Aufstriche als günstige Alternative

Wie Ihr wisst, versuchen wir seit Frühjahr diesen Jahres so viel wie möglich selbst und in veganer Version herzustellen. Da es bei den meisten Haushalten mindestens einmal am Tag „Brotzeit“ gibt, ist das auch bei uns der Fall. Früher hatten wir ohne nachzudenken oft 4 oder mehr verschiedene Käse sorten, Wurst und sonstige Leckereien auf dem Tisch. Dabei kommt einem dann schon der Gedanke, was wollen wir denn dann essen wenn wir das weg lassen?

Ok, nebst dem oben genannten Angebot hatten wir häufiger auch von Alnatura die Brotaufstriche zu Hause. Die Kinder lieben vor allem den Tomatenaufstrich. Tja was tun, wenn dies alles nicht mehr in Frage kommt?

Richtig – selber machen!

Erfahrungen beim selber machen

In der Vergangenheit haben wir schon einige Dinge hierzu vorgestellt. Beim selber machen standen wir dann auch immer wieder vor der Herausforderung, dass uns einige Aufstriche beim Lagern schlecht wurden. Das beste Beispiel hierbei war ein Linsenaufstrich, der im Schrank nach einiger Zeit ein Eigenleben entwickelt hatte. Bei solchen Aufstrichen hat sich das einfrieren bewährt. Auch sind lecker gemachte Aufstriche ein prima Geschenk oder eigenen sich sehr gut als Tauschmittel in Tauschkreisen, weil man davon gleich eine größere Menge günstig herstellen kann. Die Empfänger freuen sich oft sehr darüber, da jeder seine Aufstriche irgendwie anders macht und so eine wahnsinnig große Vielfalt zusammen kommt. Gleiches gilt übrigens auch für Pesto´s aller Art.

Kosten

Wenn Du bedenkst was ein kleines Gläschen leckeren Aufstriches im Geschäft kostet kommen hier einige hundert Euro im Jahr für den Belag auf´s Brot zusammen. Die Zutaten für größere Mengen eines Aufstriches sind garnicht so teuer und es kommt unterm Strich was richtig gesundes dabei heraus, ohne viel Geld dafür bezahlen zu müssen.

Rezepte gibt es hunderte die allein in den verschiedensten Onlinerezeptdatenbanken zu finden sind. Was auch sehr gut funktioniert sind übrig gebliebene Soßen oder Eintöpfe die pürriert einen erstklassigen Aufstrich für die nächsten Tage ergeben. Sehr gut sind Gerichte mit Linsen die man zum Aufstrich umfunktionieren kann.

Probiert es einfach mal aus, es geht unheimlich schnell, macht Spass und schont Euren Geldbeutel.

Soja im Test Teil 3 und: veganer Käse

Ja wir sind noch da, nur derzeit wirklich viel mit Ernten und Einmachen beschäftigt und natürlich mit dem Warten auf unser Baby. Das darf nämlich nun jeden Tag schlüpfen. Aber irgendwie glaub ich, werd ich wohl noch geduldig sein müssen und der kleine Mann geht über seine Zeit 😉

Derweil probieren wir natürlich weiter fleißig herum. Im 90%igem Leben als Veganer darf der „Käse“ nicht fehlen. Ehrlich gesagt, finde ich den gekauften „Ersatz“ Käse gruselig – mir schmeckt er einfach nicht. Aber nicht nur das, es würde zudem unsere gesamte Kosten-Bilanz sprengen, denn er ist auch noch wahnsinnig teuer! Veganer Käse kostet in kleinen Packungen schon rund 3,00 – 5,00 Euro, also gut das doppelte wie Kuhmilchkäse. Gerade bei unseren vielen Essern würde sich das sich nicht lohnen. Also haben wir uns hier mal wieder ans „Selber-machen“ gewagt und stellen unsere Alternativen selber her.

Zuerst haben wir uns nach diesem Rezept an veganen Mozarella gewagt
(http://www.mehr-als-rohkost.de/rezepte/veganer-mozzarella/)

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Das Ergebnis überzeugt meiner Meinung. Erkaltet lässt er sich super in den Salat schneiden und erwärmt ist er wirklich spitze überbacken auf Brot/Toast.

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Klar ist, dass die eigene Herstellung natürlich weit günstiger ist. Und der Aufwand ist wirklich gering. Außer der Wartezeit von 12 Stunden ist der Käse in wenigen Minuten hergestellt. Geschmacklich finde ich ihn sehr gut und ich kann mir gut vorstellen, dass er sich noch mit Kräutern „pimpen“ lässt.

Kosten-Billanz – veganer Mozarella

Was kostet uns nun die Herstellung von ca. 125 gr veganem Mozarella?
Da wir Milch und Joghurt selber machen, kann ich nur schätzen, dass wir hier bei und 25 cent liegen. Höchstens! Also ein wirklich guter Preis, der den Aufwand lohnt und wo man sogar für Kuhmilch-Mzarella weit mehr zahlt.

Die kommenden Tage probieren wir noch ein Rezept mit veganem Camenbert aus und werden die Grundrezepte vom Hefeschmelz (zum überbacken) nochmal beschreiben …

Als nächstes haben wir dann nach neuen Verwendungsmöglichkeiten von Okara gesucht, dem Sojabohnenmuß, welches bei der Herstellung von Sojamilch anfällt und sind über dieses leckere Rezept gestolpert, einer Sojawurst / Sojakäse http://www.vegetarische-rezepte.com/vegetarischerezepte/okara-sojawurst.php

Das Ergebnis war erstmal ernüchternd, da wir leider keine Sojasauce zur Hand hatten und die wird für die Würze aber dringend benötigt. Es schmeckte daher noch etwas „fad“.

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Ich würde das ganze um einiges stärker würzen, als in dem Rezept. Ansonsten schmeckt die „Wurst“ oder der „Käse“ sehr gut und lässt sich mit Gewürzen und Kräutern wieder stark variieren. Es schmeckt kalt direkt aufs Brot, aber auch überbacken und angebraten in der Pfanne (so haben es die Kinder verschlungen!). Wir werden es auf jeden Fall wieder probieren und uns mit den Gewürzen mutiger herantasten.

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Kosten-Billanz – okara Käse

Auch hier lohnt sich anhand der Kosten-Billanz das selber machen auf jeden Fall. 750 gr Okara fallen bei ca. 5-6 Litern selbstgemachter Sojamilch an. Je Liter Sojamilch habe ich Ausgaben von 27 cent – das Okara fällt hier gratis an! Grob geschätzt dürften die Kosten von 1kg Okara-Käse hier bei rund 60-70 cent liegen. Ob das für den Preis im Bioladen zu erhalten ist Ich glaube nicht. NIcht mal „echte“ Wurst der „echten“ Käse würde man für diesen Preis erhalten.
Also Fazit der veganen Käserezepte: nicht nur gesünder, sondern auch günstiger – sogar viel günstiger, als Kuhmilch und vegane gekaufte Produkte –  der Aufwand lohnt hier eindeutig!

In diesem Artikel (https://zumursprungzurueck.com/2013/06/19/soja-im-test-teil-2/) hatte ich ja ein leckeres Rezept für Okara-Bällchen beschrieben.
Wir haben das Rezept mittlerweile abgewandelt und herausgekommen sind die leckersten Schokoladen-Bällchen der Welt 😉 Ein super Ersatz für die Tafel Schokolade oder Kekse – sie schmecken hier allen, im Gegensatz zu Kokos.

Hier das Rezept:

300 gr. Okara mit 200 gr gemahlene Haselnüsse
100 gr geriebene vegane Schokolade (bittere schmeckt da sehr gut)
200 gr Vollkornmehl
150 gr. Zucker (oder auch Honig)
100 ml kalt gepresstem Öl,
Schale von einer abgeriebenen Zitrone
2 TL Zimt und 4 Eßlöffel Kakao mischen.
Die Masse zu Kugeln formen, auf ein Backblech geben und bei vorgeheiztem Ofen bei 180 Grad nun 30 Minuten backen. Sie dürfen außen ruhig so richtig  knusprig werden, innen bleiben sie weich.

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Guten Appetit!

Marmeladen- Sirup – und Likör Grundrezept für Beeren

Derzeit kommen wir mit dem Ernten kaum hinterher – das ist wundervoll – so viel Vielfalt bietet sich da draußen gerade.
Und NEIN – wir haben keinen riesigen Garten mit wahnsinnig vielen Sträuchern und Bäumen. Lediglich Johannisbeere, Himbeere, ein wenig Stachelbeere und einen sauren Apfelbaum haben wir beheimatet.
Wie kommen wir dann an so viel Erntegut Oder besser: wie kommt IHR an Eurer Erntegut? Gerade wenn ihr in großen Städten wohnt, mag sich die Frage ja öfter stellen….
Die Antwort ist sehr einfach: Reden, Fragen und Augen offen halten!
Die meisten von Euch haben Verwandte, Bekannte oder Freunde, die auf dem Land leben und einen Garten haben: Fragt sie doch einfach: „Wie schauts mit Eurem Obst/Beeren aus: Braucht ihr Hilfe bei der Ernte? Wir können Euch dabei helfen / es komplett übernehmen und würden gern etwas von der Ernte dafür mitnehmen“ – traut Euch und ihr werdet sehen: Bei vielen, vielen Menschen werdet ihr nicht nur offene Türen einrennen, sondern sogar Dankbarkeit ohne Ende erhalten. Es gibt so viele um uns herum, die es nicht schaffen, ihre Ernte alleine einzubringen- teilweise wird das Obst dann einfach hängen gelassen und gar nicht mehr abgeerntet.
Und wenn man niemanden kennt? Ja dann sollte man die Augen offen halten – beim Ausflug aufs Land, beim Spaziergang in der Natur- überall wo ihr Bäume und Stäucher mit erntereifen Obst seht, könnt ihr auch bei „Fremden“ einfach mal kurz fragen, ob sie Erntehelfer im Tausch gegen Ernte brauchen.  Gerade wenn das Obst schon sehr reif aussieht, wird die Antwort hier oft positiv ausfallen.
Und es gibt es noch: Das Obst, die Beeren, die in „wilder“ Natur wachsen – Blaubeeren reifen bei uns z.B. gerade heran – Hollunderbeeren werden im Herbst kommen und auch Erdbeeren und Kirschen findet man „einfach so“.Man braucht keinen riesigen Obstgarten – sondern muss nur wachsam durch die Gegend gehen und offen mit den Menschen sprechen – dann kommt man zusammen!
Und eine kleine Bitte am Rande: Lasst beim Ernten immer auch etwas hängen – die Vögel/Bienen werden es Euch danken!

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Damit beantwortet sich dann auch die Frage der Kosten-Billanz:
Lohnt es sich Marmelade wirklich selber zu machen? Gerade bei den hohen Zucker und Obst Preisen?
Ein klares nein, wenn man Obst teuer im Bioladen kauft – aber ein absolut klares JA, wenn man sich das Obst selber erntet – denn dann habe ich für 3kg Marmelade – selbst bei Bio-Rohrohrzucker gerade einmal Ausgaben von 2,50-3 Euro. Für 3 Euro bekomme ich im Laden, wenn es hoch kommt, die Hälfte an Bio-Marmelade!

Bei uns klappt das alles derzeit prima und daher sind wir fleißig am Marmelade, Sirup, Likör usw. herstellen.
Die letzten Tage haben wir somit Himbeeren, Johannisbeeren und Kirschen verarbeitet und natürlich auch einiges eingefroren, da wir gerne auch im Winter viel Obst essen wollen.
Damit wir den Überblick nicht verlieren, haben wir uns nun Grundrezepte herausgesucht, die für jede Beeren- und Obstart hergenommen werden kann – ich finde es zu mühsam, bei jeder Sorte ein anderes Rezept zu verwenden …

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Daher hier nun unsere liebsten Grundrezepte:

Marmeladen – Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
1 kg Obst pürrieren (Wenn ihr Beeren verarbeitet, und keine Körner mögt, nochmal durch ein Sieb drücken) und mit
500 gr Honig (oder 250 gr. Rohrohrzucker) mischen und über Nacht stehen lassen (Deckel drauf)
am nächsten Morgen dann 2 Teelöffel Agar-Agar  mit dem
Saft einer Zitrone verrühren.
Das Obst im Topf gut aufkochen lassen, das Agar-Agar dann dazugeben und alles nochmal 3 Minuten richtig kochen.
Danach in heiße Gläser abfüllen – fertig. (Wenn die Gläser ploppen, habt ihr alles richtig gemacht *g*)

Dieses Rezpt mit Agar-Agar ist mein liebstes, da man hier den Zucker so weit reduzieren kann!

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Sirup-Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
1 kg Zucker mit 600 ml Wasser zum Kochen bringen.
Während dessen 1kg Obst sehr fein pürrieren und mit 2 Pk Zitronensäure oder Saft von 2-3 Zitronen hinzugeben.
Das ganze gut 5 Minuten aufkochen lassen und dann abkühlen. Nach dem Abkühlen durch ein Tuch abseihen und den Sirup nochmals 2 Minuten gut aufkochen. In heiß abgekochte Gläser abfüllen.
Hier mit der Zuckermenge ruhig spielen. Wir haben Kirschen zu Sirup verarbeitet und es war uns zu süß, es hätte sicher locker ein drittel weniger gereicht – also erstmal lieber weniger Zucker rein und abschmecken

 

Likör-Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
800 gr Obst mit 600 gr Zucker mischen und anschließend mit 1 Liter Korn übergießen.
Nach Bedarf eine aufgeschnittene Vanilleschote beigeben .
Das ganze in verschließbare Gläser geben und dann  4 Wochen! stehen lassen. (eher kühl und dunkel)
Immer wieder mal durchschütteln. Nach 4 Wochen sollte sich der Zucker aufgelöst haben. Die Beeren abseihen und den Likör abfüllen.
Wir haben so die Tage Himbeer-, Erdbeer-, und Kirschlikör angesetzt.

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Und noch ein kleiner Tipp am Rande:
Man kann bei der Herstellung von Marmelade, Sirup usw. fast alles weiterverwenden:
Die Kirschkerne ergeben z.B. super Material für ein Kirschkernkissen und das Fruchtmuß, welches bei Sirup übrig bleibt, ist total lecker im Joghurt oder süßen Aufläufen. Bitte nichts wegschmeißen!

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die süße Zeit – Erdbeerzeit

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Das ganze Jahr über bekommt man im Supermarkt tolle große Erdbeeren angeboten.
Zu teils enorm hohen Preisen und oft von so weit her, es kommt einem vor, wie vom anderen Stern. Die süße Frucht ist nach der Banane wohl eine der gefragtesten Produkte….
Doch habt ihr mal probiert? Geschmacklich mal verglichen? Fällt Euch da nicht auf, dass Erdbeeren im Winter mehr nach Wasser, als nach Erdbeere schmecken? Auf jeden Fall geschmacklich nicht vergleichbar mit der Erdbeere, die bei uns auf den Feldern wächst. Und genau DIE hat jetzt Saison. Die Erdbeerfelder stehen in voller „Frucht“ und wollen abgeerntet werden.
Wir können da nur empfehlen: sammelt selber!
Nicht nur, dass es einen HeidenSpaß macht, gerade auch für Kinder, nein – die Erdbeeren sind beim selber sammeln natürlich auch weit günstiger. Sogar die Bio-Erdbeere!
Denn darauf solltet ihr unbedingt achten: sammelt bitte nur auf Plantagen mit unespritzten Erdbeeren. Es muss nicht immer das Biosiegel drauf sein – fragt bei den Erzeugern direkt nach, sie müssen ehrliche Auskunft darüber gehen. Denn einige Bauern, bauen Erdbeeren an, ohne sie zu behandeln, wollen sich das teure Biosiegel aber oft nicht leisten.

_DSC0189Wir haben einen solchen Bauern – mit langjähriger Tradition – bei uns ums Eck. Wir wissen sicher, dass die Erdbeeren der Bioqualität unterliegen und so sammeln wir hier fast jedes Jahr fleißig was das Zeug hält. Je kg Erdbeeren haben wir 2,20€ gezahlt – Bioerdbeeren kosten mindestestens um die 4€ im Bioladen – also spart man sich hier beim selber sammeln fast 50%!

Und da wir das ganze Jahr über immer wieder großen Erdbeer-Hunger haben, sammeln wir wirklich viele Erdbeeren und verarbeiten diese zu haltbaren Leckereien weiter.
Am Wochenende haben wir so gut 12 kg Erdbeeren verarbeitet und einen Teil davon auch eingefroren.

Hier kommen jetzt unsere leckersten Rezepte, viel Spaß beim ausprobieren 🙂

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Erdbeermarmelade Rezept

3 kg Erdbeeren in kleine Stücke schneiden und mit 450 gr Honig mischen und 2 Stunden ziehen lassen. Dabei immer wieder gut durchrühren. Danach wird das ganze im Mixer pürriert und in einen Topf gegeben. 9 Löffel Agar-Agar mit etwas Wasser anrühren, dazugeben und alles ca. 3 Minuten gut aufkochen lassen.
Danach alles in heiß abgekochte Gläser füllen – fertig.

Wir machen hiervon oft die doppelte und dreifache Menge, da dies die Lieblingsmarmelade der Kinder ist.

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Erdbeer-Sirup-Rezept

1kg Zucker mit 600ml Wasser zum Kochen bringen.
Während dessen 1kg Erdbeeren sehr fein pürrieren und mit 2 Pk Zitronensäure oder Saft von 2-3 Zitronen hinzugeben.
Das ganze gut 5 Minuten aufkochen lassen und dann abkühlen. Nach dem Abkühlen durch ein Tuch abseihen und den Sirup nochmals 1-2 Minuten kurz aufkochen. In heiß abgekochte Gläser abfüllen.

Der Sirup ist wunderbar lecker im Mineralwasser, als Topping zu einem Eis und Pudding oder als Grundlage von Soßen.

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Erdbeer Eis (vegan) Rezept

220 gr Erdbeeren in kleine Stücke schneiden und mit 100gr Zucker mischen (hier geht auch Honig oder andere Alternativen).
2 Stunden ziehen lassen. Danach 250ml Sojasahne und 200ml Sojamilch hinzugeben und alles zusammen gut pürrieren. Ab in die Eismaschine. Wir lassen das Eis noch im Gefrierfach nachfrieren, so richtig „hart“ schmeckt es uns noch besser.

Dies ist ein wirklich günstiges Eis, vorallem wenn man Sojamilch und Sojasahne selber herstellt!

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Erdbeer-Chily-Chutney Rezept

1,5kg Erdbeeren kleinschneiden und mit 350 gr Zucker und 1,5 Teelöffel Salz in einen Topf geben und gut 1 Stunde ziehen lassen. Danach 2 Chilischoten, 3 Scharlotten und ein daumengroßes Stück Ingwer je in sehr kleine Stücke hacken und in den Topf geben. Das Ganze mit einer Zimtstange und 300ml Essig aufkochen und dann bei sehr kleiner Hitze (ich nehme Stufe 3 von 9) einkochen lassen. Das dauert ca 2 Stunden, je nachdem wie man die Konsistenz haben mag.
Am Ende mit Salz, Pfeffer (viel wer mag) und etwas Zucker abschmecken. In heiß abgekochte Gläser abfüllen.

Das Chutney ist eines meiner liebsten Chutneys – die Mischung aus süß und scharf ist wirklich hervorragend. Sehr gerne essen wir das Chutney zu Gemüsebatlingen und seit neuestem auch Sojabratlingen (Rezept kommt die Tage).

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Erdbeer-Likör Rezept

500gr Zucker in 500 gr heißem Wasser auflösen und mit 1,5kg pürrierten Erdbeeren, 2pk. Zitronensäure, 4Pk Vanillezucker und einer Flasche Wodka mischen. in Flaschen abfüllen.

Der Likör ist wirklich sehr lecker und schmeckt dem Besuch bestimmt mit 2 kleinen Eiswürfeln auch hervoragend. Schade dass ich derzeit hochschwanger bin, da gibts keinen Tropfen *schnief*. Aber zum Glück ist auch der Likör recht lange haltbar.

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Noch ein Tipp:
Wer keinen Platz im Gefrierschrank hat, um viele Früchte einzufrieren, kann diese auch einfach pürrieren und dann in einer großen Box abgefüllt einfrieren. Man bekommt so mehr Volumen unter und hat eine wunderbare Grundlage, wenn man Kuchen oder mal wieder Eis machen will. Die Erdbeeren verlieren auch nach dem sanften! auftauen nicht an ihrem kräftigen Geschmack.

Hollunder überall

Derzeit ist unser Blog sehr Rezept-lastig. Dies liegt einfach daran, dass jetzt die ideale Zeit ist, um möglichst viele Pflanzen aus der Natur einzumachen – zu Tinkturen, Likören, Sirups und Marmeladen zu verarbeiten. Im Grunde ist jetzt genau der richtige Moment, um für den Herbst/Winter oder schlechte Erntemonate vorzusorgen.

 

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Unser Ziel ist es durch möglichst viel „selber machen“ mit Marmelade, eingefrorenem Obst/Beeren, Sirup und noch vielem mehr über das ganze Jahr zu kommen – denn so spart man natürlich auch weit mehr, als wenn man wegen jedem Glas Marmelade ins Geschäft rennen muss. Selber gemacht ist gerade bei den Grundrezepten IMMER günstiger!!
In kommender Zeit werden wir aber natürlich auch wieder andere Artikel zum Thema „zum Ursprung zurück“ einstreuen, falls das jemand vermissen sollte.

 

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Heute widmen wir uns dem Hollunder.
Dieser steht gerade in voller Blüte. Wir haben den Eindruck, dass an jeder Ecke Hollunder zu finden ist und das freut uns natürlich sehr. Hollunder ist nicht nur lecker, sondern somit auch wieder gratis in der Natur zu finden.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann man wunderbar die Blüten des Hollunderstrauchs verarbeiten. Bitte aber immer auch viele Blüten am Strauch hängen lassen, damit sich Hollunderbeeren bilden können, die später dann auch Grundlage leckerer Säfte usw. sein können.

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Hier nun unsere liebsten Rezepte. Es gibt natürlich weit mehr. Gerne werden die Blüten z.B. auch in Panade und Fett herausgebraten – ich finde den Aufwand hier nicht ideal und probier es daher erst gar nicht.

 
Hollunderblüten-Sirup Rezept

2 Liter Wasser mit dem Saft von 6 Zitronen und 1kg Zucker aufkochen.ca. 40 Hollunderblütendolden dazugeben und alles ca. 2 Stunden ziehen lassen.
Danach durch ein Tuch seihen und nochmals kurz aufkochen. Alles in heiß abgekochte Flaschen abfüllen.
Schmeckt wunderbar in Minderalwasser mit eiswürfeln gerade im heißen Sommer oder auch klasse in einem Gläschen Sekt.

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Hollunderblüten-Gelee Rezept

ca. 15 große Hollunderblüten Dolden mit 1 Liter Wasser
und einer in scheiben geschnittenen unbehandelten Zitrone für 24 Stunden in einen Topf (abgedeckt) geben.
Am nächsten Tag Zitronen ausdrücken und alles durch ein Tuch seihen und anschließend mit 2 Teelöffel Agar-Agar und Honig/Zucker nach Belieben 3 Minuten lang aufkochen. Danach in abgekochte Gläser heiß abfüllen.

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Hollunderblüten-Apfel-Gelee Rezept

ca. 15 Dolden Hollunderblüten in
2 Liter naturtrüber Apfelsaft hineinhängen
und abgedeckt ca. 24 Stunden stehen lassen.
Am nächsten Tag die Dolden entfernen – durch ein Tuch seihen und alles in einen großen Topf geben.
Das ganze mit 4 Teelöffel Agar-Agar und ca. 250 gr. Zucker (nach Gemschmack, es geht auch mehr oder weniger!) mischen und gute 3 Minuten aufkochen.
Das ganze in heiß abgekochte Gläser noch heiß abfüllen. Das ist eine unserer liebsten Gelees!

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Sehr lecker und ideal zum verschenken ist auch Essig.

Hollunderblüten-Essig
1 (oder mehrere Flaschen!) mit Holunderblütendolden ca. 1/3 befüllen und danach das ganze mit Essig (wir nehmen Weißweinessig) auffüllen. Mindestens 4 Wochen stehen lassen und dann kann er genutzt werden.
Es bleibt einem selber überlassen, ob die Dolden dann abgeseiht werden oder zur „Deko“ in der Flasche verbleiben.

 

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Viel Spaß beim Einmachen, es lohnt sich!

Soja im Test Teil 2

Na unserem Erfolg Sojamilch selber zu machen, haben wir uns nun an Weiterem probiert.
Dazu zählt nicht nur Sahne und Schlagsahne aus Soja, sondern auch die interessante Weiterverarbeitung des bei der Herstellung übrig geliebenen Okara.

 

Im Übrigen haben wir uns natürlich auch – aufgrund einiger Hinweise – darüber schlau gemacht, wie gesund oder ungesund Soja nun wirklich ist. Die Meinungen im Netz gehen weit auseinandern – doch glaubt man den serösen Artikeln, die fundierte Quellen nennen, so sieht Soja für mich definitiv nicht ungesünder aus, als eine jede andere Bohne auch. Es scheint mir eher eine „anti-vegan“-Kampagne zu sein, aber das ist nur meine Meinung.
Meine Meinung ist: Es kommt wie immer auf die Mengen und die Mischung an! Wenn ich jeden Tag 3kg Soja esse, ist das sicher genauso ungesund, wie jeden Tag 3kg Kartoffeln zu essen. Wer auf eine kunterbunte und ausgewogene Ernährung achtet, hat meiner Meinung nach keine Nachteile zu erwarten. Ob Soja nun aber auch so richtig gesund ist, mag ich nicht zu beurteilen.
Wir werden weiter Sojamilch und andere Produkte herstellen – denn bei uns kommt auch ettliches anderes auf den Tisch.

Als erstes waren wir natürlich neugierig, wie selbstgemachte Sojasahne wohl schmeckt.  Diese ist sehr einfach zubereitet:

 

Rezept Soja-Sahne
50ml Öl (kaltgepresst, z.B. Rapsöl) und
100ml Sojamilch zusammen mit dem Mixer aufmixen – FERTIG

 

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Was man nun hat, ist eine Sahne, die sich wunderbar für Sossen oder auch den Kaffee hernehmen lässt. Oder für leckere Aufläufe usw. Was man mit der Sahne „noch“ nicht machen kann, ist diese aufzuschlagen zur Schlagsahne. Aber natürlich haben wir auch hierfür eine klasse Möglichkeit gefunden.

 

Rezept Soja-Schlagsahne
man nehme 100 ml Sojasahne
und weiterhin 1/2 bis 1 Löffel Agar-Agar und koche das ganze auf.
Alles abkühlen lassen und dann nochmal durchmixen – und siehe da: fertige festere Sahne, wunderbar um diese z.B. auf einen Kuchen zu bestreichen.

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Wir nehmen unsere selbstgemachte, schon gesüßte Sojamilch dafür her und süßen die Sahne daher nicht nochmal nach.
Wer es süßer mag, kann dann aber natürlich noch etwas hinzugeben, egal ob Zucker, Honig, Agavendicksaft oder Stevia…
Und was macht man nun mit dem Okara, was beim Herstellen der Sojamilch übrig bleibt?
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Wir haben die letzten Tage ja Okara von 5 Litern Sojamilch übrig gehabt. Übrigens haben wir uns verschätzt, das nächste mal würde ich nur noch die Hälfte ansetzen. Sojamilch kippt bei dem Wetter schon nach 3-4 Tagen im Kühlschrank. Also lieber öfter machen und dafür mehr Frische.

gut geschmeckt haben uns folgende Rezepte:

 

Okara-Bällchen-Rezept (süß)
300 gr. Okara mit 200 gr Kokosflocken (oder auch Haselnuss gemahlen),
200 gr Vollkornmehl, 150 gr. Zucker (oder auch Honig), 100 ml kalt gepresstem Öl,
Schale von einer abgeriebenen Zitrone, 2 TL Zimt und wer mag 1-2 Teelöffel Kakao mischen.
Die Masse zu Kugeln formen, auf ein Backblech geben und bei vorgeheiztem Ofen bei 180 Grad nun 30 Minuten backen. Sie dürfen außen ruhig so richtig gold-braun werden, dann sind sie außen knusprig und innen weich.
Fazit: total lecker!!!
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Tja, dann war von den 5 Litern Sojamilch immer noch sehr viel Okara übrig, also haben wir vom Rest unter anderem einen Aufstrich gemacht. Da wir hier nach Gefühl gekocht haben, hier nur das grobe Rezept:

 

Okara-Aufstrich
ca. 300 gr Okara mit gut 100 ml Wasser mischen und aufkochen. Dann eine vorher angebratene klein gewürfelte Zwiebel und ca. 4-5 Eßlöffel Öl dazu geben. Das ganze mit Tomatenmark (ca. 1/2 – 1 Tube), Salz, Pfeffer, Hefeflocken und Paprikapulver abschmecken und nochmal aufkochen bis es eine relativ pampige (nicht wässrige!) Masse geworden ist. Am Ende frische Kräuter nach Belieben hinzufügen und pürieren.. Das Ganze heiß und ausgekochte Gläser abfüllen, dann ist es möglichst lange haltbar.
Dieser Aufstrich lässt sich nun natürlich kunterbunt variieren, mit anderen Gewürzen usw.

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Und zu Guter letzt haben wir uns an einem veganen Käse probiert.

 

Okara-Käse-Rezept
Wir haben dafür oben genannten Aufstrich nochmal für den Käse hergestellt, dann aber weit kräftiger gewürzt.
Weiterhin wurde die Masse gegen Ende dann mit ca. 2 Teelöffel Agar-Agar aufgekocht.
Zum Schluss, wenn das ganze „fertig“ ist, hab ich noch frischgeackte Zwiebel und Kräuter dazu, also nicht mehr erwärmt.
Die Masse in eine Form füllen und auskühlen lassen. Sie wird je nach Menge vom Agar-Agar dann recht schnittfest.

 

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Sollte das Ganze zu weich sein – was man erst sieht, wenn es richtig kalt ist – einfach nochmal in den Topf und mit noch nem „Schuss“ Agar-Agar aufkochen und wieder abkühlen lassen. Probiert Euch da ruhig etwas aus.

 

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Da sind wir wohl auf einem gutem Weg doch vegan zu werden, zumindest sind unsere Gerichte schon 95% vegan. Macht echt viel Spaß sich da auszuprobieren, zumal es uns bisher sogar besser schmeckt, als tierische Produkte 🙂 (und auch noch WEIT günstiger ist)

Aber bitte denkt beim Arbeiten mit Soja daran: es muss IMMER gut erhitzt werden, auch Okara! Nur dann ist es bekömmlich. (Kartoffeln esst ihr ja auch nicht roh…)
weitere Okara-Rezepte werden folgen (da gibts nämlich seeeeehhhhhrrr viele und ich hab schon Lust mir einiges selber auszudenken)

Reismilch, mein Fazit und Rhabarbermarmelade

Heute morgen habe ich mich nun an die Reismilch gewagt.
Nach folgendem Rezept habe ich gekocht ( Danke an http://verkocht.wordpress.com/):

Reismilch

Zutaten:

1 Tasse Bio – Reis (alles außer Risottoreis)
7 Tassen Wasser (ich habe hier gesamt nur 6 Tassen genommen)
Prise Salz
Prise Zucker
Honig oder ähnliches zum Süßen

Zubereitung:

Den Reis in einem Sieb gründlich waschen und eventuelle dunkle Körner oder Steinchen entfernen, dann in den Topf geben und mit zwei Tassen Wasser und einer Prise Salz und einer Prise Zucker so lange kochen, bis der Reis weich ist und alles Wasser vom Reis aufgesogen oder verdampft ist.
Wenn der Reis weich ist, zwei Tassen warmes Wasser zugeben und entweder mit dem Pürierstab oder im Standmixer zu einem weichen Brei pürieren. Dann nach und nach das weitere Wasser zugeben und weiterpürieren. Es soll wirklich ordentlich püriert sein! Wenn ihr denkt, es ist genug püriert, nochmal 30 Sekunden weiterpürieren!2 (3)

Hier wird im Original Rezept das Absieben empfohlen. Allerdings habe ich mich lieber wieder dem Küchentuch bedient und das ganze durchs Tuch gepresst – denn nur ein Krümel in der Milch und die Kinder werden es sicher verweigern.

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Die Herstellung dieser nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch und auch der Geschmack steht meiner Meinung nach Hafer- und Dinkelmilch hinten an. Trotz Süßen mit Honig empfinde ich sie als ziemlich fad und ich werde sie daher nun mit Hafermilch mischen, um etwas „pepp“ hineinzubekommen.

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Klasse ist allerdings die Reispampe, denn daraus lässt sich lecker Brei machen. Ich habe einfach 3 Löffel Löwenzahnhonig dazu, ein wenig Honig, Zimt und frische Äpfel, sowie ein Schuss Dinkelmilch. Hier das Ergebis, echt schmackhaft:

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Die Kosten – Billanz
bei Reismilch sieht hierbei allerdings wieder sehr interessant aus.
Ich kaufe 1kg Bio Reis zu je 3€ – im Rezept wurden ca. 250 gr verwendet, womit mich dies 0,75€ kostet. Dazu kommen dann 12 cent für Honig, Strom, Vanille je nach Bedarf. Ich komme bei 7 Tassen Wasser auf ca. 1,75L Reismilch, je Liter liegen wir hier nun also  bei nur 51 cent.
Ein guter Preis und wir würden uns wohl eine Menge sparen.

Fazit
Zwar ist die Reismilch in der Herstellung die günstigste Milch – allerdings gibt es 2 gravierende Nachteile: Die Herstellung ist weit aufwendiger, da ich nicht einfach über Nacht einweiche, sondern den Reis kochen muss. Außerdem empfinde ich die Reismilch als am wenigsten schmackhaft. Vorteilhaft wäre der entstandene Reisbreis, der sehr lecker ist – doch den kann man genauso auch mit Dinkel- und Hafterpampe herstellsten.
Mein Fazit ist daher, mich auf die Herstellung von Reis- und Haftermilch zu konzentrieren. Diese lässt sich nebenbei einweichen, erfordert nur 4 Minuten aktive „Arbeit“ , ist nicht viel teurer in der Herstellung, dafür aber weit schmackhafter.
Rezepte mit Mandelmilch und anderer werde ich nicht probieren, da die Rohstoffe dafür weit teurer sind.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Rharbarbermarmelade
Dann hab ich noch den gestern aufgesetzten Rharbarber zu Marmelade verarbeitet.

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Auf 900gr Rharbarber (mehr hatte ich leider nicht verfügbar), gabe es drei sehr große Marmeladengläser.
Hier das Rezept.
Zutaten:
1kg Rharbarber
0,5 kg Gelierzucker
Inhalt von 2 Vanilleschoten

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Den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Gelierzucker und dem Vanillemark  vermischen und über Nacht stehen lassen.
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Am nächsten Morgen den Rhabarber unter Rühren zum Kochen bringen und ca. 10 Min. sprudelnd kochen lassen, dabei ständig rühren. Dann in vorher abgekochte Gläser füllen, verschließend und  abkühlen lassen.

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Hier aktuell unser Artikel zum Soja/ReisDrink, der noch besser schmeckt: http://wp.me/p3uFWE-aO