Käsespätzle vegan

Nachdem wir seit etwas mehr als zwei Monaten fast ständig mit neuen Rezepten experimentieren, standen bei uns letzte Woche Käsespätzle auf dem Speiseplan. Genau genaugenommen waren es vegane Vollkornspätzle mit Hefeschmelzkruste. Ich habe mir ja zu Beginn mit dem verzicht auf Käse und Milchprodukte sehr hart getan. Mittlerweile macht das basteln mit neuen Rezepten und neuen Zutaten richtig Spass und bin jedes mal auf´s neue richtig überrascht was da für leckere Sachen dabei heraus kommen. Stand heute fehlt mir Milch bzw. Milchprodukte überhaupt nicht mehr.

Sieht nicht nur lecker aus 🙂

Spätzle

 

Hier nun das Rezept gefunden auf veganguerilla.de :

500g Mehl
Salz oder Gemüsebrühe
2 EL Sojamehl
500ml Wasser
grobes Meersalz, Pfeffer
300- 400g veganer Käse (z.B. Wilmersbuger Pizzaschmelz)

Hinzugefügt haben wir jede Menge Zwiebeln die vorher geröstet wurden

Ich habe das Rezept etwas abgewandelt und zwar habe ich das Mehl natürlich auf die Vollkornvariante umgestellt und deshalb etwa mehr Flüssigkeit verwendet. Der Teig für die Spätzle muss locker und nicht zu fest sein, damit er sich später auch gut durch einen Spätzleschaber über dem Topf verarbeiten lässt. Des weiteren haben wir keinen veganen „Käse“ zum überbacken benutzt sondern Hefeschmelz hergestellt und diesen dann großzügig darüber verteilt.

Über den Hefeschmelz werde ich noch einmal gesondert unsere Erfahrungen berichten, hier ein Rezept das ich für diese Variante verwendet habe – gefunden auf Laubfresser.de

4 EL Margarine
5 TL Mehl
260 ml Wasser
2 TL Senf
1 TL Salz
8 EL Edelhefeflocken

Zum Hefeschmelz sei gesagt, das das meist nur ein Grundrezept ist und in vielfacher Weise verfeinert, ergänzt oder sonst wie weiter verarbeitet werden kann. Es gibt noch mehrere richtige Grundrezepte dazu denen ich noch einen weiteren Artikel spendieren möchte 😉

Alles in allem wirklich lecker und die Kinder haben gefuttert als gäbe es kein morgen.

Spätzle2

Marmeladen- Sirup – und Likör Grundrezept für Beeren

Derzeit kommen wir mit dem Ernten kaum hinterher – das ist wundervoll – so viel Vielfalt bietet sich da draußen gerade.
Und NEIN – wir haben keinen riesigen Garten mit wahnsinnig vielen Sträuchern und Bäumen. Lediglich Johannisbeere, Himbeere, ein wenig Stachelbeere und einen sauren Apfelbaum haben wir beheimatet.
Wie kommen wir dann an so viel Erntegut Oder besser: wie kommt IHR an Eurer Erntegut? Gerade wenn ihr in großen Städten wohnt, mag sich die Frage ja öfter stellen….
Die Antwort ist sehr einfach: Reden, Fragen und Augen offen halten!
Die meisten von Euch haben Verwandte, Bekannte oder Freunde, die auf dem Land leben und einen Garten haben: Fragt sie doch einfach: „Wie schauts mit Eurem Obst/Beeren aus: Braucht ihr Hilfe bei der Ernte? Wir können Euch dabei helfen / es komplett übernehmen und würden gern etwas von der Ernte dafür mitnehmen“ – traut Euch und ihr werdet sehen: Bei vielen, vielen Menschen werdet ihr nicht nur offene Türen einrennen, sondern sogar Dankbarkeit ohne Ende erhalten. Es gibt so viele um uns herum, die es nicht schaffen, ihre Ernte alleine einzubringen- teilweise wird das Obst dann einfach hängen gelassen und gar nicht mehr abgeerntet.
Und wenn man niemanden kennt? Ja dann sollte man die Augen offen halten – beim Ausflug aufs Land, beim Spaziergang in der Natur- überall wo ihr Bäume und Stäucher mit erntereifen Obst seht, könnt ihr auch bei „Fremden“ einfach mal kurz fragen, ob sie Erntehelfer im Tausch gegen Ernte brauchen.  Gerade wenn das Obst schon sehr reif aussieht, wird die Antwort hier oft positiv ausfallen.
Und es gibt es noch: Das Obst, die Beeren, die in „wilder“ Natur wachsen – Blaubeeren reifen bei uns z.B. gerade heran – Hollunderbeeren werden im Herbst kommen und auch Erdbeeren und Kirschen findet man „einfach so“.Man braucht keinen riesigen Obstgarten – sondern muss nur wachsam durch die Gegend gehen und offen mit den Menschen sprechen – dann kommt man zusammen!
Und eine kleine Bitte am Rande: Lasst beim Ernten immer auch etwas hängen – die Vögel/Bienen werden es Euch danken!

_DSC0208
Damit beantwortet sich dann auch die Frage der Kosten-Billanz:
Lohnt es sich Marmelade wirklich selber zu machen? Gerade bei den hohen Zucker und Obst Preisen?
Ein klares nein, wenn man Obst teuer im Bioladen kauft – aber ein absolut klares JA, wenn man sich das Obst selber erntet – denn dann habe ich für 3kg Marmelade – selbst bei Bio-Rohrohrzucker gerade einmal Ausgaben von 2,50-3 Euro. Für 3 Euro bekomme ich im Laden, wenn es hoch kommt, die Hälfte an Bio-Marmelade!

Bei uns klappt das alles derzeit prima und daher sind wir fleißig am Marmelade, Sirup, Likör usw. herstellen.
Die letzten Tage haben wir somit Himbeeren, Johannisbeeren und Kirschen verarbeitet und natürlich auch einiges eingefroren, da wir gerne auch im Winter viel Obst essen wollen.
Damit wir den Überblick nicht verlieren, haben wir uns nun Grundrezepte herausgesucht, die für jede Beeren- und Obstart hergenommen werden kann – ich finde es zu mühsam, bei jeder Sorte ein anderes Rezept zu verwenden …

_DSC0217
Daher hier nun unsere liebsten Grundrezepte:

Marmeladen – Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
1 kg Obst pürrieren (Wenn ihr Beeren verarbeitet, und keine Körner mögt, nochmal durch ein Sieb drücken) und mit
500 gr Honig (oder 250 gr. Rohrohrzucker) mischen und über Nacht stehen lassen (Deckel drauf)
am nächsten Morgen dann 2 Teelöffel Agar-Agar  mit dem
Saft einer Zitrone verrühren.
Das Obst im Topf gut aufkochen lassen, das Agar-Agar dann dazugeben und alles nochmal 3 Minuten richtig kochen.
Danach in heiße Gläser abfüllen – fertig. (Wenn die Gläser ploppen, habt ihr alles richtig gemacht *g*)

Dieses Rezpt mit Agar-Agar ist mein liebstes, da man hier den Zucker so weit reduzieren kann!

_DSC0213
Sirup-Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
1 kg Zucker mit 600 ml Wasser zum Kochen bringen.
Während dessen 1kg Obst sehr fein pürrieren und mit 2 Pk Zitronensäure oder Saft von 2-3 Zitronen hinzugeben.
Das ganze gut 5 Minuten aufkochen lassen und dann abkühlen. Nach dem Abkühlen durch ein Tuch abseihen und den Sirup nochmals 2 Minuten gut aufkochen. In heiß abgekochte Gläser abfüllen.
Hier mit der Zuckermenge ruhig spielen. Wir haben Kirschen zu Sirup verarbeitet und es war uns zu süß, es hätte sicher locker ein drittel weniger gereicht – also erstmal lieber weniger Zucker rein und abschmecken

 

Likör-Rezept (mit jedem beliebigen Obst)
800 gr Obst mit 600 gr Zucker mischen und anschließend mit 1 Liter Korn übergießen.
Nach Bedarf eine aufgeschnittene Vanilleschote beigeben .
Das ganze in verschließbare Gläser geben und dann  4 Wochen! stehen lassen. (eher kühl und dunkel)
Immer wieder mal durchschütteln. Nach 4 Wochen sollte sich der Zucker aufgelöst haben. Die Beeren abseihen und den Likör abfüllen.
Wir haben so die Tage Himbeer-, Erdbeer-, und Kirschlikör angesetzt.

_DSC0218

Und noch ein kleiner Tipp am Rande:
Man kann bei der Herstellung von Marmelade, Sirup usw. fast alles weiterverwenden:
Die Kirschkerne ergeben z.B. super Material für ein Kirschkernkissen und das Fruchtmuß, welches bei Sirup übrig bleibt, ist total lecker im Joghurt oder süßen Aufläufen. Bitte nichts wegschmeißen!

_DSC0216

Nicht nur Früchte schmecken gut …

….auch die Blätter vieler Beerenarten lassen wunderbar verarbeiten.
z.B. zu Himbeerblätter-Tee, Erdbeeblätter-Te und Rosenblüten-Tee

Klar wußten wir das schon vorher, doch so wirklich ins „probieren“ kamen wir erst, als die Hebamme empfahl, viel Himberrblätter Tee zu trinken. Bei den Preisen in der Apotheke bin ich fast rückwärts wieder rausgetaumelt und hab den Tee dann nicht gekauft. Warum auch: schließlich haben wir genug Himbeersträucher im Garten stehen.
Da die Himbeeren noch immer teilweise kommen und reifen, habe ich nicht wie wild die Blätter alle abgerupft, sondern hier und da nur ein wenig gezupft und genug Blätter für die nötige Fotosynthese und Wachstum stehen lassen. Erst wenn alle Bären ausgereift und geerntet sind und die Sträucher einen verjüngungs-Schnitt brauchen, werde ich radikal alle Blätter verwerten, die beim Schnitt anfallen – also gibt es in ein paar Wochen nochmal Massen an leckeren Himbeerblättern.

DSC_0198

Himbeerblätter können ganz einfach im warmen (der Sonne, dem Dachboden) auf Blechen oder ähnlichem getrocknet werden ODER man fermentiert sie. Durch das Fermentieren erhält man keine größere Wirkung, ABER sie schmecken intensiver.

DSC_0199
Bei den Himbeerblättern haben wir das auch gleich probiert und zwar wie folgt:
Himbeerblätter ca 2 Stunden an der Sonne antrocknen lassen. Sie werden dann recht schnell bräunlich, wie auf diesem Foto:

 

DSC_0200
Danach nimmt man ein Nudelholz und walzt die Blätter so richtig gut durch. Muskelkraft ist gefragt, das dauert einige Minuten.
Anschließen gibt man die gewalzten Blätter in ein Tuch, besprüht die Blätter von innen gut mit Wasser, bindet das Tuch zu einem kleinen festen Sackerl zusammen und besprüht dieses auch nochmal von außen mit Wasser. Das Tuch hängt man dann für 2 Tage warm auf und packt zu guter Letzt die Blätter wieder aus und trocknet sie dann gut verteilt auf einem Blech/oder ähnlichem.

Himbeerblättertee wirkt entspannend, am Ende der Schwnagerschaft lockert es das Gewebe und gibt somit Anreiz für Wehen (wenn das Baby „fertig“ ist, aber auch außerhalb der Schwangerschaft ist er zu empfehlen, da er entkrampfend, entschlackend und fördert die Durchblutung.

 

Neben Himbeerblättern haben wir dann auch gleich noch Erdbeerblätter (von leckeren Wilderdbeeren auf unserem Grundstück) gesammelt unf getrocknet – da diese eh schon sehr aromatisch waren allerdings ganz normal und nicht fermentiert.
Himbeer- und auch Erdbeerblätter ersetzen geschmacklich wunderbar den Schwarztee und haben dabei eine leicht fruchtige Note. Absolut zu empfehlen und mit Sicherheit gratis 😉
Erdbeerblätter-Tee kann aufgrund der Gerbstoffe sehr gut bei Darm-Erkrankungen, Erkältungen, Rachenentzündungen und Nervosität verwendet werden- außerdem wird der Tee gerne gegen Mundgeruch (einfach kalten Tee gurgeln) verwendet und ist blutreinigend und harntreibend und somit ideal bei Leber und Nierenprobemen.

 

DSC_0201

 

Zu Guter Letzt haben wir dann noch unsere Rosenblüten getrocknet.Die getrockneten Blüten kann man auch sehr gut als Tee verwenden, der ideal bei Menstruationsbeschwerden ist oder einfach entspannend und krampflösend wirkt.

DSC_0203

 

Eine ideale Mischung ist ein Himbeerblätter- Rosentee bei Menstruationsbeschwerden, dem man auch gerne noch Scharfgarbe und Frauenmantel hinzufügen kann. All das findet sich meist draußen vor unserer Haustüre ….

DSC_0204

leckere Teigwaren selbst gemacht Teil 1 – Pfannkuchen

Derzeit probieren wir ja unsere Wichtigsten Rezepte in „vegan“ aus und dazu gehören auch Teigwaren.

Einiges haben wir schon ausprobiert und heute gibts das beste Pfannkuchen-Rezept der Welt 🙂

 

Pfannkuchen  Rezept mit Geling-Garantie

Folgenden Zutanten gut mischen: 1/2 Tasse Apfelsaft naturtrüb, 1/2 Tasse Mineralwasser, 1 Tasse Sojamilch, 2 Tassen Vollkornmehl (Weizen oder Dinkel), 1 Prise Salz und Süßungsmittel (Honig, Zucker, Sirup o.ä.) nach Wunsch. Das ganze ca 30 Minuten ruhen lassen und dann in genügend Öl herausbraten.

_DSC0181
Bei uns wird der Teig etwas dicklicher, wir streichen ihn in derPfanne dann mit einem Löffel nach Außen, so dass die Pfannkuchen schön dünn werden – wenn die eine Seite gut angebräunt ist, lässt er sich wunderbar wenden.
Ehrlich, das sind die Besten Pfannkuchen, die ich je gegessen habe und sie schmecken besser als die Variante mit Ei und Milch!!!
Probiert es aus, super luftig lecker und zerfallen nicht!

_DSC0183

Variieren lässt sich das Ganze mit Apfelstückchen im Teig oder dann anhand der Beilage in süß oder deftig (wie lieben z.B: Spinat dazu)….
Klar, dass sich jetzt anbietet, die leckeren reifen Früche aus dem Garten dazuzureichen 🙂

die süße Zeit – Erdbeerzeit

DSC_0196

Das ganze Jahr über bekommt man im Supermarkt tolle große Erdbeeren angeboten.
Zu teils enorm hohen Preisen und oft von so weit her, es kommt einem vor, wie vom anderen Stern. Die süße Frucht ist nach der Banane wohl eine der gefragtesten Produkte….
Doch habt ihr mal probiert? Geschmacklich mal verglichen? Fällt Euch da nicht auf, dass Erdbeeren im Winter mehr nach Wasser, als nach Erdbeere schmecken? Auf jeden Fall geschmacklich nicht vergleichbar mit der Erdbeere, die bei uns auf den Feldern wächst. Und genau DIE hat jetzt Saison. Die Erdbeerfelder stehen in voller „Frucht“ und wollen abgeerntet werden.
Wir können da nur empfehlen: sammelt selber!
Nicht nur, dass es einen HeidenSpaß macht, gerade auch für Kinder, nein – die Erdbeeren sind beim selber sammeln natürlich auch weit günstiger. Sogar die Bio-Erdbeere!
Denn darauf solltet ihr unbedingt achten: sammelt bitte nur auf Plantagen mit unespritzten Erdbeeren. Es muss nicht immer das Biosiegel drauf sein – fragt bei den Erzeugern direkt nach, sie müssen ehrliche Auskunft darüber gehen. Denn einige Bauern, bauen Erdbeeren an, ohne sie zu behandeln, wollen sich das teure Biosiegel aber oft nicht leisten.

_DSC0189Wir haben einen solchen Bauern – mit langjähriger Tradition – bei uns ums Eck. Wir wissen sicher, dass die Erdbeeren der Bioqualität unterliegen und so sammeln wir hier fast jedes Jahr fleißig was das Zeug hält. Je kg Erdbeeren haben wir 2,20€ gezahlt – Bioerdbeeren kosten mindestestens um die 4€ im Bioladen – also spart man sich hier beim selber sammeln fast 50%!

Und da wir das ganze Jahr über immer wieder großen Erdbeer-Hunger haben, sammeln wir wirklich viele Erdbeeren und verarbeiten diese zu haltbaren Leckereien weiter.
Am Wochenende haben wir so gut 12 kg Erdbeeren verarbeitet und einen Teil davon auch eingefroren.

Hier kommen jetzt unsere leckersten Rezepte, viel Spaß beim ausprobieren 🙂

_DSC0187

Erdbeermarmelade Rezept

3 kg Erdbeeren in kleine Stücke schneiden und mit 450 gr Honig mischen und 2 Stunden ziehen lassen. Dabei immer wieder gut durchrühren. Danach wird das ganze im Mixer pürriert und in einen Topf gegeben. 9 Löffel Agar-Agar mit etwas Wasser anrühren, dazugeben und alles ca. 3 Minuten gut aufkochen lassen.
Danach alles in heiß abgekochte Gläser füllen – fertig.

Wir machen hiervon oft die doppelte und dreifache Menge, da dies die Lieblingsmarmelade der Kinder ist.

_DSC0192

Erdbeer-Sirup-Rezept

1kg Zucker mit 600ml Wasser zum Kochen bringen.
Während dessen 1kg Erdbeeren sehr fein pürrieren und mit 2 Pk Zitronensäure oder Saft von 2-3 Zitronen hinzugeben.
Das ganze gut 5 Minuten aufkochen lassen und dann abkühlen. Nach dem Abkühlen durch ein Tuch abseihen und den Sirup nochmals 1-2 Minuten kurz aufkochen. In heiß abgekochte Gläser abfüllen.

Der Sirup ist wunderbar lecker im Mineralwasser, als Topping zu einem Eis und Pudding oder als Grundlage von Soßen.

_DSC0191

Erdbeer Eis (vegan) Rezept

220 gr Erdbeeren in kleine Stücke schneiden und mit 100gr Zucker mischen (hier geht auch Honig oder andere Alternativen).
2 Stunden ziehen lassen. Danach 250ml Sojasahne und 200ml Sojamilch hinzugeben und alles zusammen gut pürrieren. Ab in die Eismaschine. Wir lassen das Eis noch im Gefrierfach nachfrieren, so richtig „hart“ schmeckt es uns noch besser.

Dies ist ein wirklich günstiges Eis, vorallem wenn man Sojamilch und Sojasahne selber herstellt!

DSC_0197
Erdbeer-Chily-Chutney Rezept

1,5kg Erdbeeren kleinschneiden und mit 350 gr Zucker und 1,5 Teelöffel Salz in einen Topf geben und gut 1 Stunde ziehen lassen. Danach 2 Chilischoten, 3 Scharlotten und ein daumengroßes Stück Ingwer je in sehr kleine Stücke hacken und in den Topf geben. Das Ganze mit einer Zimtstange und 300ml Essig aufkochen und dann bei sehr kleiner Hitze (ich nehme Stufe 3 von 9) einkochen lassen. Das dauert ca 2 Stunden, je nachdem wie man die Konsistenz haben mag.
Am Ende mit Salz, Pfeffer (viel wer mag) und etwas Zucker abschmecken. In heiß abgekochte Gläser abfüllen.

Das Chutney ist eines meiner liebsten Chutneys – die Mischung aus süß und scharf ist wirklich hervorragend. Sehr gerne essen wir das Chutney zu Gemüsebatlingen und seit neuestem auch Sojabratlingen (Rezept kommt die Tage).

_DSC0188

Erdbeer-Likör Rezept

500gr Zucker in 500 gr heißem Wasser auflösen und mit 1,5kg pürrierten Erdbeeren, 2pk. Zitronensäure, 4Pk Vanillezucker und einer Flasche Wodka mischen. in Flaschen abfüllen.

Der Likör ist wirklich sehr lecker und schmeckt dem Besuch bestimmt mit 2 kleinen Eiswürfeln auch hervoragend. Schade dass ich derzeit hochschwanger bin, da gibts keinen Tropfen *schnief*. Aber zum Glück ist auch der Likör recht lange haltbar.

_DSC0190

Noch ein Tipp:
Wer keinen Platz im Gefrierschrank hat, um viele Früchte einzufrieren, kann diese auch einfach pürrieren und dann in einer großen Box abgefüllt einfrieren. Man bekommt so mehr Volumen unter und hat eine wunderbare Grundlage, wenn man Kuchen oder mal wieder Eis machen will. Die Erdbeeren verlieren auch nach dem sanften! auftauen nicht an ihrem kräftigen Geschmack.

Hollunder überall

Derzeit ist unser Blog sehr Rezept-lastig. Dies liegt einfach daran, dass jetzt die ideale Zeit ist, um möglichst viele Pflanzen aus der Natur einzumachen – zu Tinkturen, Likören, Sirups und Marmeladen zu verarbeiten. Im Grunde ist jetzt genau der richtige Moment, um für den Herbst/Winter oder schlechte Erntemonate vorzusorgen.

 

0 (2)
Unser Ziel ist es durch möglichst viel „selber machen“ mit Marmelade, eingefrorenem Obst/Beeren, Sirup und noch vielem mehr über das ganze Jahr zu kommen – denn so spart man natürlich auch weit mehr, als wenn man wegen jedem Glas Marmelade ins Geschäft rennen muss. Selber gemacht ist gerade bei den Grundrezepten IMMER günstiger!!
In kommender Zeit werden wir aber natürlich auch wieder andere Artikel zum Thema „zum Ursprung zurück“ einstreuen, falls das jemand vermissen sollte.

 

0 (3)
Heute widmen wir uns dem Hollunder.
Dieser steht gerade in voller Blüte. Wir haben den Eindruck, dass an jeder Ecke Hollunder zu finden ist und das freut uns natürlich sehr. Hollunder ist nicht nur lecker, sondern somit auch wieder gratis in der Natur zu finden.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann man wunderbar die Blüten des Hollunderstrauchs verarbeiten. Bitte aber immer auch viele Blüten am Strauch hängen lassen, damit sich Hollunderbeeren bilden können, die später dann auch Grundlage leckerer Säfte usw. sein können.

0 (4)
Hier nun unsere liebsten Rezepte. Es gibt natürlich weit mehr. Gerne werden die Blüten z.B. auch in Panade und Fett herausgebraten – ich finde den Aufwand hier nicht ideal und probier es daher erst gar nicht.

 
Hollunderblüten-Sirup Rezept

2 Liter Wasser mit dem Saft von 6 Zitronen und 1kg Zucker aufkochen.ca. 40 Hollunderblütendolden dazugeben und alles ca. 2 Stunden ziehen lassen.
Danach durch ein Tuch seihen und nochmals kurz aufkochen. Alles in heiß abgekochte Flaschen abfüllen.
Schmeckt wunderbar in Minderalwasser mit eiswürfeln gerade im heißen Sommer oder auch klasse in einem Gläschen Sekt.

_DSC0127

 
Hollunderblüten-Gelee Rezept

ca. 15 große Hollunderblüten Dolden mit 1 Liter Wasser
und einer in scheiben geschnittenen unbehandelten Zitrone für 24 Stunden in einen Topf (abgedeckt) geben.
Am nächsten Tag Zitronen ausdrücken und alles durch ein Tuch seihen und anschließend mit 2 Teelöffel Agar-Agar und Honig/Zucker nach Belieben 3 Minuten lang aufkochen. Danach in abgekochte Gläser heiß abfüllen.

_DSC0130

 

 

Hollunderblüten-Apfel-Gelee Rezept

ca. 15 Dolden Hollunderblüten in
2 Liter naturtrüber Apfelsaft hineinhängen
und abgedeckt ca. 24 Stunden stehen lassen.
Am nächsten Tag die Dolden entfernen – durch ein Tuch seihen und alles in einen großen Topf geben.
Das ganze mit 4 Teelöffel Agar-Agar und ca. 250 gr. Zucker (nach Gemschmack, es geht auch mehr oder weniger!) mischen und gute 3 Minuten aufkochen.
Das ganze in heiß abgekochte Gläser noch heiß abfüllen. Das ist eine unserer liebsten Gelees!

_DSC0126

 

 

Sehr lecker und ideal zum verschenken ist auch Essig.

Hollunderblüten-Essig
1 (oder mehrere Flaschen!) mit Holunderblütendolden ca. 1/3 befüllen und danach das ganze mit Essig (wir nehmen Weißweinessig) auffüllen. Mindestens 4 Wochen stehen lassen und dann kann er genutzt werden.
Es bleibt einem selber überlassen, ob die Dolden dann abgeseiht werden oder zur „Deko“ in der Flasche verbleiben.

 

_DSC0132

Viel Spaß beim Einmachen, es lohnt sich!

Soja im Test Teil 2

Na unserem Erfolg Sojamilch selber zu machen, haben wir uns nun an Weiterem probiert.
Dazu zählt nicht nur Sahne und Schlagsahne aus Soja, sondern auch die interessante Weiterverarbeitung des bei der Herstellung übrig geliebenen Okara.

 

Im Übrigen haben wir uns natürlich auch – aufgrund einiger Hinweise – darüber schlau gemacht, wie gesund oder ungesund Soja nun wirklich ist. Die Meinungen im Netz gehen weit auseinandern – doch glaubt man den serösen Artikeln, die fundierte Quellen nennen, so sieht Soja für mich definitiv nicht ungesünder aus, als eine jede andere Bohne auch. Es scheint mir eher eine „anti-vegan“-Kampagne zu sein, aber das ist nur meine Meinung.
Meine Meinung ist: Es kommt wie immer auf die Mengen und die Mischung an! Wenn ich jeden Tag 3kg Soja esse, ist das sicher genauso ungesund, wie jeden Tag 3kg Kartoffeln zu essen. Wer auf eine kunterbunte und ausgewogene Ernährung achtet, hat meiner Meinung nach keine Nachteile zu erwarten. Ob Soja nun aber auch so richtig gesund ist, mag ich nicht zu beurteilen.
Wir werden weiter Sojamilch und andere Produkte herstellen – denn bei uns kommt auch ettliches anderes auf den Tisch.

Als erstes waren wir natürlich neugierig, wie selbstgemachte Sojasahne wohl schmeckt.  Diese ist sehr einfach zubereitet:

 

Rezept Soja-Sahne
50ml Öl (kaltgepresst, z.B. Rapsöl) und
100ml Sojamilch zusammen mit dem Mixer aufmixen – FERTIG

 

_DSC0135
Was man nun hat, ist eine Sahne, die sich wunderbar für Sossen oder auch den Kaffee hernehmen lässt. Oder für leckere Aufläufe usw. Was man mit der Sahne „noch“ nicht machen kann, ist diese aufzuschlagen zur Schlagsahne. Aber natürlich haben wir auch hierfür eine klasse Möglichkeit gefunden.

 

Rezept Soja-Schlagsahne
man nehme 100 ml Sojasahne
und weiterhin 1/2 bis 1 Löffel Agar-Agar und koche das ganze auf.
Alles abkühlen lassen und dann nochmal durchmixen – und siehe da: fertige festere Sahne, wunderbar um diese z.B. auf einen Kuchen zu bestreichen.

_DSC0165

Wir nehmen unsere selbstgemachte, schon gesüßte Sojamilch dafür her und süßen die Sahne daher nicht nochmal nach.
Wer es süßer mag, kann dann aber natürlich noch etwas hinzugeben, egal ob Zucker, Honig, Agavendicksaft oder Stevia…
Und was macht man nun mit dem Okara, was beim Herstellen der Sojamilch übrig bleibt?
_DSC0134

Wir haben die letzten Tage ja Okara von 5 Litern Sojamilch übrig gehabt. Übrigens haben wir uns verschätzt, das nächste mal würde ich nur noch die Hälfte ansetzen. Sojamilch kippt bei dem Wetter schon nach 3-4 Tagen im Kühlschrank. Also lieber öfter machen und dafür mehr Frische.

gut geschmeckt haben uns folgende Rezepte:

 

Okara-Bällchen-Rezept (süß)
300 gr. Okara mit 200 gr Kokosflocken (oder auch Haselnuss gemahlen),
200 gr Vollkornmehl, 150 gr. Zucker (oder auch Honig), 100 ml kalt gepresstem Öl,
Schale von einer abgeriebenen Zitrone, 2 TL Zimt und wer mag 1-2 Teelöffel Kakao mischen.
Die Masse zu Kugeln formen, auf ein Backblech geben und bei vorgeheiztem Ofen bei 180 Grad nun 30 Minuten backen. Sie dürfen außen ruhig so richtig gold-braun werden, dann sind sie außen knusprig und innen weich.
Fazit: total lecker!!!
_DSC0136

Tja, dann war von den 5 Litern Sojamilch immer noch sehr viel Okara übrig, also haben wir vom Rest unter anderem einen Aufstrich gemacht. Da wir hier nach Gefühl gekocht haben, hier nur das grobe Rezept:

 

Okara-Aufstrich
ca. 300 gr Okara mit gut 100 ml Wasser mischen und aufkochen. Dann eine vorher angebratene klein gewürfelte Zwiebel und ca. 4-5 Eßlöffel Öl dazu geben. Das ganze mit Tomatenmark (ca. 1/2 – 1 Tube), Salz, Pfeffer, Hefeflocken und Paprikapulver abschmecken und nochmal aufkochen bis es eine relativ pampige (nicht wässrige!) Masse geworden ist. Am Ende frische Kräuter nach Belieben hinzufügen und pürieren.. Das Ganze heiß und ausgekochte Gläser abfüllen, dann ist es möglichst lange haltbar.
Dieser Aufstrich lässt sich nun natürlich kunterbunt variieren, mit anderen Gewürzen usw.

_DSC0180

 

Und zu Guter letzt haben wir uns an einem veganen Käse probiert.

 

Okara-Käse-Rezept
Wir haben dafür oben genannten Aufstrich nochmal für den Käse hergestellt, dann aber weit kräftiger gewürzt.
Weiterhin wurde die Masse gegen Ende dann mit ca. 2 Teelöffel Agar-Agar aufgekocht.
Zum Schluss, wenn das ganze „fertig“ ist, hab ich noch frischgeackte Zwiebel und Kräuter dazu, also nicht mehr erwärmt.
Die Masse in eine Form füllen und auskühlen lassen. Sie wird je nach Menge vom Agar-Agar dann recht schnittfest.

 

_DSC0184

 

Sollte das Ganze zu weich sein – was man erst sieht, wenn es richtig kalt ist – einfach nochmal in den Topf und mit noch nem „Schuss“ Agar-Agar aufkochen und wieder abkühlen lassen. Probiert Euch da ruhig etwas aus.

 

_DSC0185

 

Da sind wir wohl auf einem gutem Weg doch vegan zu werden, zumindest sind unsere Gerichte schon 95% vegan. Macht echt viel Spaß sich da auszuprobieren, zumal es uns bisher sogar besser schmeckt, als tierische Produkte 🙂 (und auch noch WEIT günstiger ist)

Aber bitte denkt beim Arbeiten mit Soja daran: es muss IMMER gut erhitzt werden, auch Okara! Nur dann ist es bekömmlich. (Kartoffeln esst ihr ja auch nicht roh…)
weitere Okara-Rezepte werden folgen (da gibts nämlich seeeeehhhhhrrr viele und ich hab schon Lust mir einiges selber auszudenken)

Soja im Test Teil 1 – Sojamilch

Die letzte Zeit haben wir aus Neugierde Sojamilch und Sojajoghurt gekauft und probiert. Die Kinder waren wahnsinnig begeistert und haben dafür nicht nur die andere Getreidemilch, sondern auch die Kuhmilch komplett stehen lassen. Und das will schon was heißen.
Lange habe ich mich ja gesträubt überhaupt an Soja zu denken – denn dafür werden im Ausland schließlich große Flächen an vorher unberührter Natur vernichtet. Schwer genug mal ne Banane oder Avocado zu kaufen, aber dann gleich Soja?
Doch dann habe ich bei meiner Lieblingsbezugsquelle, wo ich auch das Getreide im Großpack günstig kaufe- Sojabohnen gefunden, die zu 100% in Deutschland angebaut werden. und schwups, schon war ich dann doch neugierig und wollte es genau wissen 😉
Achja, die deutschen Sojabohnen und auch anderes Getreide bekommt ihr im Großpack hier wohl am günstigsten (und ab 100€ ohne Versand): http://bio-rittmeyer.rakuten-shop.de/
Die Lieferzeit ist mit 3-14 Tagen manchmal lang, aber der Rest perfekt und mich störts nicht. Dafür ist der Service und die Produkte umso besser!

Gesagt getan und so habe ich nun das erste mal Sojamilch selber gemacht.
Die Zubereitung hierzu ist wirklich einfach. Ich habe gleich 5 Liter angesetzt, natürlich könnt ihr auch entsprechend weniger nehmen.

_DSC0133
Rezept Sojamilch (für 5 Liter)
500 gr Sojabohnen in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser übergießen, bis diese bedeckt sind.
Am Besten über Nacht – oder 10 Stunden stehen und quellen lassen. Die Bohnen sind danach gut doppelt so groß.
Am nächsten Tag dann jeweils eine Tasse Sojabohnen und 3 Tassen Wasser in den Mixer. Das ganze gut durchmixen und dann durch ein Tuch seihen. Die „Milch“ kann schonmal in einen großen Topf und den Rest aus dem Tuch bitte NICHT WEGSCHMEISSEN, das nennt sich „Okara“ und daraus lassen sich fabelhafte Gerichte zaubern (wie ihr in Teil 2 oder 3 erfahren werdet!).
Das ganze wiederholt ihr so lange, bis alle Bohnen vermixt sind. Mit einem Schaumlöffel dann noch den Schaum ablöffeln und die Milch dann erhitzen. Ständig rühren, sonst brennt es unten an. Lasst das ganze unter Rühren dann gut 15-20 Minuten köcheln. Ofenplatte abstellen und dann kann nach Belieben „verfeinert“ werden.

_DSC0134

Meine Kinder mögen die Natur-Sojamilch nicht gerne, daher habe ich das ganze mit 2-3 Prisen Salz, Honig, wenig Rohrzucker und Vanille gesüßt. Man kann natürlich auch mit Agavendicksaft oder Anderem süßen oder es eben pur genießen. Ich habe auf jeden Fall den Geschmack der gekauften Sojamilch von Alnatura gut hinbekommen, auf den die Kinder so fliegen.

Das Schöne hier ist auch: Aus dieser Milch kann ich Sahne und Joghurt herstellen – dazu mehr die kommenden Tage.
Wie sieht es aber nun mit den Kosten aus?
Kosten-Billanz:
Die Soja-Milch von Alnatura kostet den Liter mindestens 0,95€ – Sojamilch aus dem Bioladen dürfte noch weit teurer sein.
Bei Bio-Rittmeyer kostet mich im Großpack 1kg BIO-Soja aus Deutschland nur 2,70€!
Für das Herstellen von 1 Liter Milch benötige ich laut Rezept oben somit Soja-Bohnen zu 0,27€.  10 cent für Wasser Strom und Süßen dazu.
Ich erhalte somit meine selbstgemachte Bio-Sojamilch für 0,32 cent je Liter und spare mir somit bei jedem Liter 0,63 cent. Wir verbrauchen in der Woche ca. 12 Liter (für Müsli, Sahne, Joghurt, trinken der Kids usw.) und haben somit eine Ersparnis von 7€ die Woche, bzw rund 30€ im Monat.
Aber was hier nicht berechnet ist: Es bleibt ja noch das Okara übrig, woraus sich klasse Gerichte machen lassen – wie z.B. Gemüsepflanzerl oder Kekse. Das heißt die tatsächliche Ersparnis liegt hier nochmal weit höher!

Fazit:
Wer Soja mag und aus deutschem Anbau in Bio Qualität besorgt, hat hier wohl den Sieger aller veganen Milch-Gerichte gefunden.
Preislich – wie auch geschmacklich übertrifft es meiner Meinung nach Dinkel, – und Hafermilch bei Weitem und es schmeckt kalt genausogut, wie erwärmt.
Aber Achtung bei der Herstellung: Das Erhitzen ist ein MUSS , nur so ist Soja gut verdaulich!

Hier Aktuell unser Artikel zum Soja/ReisDrink, der noch besser schmeckt: http://wp.me/p3uFWE-aO

Kamille, eine große und leckere Heilpflanze

Jetzt ist die Zeit, wo man große Mengen an Kamille in der Natur findet.
Achtet bitte darauf, dass sie nicht an stark befahrenen Straßen wächst und sammelt, was das Zeug hält!

„Viel“ machen wir aus der Kamille nicht, sondern eigentlich nur drei verschiedene Dinge. Denn diese genügen uns und werten die Hausapotheke doch enorm auf.
Gerade wenn man keine Alternativen Heilpflanzen zur Verfügung hat, wirkt die Kamille gegen fast alle Beschwerden.
Sie ist enzündungshemmend, antibakteriell, krampflösend, heilungsfördern und beruhigt.
Bei trockener Haut sollte sie allerdings nicht im Öl direkt, sondern mit einer fettenden Creme aufgetragen werden, da Kamille austrocknend wirkt.

Wir haben diese Woche folgendes hergestellt:
zum einen:

Kamillen-Tee
Dafür einfach die gewünschte Menge Kamillenblüten sammeln und sanft mit einem Tuch bedeckt, z.B. auf einem Backblech – in der Sonne trocknen.
Die Blüten sind so nach 2-3 Tagen gut durchgetrocknet und können dann abgefüllt werden.
Für eine Kanne Tee giesse ich 1-2 Teelöffel Kamillen-Blüten auf und lasse dies 5 Minuten ziehen.

Weiterhin haben wir Kamillen-Öl hergestellt. Das Kamillen Öl ist nicht nur als Grundlage von diversen Cremes sehr gut geeignet, sondern auch zum direkten Auftragen auf die Haut. Gerade bei Bauchweh oder Reizungen der Haut eignet es sich bestens zum sanften einmassieren oder aber zum Pflegen der Haarspitzen.

 

Rezept Kamillen-Öl:
20 Gramm getrocknete Kamillenblüten in ein großes Einweckglas geben, das Ganze mit 500ml Öl kaltgepresstem (Sesam, Sonnenblume, Raps, Mandel oder Jojoba z.B.) übergießen, mit einem Holzlöffel umrühren und das Ganze dann gut verschraubt an einem warmen Ort 4 Wochen stehen lassen. Danach durch ein Küchentuch abseihen und in dunkle Flaschen abfüllen. Hält sich mindestens 1 Jahr.
_DSC0122

Auch sehr gut geeignet für die Hausapotheke ist Kamillen-Tinktur. Diese ist alkoholisch und fürs Desinfizieren, als verdünntes Teilbad oder als Kompresse bei Schwellungen gut geeignet.

Rezept Kamillen-Tinktur:
Ein Schraubglas zur Hälfte mit getrockneten Kamillen-Blüten befüllen, dann Doppelkorn hinzugeben, bis die Blüten bedeckt sind. Mit einem Holzlöffel umrühren und dies dann 4 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen. Danach duch ein Tuch abseihen und in ein dunkles Glas füllen.

 

_DSC0123

Bei beiden Rezepten als Tipp: Die Fensterbank wird Nachts zu kalt. Meist genügt daher das Glas an einem hellen Ort in z.B. der Küche aufzubewahren.

Kamillenblüten schmecken übrigens auch in Salaten und Süßspeisen gut.
Hier verlinke ich mal noch zu einem Kamillen-Blüten-Eis (haben wir aber noch nicht probiert!):http://www.kochbar.de/rezept/464284/Kamillenblueten-Eis.html

 

Viel Spaß beim Sammeln!
und morgen folgt dann ein Artikel zur selbstgemachten Sojamilch, Sahne und Joghurt 😉

Brot-Großkampf-Tag und noch ein paar Backtipps

Jaaa nun ist es bald soweit, unser Nachwuchs wird irgendwann Ende Juli das Licht erblicken….
Das will vorbereitet sein – gerade wenn es ums „selber machen“ geht.
Wie wir die letzte Zeit festgestellt haben, ist vieles selber zu machen ja nicht nur weit gesünder und günstiger – nein es schmeckt auch viel besser.
Ob ich dann im Wochenbett allerdings große Lust habe alle paar Tage Brot zu backen bezweifel ich…..
Also habe ich mich nun rangemacht und heute war groß-Kampf-Backtag 😉
5 Brote und 4 Toastbrote sind es geworden. 3 davon sind für die kommende Woche zum Essen und der Rest wird eingefroren. Das werden wir dann in einer Woche wiederholen, so dass für die Wochen rund um die Geburt schonmal genug Brot im Gefrierfach zum Auftauen zu finden sind.

_DSC0121

Übrigens wird das Brot nun immer besser!
Ein Tipp für mein Toastbrotrezept aus diesem Artikel: https://zumursprungzurueck.com/2013/06/01/der-grose-brot-test-teil-4/
Der Teig darf auf keinen Fall zu warm gehen. Im Grunde hat trotz Nutzung von Trockenhefe ganz normale Zimmertemperatur genügt. Auch habe ich das Toast am Ende wirklich bis zur Oberkante der Form aufgehen lassen. Es ist somit richtig fluffig innen und außen kross geworden und gut aufgegangen.

Für das Brot mit der Geling-Garantie aus diesem Artikel: https://zumursprungzurueck.com/2013/05/19/der-grose-brottest/
habe ich auch noch einige Verbesserungen gefunden. Den Teig vorher unbedingt mit Wasser besprühen, bevor er in den Ofen kommt. Wenn man Körner mag, dann Körner oben drauf und nochmal besprühen. Einschneiden!
Das macht eine wunderbare Kruste. Außerdem nehme ich nach den 60 Minuten das Brot aus der Form, lege es verkehrt herum nochmal in die Form hinein und backe es nochmal 6-9 Minuten von der anderen Seite. So wird es rundherum kross.

Außerdem möchte ich gerne auf ein klasse Brötchenrezept von diesem Blog verweisen: http://ifunanyas.blogspot.de/2013/06/frische-knusprig-fluffige.html
Diese Brötchen backen wir nun auch in allen Variationen (also mit und ohne Körner, mit Zwiebel oder einfach so…..) und sie schmecken nicht nur wahnsinnig gut, sondern sind auch wieder vollwertig und gesund.  Danke an ifunanya und Betty für das klasse Rezept!!!
_DSC0101