinge im Haus zu erledigen (wer mag im Frühling schon innen werken) und andererseits um zu sich zu finden. Sich bewusst zu werden, was man will und was man braucht. Sich neu ausrichten in allen Belangen, sei es in Familie, Beruf oder Freundschaft.

Und natürlich können wir die Zeit auch nutzen, um Pläne zu schmieden. Zum Beispiel für das neue Gartenjahr. Andi plant gerade, was er wann auf unserem Hektar großen Grundstück anbauen wird. Weitere Beete kommen dazu, Bäume und ein 100qm Gewächshaus. Vielleicht ein Rosengarten, ganz sicher aber ein Teichsystem und vieles mehr.

Ich dagegen plane, was ich dieses Jahr an neuen Heilkräutern kennenlernen werde. Wo ich sie finde, wie sie wirken und dann werde ich wieder das ganze Jahr über Tees, Tinkturen, Salben und Öle herstellen. Das ist mein großes Hobby und unsere Hausapotheke ist schon fast perfekt ausgestattet.

Wir freuen uns auf den Frühling und das ganze folgende Jahr – aber wir genießen auch noch die Ruhe der letzten Züge des Winters.

Und „raus“ in die Natur kann man ja trotzdem und buddeln geht auch schon, wie unser jüngster Spross heut wieder gezeigt hat 🙂

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Jahresrückblick 2014

So wie es viele andere auch machen, habe ich mir gedacht, veröffentliche ich einen sogenannten Jahresrückblick über unsere diesjährigen Erfahrungen. Viele Dinge sind geschehen, viele Pläne geschmiedet und viele neue Erkenntnisse wurden gewonnen. Dazu kam natürlich noch so einiges was von uns nicht eingeplant war.

Zum Beispiel war nicht geplant, dass unser Sohn im Sommer mit dem Laufen beginnt – Spass beiseite. Er hätte ruhig bis zum Winter warten können 😉 So ergaben sich auf einmal neue Aufgabenfelder, die uns von so manchem Gartenprojekt in diesem Jahr abgehalten haben.
Es stand zudem auf dem Plan, nach einem Jahr Auszeit, wieder mit dem Einkommenserwerb zu beginnen. Auch wir müssen in unserer jetzigen Lebenslage vieles bezahlen und das Geld dafür muss hinzuverdient werden. So hatten wir uns gedacht, dass meine Frau auswärts arbeiten geht, während ich zu Hause mich um den weiteren Aufbau der Selbstversorgung kümmere.

Zum Jahresbeginn hatten wir für unseren Tauschkreis WIR GEMEINSAM bzw. dessen Verein, in Eggenfelden, eine weitere Regionalgruppe eröffnet. Für uns ist das Tauschen und sich helfen im Vergleich zum kaufen und verkaufen viel wichtiger und so war es logisch, dass wir soetwas in unserer Heimat ins Leben rufen. Die Gruppe feiert nun bald ihr einjähriges bestehen und wir können uns sehr über die Vielzahl von Menschen freuen die sich dazu entschlossen haben ein Teil dieser Gemeinschaft zu werden.

Unser Selbstversorgergarten steckt natürlich noch in den Kinderschuhen. Wir haben im letzten Jahr vieles geschafft und erste Erfahrungen im Anbau mehrerer neuer Sorten gesammelt. Neben einigen Beeten ist ein Gewächshaus entstanden und weitere Bereiche die in diesem Jahr mit angelegt werden. Im Frühjahr sind Laufenten eingezogen die seither unsere Flächen weitestgehend Schneckenfrei halten. Bisher hatte ich keine Fraßschäden mehr, sofern man von den Wühlmäusen absieht die einiges weggefuttert hatten. Zum Beispiel haben wir von unserem Knollensellerie zumindest die Stängel ernten können. Die Wühlmäuse hatten die Knollen von unten her komplett ausgehöhlt. Da das Grün normal weiterwuchs, haben wir das erst bei der Ernte festgestellt 😉

Damit die Kinder zu einem Erholungsurlaub kommen, hatten wir uns dazu entschlossen Pfingsten zwei Wochen in den Urlaub zu fahren um dort zu wandern. Es war ein wirklich sehr schöner Urlaub im Bayerischen Wald und konnten dort insgesamt bestimmt rund 100km Wandern. Was mich am meisten fasziniert hat war, dass selbst unsere vier jährige die kompletten Strecken fast ohne getragen zu werden zurück gelegt hat. In der zweiten Woche hatten wir eine Ausflug nach Tschechien gemacht und dort wurde dann die Wanderung ungeplant länger und so war die Tagesstrecke an diesem Tag fast 18km lang über Berg und Tal, Stock und Stein und das haben alle Kinder sehr gern mitgemacht…. wir waren nämlich auf Schatzsuche…. wir verbinden solche Touren mit Geocaching und so wird jede Tour spannend.

Nur war die Rückkehr sehr ernüchternd, da ein Freund der auf unsere Pflanzen hat aufpassen sollen und es eigentlich auch weiß was zu tun ist, hat fast alles Pflanzen eingehen lassen. Ende vom Lied waren 600 gestorbene Jungpflanzen und brütende Enten (was wir auch nicht wollten). Fazit: Dieses Jahr machen wir es anders 😉

Glück im Unglück war hier unser Tauschkreis, denn wir bekamen von überall her neue Pflanzen im Tausch und oft auch geschenkt, so dass unsere Ernte für den Herbst und unsere geplanten Heilkräuter in dem Jahr nicht ausfielen. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön für alle Helfer und Spender….

… und dann kam der Sommer 🙂

Eine der schönsten Jahreszeiten für den Garten, wenn da nicht ein kleines heranwachsendes Baby wär das, just in dem Moment als die Ferien losgingen zu Laufen beginnt. Von da an war ich mehr am Hinterherlaufen als am Werken im Garten. Dennoch hatten wir eine Ernte wie nie zuvor und wirklich gaaaanz viel leckeres Gemüse das wir im Jahr über aus dem Garten beziehen konnten.

Das Jahr über lernten wir einige liebe neue Menschen kennen, die durch den Tauschkreis in unser Leben traten und seither helfen wir uns gegenseitig was das Leben für uns alle bereichert. Für Jeden wird es ein stück einfacher und macht viel mehr Spass. Was mir das Jahr auch gezeigt und gelehrt hat war, dass man sich auch von Zeiten nicht verrückt machen lassen darf wenn man etwas nicht so schafft wie man es sich vorgenommen hat. Gerade was das Selbst machen betrifft. Kinder und Familie haben hier Vorrang und das wir dann wieder häufiger Brot im Bioladen gekauft haben anstatt es selbst zu backen musste zuerst akzeptiert werden. Danach ging ist auch mit einem guten Gefühl wieder einkaufen, weil es ja der Landebesitzerin und dem Bäcker auch gut tut wenn man hin und wieder mal ein Brot kaufen „muss“.

Der Rest vom Jahr verging komischer Weise wie im Flug und beschäftigten uns vielmehr mit unseren Kindern.

Alles in allem ein schönes Jahr das wir, was unsere Selbstversorgung angeht auf jeden Fall toppen werden.

Der Status für den Monat Mai ;)

Derzeit könnten wir uns wirklich zerreissen und ich wünschte wirklich der Tag wäre doppelt so lag – natürlich mit doppelt so viel Energiehaushalt.
Ihr bemerkt es wohl daran, dass wir derzeit wahnsinnig selten Blogeinträge schreiben.
Das tut mir leid, wird sich aber sicherlich irgendwann mal wieder ändern. Aber nicht im Moment – es wird wohl beim seltenen Schreiben bleiben. Aufhören werden wir aber sicher nicht – keine Sorge!

Wir sind ja nun derzeit in unserem ersten richtigen Gartenjahr – in Richtung Selbstversorgung. Der ein Hektar große Garten bestand bis zum Februar aus einem Beet, einem kleinen Kastenbeet, einem Kleintiergehege und Wiese – nichts als Wiese.
Die letzten 3 Monate verbrachten wir also viele Stunden täglich draußen, um die Wiese nach und nach urbar zu machen. Noch sind wir WEIT davon entfernt damit fertig zu sein, oder gar in die Nähe der Selbstversorgung zu kommen – aber wir sind auf einem guten Weg.
Das Kleintiergehege wurde zu einem Gewächshaus umgebaut.

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Es kamen bisher ein großes Frühbeet und 4 sehr große weitere Beete dazu.

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Außerdem wurde der Spielbereich für die Kinder gebaut mit großem Sandkasten, Bettlaken-Tippi, Weidentippi, einem Spielhaus aus Recycling Material, Schaukel usw.2014-05-24 15.29.15_Bildgröße ändern

 

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Auch gibt es bei uns wieder Tiere: Es sind Laufenten eingezogen, die woanders nicht mehr erwünscht waren. Bei uns dürfen Sie derzeit gut einen halben Hektar Wiese Schneckenfrei halten und sie sind wirklich tolle Tiere. Und dankbar. Sie springen einem sogar auf den Schoss …..
Die Eier werden bei uns verwertet, auch wenn wir fast vegan leben, da wir keinen Nachwuchs und somit weiteres Leid erzeugen wollen.
Auch haben wir wieder ein großes Gehege gebaut- für Kaninchen. Ab Herbst werden hier Notfalltiere aufgenommen, aufgepäppelt und dann in artgerechte Haltung weiter vermittelt. Wir wollen und können nicht ohne Tiere leben und haben somit unseren Kompromiss geschlossen eben die Tiere auzunehmen, die woanders unerwünscht waren, denen es nicht gut ging.

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Ein Bienenhotel haben wir auch gebaut und tatsächlich sind schon die ersten Bewohner anzutreffen. Das freut uns natürlich riesig, ebenso, wie Eidechsen und Blindschleichen die zu HAUF in den Totholzhaufen und der neuen Benjes Hecke hausen.

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Vieles weiteres ist geplant, wie Hecken, Sträucher und Bäume pflanzen. Platz genug ist ja. Aber alles nach und nach- genauso wie 2 Teiche (einer für uns und einer für die Enten) oder der gewünschte Lehmbackofen braucht alles seine Zeit …
Neben diesem riesigen Projekt gehe ich nun auch halbtags arbeiten. Ich habe den perfekten Job in einem Laden mit regionaler und Bioware gefunden. Ein toller ausgleich zum trubeligen Leben mit meinen tollen 5 Kindern daheim. Und die Miete will ja auch trotz Selbstversorgung bezahlt werden.
Und die Kinder? Ja die sind mitten drinnen. Der Große etwas weniger. Mit fast 14 hat man gerade andere Interessen. Die anderen vier Kinder aber dafür umso mehr und vorallem der Kleinste ist bei Papa immer mit dabei. Meistens im Tragesack auf dem Rücken, denn so kann man wunderbar im Garten arbeiten, Sensen und Pflanzen. Ein richter Naturbursche eben 😉 Am liebsten isst er Sand und Erde *g*

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Und zu Guter letzt ist da dann auch noch der Tauschkreis, die Nachbarschaftshilfe, die wir in der Region aufgebaut haben…innerhalb von nur 3 Monaten fast 50 Mitglieder – das braucht auch Betreuungszeit. Aber ich mache das gern. Das ist für mich ein total erfüllender Lebensinhalt geworden. Mit vielen wunderbaren Menschen, wo sich Freundschaften entwickeln und man mittlerweile bei vielen schon ganz ohne Tauschscheine füreinander da ist.
Da haben wir auch gerade Besuchvom BR gehabt, wer mal schauen mag:
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachbarn/geld-und-leben-nachbarschaftshilfe-100.html

 

Ihr sehr, wirklich viel zu tun. Ja oft frag ich mich, wo der Tag hin ist, ich wollte doch noch soooo viel machen.
Aber überfordert oder zu viel? Nein das ist es auf keinen Fall. Wir haben uns unser Leben ja so hingebastelt, weil wir es so wollen und wir sind überglücklich damit. Wir würden es immer wieder so machen und so lange ich mehrmals am Tag sagen kann: DANKE dass es uns so gut geht, ist ja auch wirklich alles bestens 🙂 Wir haben uns unser Glück nun selber geschmiedet sagt meine Freundin immer zu mir und sie hat Recht, denn was wir gerade tun, ob mit mal mehr oder weniger Stress ist Lebensfreude pur und genau das was wir wollen!
Das Leben in und mit der NAtur und all diesen wunderbaren Menschen um uns herum gefällt uns und daher werden wir sicher einiges davon in Zukunft wieder mit Euch teilen.

Vielleicht lässt sich der ein oder andere ja inspirieren…..

Der Tag des Dankes – was mal gesagt werden muss!

Schon lange möchte ich einmal einen „Brief“ an meine Freunde schreiben, an meine Bekannten und Wegbegleiter. Einen Brief, der ihnen sagt, wie froh wir sind sie getroffen zu haben, wie froh wir sind, dass sie Teil unseres Lebens sind, wie toll es ist, dass sie da sind – einfach mal ein DANKE. Denn wir finden, dass sagt man viel zu selten, man teilt seinen Mitmenschen zu selten mit, was toll ist, worum man dankbar ist. Das sollte doch genauso dazugehören, wie zu sagen, wenn mal etwas nicht passt.
Natürlich sprechen wir auch direkt mit unseren Freunden und teilen ihnen mit, was wir empfinden.
Allerdings sind sie ein so großer Teil unseres Wandels und wirklich auf wunderbarste Weise für uns da gewesen, dass es nun an der Zeit ist, es mal in alle Welt hinauszuschreien!
DANKE dass ihr so für uns da seid.

(Die Reihenfolge der Namen hat keine Wertigkeit, sondern wurde beliebig herunter geschrieben!).

Danke an Hanne und Anton für Euer offenes Ohr, nach unserer großen Krise letztes Jahr, danke für den tollen Zuspruch und Eure tiefe Freundschaft, die uns bei Euch immer heimisch fühlen lässt.
Danke an Mary, die Du eine zweite Oma für unsere Kinder geworden bist und danke für Deine ehrliche offene Art und Deine bedingungslose Hilfe, die keine Gegenhilfe erwartet.
Danke an Heike, die Du uns eine große mentale Stütze warst, uns positiv nach vorne hast blicken lassen und immer ein offenes Ohr für uns hast. Wir lieben es, Zeit mit Dir zu verbringen!
Danke an Guido, dass Du in unser Leben getreten bist, für Deine lockere Art und für die Freundschaft, die sich gerade mit Andi entwickelt, das tut ihm sooo gut.
Danke an Michael und Lisa, dass wir eine so tiefe Freundschaft führen. Ihr ward einer der größten Antriebe für unser ökologisch, selbstbestimmtes Leben. Wir lieben die Diskurse mit Euch und freuen uns auf unsere vierteljährlichen Treffen! Ihr seid Familie für uns!
Danke an Lara, dass Du so stark bist und die Vergangenheit hinter Dir lassen konntest, danke dafür dass Du ein großes Herz hast und verzeihen kannst und danke für die unkomplizierte enge Freundschaft, die wir nun haben.
Danke Siegi für Deine offene und direkte Art, für die tollen stundenlangen Gespräche – nicht jeder kann sagen was er denkt und das wertschätzen wir unendlich!
Danke an Andi und Anja für unsere tolle gemeinsame Entwicklung in der Region, für die ehrliche Freundschaft mit Power und Rückgrat, wir freuen uns auf das was da noch kommt!
Danke an Bettina für das jahrelange Engagement in unsere Freundschaft, Du hast uns so wahnsinnig intensiv unterstützt, dass Dir eigentlich schon ein solcher Artikel allein gebührt. Was Du für unsere Familie geleistet hast, ist nicht in Worte zu fassen. Toll dass es Dich gibt!
Danke an Maria und Richard für Eure Geduld und dafür dass ihr mit unserem Lebenswandel kein Problem habt. Wir fühlen uns hier mittlerweile so tief verbunden mit Haus und Garten, dass wir uns vorstellen können, hier alt zu werden….
Danke Franka für den tollen Kontakt und unsere bereichernde Treffen – es hat uns als Familie enorm geholfen und den Horizont erweitert, Euch als tolle Familie zu sehen. Wir haben viel von Euch gelernt.
Danke Erna und Georg für die tollen Einsätze und Tauschmöglichkeiten, die wir im Sommer und Herbst bei Euch haben durften. Wir sind sicher, dass ihr mehr gegeben habt, als von uns erhalten und das hat uns in dieser Zeit sehr geholfen.
Danke an Gerhard und Manfred für Euer gemeinsames Engagement bei unseren mittlerweile mindestens 2 wöchentlichen Spieletreffen. Dieses Hobby ist uns sehr wichtig und es klappt nur mit Menschen um uns herum wie Euch! Wir haben viel Spaß mit Euch allen!
Danke an Kerstin für Deine regelmäßigen Gaben. Wir wertschätzen das enorm und hoffen, dass wir auch Dir etwas Gutes tun können.
Danke an Marion dass Du in unser Leben getreten bist. Wir lieben Deine lebendige lockere und ehrliche Art und genießen es, sehr so oft mit Dir zusammen zu sein. Danke für Deine Freundschaft.
Danke Nicole für Dein Engagement auch über diese vielen Kilometer hinweg. Wir kennen uns nun schon so viele Jahre, das ist echt toll.
Danke an Pamela für die tiefe Verbundenheit und Freundschaft sogar über die Weltkugel hinweg. Wir hoffen sehr, dass wir uns dieses Jahr wieder in die Arme schließen dürfen. Du bist Teil unserer Familie!
Danke an Tobias für Deine Grandiose Idee. Sie ist ein Teil unseres Lebens geworden und hilft so vielen die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Danke an Marie und Andreas, dass wir nach so vielen Jahren noch beisammen sind. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit tollen Gesprächen.
Danke an unsere Eltern und Papa, dass ihr für uns da seid und uns nicht nur nehmt, wie wir sind, sondern uns sogar mit Worten und Taten toll unterstützt. Familie ist soooo wichtig!

Danke an Euch alle, dass ihr über all die Jahre immer für uns da gewesen seid, unsere Veränderungen immer wohlwollend begleitet habt und uns tolle Zuhörer ward. Eure Hilfe gerade im letzten Jahr schätzen wir unendlich und sie war ein Grund dafür, dass es uns so schnell nun so gut geht. Ihr habt dazu beigetragen, dass wir uns nicht vergraben haben, sondern unser Leben in die Hand genommen haben und nun endlich das tun, was wir immer tun wollten. Das Leben ist wunderbar, macht Spaß, wir sind unendlich glücklich und IHR habt alle dazu beigetragen.
DANKE

(und danke an jeden, den wir vielleicht vergessen haben …)

Sollen wir dem Blog ein Gesicht geben?

Nachdem wir uns nun bald seit einem halben Jahr hier auf unserem Blog mit Themen Rund um einen nachhaltigen und konsumkritischen Lebensstil beschäftigen und das nunmal ein großer Teil unserer Identität ist, fragen wir uns immer wieder ob wir unserem Blog nicht auch ein Gesicht geben sollen. Klar ist es ein weiterer Schritt, denn damit machen wir unsere Familie öffentlich.

Früher waren wir das schon einmal und haben uns aus verschiedenen Gründen dann zurück gezogen. Nur der Inhalt ist nun ein völlig anderer und ja warum sollten wir uns für unseren Lebenswandel verstecken. So sind wir eben.

Jede Woche werden bei uns neue Schritte gemacht und das neuste Projekt ist seit kurzem unter anderem unser Tauschkreis bei dem wir fleißig am tauschen und helfen sind. Es macht unheimlich viel Spass, funktioniert prima und darüber hinaus spart man Geld das man zuvor nicht verdienen muss. Auf diese Weise lernt man viele neue Menschen in der Region kennen und vernetzt sich mit Ihnen die auch ähnlich gestrickt sind wie wir.

Deshalb beschäftigt uns nun, ob wir uns als Familie hier auf unserem Blog nicht auch a Persona vorstellen wollen, da Ihr das ja zumeist über Facebook ebenso tut.

Bald wieder mehr….

Da es nun bei uns hier auf dem Blog seit etwa zwei Wochen etwas ruhiger geworden ist, wollten wir kurz ein Lebenszeichen hinterlassen.

Bei uns ist am 30.Juli ein neuer Erdenbürger eingezogen und daher sind wir derzeit mit uns selbst beschäftigt 😉 Es ist alles sehr schön, harmonisch und entspannt verlaufen.

In der nächsten Zeit werden wir wieder wie gewohnt über unsere Experimente und Erfahrungen berichten.

 

der erste große Zwischenstand – zum Ursprung zurück?!

Anfang Mai hatten wir uns auf unseren neuen Weg begeben. Wir haben unser altes Muster des Konsums verlassen und sind seither am probieren und experimentieren.

Innerlich, seelisch und familiär geht es uns wohl gut wie nie! Es ist so viel wert, sich auf das Wesentliche zu besinnen und nicht mehr 60 Stunden die Woche zu schufften für eine Arbeit, die es einem nicht dankt und bei der man unterm Strich weniger verdient als die eigenen Mitarbeiter…..
Klar hätten wir uns den Austieg anders und sanfter gewünscht, doch es kam nunmal so wie es kam – ohne unser zutun!
Und dafür bin ich nun wirklich mehr als dankbar. Manch Neider wird das nicht verstehen, denn wie kann man freiwillig auf Konsum, Luxus, den wöchentlichen Frisör oder den wöchentlichen Restaurantbesuch verzichten? Ja man kann, indem man feststellt, dass es uns mehr gibt, mit unserer Familie zusammen zu sein, die Natur, das Leben, die Freunde und das Selbermachen zu genießen und selbstbestimmt durch die Welt zu gehen. Das ist wahre Freiheit!
DAS ist doch genau das, worauf es ankommt und was viele Menschen nicht mehr leben können und sie somit meist im Burnout landen.
Aber wie sagt man so schön: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!
Wir haben für diese Erkenntnis lange gebraucht, sind jetzt aber fester überzeugt denn eh und je: wir haben es in der Hand und können uns unser Leben gestalten, wie wir es wollen – nur man muss sich dazu auch bewußt entscheiden.

Unser großes Hobby ist ja das selbermachen und dem Thema haben wir uns vermehrt die letzte Zeit gewidmet.
Kann man gesund und bio leben – durch selbermachen wirklich sparen? Kann man trotz einem Minimum an Einkommen „gut“ leben?
Ich denke hier kann jeder nur für sich ein eigenes Fazit ziehen, denn es kommt immer darauf an, welchen Fokus man legt. Ist es mir wichtig ein teures Auto zu fahren oder nehme ich gerne das Fahrrad und spare dafür das Fitness-Studio? Ist es mir wichtig Kleidung nur neu zu kaufen oder freue ich mich über schöne Teile aus der Tauschbörse? Bin ich ein Supermarkt-Shopper oder „verdiene“ ich mir mein Obst und Gemüse einfach, indem ich gerne anderen bei der Ernte helfe und dafür ihre Überschüsse mit heim nehmen kann (oder wenn möglich selber anbaue)? Lebe ich ein schnelles Leben, indem ich keine Zeit für Planung habe oder plane ich meine Woche im Vorraus, damit keine unnötigen Einkäufe entstehen? Versuche ich alles, wirklich alles zu verwerten oder schmeiße ich lieber Reste weg und kaufe neu? Und und und – all diese Fragen tragen zur eigenen Antwort bei. Wir haben UNSERE Antwort gefunden!

Mein Haushaltsbuch zeigt mir, dass wir unter dem Hartz4 Satz leben können (und derzeit auch leben), obwohl wir uns mittlerweile 100% regional, bio und vollwertig ernähren.
Alleine die Umstellung von Mischkost auf 90% vegan spart viel (Fleisch und Milchprodukte sind sehr teuer, zumindest bio) und natürlich das selber machen und aber auch der BEWUßTE Konsum von Luxusgütern wie Kaffee, Schokolade, Alkohol usw. Wahnsinn, was man da sparen kann ohne verzichten zu müssen….
Wir haben derzeit Ausgaben von gerade einmal 2,40 Euro pro Person je Tag für Lebensmittel + Hygiene/Haushaltsartikel, sowie 1,50€ für Hobby, Garten, Bücher, Ausflüge, Schulzubehör usw. (alles was nicht in den ersten Teil hineinfällt). je Person und Tag.
Meiner Meinung nach lässt sich das sogar noch optimieren, da wir noch einiges mehr umstellen könnten. Das wird sich in den kommenden Monaten in unseren Artikeln wieder spiegeln.
Die Ausgabe, die mich am Meisten stört, ist das Benzin von 170Euro im Monat. Das war bedingt durch die vielen Fahrten zu Behörden, Auflösung der Firma und den Kindergarten. Hier haben wir nun aber auch umgestellt und so fährt Andreas 90% der 12km zum Kindergarten hin und zurück täglich mit dem Fahrrad. Das macht schon Spaß zu sehen, wie muskulös da der Körper wird und man braucht keine teure Sportgruppe *g* Schade, dass ich gerade nicht Fahrrad fahren darf, aber in ca. 8-10 Wochen werd ich da dann auch mitmachen. (und die Kinder machen es uns schon nach.. der Große fährt nun auch ab und zu die 6km einfach zur Schule mit dem Rad…)

Also unser erstes großes – durchgerechnetes Fazit – ist wirklich klasse: mit diesem Lebensstil geht es einem SAU-GUT und man kann unter Hartz4 Satz leben, trotz bald 5 Kindern, denen es an nix mangelt (die kompletten Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke habe ich schon über Tauschbörsen ertauscht und liegen gut versteckt am Dachboden *g*).
Jetzt kommt bei mir erstmal ein Jahr Elternzeit, in der ich Elterngeld verdiene (da ich ja vorher gearbeitet habe)  und nach diesem Jahr genügt es tatsächlich, wenn wir einen Teilzeit und einen 400Euro Job zusammen haben- also weiterhin genug Zeit zum Selber machen, Zeit für die Familie und somit das WESENTLICHE. Das geht natürlich nur mit Planung und absolut bewußtem Konsum, wo man den ganzen unnötigen Schrott weglässt – und das Bedarf in unserer Gesellschaft schon etwas Mut!
Keiner hat gesagt, dass es einfach ist, aber das Ziel lohnt den Weg definitiv! Wir freuen uns sehr, dass wir uns auf diesen Weg gemacht haben, denn so entspannt, zufrieden, glücklich waren wir wohl noch nie!