Schoko-Erdnuss-Torte ohne backen und ohne Muhkuh

Schoko-Erdnuss-Torte ohne backen und ohne Muhkuh

Wir fahren heute eine Freundin besuchen und wollen dort natürlich nicht ohne Kuchen ankommen.

Meine Frau hat vor einigen Tagen ein tolles Rezept für eine Schokotorte entdeckt. Ja, wir haben hier einige Schoko-Junkies im Haus und das geht natürlich auch vegan. Das besondere an dieser Torte ist, dass diese ohne Backofen auskommt. Es handelt sich um eine roh-vegane Schoko-Erdnuss-Torte.

Allein schon das „backen“ macht schon so viel Spass, dass ich Lust auf mehr dieser Rezepte habe. Wenn ich mir anschaue, was da alles an Nüssen etc. drinnen ist, dann handelt es sich da weniger um ein Leckerli als vielmehr um ein Energiepaket für den Kaffeetisch!


Es handelt sich um das Rezept No-Bake Schoko-Erdnuss-Torte von VeganEyeCandy

Der Blog ist was das Thema „Vegan“ betrifft sicher für viele interessant!

Wie mein erstes veganes Tortenprojekt schmeckt, kann ich noch nicht sagen. Die einzelnen gemischten Schichten sind auf jeden Fall seeeeehr lecker.

Von diesem Blog und weiteren werde ich sicher noch so einiges mehr ausprobieren und ganz bestimmt davon berichten. Jetzt bin ich sicher ein Mensch der, auch wenn unser Blog so einiges gebackenes aufgeführt hat, das Backen nicht zu meinen Leidenschaften in der Küche zählt, so hat diese Torte zu herzustellen sehr viel Spass gemacht.

Aufpassen müsst Ihr bei den Mengenangaben, denn das Rezept ist auf eine 16cm Springform ausgelegt. Auf den ersten Blick wirkt der Kuchen winzig, doch ich bin sicher das davon ein kleines Stück genügt so viel Power wie da drinnen steckt.

Viel Spass beim nachmachen.

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Schnell, süß, lecker, vegan…

Das Kuchen backen ist mir das letzte halbe Jahr so gründlich vergangen.
Mit Großfamilie, ab und an Pflegekindern, einem eigenen 1-jährigen Racker unter den Kindern und dann der Arbeit rund um Haus, Garten, Selbermachen und Job – da blieb für Kuchen und Süßkram keine Zeit mehr. Zumal Kuchen im Speiseplan kein MUSS darstellt und bei gesunder Ernährung getrost weggelassen werden kann. Die Prioritäten lagen somit aus Zeit- und Lustgründen einfach woanders.
Dennoch: Da kündigt sich hier und da auch mal Besuch an und da fehlt er irgendwie der Kuchen. Klar, mal gabs Obst und „Fertigkekse“ oder uns wurde über den Tauschkreise ein Kuchen gebacken – aber das ist dennoch nicht das Selbe.

Also habe ich mal wieder herumprobiert und tatsächlich etwas gefunden, was schnell geht, süß, lecker, vegan UND natürlich güstig ist 😉
Etwas, was sich nach belieben variieren lässt und somit immer etwas anders schmeckt….
Das ganze nennt sich: CRUMBLE und kommt wie man unschwer erkennen kann aus dem englischsprachigen Raum. Berühmt ist der Apfelcrumble, aber natürlich lässt es sich mit wirklich jedem anderen Obst variieren.

Hier nun das Crumble Grundrezept:
Obst (kann auch gern gemischt sein und es ist egal ob süß oder säuerliches Obst!)
Vollkornmehl
Butter (Alsan)
Zucker

Mengenangaben gibt es hier nicht, denn man kann total frei nach Gefühl zusammen stellen und man kann dabei nix falsch machen.
Man nehme eine Auflaufform und befülle diese mit geschnittenen Obst, der Boden darf dabei gut bedeckt sein.
Aus dem frisch gemahlenen Mehl, der Butter (klein geschnitten) und dem Zucker knetet man mit den Händeln Streusel zusammen. Ideal ist es, wen das ganze etwas bröselig ist. Zucker dabei je nach Geschmack, über das Obst streuseln.
Dann kommt die Form für 25 Minuten bei 170 Grad in den Ofen: Fertig!

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Hört sich langweilig an, ist aber echt ein Geschmackserlebnis und natürlich kann man da noch einiges hinzufügen:
Zum Beispiel kann man in die Streusel noch gemahlene Nüsse oder Mandeln hineinkneten – oder man gibt leckere Gewürze wie Vanille, Zimt und Kakao hinzu.
Geschmacklich macht es dann natürlich einen Unterschied, welches Obst verwendet wird und so schmeckt Beerenobst natürlich anders als Äpfel, Birnen oder Rabarbar.
Oder man beträufelt das Obst noch mit selbstgemachten Sirup, bzw bei der Erwachsenenvariante mit Likör 😉 Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und die Zubereitung dauert (sofern nicht entkernt werden muss) nicht mehr als 5 Minuten!
Die Kostenbilanz

Die Kosten sind auch gering: wenn wir eine große! Auflaufform füllen (diese reicht für Kaffee und Kuchen bei 8 Personen!), benötigen wir 250 gr Alsan (1,20€), ca 400 gr Mehl (50 cent) und 150 gr Zucker (1 Euro): Die Ausgaben liegen hiermit bei nur 34  cent PRO Person!
Viel Spaß und guten Appetit!

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Soja im Test Teil 3 und: veganer Käse

Ja wir sind noch da, nur derzeit wirklich viel mit Ernten und Einmachen beschäftigt und natürlich mit dem Warten auf unser Baby. Das darf nämlich nun jeden Tag schlüpfen. Aber irgendwie glaub ich, werd ich wohl noch geduldig sein müssen und der kleine Mann geht über seine Zeit 😉

Derweil probieren wir natürlich weiter fleißig herum. Im 90%igem Leben als Veganer darf der „Käse“ nicht fehlen. Ehrlich gesagt, finde ich den gekauften „Ersatz“ Käse gruselig – mir schmeckt er einfach nicht. Aber nicht nur das, es würde zudem unsere gesamte Kosten-Bilanz sprengen, denn er ist auch noch wahnsinnig teuer! Veganer Käse kostet in kleinen Packungen schon rund 3,00 – 5,00 Euro, also gut das doppelte wie Kuhmilchkäse. Gerade bei unseren vielen Essern würde sich das sich nicht lohnen. Also haben wir uns hier mal wieder ans „Selber-machen“ gewagt und stellen unsere Alternativen selber her.

Zuerst haben wir uns nach diesem Rezept an veganen Mozarella gewagt
(http://www.mehr-als-rohkost.de/rezepte/veganer-mozzarella/)

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Das Ergebnis überzeugt meiner Meinung. Erkaltet lässt er sich super in den Salat schneiden und erwärmt ist er wirklich spitze überbacken auf Brot/Toast.

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Klar ist, dass die eigene Herstellung natürlich weit günstiger ist. Und der Aufwand ist wirklich gering. Außer der Wartezeit von 12 Stunden ist der Käse in wenigen Minuten hergestellt. Geschmacklich finde ich ihn sehr gut und ich kann mir gut vorstellen, dass er sich noch mit Kräutern „pimpen“ lässt.

Kosten-Billanz – veganer Mozarella

Was kostet uns nun die Herstellung von ca. 125 gr veganem Mozarella?
Da wir Milch und Joghurt selber machen, kann ich nur schätzen, dass wir hier bei und 25 cent liegen. Höchstens! Also ein wirklich guter Preis, der den Aufwand lohnt und wo man sogar für Kuhmilch-Mzarella weit mehr zahlt.

Die kommenden Tage probieren wir noch ein Rezept mit veganem Camenbert aus und werden die Grundrezepte vom Hefeschmelz (zum überbacken) nochmal beschreiben …

Als nächstes haben wir dann nach neuen Verwendungsmöglichkeiten von Okara gesucht, dem Sojabohnenmuß, welches bei der Herstellung von Sojamilch anfällt und sind über dieses leckere Rezept gestolpert, einer Sojawurst / Sojakäse http://www.vegetarische-rezepte.com/vegetarischerezepte/okara-sojawurst.php

Das Ergebnis war erstmal ernüchternd, da wir leider keine Sojasauce zur Hand hatten und die wird für die Würze aber dringend benötigt. Es schmeckte daher noch etwas „fad“.

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Ich würde das ganze um einiges stärker würzen, als in dem Rezept. Ansonsten schmeckt die „Wurst“ oder der „Käse“ sehr gut und lässt sich mit Gewürzen und Kräutern wieder stark variieren. Es schmeckt kalt direkt aufs Brot, aber auch überbacken und angebraten in der Pfanne (so haben es die Kinder verschlungen!). Wir werden es auf jeden Fall wieder probieren und uns mit den Gewürzen mutiger herantasten.

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Kosten-Billanz – okara Käse

Auch hier lohnt sich anhand der Kosten-Billanz das selber machen auf jeden Fall. 750 gr Okara fallen bei ca. 5-6 Litern selbstgemachter Sojamilch an. Je Liter Sojamilch habe ich Ausgaben von 27 cent – das Okara fällt hier gratis an! Grob geschätzt dürften die Kosten von 1kg Okara-Käse hier bei rund 60-70 cent liegen. Ob das für den Preis im Bioladen zu erhalten ist Ich glaube nicht. NIcht mal „echte“ Wurst der „echten“ Käse würde man für diesen Preis erhalten.
Also Fazit der veganen Käserezepte: nicht nur gesünder, sondern auch günstiger – sogar viel günstiger, als Kuhmilch und vegane gekaufte Produkte –  der Aufwand lohnt hier eindeutig!

In diesem Artikel (https://zumursprungzurueck.com/2013/06/19/soja-im-test-teil-2/) hatte ich ja ein leckeres Rezept für Okara-Bällchen beschrieben.
Wir haben das Rezept mittlerweile abgewandelt und herausgekommen sind die leckersten Schokoladen-Bällchen der Welt 😉 Ein super Ersatz für die Tafel Schokolade oder Kekse – sie schmecken hier allen, im Gegensatz zu Kokos.

Hier das Rezept:

300 gr. Okara mit 200 gr gemahlene Haselnüsse
100 gr geriebene vegane Schokolade (bittere schmeckt da sehr gut)
200 gr Vollkornmehl
150 gr. Zucker (oder auch Honig)
100 ml kalt gepresstem Öl,
Schale von einer abgeriebenen Zitrone
2 TL Zimt und 4 Eßlöffel Kakao mischen.
Die Masse zu Kugeln formen, auf ein Backblech geben und bei vorgeheiztem Ofen bei 180 Grad nun 30 Minuten backen. Sie dürfen außen ruhig so richtig  knusprig werden, innen bleiben sie weich.

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Guten Appetit!

Brot-Großkampf-Tag und noch ein paar Backtipps

Jaaa nun ist es bald soweit, unser Nachwuchs wird irgendwann Ende Juli das Licht erblicken….
Das will vorbereitet sein – gerade wenn es ums „selber machen“ geht.
Wie wir die letzte Zeit festgestellt haben, ist vieles selber zu machen ja nicht nur weit gesünder und günstiger – nein es schmeckt auch viel besser.
Ob ich dann im Wochenbett allerdings große Lust habe alle paar Tage Brot zu backen bezweifel ich…..
Also habe ich mich nun rangemacht und heute war groß-Kampf-Backtag 😉
5 Brote und 4 Toastbrote sind es geworden. 3 davon sind für die kommende Woche zum Essen und der Rest wird eingefroren. Das werden wir dann in einer Woche wiederholen, so dass für die Wochen rund um die Geburt schonmal genug Brot im Gefrierfach zum Auftauen zu finden sind.

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Übrigens wird das Brot nun immer besser!
Ein Tipp für mein Toastbrotrezept aus diesem Artikel: https://zumursprungzurueck.com/2013/06/01/der-grose-brot-test-teil-4/
Der Teig darf auf keinen Fall zu warm gehen. Im Grunde hat trotz Nutzung von Trockenhefe ganz normale Zimmertemperatur genügt. Auch habe ich das Toast am Ende wirklich bis zur Oberkante der Form aufgehen lassen. Es ist somit richtig fluffig innen und außen kross geworden und gut aufgegangen.

Für das Brot mit der Geling-Garantie aus diesem Artikel: https://zumursprungzurueck.com/2013/05/19/der-grose-brottest/
habe ich auch noch einige Verbesserungen gefunden. Den Teig vorher unbedingt mit Wasser besprühen, bevor er in den Ofen kommt. Wenn man Körner mag, dann Körner oben drauf und nochmal besprühen. Einschneiden!
Das macht eine wunderbare Kruste. Außerdem nehme ich nach den 60 Minuten das Brot aus der Form, lege es verkehrt herum nochmal in die Form hinein und backe es nochmal 6-9 Minuten von der anderen Seite. So wird es rundherum kross.

Außerdem möchte ich gerne auf ein klasse Brötchenrezept von diesem Blog verweisen: http://ifunanyas.blogspot.de/2013/06/frische-knusprig-fluffige.html
Diese Brötchen backen wir nun auch in allen Variationen (also mit und ohne Körner, mit Zwiebel oder einfach so…..) und sie schmecken nicht nur wahnsinnig gut, sondern sind auch wieder vollwertig und gesund.  Danke an ifunanya und Betty für das klasse Rezept!!!
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Der große Brot-Test Teil 4 …

… oder was wir zum Frühstück gerne mögen….

Neben Müsli lieben unsere Kinder nichts mehr als Brötchen und Toast.
Brötchen gab es schon immer „nur hin und wieder“ am Wochenende: zum einen, da es immer sehr müsam ist, dafür morgens zum Bäcker zu fahren und klar – gute Vollkorn-Brötchen für ne Großfamilie gehen schon ziemlich ins Geld. Bio sind diese in unserer Gegend erst gar nicht zu bekommen.
Daher haben wir meistens auf Toast zurückgegriffen. Vollkorntoast gibt es schon realtiv günstig – für Biotoast blättert man dann aber doch wieder einiges mehr hin.

Also hat mich natürlich die Neugierde getrieben, wie es denn hier mit dem „selber machen“ aussieht.

 

Zuerst habe ich „Milchbrötchen“ getestet. (das Rezept klappt auch vegan!)
Eigentlich wollte ich noch einige weitere Rezepte mehr ausprobieren, ich  bin dann aber bei diesem einen hängen geblieben – da es für uns einfach perfekt schmeckt und gelingt!
Es lassen sich nach Belieben auch Rosinen und Schokostückchen verarbeiten und man hat leckere süße Brötchen.
Irgendwann die kommenden Wochen werde ich sicher noch das ideale Rezept für Brötchen erproben, die auch für Herzhaftes geeignet sein sollen, wie z.B. Zwiebel-Brötchen, Körner-Brötchen usw. – da möchte ich wieder EIN Rezept finden, was sich aber nach Wunsch stark variieren lässt.
Es wird also noch ein Brot-Test Teil 5 folgen 😉

Vorab: Die unten stehenden Rezepte habe ich noch mit gekaufter Hefe zubereitet und nicht wie im letzten Artikel beschrieben mit Wildhefe. Mir ging es ja erst einmal darum, das passende Rezept für uns zu finden – was bei Brötchen, vorallem aber bei Toast gar nicht so einfach ist.
Die kommende Woche werde ich die Rezepte aber auch mit Wildhefe ausprobieren und hier im Artikel das Ergebnis kommentieren.

Nun aber zuerst zu meinem liebsten
Milch-Brötchen Rezept für 16 Brötchen:

600 gr Vollkornmehl frisch gemahlen  (Dinkel oder Weizen)
10 gr Trockenhefe
2 Prisen Salz
440 ml Milch (es funktioniert bestens mit Dinkelmilch!)
100 gr Butter (klappt bestimmt auch mit Magarine, hab ich aber noch nicht getestet!)
4 EL Zucker
Mehl, Hefe, Salz vermischen. Milch mit Zucker und Butter leicht erwärmen bis die Butter geschmolzen ist.
Wichtig: Die Milch muss nun wieder abkühlen auf leichte handwärme. Ist die Milch zu warm, zerstört dass die Geh-Fähigkeit der Hefe!.
Alles zusammen zu einem dicken Brei verrühren und mit einem angefeuchteten Tuch warm 1-1,5 Stunden gehen lassen auf ca. doppelte Menge.
Dann alles nochmal kneten (bei Bedarf wenig Mehl dazu) und in 16 Portionen aufteilen.  Brötchen formen, aufs gefettete und gebröselte Backblech geben und nochmal 30 Minuten gehen lassen. Dann bei 180 Grad ca. 14-15 Minuten backen.

Da ich in der früh natürlich zu faul bin, 2 Stunden vorm Frühstück schon mit dem Backen zu beginnen, mache ich den Teig am Vorabend fertig – lasse ihn über Nacht im Kühlschrank gehen (dort geh er langsamer und genauso gut!). Am nächsten Tag einfach 30 Minuten  warm gehen lassen und ab in den Ofen. Schmeckt wirklich wunderbar. Ich mache immer gleich die doppelte Menge und friere dann 3/4 der Brötchen ein. Dafür hole ich sie schon nach 10 Minuten Backzeit aus dem Ofen und beim Auftauen werden sie nochmal ca. 10 Minuten im Ofen vorsichtig angebacken.

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Die Kosten Billanz:
Kosten für 440 ml selbst gemachte Dinkelmilch liegen bei 26 cent,  1ogr Trockenhefe Alnatura 28 cent, 72 cent für 600 gr Weizen-Biomehl, 68 cent für 100 gr Biobutter, Zucker, Salz und Strom mit grob 20 cent – ergibt insgesamt 2,14€ für 16 Brötchen.
Uns kostet das Brötchen also 13 cent je Stück!
Da muss man nicht überlegen, für diesen Preis sind nirgends Vollkornbrötchen zu bekommen, selbst wenn man mit der gleichen Teigmenge größer Brötchen backt, spart man hier enorm.

 

Fazit:
Die Brötchen gehen nicht ganz in die Höhe, wie die vom Bäcker- aber es stört nicht, – man kann sie bestens aufschneiden.
Auch sind sie locker luftig, aber eben nicht so voll mit Luft, wie die vom Bäcker: man wird von weniger Brötchen (sie sind kleiner) also genaus schnell satt, wie von gekauften. Nur dass selbst gemachte Brötchen weit gesünder sind, da sie keine künstlichen Triebmittel enthalten.
Der Preis spricht zudem für sich: Sonntagsbrötchen müssen so nicht mehr nur Sonntags gegessen werden, sondern kann man auch bedenkenlos einmal unter der Woche einbauen.

 

 

Wie sieht es aber damit aus, Toast selber zu machen?
Hier ein VOLLkorn Rezept zu finden, war die Herausforderung schlecht hin – zumindest eines, was auch funktioniert.
Die Rezepte, die sich mir aufgetan habe, entlockten beim Lesen der Erfahrungen nicht meine Begeisterung. Entweder waren sie zu hart oder zu weich, gingen nicht auf oder waren einfach mit seeeeehr viel Arbeit verbunden. Ok, ich wollte es trotzdem wissen und habe zwei verschiedene Rezepte ausprobiert (und leicht angepasst!), die am erfolgsversprechensten waren.
Und hier sind sie:

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Toastrezept 1 (mein Liebling!):
490gr Vollkornweizen (geht auch mit Dinkel!) (59 cent)
10 gr Lupinenmehl (im Internet bestellbar oder Reformhaus (20 cent)
330 ml lauwarmes Wasser (ca 10 cent)
7 gr Salz (1 cent)
7 gr Trockenhefe (20 cent)
15 gr Raps oder Olivenöl (0,02 cent)
3 gr Zucker (…)
14 gr Malzextrakt (ich habe hier Gerstenmalz verwendet) (31 cent)

Mehle mit Trockenhefe und Salz mischen – Öl mit lauwarmen Wasser, Gerstenmalz und Zucker mischen und dann alles miteinander 10 Minuten gut durchkneten.
Jetzt kommt der „aufwendige“ Teil:
1. Ruhezeit – 60 Minuten warm gehen lassen – dann  gut durchkneten.
2. Ruhezeit – 50 Minuten warm gehen lassen – dann  gut durchkneten.
3. Ruhezeit – 40 Minuten warm gehen lassen – dann  gut durchkneten.
Den Teig länglich formen und in eine bebutterte + bemehlte Kastenform geben.
4. Ruhezeit – ca. 40 Minuten
Danach das Brot mit warmen Wasser besprühen und 40 Minuten bei 180 Grad backen.
Das Toast ganz kalt werden lassen und erst dann anschneiden – getoastet ist es ein Gedicht!

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Kosten-Billanz:
Das Toastbrot kostet mich – wie oben beschrieben – insgesamt 1,43 cent für 500 gr.
BIO-Vollkorn Toast kostet ca. 1,50-2€ je 500 gr. Somit sparen wir im Vergleich zum Bio Vollkorntoast zwischen 10-50 cent.
Wenn wir das Toast mit Nicht-Bio-Vollkorn Toast vergleichen (billig billig) 50 cent – hier zahlen wir im Vergleich also deutlich drauf.

 

Fazit
Der Aufwand war anfangs abschreckend -aber ich habe selten so ein leckeres Toastbrot gegessen.
Der Preis rechtfertigt sich auch im Vergleich zu Bio-Vollkorntoast – im Vergleich zu Nicht-Bio Toast verlieren wir hier.
Allerdings darf man eines nicht vergessen: das selbstgemachte Toast schmeckt nicht nur VIEL besser, es ist natürlich auch wesentlich gesünder – UND es sättigt deutlich mehr.
Für uns ein klares FÜR selber backen! Wir haben hier gleich 4 Toasts auf einmal gebacken und wieder eingefroren – so rechtfertigt sich der Aufwand und wir haben gut 2-3 Wochen etwas davon (da wir ja im Wechsel mit Brötchen und Müsli frühstücken).

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Hier auf die schnelle noch das 2. Toast-Rezept.
Die Kosten-Billanz entfällt, da es sich fast identisch verhält. Auch der Geschmack ist hier hervorragend. Leider geht das Toast nicht ganz so toll auf, wie das 1. Rezept – es ist also ein wenig fester. Allerdings immer noch nicht zuuu fest, so dass wir es auch weiterhin backen würden. Dieses Toast hat allerdings den super Vorteil, dass es VIEL schneller fertig ist und dahier hier noch schnell das Rezept für Euch – denn wenn der Aufwand für das erste Toast zu viel ist, ist dieses hier ein idealer Kompromiss:
440 Dinkelvollkornmehl
10 gr Lupinenmehl
50 gr Roggenvollkornmehl
20 g Frisch-Hefe
10 g Salz
15 g Zucker
25 g Butter
1 Tl Backmalz ( auch hier habe ich Gerstenmalz verwendet)
150 g warmes Wasser
150 g warme Milch (ersetzbar durch Dinkelmilch)

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Die Mehle und Zucker vermischen. Das Wasser und die Milch handwarm erwärmen, die Butter darin zerlassen und mit Hefe und Backmalz mischen. Alles mindestens 10 Minuten kneten dann Salz dazurieseln lassen und nochmal 10 Minuten kneten.
Danach den Teig 15 Minuten ruhig gehen lassen. Dann den Teig kneten und zur Rolle formen und in eine gefettete Kastenform geben. Danach die Kastenform mit einem feuchten Tuch abdecken und warm gehen lassen, bis der Teig bis zum rand der Form gekommen ist. In den vorgeheizten Backofen bei 200° 15 Minuten backen. (mit einem kleinen Wassertopf unten) Dann auf 180° runterstellen und nochmal 30 Minuten backen. Fertig
Achja:
Gerstenmalz gibt dem Toast einen unverkennbaren Geschmack und die Farbe – Lupinenmehl sorgt für Lockerheit IM Toast obwohl es außen knusprig ist.
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Viel Spaß beim Backen!

Der Brot-Test Teil 3 oder auch: Wildhefe selbst gemacht

Endlich ist es soweit: meine erste selbstgemacht Wildhefe ist FERTIG 🙂

Ein wenig Bedenken hatte ich ja schon bereits beim Ansetzen der Hefe. Denn wenn man sich im Internet ein bisschen querliest, hat damit nicht jeder Erfolg. Also habe ich so viele Berichte wie möglich durchgelesen, kombiniert und dann das Beste daraus gemacht 🙂
Wie also habe ich nun erfolgreich Wildhefe angesetzt?

Mein Wildhefe Rezept:
100 gr getrocknete Bio Aprikosen (Achtung unbedingt UNGESCHWEFELT !! sonst wird das nix)
500 ml Wasser (bitte vorher durch den Wasserfilter oder lieber „gekauftes“ natürliches Wasser nehmen)
1 Teelöffel Honig

 

Die Zutaten werden in ein vorher ausgekochtes großes Glas gegeben und verrührt. Wichtig ist, dass alles wirklich sauber ist – auch der Löffel – damit sich keine Bakterien ansiedeln können.
Der Deckel wird leicht auf das Glas gelegt (nicht fest zugeschraubt!), damit keine Tierchen hineinkommen können und das Glas dann an einen warmen Ort gestellt. Idealerweise sind so 25-30 Grad. Bei Sonnenscheint genügt die Fensterbank in der Sonne, ansonsten in die Nähe eines Ofens oder ich hab mir beholfen, indem ich 3x am Tag ne frische Wärmflasche heißes Wasser daneben gestellt habe.

Nun macht man fast nichts anderes, als WARTEN.
1 – 2x am Tag hab ich den Deckel verschlossen, das ganze leicht geschwenkt und den Deckel dann wieder leicht drauf gelegt.
Und gewartet…..
und gewartet…..
Nun man wartet im Grunde so lange, bis sich oben eine Schaumschicht gebildet hat.
Bei mir sah das ganze so aus:
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Bis es so aussieht, dauert es im Schnitt zwischen 3-5 Tagen – je nach Wärme. Bei mir waren es 5 Tage.
Dann ist die Wildhefe fertig (und riecht leicht alkoholisch)

Und wie sieht es nun mit dem Backen aus?
Eine Regel besagt: man ersetze 50% der im Rezept erforderlichen Flüssigkeit durch Wildhefe-Wasser.
Weitere Zugabe von Hefe ist dann nicht erforderlich.
Bei den ersten 1-2 mal backensoll man den Anteil Hefewasser noch etwas erhöhen, da dieses nicht ganz so triebstark ist.
Auch gibt es einen kleinen Nachteil: Wildhefe muss länger gehen. Es lohnt sich daher am Vortag schon einen Vorteig anzusetzen.
Im Grunde lässt man den Teig so lange gehen, bis er das gewünschte Volumen erreicht hat.

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Ich war nun neugierig und wollte mein easy Brot – Rezept aus meinem Artikel Der große Brot-Test Teil 1:  https://zurueckzumursprung.wordpress.com/2013/05/19/der-grose-brottest/ gleich ausprobieren – da dieses ja eigentlich gar nicht gehen muss.
Einzig im Unterschied: Ich habe den Teig dann doch ne halbe Stunde gehen lassen, so ganz ohne gehen lassen habe ich mich nicht getraut….
Heute war sowieso wieder großer Brot-Back-Tag.

Also habe ich zum Vergleich das gleiche Brot mehrmals gebacken (da ich ja eh immer 4 Brote zusammen backe, so dass der Ofen voll ist und dann friere ich Teile ein). Eines davon mit Wildhefe. Auf dem Foto erkennt man sicherlich, welches das ist.

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Das Brot mit der Wildhefe hatte ich in die größere Form gegeben, daher täuscht es etwas im Vergleich und erschein flacher zu sein.
Nun – wenn ich nun aber beide Brote aufschneide…..

…..Beide sind fast identisch locker! Das Wildhefebrot ist ein klein wenig fester – der Unterschied ist allerdings wirklich kaum zu bemerken.
Geschmacklich muss ich sagen, schmeckt mir das Brot mit der Wildhefe BESSER. Es hat eine gaaaanz leichte süßliche Note – diese würde sich allerdings trotzdem auch mit deftigen Brotaufstrichen kombinieren lassen, da sie kaum wahrzunehmen ist.
Ich bin zufrieden 🙂 (links das Wildhefebrot, rechts das mit frischer gekaufter Hefe)
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Auffüttern der Wildhefe
Auch die Wildhefe kann natürlich aufgefüttert werden. Den Rest Hefewasser lasse ich gut verschraubt mit den Aprikosen im Kühlschrank. Wenn ich dann weiß, dass ich wieder mehr Flüssigkeit benötige, da mein Hefewasser langsam zur Neige geht – nehme ich die Aprikosen heraus, fülle das Hefewasser wieder mit 200ml Wasser und 50 gr Aprikosen an. Wieder draußen leicht zugedeckt stehen lassen bis der Schaum gebildet wurde (das geht dann auch viel schneller als beim ersten mal).
Die Aprikosen kann man übrigens dann auch wieder klasse weiter verwenden – Aufstrich daraus machen oder den Kuchen / das Müsli damit bestücken.

Im Grunde hat man so immer frische Wildhefe im Haus – im Kühlschrank hält sie sich einige Monate. Wenn nicht sogar länger….
Immer wenn man Hefe Wasser benötigt, einige Stunde vorher das Glas aus dem Kühlschrank nehmen und dann die halbe Flüssigkeit des Rezeptes damit ersetzen (länger gehen lassen) – neigt sich das Hefewasser dem Ende zu, wieder auffüttern.

Das Kostenfazit:
1. Ansetzen der Hefe kostet mich Bio 45 cent,
ab dem 2. Ansetzen 22 cent – gute Biohefe kostet 55 cent!  Die gekaufte Biohefe langt aber für nur 1 Brot, mit der Wildhefe kann ich ca. 2,5 Brote backen.
Also ab dem 2. Ansatz sparen wir somit also je Brot ca. 46 cent! (bei 500gr)

Ab heute muss ich keine Hefe mehr kaufen *freu* – und ich finde: es schmeckt auch noch VIEL besser!
Gespannt bin ich nun, wie sich damit Kuchen backen lässt….

Der große Brot-Test Teil 2

oder auch: Selbstgemachter Sauerteig und für was er so alles gut ist …

In diesem Artikel (https://zurueckzumursprung.wordpress.com/2013/05/19/der-grose-brottest/) hatte ich Euch ja schon meine liebsten, kostengünstigsten und vorallem auch einfachsten Brotrezepte vorgestellt, die man nach Belieben auch noch geschmacklich umwandeln/ergänzen kann.
Ein Fazit daraus war ja, dass es sich mehr als nur lohnt, Sauerteig-Ansatz selber herzustellen, anstatt „Fertigpackungen“ zu kaufen.
Mit diesem Sauerteig habe ich die letzten Tage nun etwas experimentiert und ich bin wirklich begeistert davon, was für Möglichkeiten sich damit ergeben.
Hergestellt habe ich den Sauerteig nach dem im oben stehenden, verlinkten Artikel. Zugegebenerweise: bis zum fertigen Ansatz dauert es ein wenig (3 Tage), doch die Arbeit hat man ja nur einmal, da man davon etwas abnimmt und als neuen Ansatz im Kühlschrank aufbewahrt.
Nun wurde im Video empfohlen, die ersten drei Brote nur Schwarzbrot mit dem Ansatz zu backen, da es noch nicht so triebfreudig ist. Gesagt getan!
Wichtig beim Sauerteig ist, dass man ihn einen Tag vorher Abends aus dem Kühlschrank holt und „anfüttert“.
Ich bewahre immer 100gr Sauerteig-Ansatz im Kühlschrank auf.
Wenn ich ein Brot backe und z.B. 400 gr Sauerteig dafür benötige, fütter ich den Teig also am Abend voher mit 400gr auf und zwar IMMER zu Hälfte Wasser und zur Hälfte Mehl (beim Brot mit Roggen). Dies wird vermischt und bleibt über Nacht zugedeckt stehen (idealerweise an einem warmen Ort) und schon hat man am kommenden Tag 500 gr fertigen Sauerteig: davon kommen wieder 100 gr zurück ins Glas und ab in den Kühlschrank (bis zum nächsten mal backen) und 400 gr verarbeite ich dann weiter zu Brot.

Bis jegliches normale Sauerteigbrot gebacken werden kann, sollte aber bei NEU-Ansatz ca. 3x ein Schwarzbrot damit gebacken werden.
…. zugegebenerweise: Dieses Schwarzbrot zu backen ist aufwendiger und nix für mal „schnell“ was machen. Es braucht 2 Tage gesamt, bis es gegessen werden kann. (Anfüttern, 2x lange gehen lassen).
ABER: es lohnt sich -nicht nur da das Brot Geling-Garantie hat, nein – es ist eines der leckersten Brote, die ich je gegessen habe!

Hier ist die Herstellung des Schwarzbrotes mit Rezept wieder wunderbar erklärt:


Also, ran ans Backen und ruhig auch mal dieses Brot ausprobieren!

Schwarzbrot ist mir allerdings für „immer“ zu aufwendig, daher hier nun ein Rezept für einfacheres Brot (wie gesagt erst backen, wenn der Sauerteig ca. 3x zu Schwarzbrot verarbeitet wurde):

Rezept für ein Brot mit 700 gr Sauerteig-Ansatzgut:
50 gr  SauerteigAnsatz
350 gr Roggenvollkornmehl
350 gr Wasser
Am Abend vorher verkneten und zugedeckt warm stehen lassen.

Am kommenden Morgen können davon wieder 50 gr abgenommen werden und als Ansatz im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Der Rest wird mit:
350 gr handwarmen Wasser
700 gr Vollkornmehl (Roggen rein oder gemischt mit Weizen, Dinkel)
1,5 Eßlöffel Salz und Brotgewürze nach Belieben
verknetet, 30 Minuten warm gehen lassen – dann eine große Kugel formen (die zieht sich dann noch etwas zu den Seiten), auf ein Backblech mit Backpapier geben und 2 Stundne zimmerwarm gehen lassen – danach einschneiden, mit Wasser besprühen und bei 250 Grad 20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen lassen.  Dann auf 180 Grad herunter drehen und nochmal 40 Minuten backen. Fertig.

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Ich mache immer gleich die doppelte Menge und 2 große Brote, da wir ja einen höheren Brotverbrauch in der Familie haben 😉
Auch dieses Rezept ist eine Art Grundrezept und kann klasse ergänzt werden durch andere Gewürze, Kräuter, Zwiebeln, Saaten jeder Art, wie Sonnenblumenkerne usw. Nass besprüht halten auch Körner wunderbar darauf!

Hier mein Ergebnis eines wirklich großen Schwarzbrotes (sehr dünne Scheiben abschneiden, es ist sehr schmackhaft!):

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Was der Sauerteig noch so kann 🙂

Dann bin ich die letzten Tage immer wieder mal über den „Hermann“ gestolpert. Dies ist ein Kuchen-Ansatz auf Sauerteig Basis, der auch aufgehoben, geteilt und angefüttert werden kann. Das wird hier gut beschrieben: http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Teig
– dieser Teig wird gerne zum Verschenken an Freunde hergenommen.
Ich dachte mir dann – wieso den Hermann „neu“ herstellen, wenn ich doch schon Sauerteig im Kühlschrank habe?
Klar, der Ansatz wurde mit Roggen erstellt und Hermann besteht aus Weizen. Also hab ich mich im Internet schlau gemacht und festgestellt, dass mein Sauerteig-Ansatz im Kühlschrank einfach auch mit Milch, Weizenvollkornmehl und ein klein wenig Honig gefüttert werden kann.
Also habe ich meinen Sauerteig-Ansatz erstmal auf die doppelte Menge angefüttert (Zugabe von 100 gr Wasser und 100 gr Roggen) und über Nacht stehen lassen. Am kommenden Tag habe ich die Menge dann geteilt. Die Hälfte davon kam wieder in den Kühlschrank als Ansatz fürs Brot und die andere Hälfte habe ich dann mit 100 gr Weizenmehl, 100 gr Milch  und einem halben Teelöffel Honig aufgefüttert (ich habe hier Dinkelmilch verwendet!) und über Nacht stehen lassen.
Am kommenden Tag hatte ich nun also 300gr Sauerteig-Ansatz in süß, den ich für Kuchen verwenden kann.
Davon kamen 100 gr wieder in den Kühlschrank mit Aufschrift „Sauerteig-Ansatz für Kuchen“ und 200 gr können am gleichen Tag zu Kuchen verarbeitet werden.

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Hier habe ich nun ein klasse Grundrezept gefunden, welches wieder nach Belieben verändert werden kann:
Am Tag vorher 100 gr Weizenansatz mit 100 gr Milch und 100 gr Weizen füttern und über Nacht warm stehen lassen.
Am kommenden Tag: 100 gr davon zurück ins Glas/Kühlschrank und die anderen
200 g Weizensauerteig
150 g Zucker (oder halb Honig, halb Zucker- es geht sicher auch Ahornsirup oder Banane zum Süßen)
100 g weiche Butter (kann durch Magarine ersetzt werden)
2 Eier (die Eier kann man auch weglassen, habe ich beim 2. mal ausprobiert und in Kombination mit Dinkelmilch hat das klasse geklappt!)
200 ml Milch (habe ich ersetzt durch selbst gemachte Dinkelmilch, siehe mein Artikel dazu weiter unten)
1 Tl Vanillezucker, (habe ich ersetzt durch echte Vanille)
1 Tl Zimt,
90 g gemahlene Mandeln (ersetzbar durch jegliche Art Nüsse oder auch gemahlene Schokolade)
1/2 Tl Salz
Alles gut verrühren und dann
400 g VollkornMehl (Dinkel oder Weizen) unterrühren und in eine gefettete und bemehlte Form füllen, 1-2 Stunden warm ruhen lassen und dann bei 180°C im vorgeheizten Ofen etwa 40 min backen.

Varianten: Anstatt in eine Form kann der Kuchen auf ein Blech gegeben werden, z.B. in doppelter Menge mit Äpfel oben drauf oder Kirschen im Teig oder Mandarinen.
Man kann aber auch diese Menge auf ein Blech geben (wird ein dünner Boden) und dann noch eine Quarkmischung / Puddingmischung oben drauf geben, Streusel oder einen Butterkuchen damit backen.
Beliebt ist natürlich bei Kindern auch die Variante dunkle Schokolade hineinzuraspeln und oben nochmal mit Glasur zu bestreichen.
Je nachdem wie man es mag, kann dieses Rezept also ein veganer Kuchen sein, besonders fruchtig, süß oder nussig. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Und ein tolles Fazit habe ich noch: Mit dem Sauerteig wird der Kuchen nicht nur SUPER LOCKER, sondern eine Zugabe von weiterer Hefe ist hier NICHT erforderlich!

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Kosten-Billanz oder das Fazit
Die Kosten Billanz für beide oben stehenden Rezepte von Brot und Kuchen zu erstellen finde ich sehr schwierig.
Das Brot ist in Summe nicht teurer als das Brot aus meinem ersten Artikel (hier wird nur gleich mehr gebacken) und der Kuchen ist so oder so günstiger als jeder Bio-Kuchen vom Bäcker.
Mir war hier viel wichtiger etwas zu finden, was besonders im Geschmack ist und vorallem – auch jederzeit im Geschmack abgewandelt werden kann.
Zwar muss bei beiden Rezepten am Abend vorher schon der Vorteig angesetzt werden, doch ist dies an sich kaum Aufwand. Dafür kann auf gekaufte Hefe und Sauerteig damit nun komplett verzichtet werden und das merkt man mehr als deutlich im Geschmack!  Probiert es einfach aus.

Hier übrigens noch eine klasse Seite für viele Sauerteig-Rezepte: http://www.der-sauerteig.com