Zitronenmelisse, eine Köstlichkeit mit viel Verwendungsmöglichkeiten

Eine unserer liebsten Gewächse ist die Zitronenmelisse.
In Töpfen beduftet sie das Haus in der kalten Jahreszeit und auch im Garten ist sie schön anzusehen. Nicht nur, dass sie eine tolle Bienen-Weide-Pflanze ist, sie lässt sich auch vielfältig in Küche und als Arznei einsetzen. Zum Aromatisieren von Wasser und Salaten gibt man einfach ein paar frische Blätter bei.
Jetzt von Anfang bis Ende Juni – vor der Blüte! – ist die beste Zeit, die Melisse zu ernten, da sie jetzt am aromatischsten ist.
_DSC0102

Dieses Jahr war mir daran gelegen, einige „haltbare“ Dinge aus der Zitronenmelisse herzustellen.

Zuallererst habe ich mich zur Herstellung einer Melissen-Tinktur entschieden.
Die Tinktur hilft gut gegen Kreislaufbeschwerden (2x täglch 15 Tropfen einnehmen), gegen Fußpilz & Herpes, sowie Kopfweh (hier die Tinktur verdünnt im Verhältnis 1:1 mit Wasser auftragen, bzw an die Schläfen einmassieren) und kann auch in Öl eingelegt wunderbar als Massagemittel bei Gliederschwere und Quetschungen verwendet werden. Ein ideales Hausmittel also, was sich wunderbar im Schrank lange aufbewahren lässt.

_DSC0105


Rezept Melissen-Tinktur
20 g Melissenblätter mit 100 ml 70%igem Alkohol übergießen, 10 Tage lang an einem warmen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung ziehen lassen und dann abfiltern. In einem luftdichtem Glas/Flascherl aufbewahren.

Eine weitere Möglichkeit Zitronen-Melisse zu verarbeiten ist es, Sirup herzustellen. Mit diesem Sirup kann man nicht nur Wasser und Tee lecker verfeinern, sondern z.B: auch  Sekt, selbst gemachtes Eis und andere Süßspeisen. Auch lässt sich der Sirup wieder wunderbar lange einlagern.

Zitronenmelisse Sirup Rezept
1,5kg Rohrohrzucker
3,5 unbehandelte Biozitronen in Scheiben schneiden
45 gr Zitronensäure
4 handvoll Zitronenmelisse Bätter
4 Liter heißes (nicht kochendes!!!!) Wasser

Alle Zutaten in einen großen Topf geben, mit dem heißen – aber nicht kochendem – Wasser überbrühen, gut umrühren und dann abgedeckt mit einem Geschirrtuch 4 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. 1x am Tag umrühren. Am 4. Tag die Zitronen nochmal kräftig ausdrücken, alles durch ein Sieb/Tuch geben und im Topf auf 80 Grad erwärmen. Danach in abgekochte, heiße Flaschen abfüllen.

Das Rezept ergibt ca. 5 Liter Sirup

_DSC0112

Bei beiden Rezepten blieben „frische“ Stengel übrig. Die wollte ich natürlich nicht ungenutzt lassen und so habe ich diese kleingeschnitten. Einen Teil davon habe ich mit heißem Wasser aufgebrüht und erhielt einen lecker aromatischen Tee. Den anderen Teil habe ich dem Badewasser hinzugegeben – Zitronenmelisse wirkt nämlich auch schlaffördernd und nach einem tollem Melissenbad lässt es sich um so besser schlafen 🙂

_DSC0106

Zuguter Letzt habe ich die restlichen Stengel Zitronenmelisse noch gut getrocknet und dann alles fein zerkleinert.
Dies abgepackt in kleinen Döschen/Gläschen ergibt nun ein leckeres Küchengewürz. Zitronenmelisse passt vor allem in asiatisch angehauchte Gerichte und Reis wunderbar hinein.

_DSC0114

Diese Ideen sind nur wenige, der wirklich vielen Verarbeitungsmöglichkeiten von Melisse. Das Schöne ist, sie wächst wirklich sehr unkompliziert, lässt sich einfach vermehren und kann so jedem Garten/jeder Terasse zur genüge zur Verfügung stehen.

_DSC0104

Werbeanzeigen

Käse, Milch und Butter

Unsere Familie lebt zum Großteil rein vegetarisch, alleine weil wir uns bewußt gesund ernähren und vorallem kein allzugroßes Tierleid verursachen wollen. Auch sind sicherlich 50% unserer Gerichte schon vegan – ganz auf Milchprodukte zu verzichten schaffen wir aber (noch?) nicht.
Daher sind wir hier nun wenigstens konsequent und kaufen unsere Milch direkt beim Biobauern – einem der seine Tiere fast ganzjährig auf einer riesigen Weide hält und wo die Kälber erst relativ spät von den Müttern getrennt werden – so dass diese noch gemolken werden können. Auch die wenigen Male im Monat, wo Mann und Kinder Lust auf Fleisch haben, holen wir es dort- es ist zwar um einiges teurer, aber ich weiß: Diesen Tieren ging es gut!

Den Milchkonsum haben wir so oder so ja schon drastisch reduziert. Unsere Familie benötigt anstatt wie vorer 15 Liter Kuh-Milch nur noch 4-5 Liter (wenn überhaupt!). Der Rest wurde durch Dinkel- und Hafermilch ersetzt.

Jetzt wäre da noch der Bedarf an Butter, Käse und Sahne.
Käse und Sahne brauchen wir nicht viel (1 Käse die Woche, 1 Dose Sahne die Woche), aber doch relativ viel Butter (2 große Stücke, wenn ich keinen Kuchen backe). Das liegt sicher daran, dass sich hier bisher keiner mit pflanzlicher Magarine anfreunden kann.
Nun wollte ich meine Konsequenz erweitern und habe mit gedacht: wenn Du Milchprdukte haben willst, dann mach sie Dir gefälligst auch selber.

_DSC0096


Also habe ich letzte Woche das erste Mal in meinem Leben Sahne, Butter, Käse und Quark selber hergestellt.

Mir war hier auch wichtig: ALLE Bestandteile (also auch die übrig gebliebene Moke usw.) sollen weiter verarbeitet werden!!!

 

Hier mein Ergebnis:

Aus einem Liter Bio-Rohmilch erhält man:
ca.  170 ml Sahne (Rohmilch über Nacht im Kühlschrank stehen lassen und am kommenden Morgen den Rahm abschöpfen) und 830ml Magermilch
aus 170 gr Sahne erhalte ich ca. 50 gr Butter (einfach die Sahne in einem Schraubglas schütteln) und 110ml Buttermilch
aus 830 ml Magermilch (die nach dem Abschöpfen der Sahne übrig bleib)  erhalte ich 150gr körnigen Frischkäse und der Rest ist Molke (Molke ist gut für die Haut als Badezusatz)

 

Kosten-Billanz:
1 Liter Rohmilch kostet mich hier 85 cent.
Für diesen Betrag erhalte ich Bio-Produkte im Wert von (anhand der Daten oben)
Butter 50 cent – Buttermilch 15 cent – 1,13€ – Molke (kein Preis bekannt)
Gesamt also mindestens 1,78€ ohne jetzt die Molke einzurechnen.
Selbst gemacht spare ich also rund 0,93 cent je Liter beim Weiterverarbeiten der Produkte.

_DSC0089

 

Fazit
Erstmal: „richtige“ Kuhmilch stinkt fast genauso wie Schafs/-Ziegenmilch – auch hat sie einen leichten Geschmack von „Kuh“ *lach* – Was wir im Supermarkt erhalten hat nichts und zwar rein gar nichts mehr mit Kuhmilch zu tun.
Butter und Sahne selber machen hat viel Spaß gemacht und auch der Frisch – Käse, den ich aus  der Magermilch gewonnen konnte, ist prima (versetzt mit Gewürzen und Kräutern).
Was mir nicht getaugt hat, ist Dickmilch/Sauermilch. Die Weiterverarbeitung zu einem Käse wollte mir einfach nicht gelingen und im Internet findet man kaum brauchbare Rezepte. Dickmilch nur wegen dem Sauerrahm anzusetzen lohnt sich nicht….
Quark herzustellen war auch recht einfach – das wird allerdings eher ein seltenes Produkt bleiben –  dafür essen wir ihn nicht oft genug.
Um unsere Mengen Butter und Sahne abzudecken, müsste ich in der Woche ca. 12 Liter Milch weiterverarbeiten. Daraus erhalte ich 500gr Butter und 340ml Sahne, sowie ca. 1,8 kg Käse. Puhhhhhh da raucht mir der Kopf, das finde ich nämlich doch sehr viel und man fragt sich, inwieweit die Relation stimmt beim Herstellen von Butter, Käse und Sahne und natürlich dem Nutzen der tierischen Produkte.
Ein guter Weg für uns wäre hier sicherlich, eine GESUNDE alternative zur Butter zu finden – die nicht aus Kuhmilch besteht (wer hat Tipps? Viele Magarinen sind ja schädlich!).
Sahne lässt sich eh wunderbar duch Soja-Sahne ersetzen, die ist wahnsinnig schmackhaft. Da werd ich kommende Woche mal Sojamilh und Sojasahne, sowie Soja.Joghurt herstellen.  Nur was tun mit dem Käse? Wir haben hier echt ein paar Käse-Junkies sitzen 😉 Ich denke 1x die Woche für Käsegelüste nen Käse herstellen wäre ein guter Kompromiss (und diese Woche probier ich mal Hefe-Schmelz zum Überbacken aus)

_DSC0099
…. mal sehen ob wir nicht irgendwann doch noch zur veganen Ernährung finden…

Reismilch, mein Fazit und Rhabarbermarmelade

Heute morgen habe ich mich nun an die Reismilch gewagt.
Nach folgendem Rezept habe ich gekocht ( Danke an http://verkocht.wordpress.com/):

Reismilch

Zutaten:

1 Tasse Bio – Reis (alles außer Risottoreis)
7 Tassen Wasser (ich habe hier gesamt nur 6 Tassen genommen)
Prise Salz
Prise Zucker
Honig oder ähnliches zum Süßen

Zubereitung:

Den Reis in einem Sieb gründlich waschen und eventuelle dunkle Körner oder Steinchen entfernen, dann in den Topf geben und mit zwei Tassen Wasser und einer Prise Salz und einer Prise Zucker so lange kochen, bis der Reis weich ist und alles Wasser vom Reis aufgesogen oder verdampft ist.
Wenn der Reis weich ist, zwei Tassen warmes Wasser zugeben und entweder mit dem Pürierstab oder im Standmixer zu einem weichen Brei pürieren. Dann nach und nach das weitere Wasser zugeben und weiterpürieren. Es soll wirklich ordentlich püriert sein! Wenn ihr denkt, es ist genug püriert, nochmal 30 Sekunden weiterpürieren!2 (3)

Hier wird im Original Rezept das Absieben empfohlen. Allerdings habe ich mich lieber wieder dem Küchentuch bedient und das ganze durchs Tuch gepresst – denn nur ein Krümel in der Milch und die Kinder werden es sicher verweigern.

2 (5)
Die Herstellung dieser nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch und auch der Geschmack steht meiner Meinung nach Hafer- und Dinkelmilch hinten an. Trotz Süßen mit Honig empfinde ich sie als ziemlich fad und ich werde sie daher nun mit Hafermilch mischen, um etwas „pepp“ hineinzubekommen.

2 (1)

Klasse ist allerdings die Reispampe, denn daraus lässt sich lecker Brei machen. Ich habe einfach 3 Löffel Löwenzahnhonig dazu, ein wenig Honig, Zimt und frische Äpfel, sowie ein Schuss Dinkelmilch. Hier das Ergebis, echt schmackhaft:

2 (6)
Die Kosten – Billanz
bei Reismilch sieht hierbei allerdings wieder sehr interessant aus.
Ich kaufe 1kg Bio Reis zu je 3€ – im Rezept wurden ca. 250 gr verwendet, womit mich dies 0,75€ kostet. Dazu kommen dann 12 cent für Honig, Strom, Vanille je nach Bedarf. Ich komme bei 7 Tassen Wasser auf ca. 1,75L Reismilch, je Liter liegen wir hier nun also  bei nur 51 cent.
Ein guter Preis und wir würden uns wohl eine Menge sparen.

Fazit
Zwar ist die Reismilch in der Herstellung die günstigste Milch – allerdings gibt es 2 gravierende Nachteile: Die Herstellung ist weit aufwendiger, da ich nicht einfach über Nacht einweiche, sondern den Reis kochen muss. Außerdem empfinde ich die Reismilch als am wenigsten schmackhaft. Vorteilhaft wäre der entstandene Reisbreis, der sehr lecker ist – doch den kann man genauso auch mit Dinkel- und Hafterpampe herstellsten.
Mein Fazit ist daher, mich auf die Herstellung von Reis- und Haftermilch zu konzentrieren. Diese lässt sich nebenbei einweichen, erfordert nur 4 Minuten aktive „Arbeit“ , ist nicht viel teurer in der Herstellung, dafür aber weit schmackhafter.
Rezepte mit Mandelmilch und anderer werde ich nicht probieren, da die Rohstoffe dafür weit teurer sind.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Rharbarbermarmelade
Dann hab ich noch den gestern aufgesetzten Rharbarber zu Marmelade verarbeitet.

_DSC0024
Auf 900gr Rharbarber (mehr hatte ich leider nicht verfügbar), gabe es drei sehr große Marmeladengläser.
Hier das Rezept.
Zutaten:
1kg Rharbarber
0,5 kg Gelierzucker
Inhalt von 2 Vanilleschoten

_DSC0029

Den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Gelierzucker und dem Vanillemark  vermischen und über Nacht stehen lassen.
_DSC0025
Am nächsten Morgen den Rhabarber unter Rühren zum Kochen bringen und ca. 10 Min. sprudelnd kochen lassen, dabei ständig rühren. Dann in vorher abgekochte Gläser füllen, verschließend und  abkühlen lassen.

2 (2)
Hier aktuell unser Artikel zum Soja/ReisDrink, der noch besser schmeckt: http://wp.me/p3uFWE-aO

Dinkelmilch und Karotten Aufstrich, der Muttertag war toll!

Welch ein toller TagMuttertag
Morgens von der lieben Familie mit Frühstück und lieben Bastelleien am Bett geweckt werden und am Nachmittag netten Großelternbesuch gehabt, die uns nicht nur leckersten Kuchen, sondern auch viellerlei Gaben aus dem Garten mitgebracht haben.
Dazu zählen Rhabarabar, den ich gerade über Nacht zu leckerer Marmelade verkoche, Schnittlauch und Petersilie, was wir aufgrund der Menge zum Teil kleingehackt und eingefroren haben und dann noch Öle und Getreide, für die sie selber keine Verwendung mehr haben. Das war wirklich eine gelungene Überraschung – vielen Dank!

Trotz Muttertag konnte ich es heute nicht lassen und habe wieder so einiges in der Küche kreeiert – nachdem das Wetter leider so regnerisch war, dass Gartenarbeit heute ausfiel.

Neben dem vorher beschriebenen Löwenzahnhonig machten wir uns heute noch an die Dinkelmilch.

Zur Dinkelmilch findet man im Internet wirklich kaum nennenswerte Rezepte.
Warum weiß ich nicht, also hab ich mich einfach an die Hafermilch gehalten und die Dinkelmilch im absolut identischen Verfahren hergestellt.
Abends die Körner eingeweicht, am nächsten Morgen mit Wasser gemixt und durch ein Sieb geseit.
Der einzige Unterschied hier war, dass ich noch etwas Vanille (die echte!) und mehr Honig dazugegeben habe. Dieser Drink sollte ruhig etwas süßer werden. Und siehe da: Auch Dinkelmilch schmeckt wunderbar!
Vor Gebraucht muss diese immer gut geschüttelt werden, da sie sich absetzt – aber ansonsten ist hier der Vorteil, dass diese auch zum Kochen verwendet werden kann. Rezepte mit Milch im Kuchen oder Soße können 1 zu 1 durch Dinkelmilch ersetzt werden.

_DSC0032

Fazit meiner Kinder bisher:
Es schmeckt ihnen Hafter – und Dinkelmilch sehr gut. Die Dinkelmilch ist etwas süßer und lässt sich gut pur trinken. Hafermilch schmeckt im Müsli besonders gut.
Der Große meint, ihm schmeck nur die „normale Müsli-Milch“- er hat aber noch nicht gespannt, dass diese schon zur Hälfte mit Dinkelmilch gemischt war *g* – ich weiß fies – aber da sieht man mal, wie sehr da die Einbildung mitspielt.

Von der Dinkelmilch lässt sich auch hier der Dinkelschrot wunderbar ins Müsli mischen und schmeckt keinesfalls herb oder bitter. Allerdings habe ich festgestellt, dass der Schrot tatsächlich nur einen Tag im Kühlschrank haltbar ist. Danach fängt er zu muffeln an.
Meine Idee daher nun, sollte der Schrot zum Müsli nicht ganz gegessen werden (denn es bleibt schon ne Menge übrig, die gut sättigt), so versuche ich mich das nächste mal an einem aufgekochten Getreidebrei, der dann auch am Abend noch sehr gut haltbar sein dürfte. Vielleicht lässt es sich auch in Brot und Kuchen gut weiterverwenden.
Ich werde wieder berichten.

Wie sieht es nun hier mit der Kosten-Billanz aus?
Nun 1kg Dinkel ist zu 2€ in Bioqualität erhältlich.
Beim Rezept gehen wir wieder von 1 Liter auf 250 Gr Dinkel aus.
Somit liegen wir bei 50 cent für den Dinkel und hoch gerechnet 5-7 cent für Honig und Vanille, Wasser.
Selbst wenn wir für Stromverbrauch nochmal  3-5 cent dazurechnen (ich hahb jetzt echt mal nachgesehen, was mein Mixer die Minute benötigt!) , liegen wir somit mit Ausgaben von rund 58- 60 cent.
Womit wir auch hier im Gegensatz zur Kuhmilch (zu 0,94 cent) sparen und zwar genau 34 cent je Liter. Unsere Familie würde sich hiermit somit bei einem Verbrauch von 15 Liter die Woche  5,10€ die Woche sparen. Im Vergleich zur kaufbaren Dinkelmilch, die bei Alnatura 1,65€ kostet spart man hier je Liter 1,05 cent. Das ist eine ganze Menge und lohnt die 4 Minuten Arbeit, die man beim Mixen und abseien hat.

Hier nochmal das Rezept im Detail, vor allem für alle, die unser Haferrezept nicht gesehen haben:

_DSC0030

Rezept Dinkelmilch
Zutaten:
2 Tassen Dinkel (ganzes Korn, Bio)
2 Tassen Wasser (sehr warm, aber nicht kochend – ich habe es aus der Leitung genommen)
Wasser zum Weiter verarbeiten
1 Prise Salz
nach Geschmack Honig o.ä. (ich habe hier ca 3 Teelöffel Honig hinein)
nach Geschmack Vanille

Die Dinkelkörner werden mit der gleichen Menge sehr warmem Wasser über Nacht eingeweicht.
Am nächsten Morgen die Körner, die das meiste Wasser aufgesaugt haben, komplett mit dem Restwasser in einen Standmixer füllen. Vorher genau abmessen, wie viele Tassen gequollene Körner es sind. Dann nochmal so viel sehr warmes Wasser, wie die gequollene Menge, dazu gießen und  2 Minuten auf Stufe 1 mixen.
Wer mag kann auch etwas weniger Wasser dazu geben, dann schmeckt es noch mehr nach Dinkel.
Durch ein Küchentuch seihen, und fest ausdrücken. Es bleibt eine Art Schrot-Rest im Handtuch.
Diesen habe ich in ein Glas gefüllt, in den Kühlschrank gestellt und der wird am kommenden Morgen unter das Müsli gemischt. Mit etwas Honig und Früchten ausgesprochen lecker!
Die aufgefangene Milch je nach Geschmack süßen oder natur belassen. In beiden Fällen eine Prise Salz zufügen und gut verrühren.
In Flaschen füllen und ab damit in den Kühlschrank. Vor Gebrauch immer gut schütteln.
Dinkelmilch kann bestens auch heiß verkocht und in Kuchen und Pudding weiterberarbeitet werden.

Zum Abschluss des Tages habe ich uns dann noch einen leckeren Karottenaufstrich gemacht.
Dieser hält sich 2-4 Tage im Kühlschrank.

Karottenaufstrich – Rezept

Zutaten:
2 große Karotten geraspelt
2 Knoblauchzehen klein gehackt
2 Eßlöffel Öl
3 Eßlöffel Bio-Joghurt (Soja Joghurt tuts hier auch!)
Saft einer halben Zitrone (wahlweise auch Limette)
Salz, Pfeffer
Kräuter nach Belieben (wir haben Petersilienstengel und Bärlauch gehackt dazu)

Koblauch und Karotten im Öl anschitzen, bis die Karotten LEICHT brauch werden – ergibt einen nussigen Geschmack.
Abkühlen lassen, dann mit den restliche Zutaten vermischen – fertig. Super lecker aufs Brot.

_DSC0027

So und morgen berichte ich dann über den Versuch Reismilch selber herzustellen und ziehe eine erste Billanz welche Milch schmackhafter und günstiger + vorteilhafter in der Nutzung und einfacher in der Herstellung ist.
Weiterhin verarbeite ich in der Früh noch den Rhabarbar zu Marmelade und vielleicht schaffe ich es ja eeeeeendlich, meine erste Seife zu sieden. Das habe ich mir die letzten Tage Abends immer vorgenommen, aber ich bin ab 19 Uhr so müde, dass nichts mehr geht. Tja, der kleine Mann im Bauch fordert doch etwas mehr Energie ein, als ich dachte. 🙂

Hafermilch selbst gemacht

Meine Kinder sind alle „süchtig“ nach Milch.….
Unser 7-Personenhaushalt benötigt ca. 15 Liter Milch in der Woche, womit wir bei Ausgaben von rund 15€ die Woche nur für Milch liegen.
Die günstigste Bio-Milch bekommen wir bei unserer Bio-Kiste für 0,94 cent den Liter.
Alle veganen Alternativen sind gekauft sogar noch teurer und liegen zwischen 1,20-2,50€ der Liter.
Es gibt hier: Reis,- Mandel,- Hafer, Dinkel-, Soja-, Nussmilch und noch andere.

Nun habe ich die Idee, die Getreidemilch einfach selber herzustellen.
Die Kinder werde ich damit nicht sofort begeistern können, also mische ich die selbst hergestellte Milch unter die Kuhmilch einfach drunter, jede Woche ein wenig mehr, bis sich der Gaumen der Kinderbande daran gewöhnt hat.
Das macht alles natürlich nur Sinn, wenn die Herstellung der Getreidemilch in Eigenproduktion auch wirklich günstiger ist. Und zwar nicht nur günstiger als die selbige gekaufte Getreidemilch, sondern auch günstiger als unsere Bio-Kuhmilch.

Also habe ich mich heute an Hafermilch versucht und muss sagen: Das Ergebnis ist wirklich ausgezeichnet und sehr sehr schmackhaft.
Im Internet gibt es viele Rezepte, wo der Hafter gekocht wird, doch wird hier über eine meist zu hohe Schleimbildung geklagt. Also habe ich dieses Rezept versucht und das Ergebnis war wirklich ideal.

 

Rezept Hafermilch
Zutaten:
2 Tassen Hafer (ganzes Korn, Bio)
2 Tassen Wasser (sehr warm, aber nicht kochend – ich habe es aus der Leitung genommen)
Wasser zum Weiter verarbeiten
1 Prise Salz
nach Geschmack Honig o.ä. (ich habe hier nur 2 Messerspitzen Honig hinein)

Die Haferkörner werden mit der gleichen Menge sehr warmem Wasser über Nacht eingeweicht.
Am nächsten Morgen die Körner, die das meiste Wasser aufgesaugt haben, komplett mit dem Restwasser in einen Standmixer füllen. Vorher genau abmessen, wie viele Tassen gequollene Körner es sind. Dann nochmal so viel sehr warmes Wasser, wie die gequollene Menge, dazu gießen und  2 Minuten auf Stufe 1 mixen.
Wer mag kann auch etwas weniger Wasser dazu geben, dann schmeckt es noch mehr nach Hafer.
Durch ein Küchentuch seihen, und fest ausdrücken. Es bleibt eine Art Schrot-Rest im Handtuch.
Diesen habe ich in ein Glas gefüllt, in den Kühlschrank gestellt und der wird am kommenden Morgen unter das Müsli gemischt. Mit etwas Honig und Früchten ausgesprochen lecker!
Die aufgefangene Milch je nach Geschmack süßen oder natur belassen. In beiden Fällen eine Prise Salz zufügen und gut verrühren.
In Flaschen füllen und ab damit in den Kühlschrank. Vor Gebrauch immer gut schütteln und was noch ganz wichtig ist: Hafermilch ist nicht zum Kochen geeignet, wie z.B: Dinkelmilch. Also für kalte und lauwarme Weiterverarbeitung verwenden.

Heute habe ich noch Dinkel eingeweicht und werde noch Reismilch ausprobieren. Mal sehen, ob das Ergebnis genauso lecker ist.
Vorteil bei den beiden Varianten wäre, dass man diese Milch auch wunderbar zum Kuchen backen, Pudding herstellen und kochen von Soßen hernehmen kann.

Wie sieht nun meine Kosten-Billanz der Hafermilch aus?
Nun, Bio Hafer 250 Gr sind ca. für 53 cent erhältlich, 1 cent kommt für Honig/Salz dazu.
Aus 250 gr Hafer erhalte ist grob einen Liter Hafermilch, evtl. etwas weniger, wenn ich es mit mehr Geschmack mag.
Ausgehend bei einem Liter spare ich im Gegensatz zu gekaufter Hafermilch (1,75€ bei Alnatura)  nun also 1,20€ je Liter – im Gegensatz zur günstigen Kuhmilch aber auch noch 40 cent.
In der Zeit, wo ich nun Hafer- und Kuhmilch mische, habe ich auch immerhin noch eine Ersparnis von 0,22 cent – was bei unserem Verbrauch pro Woche schon 3,30€ sind. Sollte ich die Kinder mal komplett umgewöhnt bekommen, sparen wir in der Woche schon 6€ und im Monat somit gut 24€ – das ist eine ganze Menge. Der gesundheitliche Aspekt (da Kuhmilch wirklich nicht ideal ist!) kommt dann da natürlich noch hinzu.

Zusatz: eigentlich ist die Ersparnis sogar noch günstiger: denn aus dem Hafer erhalte ich ja noch ein komplettes Gurkenglas voll leckere Haferpampe fürs Müsli – das normale Müsli damit gemischt und schon benötigt man für die gleiche Portion Müsli nur noch die Hälfte der Müslimischung. 😉

Morgen gehts weiter und dann berichte ich mal, wie den Kindern das Frühstück mit der gemischten Milch geschmeckt hat.