Der Tag des Dankes – was mal gesagt werden muss!

Schon lange möchte ich einmal einen „Brief“ an meine Freunde schreiben, an meine Bekannten und Wegbegleiter. Einen Brief, der ihnen sagt, wie froh wir sind sie getroffen zu haben, wie froh wir sind, dass sie Teil unseres Lebens sind, wie toll es ist, dass sie da sind – einfach mal ein DANKE. Denn wir finden, dass sagt man viel zu selten, man teilt seinen Mitmenschen zu selten mit, was toll ist, worum man dankbar ist. Das sollte doch genauso dazugehören, wie zu sagen, wenn mal etwas nicht passt.
Natürlich sprechen wir auch direkt mit unseren Freunden und teilen ihnen mit, was wir empfinden.
Allerdings sind sie ein so großer Teil unseres Wandels und wirklich auf wunderbarste Weise für uns da gewesen, dass es nun an der Zeit ist, es mal in alle Welt hinauszuschreien!
DANKE dass ihr so für uns da seid.

(Die Reihenfolge der Namen hat keine Wertigkeit, sondern wurde beliebig herunter geschrieben!).

Danke an Hanne und Anton für Euer offenes Ohr, nach unserer großen Krise letztes Jahr, danke für den tollen Zuspruch und Eure tiefe Freundschaft, die uns bei Euch immer heimisch fühlen lässt.
Danke an Mary, die Du eine zweite Oma für unsere Kinder geworden bist und danke für Deine ehrliche offene Art und Deine bedingungslose Hilfe, die keine Gegenhilfe erwartet.
Danke an Heike, die Du uns eine große mentale Stütze warst, uns positiv nach vorne hast blicken lassen und immer ein offenes Ohr für uns hast. Wir lieben es, Zeit mit Dir zu verbringen!
Danke an Guido, dass Du in unser Leben getreten bist, für Deine lockere Art und für die Freundschaft, die sich gerade mit Andi entwickelt, das tut ihm sooo gut.
Danke an Michael und Lisa, dass wir eine so tiefe Freundschaft führen. Ihr ward einer der größten Antriebe für unser ökologisch, selbstbestimmtes Leben. Wir lieben die Diskurse mit Euch und freuen uns auf unsere vierteljährlichen Treffen! Ihr seid Familie für uns!
Danke an Lara, dass Du so stark bist und die Vergangenheit hinter Dir lassen konntest, danke dafür dass Du ein großes Herz hast und verzeihen kannst und danke für die unkomplizierte enge Freundschaft, die wir nun haben.
Danke Siegi für Deine offene und direkte Art, für die tollen stundenlangen Gespräche – nicht jeder kann sagen was er denkt und das wertschätzen wir unendlich!
Danke an Andi und Anja für unsere tolle gemeinsame Entwicklung in der Region, für die ehrliche Freundschaft mit Power und Rückgrat, wir freuen uns auf das was da noch kommt!
Danke an Bettina für das jahrelange Engagement in unsere Freundschaft, Du hast uns so wahnsinnig intensiv unterstützt, dass Dir eigentlich schon ein solcher Artikel allein gebührt. Was Du für unsere Familie geleistet hast, ist nicht in Worte zu fassen. Toll dass es Dich gibt!
Danke an Maria und Richard für Eure Geduld und dafür dass ihr mit unserem Lebenswandel kein Problem habt. Wir fühlen uns hier mittlerweile so tief verbunden mit Haus und Garten, dass wir uns vorstellen können, hier alt zu werden….
Danke Franka für den tollen Kontakt und unsere bereichernde Treffen – es hat uns als Familie enorm geholfen und den Horizont erweitert, Euch als tolle Familie zu sehen. Wir haben viel von Euch gelernt.
Danke Erna und Georg für die tollen Einsätze und Tauschmöglichkeiten, die wir im Sommer und Herbst bei Euch haben durften. Wir sind sicher, dass ihr mehr gegeben habt, als von uns erhalten und das hat uns in dieser Zeit sehr geholfen.
Danke an Gerhard und Manfred für Euer gemeinsames Engagement bei unseren mittlerweile mindestens 2 wöchentlichen Spieletreffen. Dieses Hobby ist uns sehr wichtig und es klappt nur mit Menschen um uns herum wie Euch! Wir haben viel Spaß mit Euch allen!
Danke an Kerstin für Deine regelmäßigen Gaben. Wir wertschätzen das enorm und hoffen, dass wir auch Dir etwas Gutes tun können.
Danke an Marion dass Du in unser Leben getreten bist. Wir lieben Deine lebendige lockere und ehrliche Art und genießen es, sehr so oft mit Dir zusammen zu sein. Danke für Deine Freundschaft.
Danke Nicole für Dein Engagement auch über diese vielen Kilometer hinweg. Wir kennen uns nun schon so viele Jahre, das ist echt toll.
Danke an Pamela für die tiefe Verbundenheit und Freundschaft sogar über die Weltkugel hinweg. Wir hoffen sehr, dass wir uns dieses Jahr wieder in die Arme schließen dürfen. Du bist Teil unserer Familie!
Danke an Tobias für Deine Grandiose Idee. Sie ist ein Teil unseres Lebens geworden und hilft so vielen die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Danke an Marie und Andreas, dass wir nach so vielen Jahren noch beisammen sind. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit tollen Gesprächen.
Danke an unsere Eltern und Papa, dass ihr für uns da seid und uns nicht nur nehmt, wie wir sind, sondern uns sogar mit Worten und Taten toll unterstützt. Familie ist soooo wichtig!

Danke an Euch alle, dass ihr über all die Jahre immer für uns da gewesen seid, unsere Veränderungen immer wohlwollend begleitet habt und uns tolle Zuhörer ward. Eure Hilfe gerade im letzten Jahr schätzen wir unendlich und sie war ein Grund dafür, dass es uns so schnell nun so gut geht. Ihr habt dazu beigetragen, dass wir uns nicht vergraben haben, sondern unser Leben in die Hand genommen haben und nun endlich das tun, was wir immer tun wollten. Das Leben ist wunderbar, macht Spaß, wir sind unendlich glücklich und IHR habt alle dazu beigetragen.
DANKE

(und danke an jeden, den wir vielleicht vergessen haben …)

Sollen wir dem Blog ein Gesicht geben?

Nachdem wir uns nun bald seit einem halben Jahr hier auf unserem Blog mit Themen Rund um einen nachhaltigen und konsumkritischen Lebensstil beschäftigen und das nunmal ein großer Teil unserer Identität ist, fragen wir uns immer wieder ob wir unserem Blog nicht auch ein Gesicht geben sollen. Klar ist es ein weiterer Schritt, denn damit machen wir unsere Familie öffentlich.

Früher waren wir das schon einmal und haben uns aus verschiedenen Gründen dann zurück gezogen. Nur der Inhalt ist nun ein völlig anderer und ja warum sollten wir uns für unseren Lebenswandel verstecken. So sind wir eben.

Jede Woche werden bei uns neue Schritte gemacht und das neuste Projekt ist seit kurzem unter anderem unser Tauschkreis bei dem wir fleißig am tauschen und helfen sind. Es macht unheimlich viel Spass, funktioniert prima und darüber hinaus spart man Geld das man zuvor nicht verdienen muss. Auf diese Weise lernt man viele neue Menschen in der Region kennen und vernetzt sich mit Ihnen die auch ähnlich gestrickt sind wie wir.

Deshalb beschäftigt uns nun, ob wir uns als Familie hier auf unserem Blog nicht auch a Persona vorstellen wollen, da Ihr das ja zumeist über Facebook ebenso tut.

Bald wieder mehr….

Da es nun bei uns hier auf dem Blog seit etwa zwei Wochen etwas ruhiger geworden ist, wollten wir kurz ein Lebenszeichen hinterlassen.

Bei uns ist am 30.Juli ein neuer Erdenbürger eingezogen und daher sind wir derzeit mit uns selbst beschäftigt 😉 Es ist alles sehr schön, harmonisch und entspannt verlaufen.

In der nächsten Zeit werden wir wieder wie gewohnt über unsere Experimente und Erfahrungen berichten.

 

der erste große Zwischenstand – zum Ursprung zurück?!

Anfang Mai hatten wir uns auf unseren neuen Weg begeben. Wir haben unser altes Muster des Konsums verlassen und sind seither am probieren und experimentieren.

Innerlich, seelisch und familiär geht es uns wohl gut wie nie! Es ist so viel wert, sich auf das Wesentliche zu besinnen und nicht mehr 60 Stunden die Woche zu schufften für eine Arbeit, die es einem nicht dankt und bei der man unterm Strich weniger verdient als die eigenen Mitarbeiter…..
Klar hätten wir uns den Austieg anders und sanfter gewünscht, doch es kam nunmal so wie es kam – ohne unser zutun!
Und dafür bin ich nun wirklich mehr als dankbar. Manch Neider wird das nicht verstehen, denn wie kann man freiwillig auf Konsum, Luxus, den wöchentlichen Frisör oder den wöchentlichen Restaurantbesuch verzichten? Ja man kann, indem man feststellt, dass es uns mehr gibt, mit unserer Familie zusammen zu sein, die Natur, das Leben, die Freunde und das Selbermachen zu genießen und selbstbestimmt durch die Welt zu gehen. Das ist wahre Freiheit!
DAS ist doch genau das, worauf es ankommt und was viele Menschen nicht mehr leben können und sie somit meist im Burnout landen.
Aber wie sagt man so schön: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!
Wir haben für diese Erkenntnis lange gebraucht, sind jetzt aber fester überzeugt denn eh und je: wir haben es in der Hand und können uns unser Leben gestalten, wie wir es wollen – nur man muss sich dazu auch bewußt entscheiden.

Unser großes Hobby ist ja das selbermachen und dem Thema haben wir uns vermehrt die letzte Zeit gewidmet.
Kann man gesund und bio leben – durch selbermachen wirklich sparen? Kann man trotz einem Minimum an Einkommen „gut“ leben?
Ich denke hier kann jeder nur für sich ein eigenes Fazit ziehen, denn es kommt immer darauf an, welchen Fokus man legt. Ist es mir wichtig ein teures Auto zu fahren oder nehme ich gerne das Fahrrad und spare dafür das Fitness-Studio? Ist es mir wichtig Kleidung nur neu zu kaufen oder freue ich mich über schöne Teile aus der Tauschbörse? Bin ich ein Supermarkt-Shopper oder „verdiene“ ich mir mein Obst und Gemüse einfach, indem ich gerne anderen bei der Ernte helfe und dafür ihre Überschüsse mit heim nehmen kann (oder wenn möglich selber anbaue)? Lebe ich ein schnelles Leben, indem ich keine Zeit für Planung habe oder plane ich meine Woche im Vorraus, damit keine unnötigen Einkäufe entstehen? Versuche ich alles, wirklich alles zu verwerten oder schmeiße ich lieber Reste weg und kaufe neu? Und und und – all diese Fragen tragen zur eigenen Antwort bei. Wir haben UNSERE Antwort gefunden!

Mein Haushaltsbuch zeigt mir, dass wir unter dem Hartz4 Satz leben können (und derzeit auch leben), obwohl wir uns mittlerweile 100% regional, bio und vollwertig ernähren.
Alleine die Umstellung von Mischkost auf 90% vegan spart viel (Fleisch und Milchprodukte sind sehr teuer, zumindest bio) und natürlich das selber machen und aber auch der BEWUßTE Konsum von Luxusgütern wie Kaffee, Schokolade, Alkohol usw. Wahnsinn, was man da sparen kann ohne verzichten zu müssen….
Wir haben derzeit Ausgaben von gerade einmal 2,40 Euro pro Person je Tag für Lebensmittel + Hygiene/Haushaltsartikel, sowie 1,50€ für Hobby, Garten, Bücher, Ausflüge, Schulzubehör usw. (alles was nicht in den ersten Teil hineinfällt). je Person und Tag.
Meiner Meinung nach lässt sich das sogar noch optimieren, da wir noch einiges mehr umstellen könnten. Das wird sich in den kommenden Monaten in unseren Artikeln wieder spiegeln.
Die Ausgabe, die mich am Meisten stört, ist das Benzin von 170Euro im Monat. Das war bedingt durch die vielen Fahrten zu Behörden, Auflösung der Firma und den Kindergarten. Hier haben wir nun aber auch umgestellt und so fährt Andreas 90% der 12km zum Kindergarten hin und zurück täglich mit dem Fahrrad. Das macht schon Spaß zu sehen, wie muskulös da der Körper wird und man braucht keine teure Sportgruppe *g* Schade, dass ich gerade nicht Fahrrad fahren darf, aber in ca. 8-10 Wochen werd ich da dann auch mitmachen. (und die Kinder machen es uns schon nach.. der Große fährt nun auch ab und zu die 6km einfach zur Schule mit dem Rad…)

Also unser erstes großes – durchgerechnetes Fazit – ist wirklich klasse: mit diesem Lebensstil geht es einem SAU-GUT und man kann unter Hartz4 Satz leben, trotz bald 5 Kindern, denen es an nix mangelt (die kompletten Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke habe ich schon über Tauschbörsen ertauscht und liegen gut versteckt am Dachboden *g*).
Jetzt kommt bei mir erstmal ein Jahr Elternzeit, in der ich Elterngeld verdiene (da ich ja vorher gearbeitet habe)  und nach diesem Jahr genügt es tatsächlich, wenn wir einen Teilzeit und einen 400Euro Job zusammen haben- also weiterhin genug Zeit zum Selber machen, Zeit für die Familie und somit das WESENTLICHE. Das geht natürlich nur mit Planung und absolut bewußtem Konsum, wo man den ganzen unnötigen Schrott weglässt – und das Bedarf in unserer Gesellschaft schon etwas Mut!
Keiner hat gesagt, dass es einfach ist, aber das Ziel lohnt den Weg definitiv! Wir freuen uns sehr, dass wir uns auf diesen Weg gemacht haben, denn so entspannt, zufrieden, glücklich waren wir wohl noch nie!

Der Lebenswandel der Spass macht und gesund ist

Seit es von uns diesen Blog gibt, in welchem wir beginnen die eigenen Veränderungen in unserer Familie zu publizieren, hat sich am eigenen Lebensstil sehr viel getan…

Es ist noch nicht all zu lange her, da war für mich das Thema „vegane Ernährung“ beispielsweise völlig indisskutabel. Ohne Milchprodukte zu leben geht doch nicht – dachte ich. Auf Fleisch zu verzichten ebenso! Natürlich kann ich nicht sagen, dass ich auf beides aktuell wirklich verzichte. Dennoch ist unserer Konsum mit diesen Produkten so gering geworden, dass es auf dem Speiseplan einfach nicht mehr fehlt, sondern einfach nicht mehr da ist. Ich hatte immer das Gefühl wenn ich mich anders ernähre, müsste ich verzichten, doch das ist bei Weitem nicht so. Auch wenn wir unseren Verbrauch in EUR gerechnet massiv reduziert haben und auch mußten, so ist unser Speiseplan heute variantenreicher denn je. Wir haben in den letzten zwei Monaten nicht ein Gericht doppelt gemacht, sondern jedesmal etwas anderes hergestellt.

Wenn ich rückblickend das vergleiche was wir zuvor gekauft und auch gegessen haben sind da Welten dazwischen.

Es geht! Du kannst günstiger, gesünder und ausgewogener kochen und die Familie ernähren und das Bio, wenn Du Dir Gedanken darüber machst, was gekauft, hergestellt und benötigt wird. Wir haben begonnen langfristig zu planen und damit einfach auch die Rohstoffe wie Getreide in Säcken gekauft. Es lässt sich prima lagern und wird somit viel günstiger. Klar der Platz ist nötig und doch findet sich überall ein Eckchen dafür. Für uns war das zu Beginn ein Notprogramm für unsere Lebenslage, da wir von jetzt auf gleich auch unser Leben umstellen mußten. Das Ergebnis ist sehr positiv und macht einfach Lust auf mehr!

Was auch sehr spannend zu beobachten war, das wir auf diese Weise nicht nur sehr viel Geld sondern auch Unmengen an Müll einsparen!
Haben wir vorher in der Woche 3-4 groß Kisten die Woche zum Wertstoffhof gefahren, befüllen wir jetzt eine kleine Mini-Kiste in 4 Wochen.

Damit ist diese Lebensform nicht nur gesünder und günstiger, sondern auch ökologisch viel werthaltiger für unsere Umwelt. Da wir auch nur einmal in der Woche nach unserem gemachten Plan das kaufen was nötig ist, lässt sich so auch viel bei der Mobilität einsparen. Diese Einkäufe werden zukünftig auch nicht mehr mit dem Auto gemacht, sondern wir nehmen das Rad mit Anhänger, um die 6 km zu den Geschäften zu fahren.

Es ist soooo einfach etwas zu ändern, wenn man denn auch bereit ist, es umzusetzen. Lange haben wir zwar darüber nachgedacht und uns damit auch in der Theorie beschäftigt, aber bei weitem nicht alles umgesetzt. Der Schritt dahin ist wirklich sehr einfach, denn gefühlt haben wir nicht sehr viel verändert und dennoch sieht bei uns die Küche völlig anders aus und es bringt ein anderes schöneres Lebensgefühl mit sich.

Demnächst werde ich noch etwas tiefer in die Bereiche der Einsparungen bzw. Veränderungen und auch zur Müllvermeidung eingehen, denn auch das ist mehr als spannend. Alles was Du nicht kaufst musst Du auch nicht entsorgen.

Ent-sorgen ist auch wieder so ein toller Begriff – aber ich schweife ab 😉

Selbst etwas tun ist so einfach und macht so viel Spaß, ich kann es nur jedem empfehlen.

Do it togehter – die Kinder sind immer dabei

Gestern gingen mir mal wieder die Augen auf.

Ich wollte schon immer eine große Familie und viele Kinder haben und habe auch noch den Mann dazu gefunden, dem es absolut genauso geht. Die letzten beiden Kinder waren sogar „seine“ Idee *g*
Kinder wollte ich aber nie bekommen, um sie dann durch „Fremde“ betreuuen zu lassen und doch waren wir genau darauf die letzte Zeit angewiesen. Beruflich waren wir so enorm eingespannt, dass wir zusätzlich zu Ganztagsschule daheim noch eine Mädchen zur Kinderbetreuung wohnen hatten. Die freie Zeit haben wir schon sehr intensiv genutzt, unsere Kinder haben – so sagen sie – nichts vermisst. Aber ICH (bzw WIR).
Oft kam man abends heim, war müde und hat nur noch das Nötigste erledigt. Wie oft hatte da auch die Energie gefehlt, um die Kinder aktiver einzubeziehen oder tiefgreifende Gespräche mit ihnen zu führen?
Nun haben wir die letzten Tage ja viel mehr Zeit als sonst und gestern war so ein toller Tag, an dem wir mit den Kinder den kompletten Abend gestaltet haben.
Spontan haben wir alle zusammen einen Gemüsekuchen gebacken. Jeder hatte etwas zu tun – hey welch Herausforderung, die Aufgaben so zu verteilen, dass jeder immer etwas zu tun hat, was auch seinem Alter entspricht 😉 Aber es war klasse zu sehen, mit welcher Hingabe die Kinder sich eingebracht haben. Der Kuchen ist nicht nur total lecker geworden, sondern ich habe wahr genommen, was mir die letzten Monate so sehr gefehlt hatte:
Endlich wieder Energie für die Kinder haben, endlich wieder bewußt und aufmerksam auf sie eingehen können und die Zeit mit ihnen genießen. DAS ist es doch, was ein Familienleben so wertvoll macht – wenn man dann in die leuchtenden Augen seiner Kids schaut.
War es nicht genau der Grund warum ich eine große Familie haben wollte? Was ich wirklich in meinem Leben tun wollte- für eine Familie da sein und zwar wirklich DA sein?
Schon krass, dass einem so ein „kleines“ Ereignis, wie Kuchen backen und Gemüse schnippseln aufzeigt, was man jetzt wieder gewonnen hat. Ich bin glücklich – so darf es gerne weiter gehen und ich werde alles dafür tun, dass wir diesmal das Leben leben, was wir wirklich wollen und nicht mehr entgegengerichtet zu unseren Werten!

sonniger Vatertag und viel geschafft

Nachdem uns die Kinder heute mit Frühstück am Bett und Andi mit allerei selbstgebastelten Nettigkeiten überraschten, begrüßte uns der Tag zudem mit schönstem Sonnenwetter.
Von daher nutzten wir die Gunst der Stunde, um endlich wieder etwas in Haus und Garten zu erledigen.
Ich kramte in der Früh unseren tollen „Dutch Oven“ heraus. Dieser gußeiserne Topf ist die tollste Anschaffung, die ich je machen konnte und man kann darin nicht nur wunderbar kochen, sondern auch Brot und Kuchen backen. (Das alles passiert draußen über dem Feuer, bzw glühenden Kohlen)
gesagt getan – das wollte ich mal testen und fand ein leckeres Rezept auf dieser Seite:
http://www.bbq-county.de/shop/index.php?controller=information&information_id=36
Das Rezept hab ich dann aber etwas angepasst und der Kuchen wurde wirklich wahnsinnig locker und lecker.
Meine Abwandlung:

  • 250g Butter
  • 250g RohrohrZucker(das nächste mal probiere ich mit Honig und Banane zu süßen!)
  • 5 Eier
  • 150ml Dinkel Milch
  • 500g VOLLKORN WeizenMehl(Dinkel geht gleichermaßen)
  • 150g zerlassene Vollmilchschokolade
  • 50g Bio Kakao Pulver
  • 2 Teelöffel Backpulver

EInfach alles verrühren und ab in den gefetteten Dutch Oven. 8 Kohlen unter den Topf und ca. 16 Kohlen oben drauf auf den Deckel.
Ich denke mal, dass ich von unten etwas zu viel Kohle drunter habe und auch von oben könnte es weniger Hitze sein. Denn mein Kuchen hatte verbrannte Stellen. Die waren allerdings so gering, dass wir sie einfach abgeschnitten haben. Alles im allem war er super lecker und vor allem trotz Vollkornmehl SEHR locker und fluffig.
Dazu gab es dann „rote Grütze“ mit den Johannisbeeren aus dem letzen Jahr, einfach die Beeren aufgetaut, erwärmt, den Inhalt einer Vanilleschote dazu, nach Geschmack etwas Zucker, Honig und Stärke
Hier das Ergebnis:
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Danach nutzten wir den Tag und bauten endlich die geplanten Kräuterkästen auf unserer Terasse. Uns störte eh, dass die Terasse nicht komplett zu war und so nahmen wir einfach Europaletten und richteten uns diese her.
hier erstmal nur hingestellt:
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Dann haben wir von unten die Zwischenräume mit Brettern geschlossen, damit Kästen entstehen und das ganze danach mit Folie ausgekleidet.
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Erde hinein, angepflanzt und fertig 🙂 oder FAST fertig, denn die Erde ging uns aus und auch brauchen wir noch einige Kräuter, um alles komplett zu bepflanzen. Das kommt dann die Tage noch:IMG_0970

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Das Richten der Kästen hat gerade mal eine Stunde gedauert und so hat Andreas sich noch spontan dran gemacht und eine Feuerstelle im Garten gebaut:
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Na und ich konnte nicht anders und hab dann gleich damit kochen wollen – also Gitter drauf, Dutch Oven drauf und es gab leckeren Tomaten-Zucchini– Aufstrich

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Abgefüllt in Gläser hält sich der Aufstrich einige Wochen (heiß abfüllen in heiß ausgekochte Gläser).
Ich hab dann mal ausgerechnet, was mich das ganze gekostet hat. Je Glas genau 32 cent – wobei das noch günstiger geht, wenn dann die Zucchini im Garten wachsen. Zwei Zucchini Pflanzen haben genug Ertrag um unsere 7-köpfige Familie zu ernähren. Und nur zum Vergleich: ein ähnlicher Aufstrich von Alnatura kostet zwischen 1,5- 2€ je Glas. Ich habe 8 Gläser gemacht und somit über 9€ insgesamt Ersparnis! Also nicht nur selbstgemacht und natürlich schmackhafter, sondern auch weit günstiger als gekauft!
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Zutaten für den Aufstrich:
4 kleine Zucchinis
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
100 gr Leinsamen (ersetzbar auch durch Sonnenblumenkerne)
4-5 Eßlöffel Öl
2-3 Teelöffel Paprikapulver
2 Tuben Tomatenmark
Salz, Kräuter und andere Gewürze nach Geschmack

Öl erhitzen, die Gewürze kurz anschwitzen.
Zwiebel und Koblauchzehe und Leinsamen alles klein gehackt anbraten,
dann kleingeschnittene Zucchini dazu, auch kurz anbraten – evtl. etwas Öl nachgeben.
Beide Tuben Tomatenmark hinzu und evtl. etwas Wasser – die Masse sollte schön cremig sein.
Alles 10 Minuten unter ständigem Rühren köcheln lassen.
Fertig
Wer mag kann das ganze noch pürrieren und nochmal mit Salz abschmecken.
Eine weitere Variante ist auch, einen halben Feta-Käse dazuzugeben.

Viel Spaß beim ausprobieren.

Morgen berichten wir dann über den Löwenzahnhonig, für den wir heute Blüten gesamelt haben und unseren ersten Versuch eigene Seife (mit Löwenzahn) herzustellen 🙂

Der Tag des Wandels

Heute ist nicht mein Tag – so gar nicht.
Eigentlich sollte ich mich heute mit Freunden oder Familie treffen und mich „feiern“ lassen. Aber das geht nicht, denn ich sitze zuhause, muss mich ausruhen, auf meinen Bauch aufpassen. Und derweil ist mein Mann unterwegs und räumt unser altes Leben auf.
Das ist uns nämlich letzte Woche einfach mal so um die Ohren geflogen. Von heute auf morgen und ohne Vorwahnung.
Ich könnte jetzt jammern und weinen – und ich bin ehrlich, das tu ich auch, egal ob ich will oder nicht – schließlich bin ich auch nur ein Mensch mit Gefühlen – aber ich muss auch nach vorne sehen.
Es wird schon seinen Grund haben, dass alles so kam. Und für uns wird es weitergehen und eröffnet neue Chancen.
Ich weigere mich, mich nun zu vergraben, sondern will diese Chance auch nutzen.
Besinnen auf das Wesentliche ist hier ein wichtiger Punkt:
Denn eines haben wir und das ist unsere Familie, unsere Kinder und unser zuhause. Damit fühlen wir uns wohl und darüber bin ich sehr dankbar. Alles andere ist nur im „Außen“ wichtig.
In den Augen mancher bin ich vermessen, wenn ich sage, dass ich jetzt wieder „frei“ bin. Den Weg zur Freiheit hätte ich mir natürlich anders gewünscht – denn so ist es verdammt hart – aber er ist da.
Ist es eine Last die da von mir abfällt? Sicherlich, vorallem wenn man feststellt, dass man nicht nur 10 Jahre ein Leben führte, was man nie wollte, sondern wenn man auch noch alle Energie umsonst hineingesteckt hat – weil nun alles weg ist – mit einem Schlag. „Sicherheit“ ist schon ein sehr trügerisches Wort.

Also fangen wir an, wo wir immer hin wollten: Beim Ursprung, beim Wesentlichen.
Wieder lernen wertzuschätzen was schon lange da ist gehört da dringend dazu. Auf sein Gefühl hören aber auch – denn das zeigt einem doch sehr genau, wo man hinwill und was zu einem gehört.

Meinen Geburtstag verbringe ich heute im „Netz“ beim recherchieren nach Rezepten, denn nun hab ich genug Zeit das zu machen, was ich gerne tu: Selber backen, einmachen, Garteln, meine Tiere versorgen und endlich mehr für meine Kinder da zu sein. Weg vom Konsum hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil im Einklang mit der Natur.
Harte Schule, den Weg nun auf diese Art und Weise zu gehen, aber vielleicht ist es sogar das größte Geschenk, was mir das Universum heute bereiten konnte…..