SüßLupinen im Test Teil 1 – Lupinenkaffee selbst gemacht

Einen Sack SüßLupinen habe ich geschenkt bekommt – 25kg – Wahnsinn!

SüßLupinen sind ein sehr wertvoller Eiweißlieferant, weiterhin reich an Eisen und vielen anderen wertvollen Inhaltsstoffen. Hier ein Interessanter Artikel darüber:
http://www.ugb.de/lupinen-suesslupinen/suesslupinen-fleischersatz-aus-lupinen/

SüßLupinen können sehr einfach auch selber angebaut werden. Aber wie verarbeitet man die Bohnen dann? Darüber findet man im großen WWW kaum einen Hinweis.
Also habe ich es gewagt, den großen Selbstversuch.
Irgendwo gab es den Hinweis: ähnlich verarbeiten wie Sojabohnen….. also hab ich jetzt mal eine Runde Bohnen eingeweicht. Das Ergebnis dazu seht ihr dann die kommenden Tage. Ich möchte Lupinenmilch, Lupinenmehl, Lupinentofu usw. ausprobieren. Wir werden sehen ob es schmeckt und funktioniert.

Was aber heute bereits prima funktioniert hat, ist das Herstellen von LupinenKAFFEE!

Lupinenkaffee Rezept
Man nehme dazu eine Handvoll SüßLupinen (ich nehm an, frisch schmeckt es am Besten, daher stell ich nicht auf Vorrat her!), gebe diese in eine beschichtete Pfanne und röste diese ca. 3-4 Minuten gut an.
Schwarz werden sollten sie nicht, aber schön braun. Während dem Rösten springen die Bohnen ein wenig auf – dann sind sie auch schon so gut wie einsatzbereit.
DSC_0534
Danach ab in die Getreidemühle und mahlen. Je feiner es ist, desto intensiver wird dann der Kaffee. Es bietet sich hier vielleicht an, nochmal mit der Kaffeemühle zu mahlen.
Anschließend wird der Lupinenkaffee wie normaler Kaffee zubereitet – in der Maschine, per Hand, oder am leckersten_ Im Espressobereiter.
DSC_0536_Bildgröße ändern
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es schmeckt natürlich nicht total nach Kaffee, aber schon stark in die Richtung. Das Röst-Aroma ist total lecker. Uns schmeckt es weit besser als der Getreidekaffee aus dem Handel!
Und hier die Kosten-Bilanz:
Bio-Lupinen-Kaffee aus dem Laden kosten 500 gr. ca. 5€!
Bio-Lupinen beim Bauern im Großpack liegt das Kilo je nach Region bei ca. 5 Euro oder gar günstiger.
Somit kostet die Herstellung von 500 gr. Lupinenkaffe gerade einmal 2,50€ – man spart also gut 50% und die Herstellung an sich geht wirklich schnell von statten.
Fazit: Lecker, schnell und günstig!

Und bitte beachtet, dass ihr nur die Süßlupinen hernehmt!

DSC_0537_Bildgröße ändern

Wir hoffen, dass unsere weitere Experimente mit der Lupine ähnlich ausfallen werden J

Getreidemilch im Test endlich die perfekte Mischung gefunden!!!!

Wir haben ja schon alles an Getreidemilch selbermachen ausprobiert und aufgrund des Geschmacks und vorallem des Preises waren wir bei selbstgemachter Sojamilch gelandet.

Doch irgendwie kam es dazu, dass wir diese nur noch im Kaffee tranken und höchstens mal zum Kochen verwendeten. Wir nahmen eigentlich gar keine Milch mehr zu uns und die Kinder verweigerten die Selbstgemachte auch nach einiger Zeit konsequent, nichtmal im Müsli wurde getrunken. Woran lags? Nun wir haben immer wieder mal Tetra Packs Soja-Reis-Milch von Alnatura da. Das war unsere Reserve, wenn wir es mal nicht schafften, die Milch selber herzustellen. Tja und die Milch aus dem Tetra Pack schmeckte allen einfach viel besser. Vor allen den Kindern.

So könne das ja nicht weitergehen, dachte ich mir. Es müsse doch möglich sein, den Geschmack ähnlich hinzubekommen. Also hab ich es mal mit Fermentieren probiert, da ja die Tetra Pack Milch fermentiert wird. Das ist sowas von in die Hose gegangen …. egal welches Getreide ich hergenommen hatte, es wurde irgendwie ecklig. Es stank dann nach faulen Eiern oder so, brrrr. Nicht zu empfehlen. (mir ist immer noch ganz schlecht …)

Also hab ich mich mal an Lisas Artikel von Experiment Selbstversorgung gehalten und die Sojabohnen geschält. Ja das ist viel Aufwand, vor allem bei der Menge die wir für unsere Familie brauchen. Aber wenn man die Bohnen über Nacht eingeweicht hat und man diese aus dem Einweichwasser Stück für Stück herausnimmt, geht es dann doch ganz gut. Das ist halt ne Arbeit für den Abend zum DVDs schauen 😉

So sieht die Sojabohnenschale aus:

Schalen der Sojabohnen
Das Ergebnis konnte sich schon sehr gut sehen lassen – der Geschmack war VIEL milder. (wie man Sojamilch herstellt haben wir hier beschrieben https://zumursprungzurueck.com/2013/06/15/soja-im-test-teil-1-sojamilch/Ich habe dann noch mit Zucker gesüßt, denn die natürliche Süße vom Fermentieren fehlt ja leider. Das hat mir aber noch nicht genügt, wollte ich doch den Geschmack vom Alnatura Trink erreichen. Also hab ich flux noch Reismilch hergestellt. Auch nach unserem Rezept  https://zumursprungzurueck.com/2013/05/13/reismilch-mein-fazit-und-rhabarbermarmelade/, nur mit dem Unterschied, dass ich insgesamt nur 5 Tassen – anstatt 7 Tassen Wasser hergenommen habe und den Reis auch vor dem Kochen über Nacht eingeweicht hatte.Den Drink habe ich auch etwas gesüßt (Reismilch pur ist immer noch nicht mein Ding!) und dann einfach 60% Sojamilch mit 40% Reismilch gemischt… und was soll ich sagen

ENDLICH! Geschafft, die Milch schmeckt prrriiiimmmaaaa und wirklich fast so wie die aus dem Tetrapack.

Am nächsten Morgen gabs dann erstmal ne riesige Runde Müsli für alle und auch die Kinder haben die Milch mit Freude getrunken!

Die Kosten Billanz ist hier natürlich noch etwas besser als mit reiner Sojamilch, da Reismlich in der Herstellung etwas günstiger ist. Klar der Zeitaufwand für Beides ist schon um einiges höher, aber meiner Meinung nach rechnet sich die Ersparnis gegenüber dem Aufwand. Na und wenn man für Freunde und Nachbarn gleich noch was mitmacht, lohnt es sich sogar noch mehr!

Viel Spaß beim Nachmachen!

Marmeladen- Sirup – und Likör Grundrezept für Beeren

Derzeit kommen wir mit dem Ernten kaum hinterher – das ist wundervoll – so viel Vielfalt bietet sich da draußen gerade.
Und NEIN – wir haben keinen riesigen Garten mit wahnsinnig vielen Sträuchern und Bäumen. Lediglich Johannisbeere, Himbeere, ein wenig Stachelbeere und einen sauren Apfelbaum haben wir beheimatet.
Wie kommen wir dann an so viel Erntegut Oder besser: wie kommt IHR an Eurer Erntegut? Gerade wenn ihr in großen Städten wohnt, mag sich die Frage ja öfter stellen….
Die Antwort ist sehr einfach: Reden, Fragen und Augen offen halten!
Die meisten von Euch haben Verwandte, Bekannte oder Freunde, die auf dem Land leben und einen Garten haben: Fragt sie doch einfach: „Wie schauts mit Eurem Obst/Beeren aus: Braucht ihr Hilfe bei der Ernte? Wir können Euch dabei helfen / es komplett übernehmen und würden gern etwas von der Ernte dafür mitnehmen“ – traut Euch und ihr werdet sehen: Bei vielen, vielen Menschen werdet ihr nicht nur offene Türen einrennen, sondern sogar Dankbarkeit ohne Ende erhalten. Es gibt so viele um uns herum, die es nicht schaffen, ihre Ernte alleine einzubringen- teilweise wird das Obst dann einfach hängen gelassen und gar nicht mehr abgeerntet.
Und wenn man niemanden kennt? Ja dann sollte man die Augen offen halten – beim Ausflug aufs Land, beim Spaziergang in der Natur- überall wo ihr Bäume und Stäucher mit erntereifen Obst seht, könnt ihr auch bei „Fremden“ einfach mal kurz fragen, ob sie Erntehelfer im Tausch gegen Ernte brauchen.  Gerade wenn das Obst schon sehr reif aussieht, wird die Antwort hier oft positiv ausfallen.
Und es gibt es noch: Das Obst, die Beeren, die in „wilder“ Natur wachsen – Blaubeeren reifen bei uns z.B. gerade heran – Hollunderbeeren werden im Herbst kommen und auch Erdbeeren und Kirschen findet man „einfach so“.Man braucht keinen riesigen Obstgarten – sondern muss nur wachsam durch die Gegend gehen und offen mit den Menschen sprechen – dann kommt man zusammen!
Und eine kleine Bitte am Rande: Lasst beim Ernten immer auch etwas hängen – die Vögel/Bienen werden es Euch danken!

_DSC0208
Damit beantwortet sich dann auch die Frage der Kosten-Billanz:
Lohnt es sich Marmelade wirklich selber zu machen? Gerade bei den hohen Zucker und Obst Preisen?
Ein klares nein, wenn man Obst teuer im Bioladen kauft – aber ein absolut klares JA, wenn man sich das Obst selber erntet – denn dann habe ich für 3kg Marmelade – selbst bei Bio-Rohrohrzucker gerade einmal Ausgaben von 2,50-3 Euro. Für 3 Euro bekomme ich im Laden, wenn es hoch kommt, die Hälfte an Bio-Marmelade!

Bei uns klappt das alles derzeit prima und daher sind wir fleißig am Marmelade, Sirup, Likör usw. herstellen.
Die letzten Tage haben wir somit Himbeeren, Johannisbeeren und Kirschen verarbeitet und natürlich auch einiges eingefroren, da wir gerne auch im Winter viel Obst essen wollen.
Damit wir den Überblick nicht verlieren, haben wir uns nun Grundrezepte herausgesucht, die für jede Beeren- und Obstart hergenommen werden kann – ich finde es zu mühsam, bei jeder Sorte ein anderes Rezept zu verwenden …

_DSC0217
Daher hier nun unsere liebsten Grundrezepte:

Marmeladen – Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
1 kg Obst pürrieren (Wenn ihr Beeren verarbeitet, und keine Körner mögt, nochmal durch ein Sieb drücken) und mit
500 gr Honig (oder 250 gr. Rohrohrzucker) mischen und über Nacht stehen lassen (Deckel drauf)
am nächsten Morgen dann 2 Teelöffel Agar-Agar  mit dem
Saft einer Zitrone verrühren.
Das Obst im Topf gut aufkochen lassen, das Agar-Agar dann dazugeben und alles nochmal 3 Minuten richtig kochen.
Danach in heiße Gläser abfüllen – fertig. (Wenn die Gläser ploppen, habt ihr alles richtig gemacht *g*)

Dieses Rezpt mit Agar-Agar ist mein liebstes, da man hier den Zucker so weit reduzieren kann!

_DSC0213
Sirup-Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
1 kg Zucker mit 600 ml Wasser zum Kochen bringen.
Während dessen 1kg Obst sehr fein pürrieren und mit 2 Pk Zitronensäure oder Saft von 2-3 Zitronen hinzugeben.
Das ganze gut 5 Minuten aufkochen lassen und dann abkühlen. Nach dem Abkühlen durch ein Tuch abseihen und den Sirup nochmals 2 Minuten gut aufkochen. In heiß abgekochte Gläser abfüllen.
Hier mit der Zuckermenge ruhig spielen. Wir haben Kirschen zu Sirup verarbeitet und es war uns zu süß, es hätte sicher locker ein drittel weniger gereicht – also erstmal lieber weniger Zucker rein und abschmecken

 

Likör-Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
800 gr Obst mit 600 gr Zucker mischen und anschließend mit 1 Liter Korn übergießen.
Nach Bedarf eine aufgeschnittene Vanilleschote beigeben .
Das ganze in verschließbare Gläser geben und dann  4 Wochen! stehen lassen. (eher kühl und dunkel)
Immer wieder mal durchschütteln. Nach 4 Wochen sollte sich der Zucker aufgelöst haben. Die Beeren abseihen und den Likör abfüllen.
Wir haben so die Tage Himbeer-, Erdbeer-, und Kirschlikör angesetzt.

_DSC0218

Und noch ein kleiner Tipp am Rande:
Man kann bei der Herstellung von Marmelade, Sirup usw. fast alles weiterverwenden:
Die Kirschkerne ergeben z.B. super Material für ein Kirschkernkissen und das Fruchtmuß, welches bei Sirup übrig bleibt, ist total lecker im Joghurt oder süßen Aufläufen. Bitte nichts wegschmeißen!

_DSC0216

die süße Zeit – Erdbeerzeit

DSC_0196

Das ganze Jahr über bekommt man im Supermarkt tolle große Erdbeeren angeboten.
Zu teils enorm hohen Preisen und oft von so weit her, es kommt einem vor, wie vom anderen Stern. Die süße Frucht ist nach der Banane wohl eine der gefragtesten Produkte….
Doch habt ihr mal probiert? Geschmacklich mal verglichen? Fällt Euch da nicht auf, dass Erdbeeren im Winter mehr nach Wasser, als nach Erdbeere schmecken? Auf jeden Fall geschmacklich nicht vergleichbar mit der Erdbeere, die bei uns auf den Feldern wächst. Und genau DIE hat jetzt Saison. Die Erdbeerfelder stehen in voller „Frucht“ und wollen abgeerntet werden.
Wir können da nur empfehlen: sammelt selber!
Nicht nur, dass es einen HeidenSpaß macht, gerade auch für Kinder, nein – die Erdbeeren sind beim selber sammeln natürlich auch weit günstiger. Sogar die Bio-Erdbeere!
Denn darauf solltet ihr unbedingt achten: sammelt bitte nur auf Plantagen mit unespritzten Erdbeeren. Es muss nicht immer das Biosiegel drauf sein – fragt bei den Erzeugern direkt nach, sie müssen ehrliche Auskunft darüber gehen. Denn einige Bauern, bauen Erdbeeren an, ohne sie zu behandeln, wollen sich das teure Biosiegel aber oft nicht leisten.

_DSC0189Wir haben einen solchen Bauern – mit langjähriger Tradition – bei uns ums Eck. Wir wissen sicher, dass die Erdbeeren der Bioqualität unterliegen und so sammeln wir hier fast jedes Jahr fleißig was das Zeug hält. Je kg Erdbeeren haben wir 2,20€ gezahlt – Bioerdbeeren kosten mindestestens um die 4€ im Bioladen – also spart man sich hier beim selber sammeln fast 50%!

Und da wir das ganze Jahr über immer wieder großen Erdbeer-Hunger haben, sammeln wir wirklich viele Erdbeeren und verarbeiten diese zu haltbaren Leckereien weiter.
Am Wochenende haben wir so gut 12 kg Erdbeeren verarbeitet und einen Teil davon auch eingefroren.

Hier kommen jetzt unsere leckersten Rezepte, viel Spaß beim ausprobieren 🙂

_DSC0187

Erdbeermarmelade Rezept

3 kg Erdbeeren in kleine Stücke schneiden und mit 450 gr Honig mischen und 2 Stunden ziehen lassen. Dabei immer wieder gut durchrühren. Danach wird das ganze im Mixer pürriert und in einen Topf gegeben. 9 Löffel Agar-Agar mit etwas Wasser anrühren, dazugeben und alles ca. 3 Minuten gut aufkochen lassen.
Danach alles in heiß abgekochte Gläser füllen – fertig.

Wir machen hiervon oft die doppelte und dreifache Menge, da dies die Lieblingsmarmelade der Kinder ist.

_DSC0192

Erdbeer-Sirup-Rezept

1kg Zucker mit 600ml Wasser zum Kochen bringen.
Während dessen 1kg Erdbeeren sehr fein pürrieren und mit 2 Pk Zitronensäure oder Saft von 2-3 Zitronen hinzugeben.
Das ganze gut 5 Minuten aufkochen lassen und dann abkühlen. Nach dem Abkühlen durch ein Tuch abseihen und den Sirup nochmals 1-2 Minuten kurz aufkochen. In heiß abgekochte Gläser abfüllen.

Der Sirup ist wunderbar lecker im Mineralwasser, als Topping zu einem Eis und Pudding oder als Grundlage von Soßen.

_DSC0191

Erdbeer Eis (vegan) Rezept

220 gr Erdbeeren in kleine Stücke schneiden und mit 100gr Zucker mischen (hier geht auch Honig oder andere Alternativen).
2 Stunden ziehen lassen. Danach 250ml Sojasahne und 200ml Sojamilch hinzugeben und alles zusammen gut pürrieren. Ab in die Eismaschine. Wir lassen das Eis noch im Gefrierfach nachfrieren, so richtig „hart“ schmeckt es uns noch besser.

Dies ist ein wirklich günstiges Eis, vorallem wenn man Sojamilch und Sojasahne selber herstellt!

DSC_0197
Erdbeer-Chily-Chutney Rezept

1,5kg Erdbeeren kleinschneiden und mit 350 gr Zucker und 1,5 Teelöffel Salz in einen Topf geben und gut 1 Stunde ziehen lassen. Danach 2 Chilischoten, 3 Scharlotten und ein daumengroßes Stück Ingwer je in sehr kleine Stücke hacken und in den Topf geben. Das Ganze mit einer Zimtstange und 300ml Essig aufkochen und dann bei sehr kleiner Hitze (ich nehme Stufe 3 von 9) einkochen lassen. Das dauert ca 2 Stunden, je nachdem wie man die Konsistenz haben mag.
Am Ende mit Salz, Pfeffer (viel wer mag) und etwas Zucker abschmecken. In heiß abgekochte Gläser abfüllen.

Das Chutney ist eines meiner liebsten Chutneys – die Mischung aus süß und scharf ist wirklich hervorragend. Sehr gerne essen wir das Chutney zu Gemüsebatlingen und seit neuestem auch Sojabratlingen (Rezept kommt die Tage).

_DSC0188

Erdbeer-Likör Rezept

500gr Zucker in 500 gr heißem Wasser auflösen und mit 1,5kg pürrierten Erdbeeren, 2pk. Zitronensäure, 4Pk Vanillezucker und einer Flasche Wodka mischen. in Flaschen abfüllen.

Der Likör ist wirklich sehr lecker und schmeckt dem Besuch bestimmt mit 2 kleinen Eiswürfeln auch hervoragend. Schade dass ich derzeit hochschwanger bin, da gibts keinen Tropfen *schnief*. Aber zum Glück ist auch der Likör recht lange haltbar.

_DSC0190

Noch ein Tipp:
Wer keinen Platz im Gefrierschrank hat, um viele Früchte einzufrieren, kann diese auch einfach pürrieren und dann in einer großen Box abgefüllt einfrieren. Man bekommt so mehr Volumen unter und hat eine wunderbare Grundlage, wenn man Kuchen oder mal wieder Eis machen will. Die Erdbeeren verlieren auch nach dem sanften! auftauen nicht an ihrem kräftigen Geschmack.

Hollunder überall

Derzeit ist unser Blog sehr Rezept-lastig. Dies liegt einfach daran, dass jetzt die ideale Zeit ist, um möglichst viele Pflanzen aus der Natur einzumachen – zu Tinkturen, Likören, Sirups und Marmeladen zu verarbeiten. Im Grunde ist jetzt genau der richtige Moment, um für den Herbst/Winter oder schlechte Erntemonate vorzusorgen.

 

0 (2)
Unser Ziel ist es durch möglichst viel „selber machen“ mit Marmelade, eingefrorenem Obst/Beeren, Sirup und noch vielem mehr über das ganze Jahr zu kommen – denn so spart man natürlich auch weit mehr, als wenn man wegen jedem Glas Marmelade ins Geschäft rennen muss. Selber gemacht ist gerade bei den Grundrezepten IMMER günstiger!!
In kommender Zeit werden wir aber natürlich auch wieder andere Artikel zum Thema „zum Ursprung zurück“ einstreuen, falls das jemand vermissen sollte.

 

0 (3)
Heute widmen wir uns dem Hollunder.
Dieser steht gerade in voller Blüte. Wir haben den Eindruck, dass an jeder Ecke Hollunder zu finden ist und das freut uns natürlich sehr. Hollunder ist nicht nur lecker, sondern somit auch wieder gratis in der Natur zu finden.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann man wunderbar die Blüten des Hollunderstrauchs verarbeiten. Bitte aber immer auch viele Blüten am Strauch hängen lassen, damit sich Hollunderbeeren bilden können, die später dann auch Grundlage leckerer Säfte usw. sein können.

0 (4)
Hier nun unsere liebsten Rezepte. Es gibt natürlich weit mehr. Gerne werden die Blüten z.B. auch in Panade und Fett herausgebraten – ich finde den Aufwand hier nicht ideal und probier es daher erst gar nicht.

 
Hollunderblüten-Sirup Rezept

2 Liter Wasser mit dem Saft von 6 Zitronen und 1kg Zucker aufkochen.ca. 40 Hollunderblütendolden dazugeben und alles ca. 2 Stunden ziehen lassen.
Danach durch ein Tuch seihen und nochmals kurz aufkochen. Alles in heiß abgekochte Flaschen abfüllen.
Schmeckt wunderbar in Minderalwasser mit eiswürfeln gerade im heißen Sommer oder auch klasse in einem Gläschen Sekt.

_DSC0127

 
Hollunderblüten-Gelee Rezept

ca. 15 große Hollunderblüten Dolden mit 1 Liter Wasser
und einer in scheiben geschnittenen unbehandelten Zitrone für 24 Stunden in einen Topf (abgedeckt) geben.
Am nächsten Tag Zitronen ausdrücken und alles durch ein Tuch seihen und anschließend mit 2 Teelöffel Agar-Agar und Honig/Zucker nach Belieben 3 Minuten lang aufkochen. Danach in abgekochte Gläser heiß abfüllen.

_DSC0130

 

 

Hollunderblüten-Apfel-Gelee Rezept

ca. 15 Dolden Hollunderblüten in
2 Liter naturtrüber Apfelsaft hineinhängen
und abgedeckt ca. 24 Stunden stehen lassen.
Am nächsten Tag die Dolden entfernen – durch ein Tuch seihen und alles in einen großen Topf geben.
Das ganze mit 4 Teelöffel Agar-Agar und ca. 250 gr. Zucker (nach Gemschmack, es geht auch mehr oder weniger!) mischen und gute 3 Minuten aufkochen.
Das ganze in heiß abgekochte Gläser noch heiß abfüllen. Das ist eine unserer liebsten Gelees!

_DSC0126

 

 

Sehr lecker und ideal zum verschenken ist auch Essig.

Hollunderblüten-Essig
1 (oder mehrere Flaschen!) mit Holunderblütendolden ca. 1/3 befüllen und danach das ganze mit Essig (wir nehmen Weißweinessig) auffüllen. Mindestens 4 Wochen stehen lassen und dann kann er genutzt werden.
Es bleibt einem selber überlassen, ob die Dolden dann abgeseiht werden oder zur „Deko“ in der Flasche verbleiben.

 

_DSC0132

Viel Spaß beim Einmachen, es lohnt sich!

Soja im Test Teil 2

Na unserem Erfolg Sojamilch selber zu machen, haben wir uns nun an Weiterem probiert.
Dazu zählt nicht nur Sahne und Schlagsahne aus Soja, sondern auch die interessante Weiterverarbeitung des bei der Herstellung übrig geliebenen Okara.

 

Im Übrigen haben wir uns natürlich auch – aufgrund einiger Hinweise – darüber schlau gemacht, wie gesund oder ungesund Soja nun wirklich ist. Die Meinungen im Netz gehen weit auseinandern – doch glaubt man den serösen Artikeln, die fundierte Quellen nennen, so sieht Soja für mich definitiv nicht ungesünder aus, als eine jede andere Bohne auch. Es scheint mir eher eine „anti-vegan“-Kampagne zu sein, aber das ist nur meine Meinung.
Meine Meinung ist: Es kommt wie immer auf die Mengen und die Mischung an! Wenn ich jeden Tag 3kg Soja esse, ist das sicher genauso ungesund, wie jeden Tag 3kg Kartoffeln zu essen. Wer auf eine kunterbunte und ausgewogene Ernährung achtet, hat meiner Meinung nach keine Nachteile zu erwarten. Ob Soja nun aber auch so richtig gesund ist, mag ich nicht zu beurteilen.
Wir werden weiter Sojamilch und andere Produkte herstellen – denn bei uns kommt auch ettliches anderes auf den Tisch.

Als erstes waren wir natürlich neugierig, wie selbstgemachte Sojasahne wohl schmeckt.  Diese ist sehr einfach zubereitet:

 

Rezept Soja-Sahne
50ml Öl (kaltgepresst, z.B. Rapsöl) und
100ml Sojamilch zusammen mit dem Mixer aufmixen – FERTIG

 

_DSC0135
Was man nun hat, ist eine Sahne, die sich wunderbar für Sossen oder auch den Kaffee hernehmen lässt. Oder für leckere Aufläufe usw. Was man mit der Sahne „noch“ nicht machen kann, ist diese aufzuschlagen zur Schlagsahne. Aber natürlich haben wir auch hierfür eine klasse Möglichkeit gefunden.

 

Rezept Soja-Schlagsahne
man nehme 100 ml Sojasahne
und weiterhin 1/2 bis 1 Löffel Agar-Agar und koche das ganze auf.
Alles abkühlen lassen und dann nochmal durchmixen – und siehe da: fertige festere Sahne, wunderbar um diese z.B. auf einen Kuchen zu bestreichen.

_DSC0165

Wir nehmen unsere selbstgemachte, schon gesüßte Sojamilch dafür her und süßen die Sahne daher nicht nochmal nach.
Wer es süßer mag, kann dann aber natürlich noch etwas hinzugeben, egal ob Zucker, Honig, Agavendicksaft oder Stevia…
Und was macht man nun mit dem Okara, was beim Herstellen der Sojamilch übrig bleibt?
_DSC0134

Wir haben die letzten Tage ja Okara von 5 Litern Sojamilch übrig gehabt. Übrigens haben wir uns verschätzt, das nächste mal würde ich nur noch die Hälfte ansetzen. Sojamilch kippt bei dem Wetter schon nach 3-4 Tagen im Kühlschrank. Also lieber öfter machen und dafür mehr Frische.

gut geschmeckt haben uns folgende Rezepte:

 

Okara-Bällchen-Rezept (süß)
300 gr. Okara mit 200 gr Kokosflocken (oder auch Haselnuss gemahlen),
200 gr Vollkornmehl, 150 gr. Zucker (oder auch Honig), 100 ml kalt gepresstem Öl,
Schale von einer abgeriebenen Zitrone, 2 TL Zimt und wer mag 1-2 Teelöffel Kakao mischen.
Die Masse zu Kugeln formen, auf ein Backblech geben und bei vorgeheiztem Ofen bei 180 Grad nun 30 Minuten backen. Sie dürfen außen ruhig so richtig gold-braun werden, dann sind sie außen knusprig und innen weich.
Fazit: total lecker!!!
_DSC0136

Tja, dann war von den 5 Litern Sojamilch immer noch sehr viel Okara übrig, also haben wir vom Rest unter anderem einen Aufstrich gemacht. Da wir hier nach Gefühl gekocht haben, hier nur das grobe Rezept:

 

Okara-Aufstrich
ca. 300 gr Okara mit gut 100 ml Wasser mischen und aufkochen. Dann eine vorher angebratene klein gewürfelte Zwiebel und ca. 4-5 Eßlöffel Öl dazu geben. Das ganze mit Tomatenmark (ca. 1/2 – 1 Tube), Salz, Pfeffer, Hefeflocken und Paprikapulver abschmecken und nochmal aufkochen bis es eine relativ pampige (nicht wässrige!) Masse geworden ist. Am Ende frische Kräuter nach Belieben hinzufügen und pürieren.. Das Ganze heiß und ausgekochte Gläser abfüllen, dann ist es möglichst lange haltbar.
Dieser Aufstrich lässt sich nun natürlich kunterbunt variieren, mit anderen Gewürzen usw.

_DSC0180

 

Und zu Guter letzt haben wir uns an einem veganen Käse probiert.

 

Okara-Käse-Rezept
Wir haben dafür oben genannten Aufstrich nochmal für den Käse hergestellt, dann aber weit kräftiger gewürzt.
Weiterhin wurde die Masse gegen Ende dann mit ca. 2 Teelöffel Agar-Agar aufgekocht.
Zum Schluss, wenn das ganze „fertig“ ist, hab ich noch frischgeackte Zwiebel und Kräuter dazu, also nicht mehr erwärmt.
Die Masse in eine Form füllen und auskühlen lassen. Sie wird je nach Menge vom Agar-Agar dann recht schnittfest.

 

_DSC0184

 

Sollte das Ganze zu weich sein – was man erst sieht, wenn es richtig kalt ist – einfach nochmal in den Topf und mit noch nem „Schuss“ Agar-Agar aufkochen und wieder abkühlen lassen. Probiert Euch da ruhig etwas aus.

 

_DSC0185

 

Da sind wir wohl auf einem gutem Weg doch vegan zu werden, zumindest sind unsere Gerichte schon 95% vegan. Macht echt viel Spaß sich da auszuprobieren, zumal es uns bisher sogar besser schmeckt, als tierische Produkte 🙂 (und auch noch WEIT günstiger ist)

Aber bitte denkt beim Arbeiten mit Soja daran: es muss IMMER gut erhitzt werden, auch Okara! Nur dann ist es bekömmlich. (Kartoffeln esst ihr ja auch nicht roh…)
weitere Okara-Rezepte werden folgen (da gibts nämlich seeeeehhhhhrrr viele und ich hab schon Lust mir einiges selber auszudenken)

Soja im Test Teil 1 – Sojamilch

Die letzte Zeit haben wir aus Neugierde Sojamilch und Sojajoghurt gekauft und probiert. Die Kinder waren wahnsinnig begeistert und haben dafür nicht nur die andere Getreidemilch, sondern auch die Kuhmilch komplett stehen lassen. Und das will schon was heißen.
Lange habe ich mich ja gesträubt überhaupt an Soja zu denken – denn dafür werden im Ausland schließlich große Flächen an vorher unberührter Natur vernichtet. Schwer genug mal ne Banane oder Avocado zu kaufen, aber dann gleich Soja?
Doch dann habe ich bei meiner Lieblingsbezugsquelle, wo ich auch das Getreide im Großpack günstig kaufe- Sojabohnen gefunden, die zu 100% in Deutschland angebaut werden. und schwups, schon war ich dann doch neugierig und wollte es genau wissen 😉
Achja, die deutschen Sojabohnen und auch anderes Getreide bekommt ihr im Großpack hier wohl am günstigsten (und ab 100€ ohne Versand): http://bio-rittmeyer.rakuten-shop.de/
Die Lieferzeit ist mit 3-14 Tagen manchmal lang, aber der Rest perfekt und mich störts nicht. Dafür ist der Service und die Produkte umso besser!

Gesagt getan und so habe ich nun das erste mal Sojamilch selber gemacht.
Die Zubereitung hierzu ist wirklich einfach. Ich habe gleich 5 Liter angesetzt, natürlich könnt ihr auch entsprechend weniger nehmen.

_DSC0133
Rezept Sojamilch (für 5 Liter)
500 gr Sojabohnen in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser übergießen, bis diese bedeckt sind.
Am Besten über Nacht – oder 10 Stunden stehen und quellen lassen. Die Bohnen sind danach gut doppelt so groß.
Am nächsten Tag dann jeweils eine Tasse Sojabohnen und 3 Tassen Wasser in den Mixer. Das ganze gut durchmixen und dann durch ein Tuch seihen. Die „Milch“ kann schonmal in einen großen Topf und den Rest aus dem Tuch bitte NICHT WEGSCHMEISSEN, das nennt sich „Okara“ und daraus lassen sich fabelhafte Gerichte zaubern (wie ihr in Teil 2 oder 3 erfahren werdet!).
Das ganze wiederholt ihr so lange, bis alle Bohnen vermixt sind. Mit einem Schaumlöffel dann noch den Schaum ablöffeln und die Milch dann erhitzen. Ständig rühren, sonst brennt es unten an. Lasst das ganze unter Rühren dann gut 15-20 Minuten köcheln. Ofenplatte abstellen und dann kann nach Belieben „verfeinert“ werden.

_DSC0134

Meine Kinder mögen die Natur-Sojamilch nicht gerne, daher habe ich das ganze mit 2-3 Prisen Salz, Honig, wenig Rohrzucker und Vanille gesüßt. Man kann natürlich auch mit Agavendicksaft oder Anderem süßen oder es eben pur genießen. Ich habe auf jeden Fall den Geschmack der gekauften Sojamilch von Alnatura gut hinbekommen, auf den die Kinder so fliegen.

Das Schöne hier ist auch: Aus dieser Milch kann ich Sahne und Joghurt herstellen – dazu mehr die kommenden Tage.
Wie sieht es aber nun mit den Kosten aus?
Kosten-Billanz:
Die Soja-Milch von Alnatura kostet den Liter mindestens 0,95€ – Sojamilch aus dem Bioladen dürfte noch weit teurer sein.
Bei Bio-Rittmeyer kostet mich im Großpack 1kg BIO-Soja aus Deutschland nur 2,70€!
Für das Herstellen von 1 Liter Milch benötige ich laut Rezept oben somit Soja-Bohnen zu 0,27€.  10 cent für Wasser Strom und Süßen dazu.
Ich erhalte somit meine selbstgemachte Bio-Sojamilch für 0,32 cent je Liter und spare mir somit bei jedem Liter 0,63 cent. Wir verbrauchen in der Woche ca. 12 Liter (für Müsli, Sahne, Joghurt, trinken der Kids usw.) und haben somit eine Ersparnis von 7€ die Woche, bzw rund 30€ im Monat.
Aber was hier nicht berechnet ist: Es bleibt ja noch das Okara übrig, woraus sich klasse Gerichte machen lassen – wie z.B. Gemüsepflanzerl oder Kekse. Das heißt die tatsächliche Ersparnis liegt hier nochmal weit höher!

Fazit:
Wer Soja mag und aus deutschem Anbau in Bio Qualität besorgt, hat hier wohl den Sieger aller veganen Milch-Gerichte gefunden.
Preislich – wie auch geschmacklich übertrifft es meiner Meinung nach Dinkel, – und Hafermilch bei Weitem und es schmeckt kalt genausogut, wie erwärmt.
Aber Achtung bei der Herstellung: Das Erhitzen ist ein MUSS , nur so ist Soja gut verdaulich!

Hier Aktuell unser Artikel zum Soja/ReisDrink, der noch besser schmeckt: http://wp.me/p3uFWE-aO

Zitronenmelisse, eine Köstlichkeit mit viel Verwendungsmöglichkeiten

Eine unserer liebsten Gewächse ist die Zitronenmelisse.
In Töpfen beduftet sie das Haus in der kalten Jahreszeit und auch im Garten ist sie schön anzusehen. Nicht nur, dass sie eine tolle Bienen-Weide-Pflanze ist, sie lässt sich auch vielfältig in Küche und als Arznei einsetzen. Zum Aromatisieren von Wasser und Salaten gibt man einfach ein paar frische Blätter bei.
Jetzt von Anfang bis Ende Juni – vor der Blüte! – ist die beste Zeit, die Melisse zu ernten, da sie jetzt am aromatischsten ist.
_DSC0102

Dieses Jahr war mir daran gelegen, einige „haltbare“ Dinge aus der Zitronenmelisse herzustellen.

Zuallererst habe ich mich zur Herstellung einer Melissen-Tinktur entschieden.
Die Tinktur hilft gut gegen Kreislaufbeschwerden (2x täglch 15 Tropfen einnehmen), gegen Fußpilz & Herpes, sowie Kopfweh (hier die Tinktur verdünnt im Verhältnis 1:1 mit Wasser auftragen, bzw an die Schläfen einmassieren) und kann auch in Öl eingelegt wunderbar als Massagemittel bei Gliederschwere und Quetschungen verwendet werden. Ein ideales Hausmittel also, was sich wunderbar im Schrank lange aufbewahren lässt.

_DSC0105


Rezept Melissen-Tinktur
20 g Melissenblätter mit 100 ml 70%igem Alkohol übergießen, 10 Tage lang an einem warmen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung ziehen lassen und dann abfiltern. In einem luftdichtem Glas/Flascherl aufbewahren.

Eine weitere Möglichkeit Zitronen-Melisse zu verarbeiten ist es, Sirup herzustellen. Mit diesem Sirup kann man nicht nur Wasser und Tee lecker verfeinern, sondern z.B: auch  Sekt, selbst gemachtes Eis und andere Süßspeisen. Auch lässt sich der Sirup wieder wunderbar lange einlagern.

Zitronenmelisse Sirup Rezept
1,5kg Rohrohrzucker
3,5 unbehandelte Biozitronen in Scheiben schneiden
45 gr Zitronensäure
4 handvoll Zitronenmelisse Bätter
4 Liter heißes (nicht kochendes!!!!) Wasser

Alle Zutaten in einen großen Topf geben, mit dem heißen – aber nicht kochendem – Wasser überbrühen, gut umrühren und dann abgedeckt mit einem Geschirrtuch 4 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. 1x am Tag umrühren. Am 4. Tag die Zitronen nochmal kräftig ausdrücken, alles durch ein Sieb/Tuch geben und im Topf auf 80 Grad erwärmen. Danach in abgekochte, heiße Flaschen abfüllen.

Das Rezept ergibt ca. 5 Liter Sirup

_DSC0112

Bei beiden Rezepten blieben „frische“ Stengel übrig. Die wollte ich natürlich nicht ungenutzt lassen und so habe ich diese kleingeschnitten. Einen Teil davon habe ich mit heißem Wasser aufgebrüht und erhielt einen lecker aromatischen Tee. Den anderen Teil habe ich dem Badewasser hinzugegeben – Zitronenmelisse wirkt nämlich auch schlaffördernd und nach einem tollem Melissenbad lässt es sich um so besser schlafen 🙂

_DSC0106

Zuguter Letzt habe ich die restlichen Stengel Zitronenmelisse noch gut getrocknet und dann alles fein zerkleinert.
Dies abgepackt in kleinen Döschen/Gläschen ergibt nun ein leckeres Küchengewürz. Zitronenmelisse passt vor allem in asiatisch angehauchte Gerichte und Reis wunderbar hinein.

_DSC0114

Diese Ideen sind nur wenige, der wirklich vielen Verarbeitungsmöglichkeiten von Melisse. Das Schöne ist, sie wächst wirklich sehr unkompliziert, lässt sich einfach vermehren und kann so jedem Garten/jeder Terasse zur genüge zur Verfügung stehen.

_DSC0104

Käse, Milch und Butter

Unsere Familie lebt zum Großteil rein vegetarisch, alleine weil wir uns bewußt gesund ernähren und vorallem kein allzugroßes Tierleid verursachen wollen. Auch sind sicherlich 50% unserer Gerichte schon vegan – ganz auf Milchprodukte zu verzichten schaffen wir aber (noch?) nicht.
Daher sind wir hier nun wenigstens konsequent und kaufen unsere Milch direkt beim Biobauern – einem der seine Tiere fast ganzjährig auf einer riesigen Weide hält und wo die Kälber erst relativ spät von den Müttern getrennt werden – so dass diese noch gemolken werden können. Auch die wenigen Male im Monat, wo Mann und Kinder Lust auf Fleisch haben, holen wir es dort- es ist zwar um einiges teurer, aber ich weiß: Diesen Tieren ging es gut!

Den Milchkonsum haben wir so oder so ja schon drastisch reduziert. Unsere Familie benötigt anstatt wie vorer 15 Liter Kuh-Milch nur noch 4-5 Liter (wenn überhaupt!). Der Rest wurde durch Dinkel- und Hafermilch ersetzt.

Jetzt wäre da noch der Bedarf an Butter, Käse und Sahne.
Käse und Sahne brauchen wir nicht viel (1 Käse die Woche, 1 Dose Sahne die Woche), aber doch relativ viel Butter (2 große Stücke, wenn ich keinen Kuchen backe). Das liegt sicher daran, dass sich hier bisher keiner mit pflanzlicher Magarine anfreunden kann.
Nun wollte ich meine Konsequenz erweitern und habe mit gedacht: wenn Du Milchprdukte haben willst, dann mach sie Dir gefälligst auch selber.

_DSC0096


Also habe ich letzte Woche das erste Mal in meinem Leben Sahne, Butter, Käse und Quark selber hergestellt.

Mir war hier auch wichtig: ALLE Bestandteile (also auch die übrig gebliebene Moke usw.) sollen weiter verarbeitet werden!!!

 

Hier mein Ergebnis:

Aus einem Liter Bio-Rohmilch erhält man:
ca.  170 ml Sahne (Rohmilch über Nacht im Kühlschrank stehen lassen und am kommenden Morgen den Rahm abschöpfen) und 830ml Magermilch
aus 170 gr Sahne erhalte ich ca. 50 gr Butter (einfach die Sahne in einem Schraubglas schütteln) und 110ml Buttermilch
aus 830 ml Magermilch (die nach dem Abschöpfen der Sahne übrig bleib)  erhalte ich 150gr körnigen Frischkäse und der Rest ist Molke (Molke ist gut für die Haut als Badezusatz)

 

Kosten-Billanz:
1 Liter Rohmilch kostet mich hier 85 cent.
Für diesen Betrag erhalte ich Bio-Produkte im Wert von (anhand der Daten oben)
Butter 50 cent – Buttermilch 15 cent – 1,13€ – Molke (kein Preis bekannt)
Gesamt also mindestens 1,78€ ohne jetzt die Molke einzurechnen.
Selbst gemacht spare ich also rund 0,93 cent je Liter beim Weiterverarbeiten der Produkte.

_DSC0089

 

Fazit
Erstmal: „richtige“ Kuhmilch stinkt fast genauso wie Schafs/-Ziegenmilch – auch hat sie einen leichten Geschmack von „Kuh“ *lach* – Was wir im Supermarkt erhalten hat nichts und zwar rein gar nichts mehr mit Kuhmilch zu tun.
Butter und Sahne selber machen hat viel Spaß gemacht und auch der Frisch – Käse, den ich aus  der Magermilch gewonnen konnte, ist prima (versetzt mit Gewürzen und Kräutern).
Was mir nicht getaugt hat, ist Dickmilch/Sauermilch. Die Weiterverarbeitung zu einem Käse wollte mir einfach nicht gelingen und im Internet findet man kaum brauchbare Rezepte. Dickmilch nur wegen dem Sauerrahm anzusetzen lohnt sich nicht….
Quark herzustellen war auch recht einfach – das wird allerdings eher ein seltenes Produkt bleiben –  dafür essen wir ihn nicht oft genug.
Um unsere Mengen Butter und Sahne abzudecken, müsste ich in der Woche ca. 12 Liter Milch weiterverarbeiten. Daraus erhalte ich 500gr Butter und 340ml Sahne, sowie ca. 1,8 kg Käse. Puhhhhhh da raucht mir der Kopf, das finde ich nämlich doch sehr viel und man fragt sich, inwieweit die Relation stimmt beim Herstellen von Butter, Käse und Sahne und natürlich dem Nutzen der tierischen Produkte.
Ein guter Weg für uns wäre hier sicherlich, eine GESUNDE alternative zur Butter zu finden – die nicht aus Kuhmilch besteht (wer hat Tipps? Viele Magarinen sind ja schädlich!).
Sahne lässt sich eh wunderbar duch Soja-Sahne ersetzen, die ist wahnsinnig schmackhaft. Da werd ich kommende Woche mal Sojamilh und Sojasahne, sowie Soja.Joghurt herstellen.  Nur was tun mit dem Käse? Wir haben hier echt ein paar Käse-Junkies sitzen 😉 Ich denke 1x die Woche für Käsegelüste nen Käse herstellen wäre ein guter Kompromiss (und diese Woche probier ich mal Hefe-Schmelz zum Überbacken aus)

_DSC0099
…. mal sehen ob wir nicht irgendwann doch noch zur veganen Ernährung finden…

Reismilch, mein Fazit und Rhabarbermarmelade

Heute morgen habe ich mich nun an die Reismilch gewagt.
Nach folgendem Rezept habe ich gekocht ( Danke an http://verkocht.wordpress.com/):

Reismilch

Zutaten:

1 Tasse Bio – Reis (alles außer Risottoreis)
7 Tassen Wasser (ich habe hier gesamt nur 6 Tassen genommen)
Prise Salz
Prise Zucker
Honig oder ähnliches zum Süßen

Zubereitung:

Den Reis in einem Sieb gründlich waschen und eventuelle dunkle Körner oder Steinchen entfernen, dann in den Topf geben und mit zwei Tassen Wasser und einer Prise Salz und einer Prise Zucker so lange kochen, bis der Reis weich ist und alles Wasser vom Reis aufgesogen oder verdampft ist.
Wenn der Reis weich ist, zwei Tassen warmes Wasser zugeben und entweder mit dem Pürierstab oder im Standmixer zu einem weichen Brei pürieren. Dann nach und nach das weitere Wasser zugeben und weiterpürieren. Es soll wirklich ordentlich püriert sein! Wenn ihr denkt, es ist genug püriert, nochmal 30 Sekunden weiterpürieren!2 (3)

Hier wird im Original Rezept das Absieben empfohlen. Allerdings habe ich mich lieber wieder dem Küchentuch bedient und das ganze durchs Tuch gepresst – denn nur ein Krümel in der Milch und die Kinder werden es sicher verweigern.

2 (5)
Die Herstellung dieser nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch und auch der Geschmack steht meiner Meinung nach Hafer- und Dinkelmilch hinten an. Trotz Süßen mit Honig empfinde ich sie als ziemlich fad und ich werde sie daher nun mit Hafermilch mischen, um etwas „pepp“ hineinzubekommen.

2 (1)

Klasse ist allerdings die Reispampe, denn daraus lässt sich lecker Brei machen. Ich habe einfach 3 Löffel Löwenzahnhonig dazu, ein wenig Honig, Zimt und frische Äpfel, sowie ein Schuss Dinkelmilch. Hier das Ergebis, echt schmackhaft:

2 (6)
Die Kosten – Billanz
bei Reismilch sieht hierbei allerdings wieder sehr interessant aus.
Ich kaufe 1kg Bio Reis zu je 3€ – im Rezept wurden ca. 250 gr verwendet, womit mich dies 0,75€ kostet. Dazu kommen dann 12 cent für Honig, Strom, Vanille je nach Bedarf. Ich komme bei 7 Tassen Wasser auf ca. 1,75L Reismilch, je Liter liegen wir hier nun also  bei nur 51 cent.
Ein guter Preis und wir würden uns wohl eine Menge sparen.

Fazit
Zwar ist die Reismilch in der Herstellung die günstigste Milch – allerdings gibt es 2 gravierende Nachteile: Die Herstellung ist weit aufwendiger, da ich nicht einfach über Nacht einweiche, sondern den Reis kochen muss. Außerdem empfinde ich die Reismilch als am wenigsten schmackhaft. Vorteilhaft wäre der entstandene Reisbreis, der sehr lecker ist – doch den kann man genauso auch mit Dinkel- und Hafterpampe herstellsten.
Mein Fazit ist daher, mich auf die Herstellung von Reis- und Haftermilch zu konzentrieren. Diese lässt sich nebenbei einweichen, erfordert nur 4 Minuten aktive „Arbeit“ , ist nicht viel teurer in der Herstellung, dafür aber weit schmackhafter.
Rezepte mit Mandelmilch und anderer werde ich nicht probieren, da die Rohstoffe dafür weit teurer sind.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Rharbarbermarmelade
Dann hab ich noch den gestern aufgesetzten Rharbarber zu Marmelade verarbeitet.

_DSC0024
Auf 900gr Rharbarber (mehr hatte ich leider nicht verfügbar), gabe es drei sehr große Marmeladengläser.
Hier das Rezept.
Zutaten:
1kg Rharbarber
0,5 kg Gelierzucker
Inhalt von 2 Vanilleschoten

_DSC0029

Den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Gelierzucker und dem Vanillemark  vermischen und über Nacht stehen lassen.
_DSC0025
Am nächsten Morgen den Rhabarber unter Rühren zum Kochen bringen und ca. 10 Min. sprudelnd kochen lassen, dabei ständig rühren. Dann in vorher abgekochte Gläser füllen, verschließend und  abkühlen lassen.

2 (2)
Hier aktuell unser Artikel zum Soja/ReisDrink, der noch besser schmeckt: http://wp.me/p3uFWE-aO