Gründung einer Tauschkreisgruppe

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Wir haben ja bereits in den letzten Monaten immer wieder über unsere Erfahrungen in Tauschkreisen berichtet. Nun haben wir uns vor einiger Zeit dazu entschlossen, hier bei uns eine weitere Regionalgruppe unseres Vereins zu gründen. WIR GEMEINSAM  – Nachbarschaftshilfe ist ein Verein, der sich überwiegend um die Bedürfnisse der Menschen die sich daran beteiligen, kümmert. Netzwerke entstehen und es kommt wieder dazu, das sich Menschen in der umliegenden Umgebung gegenseitig helfen und mit selbsterzeugten Produkten bereichern. Es wird sich getroffen, getauscht, gearbeitet und natürlich auch gefeiert.

Bei unserem Konzept wird mit der Währung „Zeit“ getauscht. Einer Währung die JEDER in gleicher Menge zur Verfügung hat, die nicht verzinst werden kann und auch nicht an Wert verliert. Eine Stunde Lebenszeit eines Menschen, bleibt eine Stunde Lebenszeit. Genau dieses Prinzip gilt in der Nacharschaftshilfe. Eine Stunde Rasen mähen ist genauso viel Wert, wie eine Stunde Reifenwechseln, Kinder betreuen oder Geschichten vorlesen. Es geht um das Miteinander und das Erfüllen von Bedürfnissen und nicht um die Tätigkeit die jeder ausübt. Jeder hat Fähigkeiten und jeder kann was brauchen…. jeder der aktiv mitwirkt hilft der Gemeinschaft und damit wiederum sich selbst und das macht riesigen Spass.

Unsere Gruppe beginnt am 7.2.2014 mit einer Startveranstaltung in der Montessorischule Eggenfelden, ab 17.30 Uhr.

Hier haben wir bereits das Interesse der Medien geweckt und dürfen Euch ein Radiointerview und einen Fernsehbeitrag präsentieren. Na… ratet mal wer wir wohl sind in dem Fernsehbeitrag 😉

Link zum Fernsehbeitrag:
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau-der-sueden/nachbarschaftshilfe-wir-gemeinsam-100.html

Link zum Radio Interview:
https://soundcloud.com/zumursprung-zurueck/interview-auf-radio-isw
Schaut Euch in Eurer Nähe um, welche Tauschkreise es evtl. schon gibt. Gibt es keine? Dann nehmt es selber in die Hand und eröffnet eine Regionalgruppe eines bereits bestehenden Tauschkreises.

Hier ein paar Links von WIR GEMEINSAM:

Hauptseite: http://www.wirgemeinsam.net ( auf der Startseite seht ihr, ob es bereits eine Gruppe in Eurer Nähe gibt)
WIR GEMEINSAM auf Facebook: https://www.facebook.com/WIR.Gemeinsam?fref=ts

WIR GEMEINSAM Eggenfelden auf Facebook: https://www.facebook.com/wirgemeinsam.eggenfelden (wir freuen uns über jedes LIKE )

Tauschen statt kaufen

Der Herbst ist da und es gibt jede Menge Überfluss an Erntegut in den meisten Gärten. Nicht selten viel mehr, als die Familie sehr benötigt oder verarbeiten kann. Im Umkehrschluss gibt es aber auch viele die keinen Garten oder Obstbäume haben und gerne Äpfel hätten. Vielleicht lebst Du aber auch in der Stadt und hast erst garkeinen Garten und würdest jedoch gerne Äpfel haben die nicht aus dem Supermarkt und der Industrie kommen.

Uns geht es da ähnlich, obwohl wir einen großen Garten haben. Nur hat bei uns mehr die Schnecke zu fressen bekommen als wir 😉

Weiterhin geht das auch mit vielen anderen Dingen die nicht immer gebraucht werden. Oder eben im einen Haus zu viel sind und dafür in einem anderen im Moment gebraucht werden. Was nützt einem ein Gegenstand der 360 Tage im Jahr herumsteht und das vielleicht in den meisten Haushalten.

Wir haben vielleicht schon darüber geschrieben, dass wir in dieser Hinsicht vieles ertauschen. Dafür nutzen wir in unserer Region einen sog. Tauschkreis. Bei uns heißt er „WIR GEMEINSAM – Nachbarschaftshilfe“ und vernetzen uns hier regional mit vielen anderen Menschen die ebenso Mitglied in diesem Verein sind. Getauscht wird auf Basis von Zeit und dafür gibt es dann Gutscheine für 1/4, 1/2 und einer vollen Stunde, ja nachdem was gebraucht wird. Auf diese Weise schaffen wir uns hier eine Gemeinschaft die sich regelmäßig trifft und sich gegenseitig hilft ohne dafür Geld benutzen zu müssen. Naja, dass heißt wir nutzen keine EUROs, sondern ein anderes Geld dafür das nicht von Banken „erschaffen“ wurde… jedoch ist das ein anderes sehr spannendes Thema.

Letztes Wochenende hatten wir vom Verein ein Regionentreffen, an dem sich die Gruppenleiter der verschiedenen Regionen zum halbjährlichen Austausch treffen und es war ein sehr schöner Tag. Man spürt richtig, dass viele Menschen wieder mehr den Schritt aufeinander zu gehen und zusammen etwas tun wollen, statt einfach ohne zu überlegen das von der Industrie hergestellte Zeug zu kaufen.

Das verstehe ich unter gelebte Nachhaltigkeit, denn es schont die Umwelt, nutzt lokale Ressourcen, schont Mitmenschen die bei anderen Produkten unter sklavenähnlichen Bedingungen die Produkte für die westliche Welt herstellen und man stärkt die Gemeinschaft in seinem lokalen Umfeld.

Diese Tauschkreise oder Gruppen die alternative und damit regionale Währungen nutzen gibt es überall. Es gibt auch einige Initiativen die bereits versuchen ganz auf Währungen oder ähnlichem zu verzichten und in der Gruppe alles „umsonst“ machen. Auch das funktioniert, wenn das Geben und Nehmen sich immer wieder ausgleicht und Achtsamkeit unter den Menschen herrscht.

Ein gutes Beispiel ist ein Buch von Mark Boyle, dem Mann ohne Geld. Er hatte einen selbstversuch gestartet und lebte ein Jahr ohne Geld. Er stellte für sich ein paar Regeln auf, damit sein Selbstversuch auch authentisch und unter realen Bedingungen stattfindet. Er hat vor einigen Jahren die Freeconomy ins Leben gerufen und dort wird nur geschenkt bzw. geteilt. Es gibt dazu auch regelmäßig Veranstaltungen die ebenso frei für alle sind und dort kann man sich dann neue Fähigkeiten aneignen. Der Veranstalter selbst ist dann jemand der etwas sehr gut kann und bringt es den anderen entsprechend bei.

All diese Dinge begeistern mich im Moment sehr, denn alles was auf diesem Wege passiert ist selbstbestimmt und von und für Menschen gemacht und nicht aufgrund von Profitgier der Unternehmen entstanden.

Jeder kann es und in fast jeder Region gibt es solche Gruppen.

 

Man tut was man kann – jeder Schritt zählt!

Kennt Ihr das Gefühl, dass Ihr etwas kauft obwohl Ihr eigentlich auf bestimmte Produkte aufgrund Eures Ge- und Wissens verzichten wolltet und dann Euch dabei irgendwie schlecht fühlt? Wir hatten das sehr lange immer wieder mal, dieses komische Gefühl das einen selbst unter Druck setzt.

Gerade in stressigen Lebensphasen kommt es durchaus vor, dass man ohne darüber nachzudenken in alte Muster verfällt und sich von Produkten angezogen fühlt, die man eigentlich garnicht (mehr) kaufen möchte. Das ist eine von häufigeren Situationen die Einige sicherlich kennen dürften und oft kommen da so komische Gefühle auf wie, man schafft es nie sein Leben grundlegend zu ändern oder Niedergeschlagenheit weil man nicht hin bekommt seine eigenen Ideale einzuhalten. Meist ist das Conclusio daraus, dass sich die Welt ja nie ändern kann, wenn es keiner schafft bei dem dabei zu bleiben, was zu einem besseren Leben bei sich und damit in der Umwelt führt.

Die Schwierigkeit der langanhaltenden Konsequenz

Wenn wir beschließen etwas in unserem Leben zu ändern, dann ist es erst einmal ungewohnt. Zu Beginn begleitet von der Begeisterung und vielem Neuen, wird es normal, zum Alltag und später zur Gewohntheit. Kommt jedoch etwas dazwischen geraten manche Dinge schnell wieder in den Hintergrund und es kommt das ach was-Gefühl hinzu.
Ach was, dass eine Mal zum Fast-Food-Tempel gehen schadet doch nicht. So besänftigen wir uns damit selbst gegenüber diese Entscheidung zu  legalisieren. Nicht selten folgen daraufhin ähnliche Situationen und es kommt dazu das eben das alte Leben wieder zur Normalität wird, obwohl das eigentlich garnicht gewünscht ist.

Wisst Ihr, dass allein in den USA jährlich rund 150 Milliarden Dollar für Werbung und nochmal rund 100 Milliarden Dollar für PR der Unternehmen ausgegeben werden? Das ist fast das Doppelte als was z.b im gesamten Bildungssektor an Geld rein fließt. Warum wohl? Weil es sich lohnt die Menschen auf diese Art und Weise zu manipulieren und vom Bürger zum Konsumenten zurecht zu basteln.

Wir sind in unserer Konsumgesellschaft bereits so eingelullt, dass es nicht einfach ist, solche Dinge wie eine vegane Ernährung oder anderes – gerade zu Beginn – konsequent und 100%ig ins sein Leben zu integrieren. Daher machen wir uns dann selbst Vorwürfe, dass wir es eh nicht schaffen könnten oder reden uns ein schlechtes Gewissen ein, wenn es zu einem Übertritt der eigenen gesetzten Grenzen kommt.

Genau da aber liegt der eigentlich Haken. Zumindest stellen wir das so fest, denn wir pendeln zwischen ökologischorientiertem Konsum und dem Konsum wie es die überwiegende Bevölkerung tut häufig hin und her. Das heißt bis vor einigen Monaten war es so, denn mit seinen selbst gemachten Regeln kommt es nicht selten dann auch zur Selbstkasteiung und dann folgt daraus Druck dem man sich auf diese Weise selbst aussetzt. Geschieht das, funktioniert der gewünschte Lebenswandel nur so lange bis der Druck zu groß wird und alle oder viele Bemühungen waren für die Katz. Ich habe das selbst erlebt, weil ich im Grunde sehr sehr gerne Fleisch gegessen habe und es eigentlich auch immer noch tue – nur ebend bewußt und sehr selten. Lange redete ich mir ein, ohne geht´s nicht. Auch heute kommt es hin und wieder mal vor, dass ich welches esse, nur tue ich es heute mit einem anderen Bewußtsein und das fühlt sich völlig anders an. Früher habe ich es nicht geschafft einige Wochen ohne Fleischkonsum zu leben. Heute gibt es bei uns zu Hause bewußt gewählt alle 4-6 oder mal 8 Wochen ein Fleischgericht, dass sich die Kinder wünschen. Das wird im Bauernmarkt gekauft wo wir wissen, das das Tier zuvor gut gelebt hat, gesund war und nicht in der Massenschlachterei unsägliche Qualen erleben musste. Wir machen das natürlich auch in dem Bewußtsein, dass ein Tier dafür sein Leben gelassen hat und schließen auf diese Weise unseren Frieden damit. Das machen wir solange bis wir es einfach nicht mehr brauchen oder schlichtweg vergessen ein Fleischgericht „zu planen“.

Das meiste ist schlichtweg Gewohnheit und wenn der Fokus nicht beim Verzicht von etwas liegt, sondern auf der Vielfalt dessen was gerade rund ums Thema Ernährung aktuell vorhanden ist und mit dem sich beschäftigt wird, wird aus einem Verzicht ein schlichtes und einfaches Weglassen von Dingen die nicht mehr wichtig sind. Die Aufmerksamkeit liegt nicht mehr auf dem was uns zuvor wichtig war. Das geht mit allen Dingen so. Ziemlich genauso lief es auch mit der Umstellung auf mehr Radl fahren.

Deshalb ist es auch nicht nötig irgend etwas in dieser Richtung zu dogmatisieren, denn das funktioniert aus unserer Sicht einfach nicht.

Dogmen bei einem nachhaltigen Lebensstil

Gerade wenn es um Nachhaltigkeit geht, herrschen viele Dogmen in den Köpfen der Menschen, die einen selbst dann auch wieder komische Gefühle bereiten. Warum fliegen Ökoaktivisten oder Friedensbeweger rund um den Globus, um Ihrer Tätigkeit nach zu gehen? Warum verwenden wir Strom, wenn dessen Herstellung so schädlich für die Umwelt ist etc.

Diese Punkte könnten wir zu einer kilometerlangen Liste erweitern, weil diese Dinge oft der grundsätzlichen Ideologie eines nachhaltigen Lebensstils widersprechen. Es ist nunmal so, dass wir gewisse Kompromisse eingehen müssen um einen Mehrwert zu erzielen der uns und andere weiterbringt. Fakt ist, dass wir nunmal nicht auf einer kleinen Insel leben, in der wir alles selbst in der Hand haben, sondern in einem bunten Meer das sich globalisierte Konsumgesellschaft nennt und zu 98% anders tickt als es ein lebenserhaltender und lebensfördernder Lebensstil von der Menscheit eigentlich verlangt.

Die Aufgabe ist aus unserer Sicht nicht die, dass es um einen sofortigen Wechsel von ALLEM geht, sondern darum wie ich Stück für Stück und fortwährend mein Leben und den Zustand meiner Umwelt verbessere.

Einfaches Beispiel das Thema Mobilität. Wir leben ca. 6 km von der nächsten Stadt entfernt in einer Aussiedlung eines Dorfes. Der Kindergarten unserer Jüngsten, sowie die Schule der Kinder ist also nicht in unmittelbarer Umgebung. Zuerst haben wir die Kinder – auch die Schulkinder – täglich gefahren. Jeden Tag mehrmals das Auto bewegt, um die Kinder zur Schule und zum Kindergarten zu befördern. Es war einfacher, denn so hatten die Kinder noch mehr Zeit am Morgen und mussten nicht um kurz nach sieben das Haus verlassen um den Bus zu erreichen.
Die erste Umstellung war, das die Kinder auf den Bus gewechselt haben. Natürlich blieb da noch unser Kindergartenkind das gefahren wurde und das verbanden wir mit der täglichen Fahrt ins eigene Büro. Naja, zumindest am Morgen denn mittags musste dann extra gefahren werden damit die Kleine nach Hause zur Kinderbetreuung kam.
Seit Monaten hat sich dies jedoch bei uns grundlegend geändert und so habe ich die Kindergartenfahrt auf´s Fahrrad verlegt. Wir fanden einen günstigen Anhänger und so fahre ich seit Längeren nun die insgesamt 20-25km täglich mit dem Rad zum Kindergarten hin und her. Ich fand damit heraus, dass diese Entfernung überhaupt kein Thema ist um diese einfach mit dem Rad zu erledigen, wobei ich nun dank des schönen Wetters noch nicht bei miesem und saukaltem Regenwetter unterwegs war 😉 Aber das kommt ja jetzt gerade 🙂

Was folgt daraus?

Ich habe mehrere Kilo abgenommen und bin auf dem Weg zu einer wirklich guten Kondition. Meine körperliche Leistungsfähigkeit steigt, ohne Geld in ein Fitnessprogramm zu investieren und spare im Monat damit über 50EUR Sprit ein. Bedeutet ich spare beim Fitnessprogramm, beim Benzin und bei meiner Gesundheitsvorsorge, weil ich an der frischen Luft täglich in Bewegung bin.

Auch unsere Kinder sehen das und wir leben Ihnen damit ein anders Leben vor, als es bei vielen Familien gerade auf dem Land der Fall ist. Dort stehen zumeist mindestens zwei Auto´s auf dem Hof. Oft noch Roller und sonstige Fortbewegungsmittel die auch als Freizeitspass dienen sollen.

Für mich tut es das Rad und versuche damit zusehends meinen Aktionsradius zu erweitern. Letzte Woche hatten wir bereits unseren Wocheneinkauf in der Stadt mit dem Rad erledigt. Da fuhr ich mit meinen drei Töchtern und zwei Radlanhängern in die Stadt zum einkaufen. Gut wir haben ca. 3,5 Stunden für alles benötigt, doch es war eines sehr entspannte und für uns als Familie bereichernde Einkaufstour durch die Natur.

Es geht und ich bin sehr gespannt wie das wird, wenn so langsam der Herbst kommt 😉

Was ich damit sagen will ist, es gibt immer Alternativen die ausprobiert werden können und auf diese Weise sich Stück für Stück ins eigene Leben integrieren lässt. Natürlich besitzen wir ein Auto. Für einige Dinge ist es einfach notwendig und nützlich. Auch müssen wir nun auf einen Bus sparen, weil wir sonst als Familie nicht mehr gemeinsam fahren können und das könnte man sagen würde meiner Ideologie wiedersprechen.
Zum Teil vielleicht, denn wir setzen das Auto sehr bewußt ein und kaufen bspw. auch kein neues Fahrzeug. Wir besorgen uns ein Gefährt das schon sehr lange existiert, damit kein neues gebaut werden muss. Bestenfalls eines das bereits bewiesen hat, dass es sehr lange hält und in Stand gehalten werden kann. Auch kann ich mir gut vorstellen, dieses oder andere Fahrzeuge als Gemeinschaftsfahrzeuge zu nutzen. Das ist auch wiederum ein Prozess der zu gegebener Zeit passend ist und umgesetzt werden kann. Falls nein, muss unsere Familie damit leben so einen Gegenstand zu unterhalten auch wenn er vielleicht nur 1-2 mal in der Woche gebraucht wird. Entscheidend dabei ist immer wie viel Ressourcen muss ich reinstecken. Wir planen ein altes Gerät das sich aber doch gut in Stand halten kann zu verwenden, dass schon mal viel weniger bindet als ein sehr teures und neues Auto.

Viel lamentiert…. auch hier will ich sagen: Jeder Schritt zählt und ist Nachhaltig, wenn man sich nicht unter Druck setzt. Jetzt wo unser Baby auf der Welt ist, wurde das Auto wieder mehr bewegt und das muss auch ok sein – eben im Bewußtsein, dass sich diese Situation auch einspielt.

Bewertungen und Verurteilungen in der Gesellschaft

Was ist heute schon perfekt? Es gibt nichts was man als perfekt bezeichnen könnte, außer der Tatsache das alles so wie es ist  perfekt ist.

Gerade beim Thema Ernährung ist es häufig so, dass die einen die anderen Verurteilen oder zum Beispiel Unverständis herrscht, wenn ein Vegetarier jedoch noch Fisch zu sich nimmt und sich dennoch so nennt. Mal ehrlich, diese Kategorisierung von Ich bin …. whatever, bringt uns in unserer heutigen Gesellschaft häufiger in solche Situationen der Bewertung von anderen.
Oft erlebt man dann sowas wie, Du bist doch kein Vegetatier wenn Du noch Fleisch in Form von Fisch isst. Warum kritisieren, statt froh darüber zu sein dass dieser Mensch viele andere tierische Produkte nicht mehr zu sich nimmt. Das ist doch viel wichtiger und fördernder als das Hinweisen auf die Tatsache das Fisch auch Fleisch ist, dass wir derjenige meist selbst wissen.

Jeder Mensch hat den Wunsch sich weiter zu entwickeln und jeder steht bei vielen Dingen schlussendlich auf einem anderen Punkt.

Wir bezeichnen uns auch nicht als „Veganer“ obwohl wir seit Monaten fast keine tierischen Produkte mehr verwenden. Im eigenen Haus findet sich derzeit glaub ich auch keines mehr, doch wenn wir eingeladen sind oder Besuch bekommen, dann essen wir was da ist und machen da kein hehl daraus wenn dort mit Milchprodukten gearbeitet wird oder wie auch immer.

Wenn jeder für sich beginnt bewußt darüber nachzudenken, was ich da zu mir nehme und was da hinten dran hängt, beginnt sowieso eine Umwälzung in der eigenen Einstellung und wenn das bedeutet das der Konsum von tierischen Produkten dadurch mit der Zeit insgesamt in der Gesellschaft zurück geht sind wir alle auf einem guten Weg.

Seht Euch mal an wie sich die Ernährung in den letzten 20 Jahren in Deutschland verändert hat? Wie viele Biomärkte gibt es heute? Wie stark ist der Anteil der Vegetarier und Veganer gestiegen? Wie viele junge Menschen beginnen heute noch zu rauchen? und vieles mehr…. die Gesellschaft wandelt sich 😉

Auch wenn ich hier und heute sehr stark auf dem Thema Ernährung herumreite, kann man diese Entwicklung auf viele Bereiche umlegen. Strom, Mobilität, Umgang mit den Medien, Familienthemen, Schule und vieles mehr gibt eine weites Spektrum an Dingen und Möglichkeiten in denen es Dinge gibt die man ändern, verbessern oder anders machen kann. Wichtig dabei ist man tut es gern und perfekt ist im Grunde alles was wir tun – in dem Moment und für den den es betrifft.

Verurteilt Euch nicht gegenseitig, was ihr noch nicht tut, sondern lobt Euch gegenseitg für jeden Schritt in die richtige Richtung, sei er noch so winzig – wenn das jeder tut, können wir die Welt wirklich ändern – ohne Kriege zu führen 😉

sparen durch „Großpacks“ und gute Bezugsquellen

Oft werden wir gefragt, wie wir auf die Preise bei der Kosten-Billanz mancher Produkte kommen.
Diese erscheinen manch Leser zu niedrig zu sein…
Die Preise sind allerdings wirklich reell und bemessen sich daran, dass wir Grundnahrungsmittel, die in der veganen/vegetarischen Ernährung beim selbermachen viel benötigt werden, in Großpacks kaufen und dafür natürlich auch gut recherchieren, wo der Preis am Besten ist.

Am Meisten zahlt sich das beim Getreide aus!
Hier kaufen wir 25 kg Säcke und sparen gegenüber kleineren Gebinden zwischen 50cent und 1 Euro je Kilo. Noch mehr wirkt sich das bei den Sojabohnen aus, hier sind es fast 2 Euro, die wir je kg sparen und das obwohl dieser aus deutschem Bioanbau kommt.
Unsere Hauptbezugsquelle für Getreide Großpacks (BIO) ist:
http://bio-rittmeyer.rakuten-shop.de/

Gerade wenn man sammelt und mehr bestellt, lohnt es sich, da dann das Porto entfällt.
Getreide lässt sich in sogenannten Futtertonnen an einem dunklen Ort fast unbegrenzt lagern.
Wir haben uns bei den Großpacks auf Weizen, Roggen (beides je 1,20 Euro je kg), sowie Dinkel und Soja konzentriert. Aber auch der Kauf von großen Gebinden an Reis und Saaten wie Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Rosinen usw. lohnt dort absolut.
Alles Dinge, die wir oft und regelmäig benötigen!

Ein weiterer großer Kostenfaktor ist der Kauf von Öl.
Bio-kaltgepresstes Öl, egal ob Sonnenblume oder gar Olive ist wirklich teuer.
Auch hier haben wir nun eine Bezugsquelle gefunden und kaufen über einen Händler direkt bei einer Ölmühle ein.  Wir haben uns auf Raps und Sonnenblume je 25 Liter konzentriert.
25 Liter Öl erscheinen viel, doch je 25 Liter spart man gesamt 75!! (ja richtig gelesen 75!) Euro gegenüber dem Kauf des gleichen Öls bei z.B. Alnatura. Öl ist ca. 1 Jahr haltbar, wenn kühl und dunkel gelagert. Hier bietet sich evtl. an es mit Freunden zu teilen – wobei wir als große Familie die Menge sicher aufbrauchen.
Bestellt haben wir uns 25Liter Raps und 25 Liter Sonnenblumenöl. Rapsöl ist das wohl reichhaltigste und gesündeste Öl und lässt sich wunderbar für alles verwenden, was man erhitzt. KALT mag ICH Rapsöl nicht so, es hat einen starken Eigengeschmack. Bei kalten Gerichten, wie Salate oder wenn ich Sojasahne oder Eis selber mache, benutze ich dann lieber das absolut geschmacksneutrale Sonnenblumenöl.

Hier die Bezugsquellen:
http://www.amazon.de/gp/product/B007Y4VA7M/ref=oh_details_o06_s00_i00?ie=UTF8&psc=1
http://www.amazon.de/gp/product/B007Y4VDSI/ref=oh_details_o00_s00_i00?ie=UTF8&psc=1

Normalerweise verlinke ich A.ma.zo.n nicht, aber anders ist das Öl nicht erhältlich und hier ist weiterhin das Porto gratis.
Es mag auf den erste Blick viel Geld erscheinen, doch wenn man es herunter rechnet, ist der Preis echt super. Lieber also 2-3 Monate auf das Öl sparen und dann 1 Jahr oder länger kein Geld mehr dafür in die Hand nehmen müssen.
Und so kann man bei vielen Dingen sparen, die man wirklich oft braucht: Preise von kleinen und großen Gebinden vergleichen und dann gerade bei ewig haltbaren Dingen sich für das große und günstigere Gebinde entscheiden.

Auch lohnt es sich immer vor Ort die Preise zu vergleichen. Je nach Region gibt es mehrere Bioläden oder Hofläden und da kann man schon viel sparen, wenn man z.B. für das kg Tomaten nur 3,50€ anstatt 4,99€ zahlt.

Am meisten spart man natürlich immer noch durch eigenen Anbau und ertauschen. Nüsse z.B. müssen wir gar nicht mehr kaufen (und die sind echt SEHR teuer), sondern wir helfen bei der Nussernte im Tauschkreis und erhalten dafür Erntgut mit. Das gleiche beim Obst: Außer mal ne Banane ist bis Herbst keinerlei Zukauf nötig – und den Winter werden wir evtl. mit eingemachten Obst überbrücken können.

Viel Spaß Euch beim recherchieren und wenn ihr Bezugsquellen habt, die günstig sind: her damit!

Fracking ist keine Lösung

Inspiriert von einem bereits 2010 veröffentlichten und preisgekrönten Dokumentarfilm „Gasland“ sehe ich mich verpflichtet mich heute diesem Thema zu widmen. Was heißt inspiriert, geschockt !! Fracking oder wie es auch heißt Hydraulic Fracturing ist eine grausame Fördermethode für Erdgasvorkommen tief in der Kruste unseres Bodens. Nachdem die verschiedensten Quellen vermutlich so langsam nicht mehr das hergeben was gebraucht wird und zudem der Preis für derartige Ressourcen auch mehr bringt als diese Methode in der Ausübung kostet, wird überall auf der Welt fleißig drauf los gefrackt.

Aber was ist das eigentlich – Fracking

Bei dieser Methode wird ein mehere tausend Meter tiefes Loch gebohrt, um an das gebundene Erdgas in bestimmten Gesteinsschichten zu kommen. Ja ihr habt richtig gelesen… in Stein gebundenes bzw. eingeschlossenes Gas! In diese Löcher wird dann ein chemisches Gebräu von bis zu 600 verschiedenen Substanzen gepumpt und durch den entstehenden Druck findet da unten quasi sowas wie eine Explosion statt. Explosion nicht wirklich aber der Druck knackt die Gesteinsschichten da unten auf und löst damit das Gas aus dieser Schicht heraus. Ein großteil dieses Geschmisches kommt dann mit dem Gas wieder an die Oberfläche und verschandelt dann zudem unsere Umwelt, da das Zeug hoch giftig und nicht abbaubar ist.

Hier ein paar Links zur Erklärung worum es geht:

Wikipedia
Umweltinstitut München e.V. Hintergründe zu Fracking
Umweltrat warnt vor Fracking
BUND fordert gesetzliches Verbot von Fracking

Das wäre grundsätzlich nicht sooo dramatisch, werden vielleicht einige denken, denn der Mensch macht solche und ähnliche Dinge überall auf der Welt. Doch ist das alles deshalb gut und schön?? Nein eben nicht!

Ich möchte Euch daher bitten, macht Euch über das Thema schlau, denn es wir nicht nur in der fernen USA oder sonst wo gefracktelt, sondern auch in Deutschland. Hier wird aufgrund der Gesetzgebung mehr auf „Sauberkeit“ (wie paradox in diesem Kontext) geachtet und doch kommen Berichte an die Öffentlichkeit in der tausende von Quadratmeter Ackerland entsorgt und gereinigt werden müssen da dort alles vergiftet wurde.

Hierzu kommt, dass diese Methode selbst nicht nur die tiefen Gesteinsschichten zerstört sondern wie im Film klar gezeigt wird auch das Gas über die Grundwasserversorgung bis in die Leitungen der Privathäuser dringt. Klar sind wir in Deutschland hier etwas besser aufgestellt, doch fragt Euch mal wo Euer Wasser denn herkommt? Nein nicht aus der Leitung, sondern aus der Grundwasserversorgung und auch das ist nichts anderes als ein Loch im Boden.

Der Dokumentarfilm „Gasland“ zeigt ohne etwas zu verschönigen oder zu überdramatisieren was wirklich los ist. Es gibt in den USA bereits etliche tausende Bohrlöcher an denen gefrackt, verschmutzt, vergiftet und auf diesem Wege nicht nur in der letzten Konsequenz, sondern auch bereits bei der Anwendung der Methode Milliarden von Liter Wasser vernichtet werden! Ist es das Wert?

Schaut Euch diese Landschaften an die dort in einer Größenordnung zerstört wird was für uns Europär gar nicht mehr zu fassen ist, weil unser Land nur einen Bruchteil so groß ist.

Bitte tut mir den gefallen und schaut Euch diesen Film an, damit Ihr wißt was das wirklich ist was hier in den Medien eigentlich sehr verharmlost wird – trotz der Vorfälle die bereits existieren. Dank unserer Gesetze hier in Deuschland sind die Auswirkungen geringer, aber sie sind da und dagegen muss weltweit etwas getan werden.

Unsere Kinder gehen im wahrsten Sinne des Wortes bei solchen Methoden in Gift baden und das darf nicht sein! Zum Ursprung zurück und runter vom Gas heißt es da – denkt mal drüber nach!

 

Hier gibt es noch ein paar weitere Videos die ich zu diesem Thema gefunden habe. Es gibt noch weit mehr!


Schaut es Euch selbst an welch Masse es an Videos auf Youtube gibt wenn nach Gasland gesucht wird!

Marmeladen- Sirup – und Likör Grundrezept für Beeren

Derzeit kommen wir mit dem Ernten kaum hinterher – das ist wundervoll – so viel Vielfalt bietet sich da draußen gerade.
Und NEIN – wir haben keinen riesigen Garten mit wahnsinnig vielen Sträuchern und Bäumen. Lediglich Johannisbeere, Himbeere, ein wenig Stachelbeere und einen sauren Apfelbaum haben wir beheimatet.
Wie kommen wir dann an so viel Erntegut Oder besser: wie kommt IHR an Eurer Erntegut? Gerade wenn ihr in großen Städten wohnt, mag sich die Frage ja öfter stellen….
Die Antwort ist sehr einfach: Reden, Fragen und Augen offen halten!
Die meisten von Euch haben Verwandte, Bekannte oder Freunde, die auf dem Land leben und einen Garten haben: Fragt sie doch einfach: „Wie schauts mit Eurem Obst/Beeren aus: Braucht ihr Hilfe bei der Ernte? Wir können Euch dabei helfen / es komplett übernehmen und würden gern etwas von der Ernte dafür mitnehmen“ – traut Euch und ihr werdet sehen: Bei vielen, vielen Menschen werdet ihr nicht nur offene Türen einrennen, sondern sogar Dankbarkeit ohne Ende erhalten. Es gibt so viele um uns herum, die es nicht schaffen, ihre Ernte alleine einzubringen- teilweise wird das Obst dann einfach hängen gelassen und gar nicht mehr abgeerntet.
Und wenn man niemanden kennt? Ja dann sollte man die Augen offen halten – beim Ausflug aufs Land, beim Spaziergang in der Natur- überall wo ihr Bäume und Stäucher mit erntereifen Obst seht, könnt ihr auch bei „Fremden“ einfach mal kurz fragen, ob sie Erntehelfer im Tausch gegen Ernte brauchen.  Gerade wenn das Obst schon sehr reif aussieht, wird die Antwort hier oft positiv ausfallen.
Und es gibt es noch: Das Obst, die Beeren, die in „wilder“ Natur wachsen – Blaubeeren reifen bei uns z.B. gerade heran – Hollunderbeeren werden im Herbst kommen und auch Erdbeeren und Kirschen findet man „einfach so“.Man braucht keinen riesigen Obstgarten – sondern muss nur wachsam durch die Gegend gehen und offen mit den Menschen sprechen – dann kommt man zusammen!
Und eine kleine Bitte am Rande: Lasst beim Ernten immer auch etwas hängen – die Vögel/Bienen werden es Euch danken!

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Damit beantwortet sich dann auch die Frage der Kosten-Billanz:
Lohnt es sich Marmelade wirklich selber zu machen? Gerade bei den hohen Zucker und Obst Preisen?
Ein klares nein, wenn man Obst teuer im Bioladen kauft – aber ein absolut klares JA, wenn man sich das Obst selber erntet – denn dann habe ich für 3kg Marmelade – selbst bei Bio-Rohrohrzucker gerade einmal Ausgaben von 2,50-3 Euro. Für 3 Euro bekomme ich im Laden, wenn es hoch kommt, die Hälfte an Bio-Marmelade!

Bei uns klappt das alles derzeit prima und daher sind wir fleißig am Marmelade, Sirup, Likör usw. herstellen.
Die letzten Tage haben wir somit Himbeeren, Johannisbeeren und Kirschen verarbeitet und natürlich auch einiges eingefroren, da wir gerne auch im Winter viel Obst essen wollen.
Damit wir den Überblick nicht verlieren, haben wir uns nun Grundrezepte herausgesucht, die für jede Beeren- und Obstart hergenommen werden kann – ich finde es zu mühsam, bei jeder Sorte ein anderes Rezept zu verwenden …

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Daher hier nun unsere liebsten Grundrezepte:

Marmeladen – Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
1 kg Obst pürrieren (Wenn ihr Beeren verarbeitet, und keine Körner mögt, nochmal durch ein Sieb drücken) und mit
500 gr Honig (oder 250 gr. Rohrohrzucker) mischen und über Nacht stehen lassen (Deckel drauf)
am nächsten Morgen dann 2 Teelöffel Agar-Agar  mit dem
Saft einer Zitrone verrühren.
Das Obst im Topf gut aufkochen lassen, das Agar-Agar dann dazugeben und alles nochmal 3 Minuten richtig kochen.
Danach in heiße Gläser abfüllen – fertig. (Wenn die Gläser ploppen, habt ihr alles richtig gemacht *g*)

Dieses Rezpt mit Agar-Agar ist mein liebstes, da man hier den Zucker so weit reduzieren kann!

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Sirup-Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
1 kg Zucker mit 600 ml Wasser zum Kochen bringen.
Während dessen 1kg Obst sehr fein pürrieren und mit 2 Pk Zitronensäure oder Saft von 2-3 Zitronen hinzugeben.
Das ganze gut 5 Minuten aufkochen lassen und dann abkühlen. Nach dem Abkühlen durch ein Tuch abseihen und den Sirup nochmals 2 Minuten gut aufkochen. In heiß abgekochte Gläser abfüllen.
Hier mit der Zuckermenge ruhig spielen. Wir haben Kirschen zu Sirup verarbeitet und es war uns zu süß, es hätte sicher locker ein drittel weniger gereicht – also erstmal lieber weniger Zucker rein und abschmecken

 

Likör-Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
800 gr Obst mit 600 gr Zucker mischen und anschließend mit 1 Liter Korn übergießen.
Nach Bedarf eine aufgeschnittene Vanilleschote beigeben .
Das ganze in verschließbare Gläser geben und dann  4 Wochen! stehen lassen. (eher kühl und dunkel)
Immer wieder mal durchschütteln. Nach 4 Wochen sollte sich der Zucker aufgelöst haben. Die Beeren abseihen und den Likör abfüllen.
Wir haben so die Tage Himbeer-, Erdbeer-, und Kirschlikör angesetzt.

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Und noch ein kleiner Tipp am Rande:
Man kann bei der Herstellung von Marmelade, Sirup usw. fast alles weiterverwenden:
Die Kirschkerne ergeben z.B. super Material für ein Kirschkernkissen und das Fruchtmuß, welches bei Sirup übrig bleibt, ist total lecker im Joghurt oder süßen Aufläufen. Bitte nichts wegschmeißen!

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Permakultur von David Holmgren in deutscher Sprache

Da wir seit geraumer Zeit abonnenten der Zeitschrift Oya – anders denken.anders leben sind, stieß ich in der aktuellen Ausgabe auf den Hinweis über das Buch von David Holmgren. Er ist einer der tragenden Personen die die Prinzipien der Permakultur entwickelt und verbreitet haben. Holmgren geht weit über die Themen des Gartenbaues hinaus und übersetzt das Prinzip der Permakultur in viele Bereiche des Lebens. Im Grunde sind diese Prinzipien in fast allen Bereichen einsetzbar und darüber handelt dieses Buch mit dem Titel Permakulur – Gestaltungsprinzipien für zukunftsfähige Lebensweisen.

Bei diesem Werk handelt es sich um ein Fachbuch und da ist es für viele Menschen nicht einfach auch noch zusätzlich mit einer fremden Sprache zu arbeiten. Der Drachenverlag hat sich diesem Werk angenommen und das Buchprojekt für eine deutsche Fassung in die Hand genommen. Der Drachenverlag führt viele Titel die sich um eine lebenfördernde Lebensweise drehen und ist generell einen genaueren Blick wert. Der Verlag hat seinen Sitz in einer Lebensgemeinschaft im Norden Deutschlands und ist zugleich aus Herausgeber der Zeitschrift Oya die sechs mal im Jahr erscheint und auch sehr empfehlenswert ist!

Ich weise heute deshalb auf dieses Buch hin, weil das Buch sich aktuell im Produktionsprozess befindet und ein Gemeinschaftsprojekt ist. Damit das Buch sich selbst trägt sind etwa 200 Vorbestellungen nötig damit sich das Buch auch in der Produktion selbst trägt. Daher gibt es für Vorbesteller einen Vorzugspreis von 32 EUR bis zum 25. November. Danach wird das Buch für 39,80 EUR erhältlich sein.

Wer sich also für dieses Buch interessiert hat nun bis zum Erscheinungstermin die Möglichkeite dem Buch, Verlag und schlussendlich auch sich etwas Gutes zu tun.

Hier geht es zum Buchangebot des Verlages

Dazu muss ich sagen das ich das Buch selbst nicht kennen, aber es mir selbst bestellen werde um mich diesem Thema intensiv widmen werde. Die Prinzipien der Permakultur sind sehr umfassend und stellen für mich derzeit auch einen Schlüssel für eine lebensfördernde Lebensweise dar. Es gibt viele Dinge die sich an diese Dinge gelehnt sinnvoller und besser umsetzen lassen könnten.

Der Lebenswandel der Spass macht und gesund ist

Seit es von uns diesen Blog gibt, in welchem wir beginnen die eigenen Veränderungen in unserer Familie zu publizieren, hat sich am eigenen Lebensstil sehr viel getan…

Es ist noch nicht all zu lange her, da war für mich das Thema „vegane Ernährung“ beispielsweise völlig indisskutabel. Ohne Milchprodukte zu leben geht doch nicht – dachte ich. Auf Fleisch zu verzichten ebenso! Natürlich kann ich nicht sagen, dass ich auf beides aktuell wirklich verzichte. Dennoch ist unserer Konsum mit diesen Produkten so gering geworden, dass es auf dem Speiseplan einfach nicht mehr fehlt, sondern einfach nicht mehr da ist. Ich hatte immer das Gefühl wenn ich mich anders ernähre, müsste ich verzichten, doch das ist bei Weitem nicht so. Auch wenn wir unseren Verbrauch in EUR gerechnet massiv reduziert haben und auch mußten, so ist unser Speiseplan heute variantenreicher denn je. Wir haben in den letzten zwei Monaten nicht ein Gericht doppelt gemacht, sondern jedesmal etwas anderes hergestellt.

Wenn ich rückblickend das vergleiche was wir zuvor gekauft und auch gegessen haben sind da Welten dazwischen.

Es geht! Du kannst günstiger, gesünder und ausgewogener kochen und die Familie ernähren und das Bio, wenn Du Dir Gedanken darüber machst, was gekauft, hergestellt und benötigt wird. Wir haben begonnen langfristig zu planen und damit einfach auch die Rohstoffe wie Getreide in Säcken gekauft. Es lässt sich prima lagern und wird somit viel günstiger. Klar der Platz ist nötig und doch findet sich überall ein Eckchen dafür. Für uns war das zu Beginn ein Notprogramm für unsere Lebenslage, da wir von jetzt auf gleich auch unser Leben umstellen mußten. Das Ergebnis ist sehr positiv und macht einfach Lust auf mehr!

Was auch sehr spannend zu beobachten war, das wir auf diese Weise nicht nur sehr viel Geld sondern auch Unmengen an Müll einsparen!
Haben wir vorher in der Woche 3-4 groß Kisten die Woche zum Wertstoffhof gefahren, befüllen wir jetzt eine kleine Mini-Kiste in 4 Wochen.

Damit ist diese Lebensform nicht nur gesünder und günstiger, sondern auch ökologisch viel werthaltiger für unsere Umwelt. Da wir auch nur einmal in der Woche nach unserem gemachten Plan das kaufen was nötig ist, lässt sich so auch viel bei der Mobilität einsparen. Diese Einkäufe werden zukünftig auch nicht mehr mit dem Auto gemacht, sondern wir nehmen das Rad mit Anhänger, um die 6 km zu den Geschäften zu fahren.

Es ist soooo einfach etwas zu ändern, wenn man denn auch bereit ist, es umzusetzen. Lange haben wir zwar darüber nachgedacht und uns damit auch in der Theorie beschäftigt, aber bei weitem nicht alles umgesetzt. Der Schritt dahin ist wirklich sehr einfach, denn gefühlt haben wir nicht sehr viel verändert und dennoch sieht bei uns die Küche völlig anders aus und es bringt ein anderes schöneres Lebensgefühl mit sich.

Demnächst werde ich noch etwas tiefer in die Bereiche der Einsparungen bzw. Veränderungen und auch zur Müllvermeidung eingehen, denn auch das ist mehr als spannend. Alles was Du nicht kaufst musst Du auch nicht entsorgen.

Ent-sorgen ist auch wieder so ein toller Begriff – aber ich schweife ab 😉

Selbst etwas tun ist so einfach und macht so viel Spaß, ich kann es nur jedem empfehlen.

Gerücht vom Rückzug Monsantos aus der EU

In den letzten Tagen gingen die Schlagzeilen durch die Presse, dass Monsanto sich mit den genveränderten Produkten aus der EU zurückziehen würde. Ebenso berichteten viele Blogs davon und in den sozialen Netzwerken brach Jubel aus. Nachdem Europa nach den USA der wichtigste Absatzmarkt für diese Konzerne ist, war mir schon irgendwie klar das mit dieser Sache irgendwas nicht ganz stimmig ist.

Ihr kennt das sicher, wenn ihr Informationen lest und dann der Bauch sagt… nenene das stimmt was nicht!

So reagierte mein Bauch nach diesen Artikeln, denn Monsanto ist der größte Saatgut-Konzern und damit die Speerspitze im Kampf um den Ursprung unserer Lebensmittel und dessen genetischer Codes und Patente. Ich hatte vor einigen Tagen bereits darüber berichtet wie ich über diesen Konzern denke und wie dieser selbst mit Begriffen wie Nachhaltigkeit umgeht.

Motiviert von einem echt spitzenmäßigem Artikel zu diesem Thema, den Michael von Experiment Selbstversorgung geschrieben hat, muss ich hier nun auch einfach meinen Senf dazu geben 😉 (den Artikel unbedingt auch lesen!)

Hier ein Potpourri der aktuellen Presse über die Nachricht „Monsanto gibt auf“:

N24Deutsche Welle
Spiegel Online
Tagesspiegel

Ich möchte hier nicht Weitere anführen, denn das könnte ich mit allen Medien in Deutschland nun tun und im Grunde rezitieren sie alle eine einzige Aussage, die aber so nicht ausgelegt werden kann. Dass GENveränderte Produkte unerwünscht sind und seit mehr als zehn Jahren stark von der Bevölkerung bekämpft werden weiß jeder,  der sich etwas Gedanken zu dem macht was täglich auf dem Teller liegt. Diese Information ist NICHT neu, sondern ein alter Zopf in neuem Gewand, weil es nun der Urheber selbst zum Ausdruck bringt?

Keiner der Medienhäuser bringt auch nur ein Fakt auf den Tisch der beweisen würde, dass sich der Konzern aus dem europäischen Markt mit diesen Produkten zurück ziehen würde. Das bedeutet im Grunde, das dies nichts anderes ist, als ein strategischer Schachzug, um die Protestwellen damit auszubremsen und in Ruhe weiter zu machen.
Denn diese Protestwellen wurden noch – ich betone – noch nicht in den Medien dargestellt,  aber  diese lapidare Aussage des Konzerns komischer Weise schon.

Nachtigall ick hör´dir trapsen!!

Im Grunde darf jetzt ja nicht aufgehört werden, gegen diese Produkte und Zulassungen zu wettern, denn das ist das Ziel dieser Werbung, die hier gemacht wird. Die Kiste wird zu heiß, wenn schon Millionen Menschen in über 50 Ländern auf die Strasse gehen und für gesunde Lebensmittel und die Kontrolle darüber demonstrieren.

An dieser Stelle muss ich Michael vollkommen Recht geben! Es gibt nur einen Weg, dem ein Ende zu setzen und das seit IHR. Jeder – wie heißt es so schön – Verbraucher, der gezwungen ist Lebensmittel zu verbrauchen und diese auf welche Art und Weise auch immer sich zum Verzehr beschafft…. trifft mit jedem Bissen den er zu sich nimmt eine Entscheidung darüber ,wer daran Geld verdient und wie!

Wir befinden uns mitten drin in der Umstellung von vielen Dingen und stellen fest, dass es garnicht weh tut. Klar, es ist was es ist: eine Umstellung… und nein eine biozertifizierte Ernährung – biologisch kling blöd alles ist biologisch 😉 – ist nicht teurer! Das ist sie nur wenn man weiterhin die gleichen Produkte einkauft wie vorher und nicht an der Art seiner Ernährung etwas ändert. Zumindest ist dies unsere derzeitige Erfahrung über die wir hier auch laufend berichten.

Conclusio meines heutigen Apells ist, kauft bewußt ein, möglichst regional und natürlich bewirtschaftet und lasst Euch nicht an der Nase herum führen.

Hier noch einmal der Artikel der in diesem Zusammenhang auf jeden Fall auch gelesen werden sollte 😉

Was tun mit „unnützen“ Gegenständen?

Was von all dem Kram, der sich über die Jahre im Haus ansammelt braucht Mensch wirklich?

Wir sind keine „Sammler“ und sortieren regelmäßig und viel aus…
Doch ist das wirklich nötig? Braucht man diese Dinge wirklich noch?
Jeder sollte regelmäßig alle paar Wochen durch sein Haus/ seine Wohnung strömern und sich alles genau ansehen: Wann hab ich dieses Buch zuletzt gelesen ( hab ich es überhaupt je gelesen), welche Dinge habe ich schon viele viele Monate nicht mehr in der Hand gehabt?
Ich bin sicher, dass jedem von Euch viele Dinge in die Hand fallen, die eigentlich nur unnütz herumstehen.
Und alle diese Dinge sind WERTE!
Man kann nun dreierlei Dinge damit anstellen: Verkaufen – Verschenken – oder Tauschen.

Wir verschenken immer wieder gerne und viel (an Freunde, Bekannte, ans Sozialkaufhaus), denn auch wir bekommen von lieben Menschen immer wieder etwas geschenkt.
Doch man kann diese Gegenstände auch TAUSCHEN!
Gerade wenn man sparen will, ist dies eine wunderbare Möglichkeit, gegen Dinge zu tauschen, die man zu dem Zeitpunkt wirklich benötigt.
Das ist etwas, was wir seit einiger Zeit nun wirklich aktiv betreiben. Wir tauschen so einiges an Gegenständen oder auch an selbstgemachten Dingen und erhalten dafür Dinge, die wir besser gebrauchen können, bzw. suchen.

Wie wir das machen und was wir so zu vertauschen haben, stellen wir Euch nun regelmäßig auf unserer Seite vor:
https://zumursprungzurueck.com/tausch-verschenke-seite/
IHR alle könnt das auch tun – tauscht über einen Tauschkreis in Eurer Region, über Tauschkreise im Internet oder tauscht über Eure Website/Euren Blog. Auch bei Facebook gibt es dazu entsprechende Gruppen.
Lasst unbenötigte Gegenstände nicht in der Ecke verstauben, sondern tauscht sie gegen Nützliches und geht wachen Auges immer und immer wieder durch Eure Wohnräume (oder den Garten oder die Garage oder den Keller oder oder oder).

Fazit: Tauschen macht Spaß, verbindet wieder mit anderen Menschen, befreit die Räume von Unrat (säubert!) und erschafft günstig/fast gratis Werte und erfüllt Gesuche, die man sich ohne Tausch vielleicht nicht gleich leisten könnte.