Kerzen selbst gemacht Teil 1 – Bienenwachsteelichter

Uns nervt es ja schon länger, dass wir zu lange „normale“ Teelichter benutzt haben.
Es war eben die günstigste Möglichkeit, bekommt man eine riesige Tüte Teelichter doch schon für wenige Euro.
Eine biologischere Alternative ist hier für uns die Bienenwachskerze, doch mit 50 cent je Bienenwachskerze Kosten im Geschäft, ist das doch eine wirklich teure Angelegenheit. Auch beim Selbermachen war uns klar, dass wir für eine biologische Variante mehr bezahlen, als für die gekauften Billig-Teelichter.
Also schoben wir das Thema immer wieder in die Zukunft, doch nun endlich war es soweit:
Wir wollten Teelichter selber machen, auch wenn diese Variante teurer ist- denn allein dass sie ökologischer ist, war uns den Versuch wert.

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Nicht nur, dass die Billigteelichter aus Erdöl bestehen, welches wir ja vermeiden wollen und auch giftige Gase frei lässt – die Teelichter sind dann ja auch noch in Alu gepackt. Keine Gute Sache also.
Wir haben uns dafür entschieden, unsere Kerzen in Zukunft aus Bienenwachs und alten Kerzenresten (Recycling) zu machen. Heute widmen wir uns dem Thema Bienenwachs- es folgt dann noch ein 2. Teil.

Viele Veganer lehnen ja auch Bienenprodukte für sich ab.
Wir sind da nicht ganz so streng allerdings mit folgendem Plan: Ab kommendem Jahr werden wir selber Bienen beheimaten. Und zwar die hier heimische „schwarze“Biene, nicht die anfällige Honigbiene und zudem werden wir diese „artgerecht“, halten und weder mit Zucker zufüttern, noch neue Königinnen töten um das Schwärmen zu verhindern usw.
Auch werden wir Honig, Wachs usw. in geringen Mengen entnehmen, hauptsächlich nur für unseren Bedarf. Und mit gering, meine ich gering – lieber beheimate ich mehrere Völker, als nur einen Bienenstock seiner Erzeugnisse zu berauben. Wir sehen es so, dass gerade bei dem großen Bienensterben jeder Imker wertvoll ist, wenn er ökologisch arbeitet und wir hoffen die Bienen damit zu unterstützen (klar da gibt es noch mehr Möglichkeiten!).

Und: Wir haben etwas Honig und auch den Wachs für unsere eigenen Kerzen 🙂

Soweit ist es aber leider noch nicht und daher kaufen wir den Bienenwachs zu.

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Wie macht man nun Bienenwachskerzen?
Es ist denkbar einfach:
Den Wachs sanft im Topf erhitzen, in eine mit Docht präperierte Form gießen, erkalten lassen, fertig.
Für Bienenwachskerzen gibt es besonders dicke Dochte, darauf sollte man achten. Auch gibt es tolle Silikonformen- da wir allerdings keine zur Verfügung hatten, haben wir einfach alte Aluteelicht-Becher hergenommen (recycelt) und Teelichtgläser gekauft. Aus den Gläsern kann man nicht ausformen, da bleiben sie dann drinnen- genau richtig für den Eigenbedarf.
Wie auf den Fotos zu sehen haben wir fertige Dochte mit Aluscheibe hergenommen. Das können wir in Zukunft sicher auch vermeiden und einen Docht ohne Aluscheibe benutzen. Dazu schreibe ich dann aber mehr, wenn es geklappt hat.

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Bienenwachskerzen brennen in etwa so lange wie Parafinkerzen.

Die Kostenbillanz sagt zwar, dass Bienenwachskerzen teurer als Prafinkerzen sind, ABER selbstgemacht spart man entgegen der gekauften Bienenwachskerzen dann doch ettliches.
Die Gekaufte liegt bei ca 50 cent und die Gelbstgemachte liegt bei 15 cent! Das ist für mich ein tolles Argument, so dass wir nun sicher problemlos umstellen können.
Bienenwachs haben wir das kg für 11 Euro erworben, dazu kommen 2cent je Docht und 2cent Porto, da ich es hier regional nicht auf die Schnelle erhalten konnte (aber wir suchen).

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Wir sind verliebt in die gelben Teelichter und sie riechen zudem wunderbar und sind ein tolles Geschenk.

Bald folgt dann Teil 2 zum Thema Kerzen selber machen 😉
viel Spaß beim Nachmachen!

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Heizkosten optimieren

Ich vermute das es vielen so geht, dass einem bei dem Thema Neben- bzw. Heizkosten nicht selten ein Schauer über den Rücken läuft und das liegt dann nicht daran, weil es gerade etwas kühl im Häuschen ist. Nachdem wir mit unserer Familie auf über 3.500 EUR Heizkosten im Jahr KAMEN, haben wir uns dies Jahr hingesetzt und überlegt, wie wir das reduzieren können. Es ist ja nicht allein der Kostenfaktor, sondern auch dass jeden Tag jede Menge fossiler Ressourcen aufgebraucht werden. Klar wir heizten zuvor schon viel mit unserem Holzofen im Wohnzimmer, nur hatten wir das Gefühl das das nicht viel gebracht hatte.

Dies Jahr ist es anders!

Zum Einen haben wir feststellen müssen, dass wir das Haus zu hoch geheizt haben – es war weit wärmer, als es sein muss. Wir haben uns jetzt an „normale Temperaturen“ gewöhnt und verbrauchen damit allein schon 10-15% über den Winter hinweg weniger Energie. Dazu kam, dass wir merkten, dass es an der Eingangstür ordentlich zieht (und mit neuer Dichtung keine Besserung eintrat Also haben wir schlicht einen dicken Vorhang montiert (3oder 4 lagiger fester Stoff) und unten so ein nettes Zugluftkissen hingelegt. Somit sperren wir dieser Kältequelle einmal etwas aus und spüren das Ergebnis sofort. Die Wohnzimmertür (wo der Holzofen steht) kann nun offen bleiben, ohne dass es reinzieht.
Unten heizen wir also nun zu 95% nur mit dem Holzofen, mit Ausnahme der kleinen Toilette, da steht die Heizung auf 2, sonst friert man sich den Hintern ab 😉

Im ersten Stock kommt die Ofen auch in geringen Maße nach oben, lediglich das Bad und eines der Kinderzimmer müssen mit der Heizung beheizt werden. Überall anders bleibt sie noch aus. Klar wenn es sehr kalt wird, kann sich das noch ändern.

Was ich noch im Internet gefunden habe ist, dass man Fenster – die nicht so schick sein müssen – im Winter – auch mittels Luftpolsterfolie isoliert kann. Der Effekt dabei ist nicht so groß, bringt aber dennoch etwas und im Bad oder Waschküche etc. ist so eine Version der Energieeinsparung auch zu verkraften.

Wie Ihr seht, sind wir nach wie vor am Experimentieren und Herumbasteln. So wirklich sehen was es gebracht hat, werden wir eh erst im kommenden Jahr. Das was wir nun schon sagen können ist, dass wir stand heute im ganzen Haus nur drei Heizkörper in Betrieb haben und jetzt sind wir schon bald im Dezember 😉

Über jeden Tip und jedes eigene Experiment und dessen Erfahrungen in den Kommentaren freuen wir uns natürlich sehr.

Hier enthielt unser Artikel einige gefundene Videos zur sog. Topfheizung aus Youtube. Wir haben diesen Teil entfernt, da wir uns von diesen Experimenten distanzieren und diese aus risikogründen nicht weiter verbreiten wollen! Es hat bei einigen Experimenten gefährliche Situationen gegeben und deshalb müssen wir darauf hinweisen das diese Experimente sehr gefährlich sind und einen Brand verursachen können!

Da bei uns aufgrund der beiden Katzen im Moment noch einige Futterdosen anfallen, habe ich auch hier einmal recherchiert was man damit sinnvolles anstellen kann. Gefunden habe ich Solarheizungen die man aus Dosen herstellen kann und das wird auch noch ein Projekt in Sachen Recycling.

Habt ihr noch weitere Idee, wie man Heizkosten sparen kann?

Langzeitfazit zu unseren Selbstgemachten Spül-und Waschmitteln

Jetzt ist es nun fast ein halbes Jahr her, seitdem wir Euch unsere tollen Rezepte für Waschmittel, Spülmaschnenmittel und Handspülmittel vorgestellt haben. Es kamen viele Fragen dazu, manchmal auch bedenken und wir haben als fleißig weiter experimentiert.
Was hat sich nun auch auf Dauer im Kosten/Nutzen Faktor bewährt? Was würden wir weiter empfehlen, was eher nicht?

Waschmaschinenmittel
der Thread dazu: https://zumursprungzurueck.com/2013/05/15/biowaschmittel-selbst-gemacht/

Fangen wir mit umserem beliebtesten Rezept, dem Waschmaschinenmittel an (Wir haben hier täglich über 300 Zugriffe darauf!):
Bei uns hat sich dieses auch nach einem halben Jahr absolut bewährt. Die Wäsche wird bis auf starke Flecken (Grasflecken, Babystuhlflecken) ausnahmslos schön sauber. Und stärkere Flecken musste ich auch beim gekauften Biowaschmittel schon immer einweichen. Dies stellt also für mich keine Verschlechterung da, zumal ich nur 1x die Woche einweichen muss wegen heftigeren Flecken und bei 5 Kindern ist das jetzt eher selten.
Auch habe ich mit dem Duft herumexperimentiert und muss sagen: frische Düfte, wie Zitrus kommen weit besser zur Geltung als herbe, wie z.B. Lavendel. Auch gebe ich doch ein paar Tropfen mehr dazu, ich nehme an, ca 20 Tropfen. einfach weil ich es liebe, wenn die Kleidung gut riecht.
Auch ist es lange haltbar, wir machen – weil wir einfach etwas faul sind – immer gleich die doppelte bis dreifache Menge, damit kommen wir gut 2-3 Monate aus. Das Waschmittel ranzt nicht in dieser Zeit, kippt nicht und ist noch wunderbar im Duft. Einfach vor jedem Gebrauch die Flasche einmal kurz durchschütteln.

Alles in Allem bleibt mein Fazit von damals auch nach einem halben Jahr bestehen: Dieses Waschmittel lohnt sich vom Ergebnis und erst recht vom Kosten-Faktor und wird noch immer fleißig bei uns hergestellt.

Spülmaschinenmittel
der Thread dazu: https://zumursprungzurueck.com/2013/05/16/heute-im-test-selbstgemachtes-bio-spulmaschinenmittel/

Hier kamen von Euch wohl die größten Bedenken auf mit der Frage, ob der Essig die Heizstäbe usw in der Maschine nicht auf lange Sicht angreift….
Diese Bedenken konnten wir bisher NICHT ausräumen lassen, wenn man den Profi fragt kommt ein „Kann schon sein“.
Fakt ist auch, bei dem einen macht das Spülmaschinenmittel wunderbar sauber, bei dem anderen nicht – doch woran liegts? Im Vergleich mit Freunden und Bekannten stießen wir darauf, dass die Wasserqualität dafür verantwortlich sein könnte. Unter anderem scheint vorallem der Kalkgehalt im Wasser eine große Rolle zu spielen. Bei Wasser mit hohem Kalkgehalt scheint das Spülmaschinenmittel nicht so effektiv zu sein. Da wir außerdem die Bedenken bezüglich des Angreifens der Maschine nicht ausräumen konnten, haben wir jetzt 3 Monate lang eine weitere Variante probiert: Biowaschmittel in PULVER Form (keine Kapseln!) hernehmen und sehr weit herunter reduzieren im Verbrauch.
Das heißt, wir haben für eine Maschine anstatt der empfohlenen Menge nur noch einen halben TEElöffel hineingetan. Das Fazit kann sich sehen lassen: 1. wunderbar sauberes Geschirr und 2. reicht uns eine Packung Bio-Geschirrspülmittel nun 2,5 Monate. Also ist diese variante genausogünstig, wenn nicht sogar günstiger als unser Rezept! und 3. nicht schädlich für die Maschine
Unser Rezept ist also nur bei guter Wasserqualität zu empfehlen und man sollte sich vorher einmal mit einem Elektriker o.Ä. beraten – hier empfehlen wir dann lieber gekauftes Biopulver in geringen Mengen zu nutzen!

Handspülmittel
der Thread dazu: https://zumursprungzurueck.com/2013/05/25/spulmittel-fur-die-handwasche-biologisch-hergestellt/

Mit diesem haben wir im Grund gute Erfahrungen gemacht, bis auf kleines Mank, was wir leider nicht beheben konnten: Es ist nicht gut Fettlöslich. Im Grund benutzen wir das Spülmittel IMMER außer bei öligen/buttrigen Pfannen/Töpfen. Diese werden bei uns immer am Schluss mit einem Mini spritzer Bio Spülmittel aus dem Laden gewaschen. Da hatten wir so eine Mini-Probepackung mal da, diese hat jetzt 3 Monate gelangt -nachdem wir alles andere mit dem eigenen Spülmittel säubern konnten. Gerade um Flächen abzuwischen usw ist es wirklich ideal.
Fazit also: Wir stellen es weiter her und können es gut empfehlen, für alle fettige haben wir eine kleine Menge gekauftes Handspülmittel parat. Die Kosten sind also totzalledem weit reduziert worden.

Do it yourself – Salben für die Gesundheitsapotheke

Selbermachen rentiert sich vorallem in der Küche, das haben wir ja schon festgestellt. Aber eben nicht nur.

Sehr lohnenswert und einfach ist z.B: auch das Herstellen von Salben, die gerade in der Natur-Hausapotheke nicht fehlen sollten. Und auch kleine Mitbringsel und für die eigenen Verwendung genähte Kirschkernkissen und Kräutersäckchen sind ein toller Hingucker. (dazu das nächste mal mehr)
Die letzten Wochen habe ich da – während mein Baby mal schlief – ein wenig herumprobiert und wirklich tolle Ergebnisse erzielt- na und Spaß hat es auch noch gemacht 🙂

Totaler Fan bin ich davon Salben herzustellen. An Tinkturen und Öle hatte ich mich ja schon gewagt und diese nutzen wir auch regelmäßig bei so allerlei „Aua’s“ in der Familie.

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Auf dem letzten Regionalleitertreffen der Tauschbörse „Wir gemeinsam“ gab es dann ein paar Salben zu ertauschen: Ringelblumensalbe z.B. und ich war sofort ganz angetan. Also gegoogelt, was und wie man das so selber machen kann und schon war ich angefixt. Das ist nämlich wirklich einfach!
Wichtig ist halt auf gute Rohstoffe, am besten Bio und absolute Hygiene zu achten. Dann kann schon fast nix mehr schief gehen.
Hergestellt habe ich in letzter Zeit: Brandsalbe, Atmewohlbalsam in sanft und in stärker, Ringelblumensalbe, Beinwellsalbe und Kamillensalbe.
Den Salben zugrunde liegt immer diese Grundmischung: 4gr Bienenwachs und 40ml Olivenöl (oder Ölauszug)
Beides wird im Wasserbad erhitzt, bis der Bienenwachs geschmolzen ist, lässt es leicht abkühlen und dann mit ätherischen Ölen, je nach Rezept, versetzt.
Wenn man mit Kamillenöl, Johanniskrautöl, Ringelblumenöl (am beste nauch selber herstellen!) usw arbeitet- wird eben dieses anstatt des Olivenöls hinzugegeben (nicht zusätzlich!).
Das ganze warm abfüllen, am besten in Braunglas-Tigel und nach dem abkühlen ist sie schon fertig die eigene Salbe. Diese ist mehrere Monate kühl gelagert haltbar. Wenn man die Haltbarkeit verlängern will, kann man noch Graipfruitkernextrakt beigeben.

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Wenn man schaut, was die Dinge in der Apotheke fertig kosten, lohnt sich die Herstellung auf jeden Fall.
Bio-Bienenwachs haben wir 500gr für 13,50 Euro inkl. Porto erhalten – das sind dann Ausgaben von je Herstellung von 10 cent je 4 gr. Dazu kommt Olivenöl, (Bio erhalten wir das im Großpack für 7 Euro den Liter) im Wert von 28 cent für 40ml und grob veranschlagt 30 cent für ätherisches Öl/ und oder Kräuter.
Aus einer Herstellung bekomme ich 3x je 30ml Tigel fertige Salbe heraus. Die Salbe hat mich dann also je Glas nur 23 cent gekostet.
Na wenn das mal nicht günstig ist 😉

Für Rezepte kann ich Euch noch diese Seite empfehlen:
http://www.heilkraeuter.de/salben/

Und ansonsten lohnt sich sehr: eigene Rezepturen herstellen. Ich überlege mal noch, ob ich meine preisgebe 😉

Aufstriche als günstige Alternative

Wie Ihr wisst, versuchen wir seit Frühjahr diesen Jahres so viel wie möglich selbst und in veganer Version herzustellen. Da es bei den meisten Haushalten mindestens einmal am Tag „Brotzeit“ gibt, ist das auch bei uns der Fall. Früher hatten wir ohne nachzudenken oft 4 oder mehr verschiedene Käse sorten, Wurst und sonstige Leckereien auf dem Tisch. Dabei kommt einem dann schon der Gedanke, was wollen wir denn dann essen wenn wir das weg lassen?

Ok, nebst dem oben genannten Angebot hatten wir häufiger auch von Alnatura die Brotaufstriche zu Hause. Die Kinder lieben vor allem den Tomatenaufstrich. Tja was tun, wenn dies alles nicht mehr in Frage kommt?

Richtig – selber machen!

Erfahrungen beim selber machen

In der Vergangenheit haben wir schon einige Dinge hierzu vorgestellt. Beim selber machen standen wir dann auch immer wieder vor der Herausforderung, dass uns einige Aufstriche beim Lagern schlecht wurden. Das beste Beispiel hierbei war ein Linsenaufstrich, der im Schrank nach einiger Zeit ein Eigenleben entwickelt hatte. Bei solchen Aufstrichen hat sich das einfrieren bewährt. Auch sind lecker gemachte Aufstriche ein prima Geschenk oder eigenen sich sehr gut als Tauschmittel in Tauschkreisen, weil man davon gleich eine größere Menge günstig herstellen kann. Die Empfänger freuen sich oft sehr darüber, da jeder seine Aufstriche irgendwie anders macht und so eine wahnsinnig große Vielfalt zusammen kommt. Gleiches gilt übrigens auch für Pesto´s aller Art.

Kosten

Wenn Du bedenkst was ein kleines Gläschen leckeren Aufstriches im Geschäft kostet kommen hier einige hundert Euro im Jahr für den Belag auf´s Brot zusammen. Die Zutaten für größere Mengen eines Aufstriches sind garnicht so teuer und es kommt unterm Strich was richtig gesundes dabei heraus, ohne viel Geld dafür bezahlen zu müssen.

Rezepte gibt es hunderte die allein in den verschiedensten Onlinerezeptdatenbanken zu finden sind. Was auch sehr gut funktioniert sind übrig gebliebene Soßen oder Eintöpfe die pürriert einen erstklassigen Aufstrich für die nächsten Tage ergeben. Sehr gut sind Gerichte mit Linsen die man zum Aufstrich umfunktionieren kann.

Probiert es einfach mal aus, es geht unheimlich schnell, macht Spass und schont Euren Geldbeutel.

Was man mit Äpfeln so alles anstellen kann Teil 2

Sie ist mitten im Gange die Apfelernte – mittlerweile sind wir bei der Ernte der Lageräpfel angelangt.
Diese lassen sich bei richtiger Temperatur und Feuchtigkeit in Apfelkisten bis Ostern wunderbar lagern. Nachdem wir Freunde und Bekannte haben, die jeweils ettliche Apfelbäume haben, können wir unseren Vorrat nun wunderbar auffüllen und werden wohl erst am April wieder Äpfel zukaufen müssen. Unser Bedarf ist hoch, Äpfel ist das liebste Obst der Kinder und wir benötigen ca 5kg die Woche. Da sparen wir nun bis Ostern gut und gern rund 200 Euro, wenn nicht sogar mehr. Denn Äpfel lassen sich nicht nur „so“ essen, sondern super weiter verwenden, wir wir in Teil 1 ja schon vorgestellt hatten. Bitte schaut Euch da den Link zum ApfelKUCHEN Rezept an, das ist der Beste Apfelkuchen der Welt und noch dazu vegan 🙂 Dieser lässt sich auch wunderbar mit Zwetschgen usw. machen.

Hier nun unsere weitere liebsten Rezepte.

Wir sind ja Chutney Fans und daher gibts hier nun noch ein weiteres leckeres Chutney Rezept:

Apfel-Curry-Chutney

JE! 2 Eßlöffel Korriander, Pfefferkörner, Senfkörner, Salz und Kurkuma, sowie 10 Gewürznelken, 4 Sternanis zusammen fein mörsern und dann im Topf anrösten (trocken ohne Öl) bis sie duften. Dann mit 600ml Apfelsaft und 400 ml Essig aufgießen und mit 600g Zucker aufkochen.
Dann 200 gr Ingwer, 6 rote Chilichoten und 8 Zwiebeln kleinschnippeln und dazugeben. Das ganze nun 10 Minuten kochen lassen und dann 3 kg Äpfel in Stücke schneiden ( wir lassen die Schale immer dran!), und dazugeben.
Einkochen bis das ganze die gewünschte Konsistenz hat. Bei uns ist dies immer 30-45 MInuten. Abfüllen Fertig!

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Auch sehr zu empfehlen ist eine Apfel-Zucchini-Marmelade. Das gibt eine tolle Konsistenz, schmeckt wunderbar und ist wieder eine gute Idee bei Zucchini_Schwemme.

Apfel-Zucchini-Marmelade

1,5kg Äpfel und 1,5 kg Zucchini in Stücke schneiden und mit dem Saft von 3 Zitronen, sowie 1kg Zucker aufkochen. 3 gestrichene Löffel Agar-Agar dazugeben, nochmals aufkochen und mit Zimt abschmecken. Danach wird das ganze gut pürriert und heiß abgefüllt.

 

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Lecker ist auch Apfellikör und Apfelöl

Apfel-Likör
1,5 kg klein geschnittene Äpfel (mit Schale!) mit 2 Liter Korn übergießen, 6 Gewürznelken und eine Zimtstange dazugeben. Das ganze nach 5 Wochen abfiltern und abfüllen. Idealerweise nochmal 3 Monate reifen lassen.

 

Apfel-Öl
2 große Äpfel in Stücke schneiden und mit 2 Knoblauchzehen zu 1,5 Liter Rapsöl geben. 4 Wochen ziehen lassen und dann absiehen.

Könnt ihr auch gerne mal mit anderem Öl probieren….

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und zu guter Letzt noch einen klasse Link zu einem veganen Apfelstrudel:
bei der Butter einfach vegane hernehmen …
http://eatsmarter.de/rezepte/vollkorn-apfelstrudel

 

Und bevor wir es vergessen, hier ein Tipp:
Zimtstangen lassen sich mehrmals verwenden!!! 3x schmecken sie auf jeden Fall sehr intensiv. Probierts mal aus. Spart auch wieder jede Menge 🙂

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viel Spaß beim Probieren!

Was man mit Äpfeln so alles anstellen kann – Teil 1

erstmal gleich zu Anfang: ab sofort sind wir wieder da. 🙂
Sicherlich in teilweise größeren Abständen, aber doch wieder mehr als die letzten Wochen. Unser Sohnemann lebt sich so langsam bei uns ein und der Alltag kehrt allmählich wieder zurück. Auf jeden Fall bin ich wieder voller Tatendrang und werkle schon fleißig in der Küche, während unser Nachwuchs im Tragetuch schläft. Und klar dass mein Liebster fleißig mit kocht und panscht, sonst würde das wohl nicht so stressfrei gehen. Wir genießen also trotz der vielen Arbeit während der Erntezeit auch die Babyzeit sehr!

Und nun zum eigentlichen Blog–Thema:

…Sie sind ab sofort reif, die ÄPFEL….
Derzeit beginnt es mit den Frühäpfeln, die sofort verarbeitet werden wollen und endet im späten Herbst mit den lange lagerfähigen Spätäpfeln.
Äpfel sind DAS Obst unserer Region und es kann wohl jeder von uns Massen davon ernten, ob bei sich selber oder bei Nachbarn und Freunden. Wer Apfel will, bekommt auch Apfel.

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Was also tun, wenn man wie wir wirklich viele Äpfel ernten kann? 

Klar, am naheliegensten sind die Klassiker:
selber entsaften, Apfelmus und Kompott herstellen und viel Apfelkuchen backen.

Zum Entsaften eignet sich wunderbar ein Gerät für die Herdplatte wie auf dem Bild.

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Da kann man den ganzen Tag nebenbei noch wunderbar etwas anderes machen und der Saft schmeckt wirklich wunderbar. Mit jeder Flasche spart man viel Geld, denn der Strom ist natürlich weit günstiger, als gekaufter Saft. Die Flaschen kann man sich ertauschen oder aufheben von Getränken, die man im Geschäft gekauft hat. Wir kaufen Flaschen nicht extra zu.

 

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Auch Apfelmus oder Kompott lässt sich einfach herstellen, indem man Äpfel mit Zucker und nach Belieben Zimt und Vanille einkocht, Davon kann man wohl nie genug haben, da Apfelmus zu vielen Süßspeisen passt oder auch für Kuchen (Rezept ganz unten) gut verwendet werden kann. Kosten entstehen nur füer Zucker und Gewürze (und Strom) … eine wirklich günstige Alternative, vorallem wenn man sich gleich einen ganzen Jahresvorrat anlegt.

 

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Doch war uns auch daran gelegen, die Äpfel mal anders einzumachen und zu verwenden.

 

Am Liebsten waren uns hier:

Apfelringe!

Super lecker sind die getrockneten Ringe als Süßigkeit oder im Müsli. Und: jede Apfelsorte schmeckt getrocknet anders. Ein Geschmackserlebnis ohne Ende. Hergestellt sind sie auch sehr einfach: mit dem Apfelstecher das Gehäuse entfernen, in dünne Ringe schneiden, auffädeln und an einen warmen Ort aufhängen (Dachboden, Heizungskeller oder ähnlich.) Wir trocknen nicht im Backofen, das kostet uns zu viel Strom und wir trocknen nicht im Dörrgerät, da wir viel zu große Mengen herstellen. Warum teuer im Laden kaufen, wenn man sie gratis selber herstellen kann???

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Ein weiterer Hit auf unserer Liste ist Apfel-Chutney!

Heute gibts es zuerst das Rezept meines Lieblingschutneys – ein weiteres klasse Rezept folgt die kommenden Tage mit dem 2. Teil des Blogeintrages (denn wir haben noch mehr klasse Rezepte).

Apfel-Zwiebel-Chutney Rezept:

600 gr in Würfel geschnittene Zwiebel in Öl anbraten und mit 200 gr Zucker vermischen bis es karamelisiert.
Dann mit 500ml Weißweinessig ablöschen und 2 kg entkernte und in Stücke geschnittene Äpfel dazugeben.
Weiterin gibt man 4 scharfe Paprikaschoten gewürfelt dazu,  300 Gr Zucker, sowie 2 Tl Salz, 2 TL Pfefferkörner, 4 Lorbeerblätter, 2 TL gehackter Thymian, 1 Eßlöffel geriebene Ingwerwurzel und 2 Messerspitzen Cayennepfeffer (oder Wahlweise auch anstatt dessen 2 Chilischoten).
Das ganze kocht man 45-60 Minuten ein, bis es eine dickliche Masse ist und füllt es danach in heiß abgekochte Gläser ab. Hält sich so lange wie Marmelade. Passt wunderbar zu Reis, Gemüsebratlingen und Kartoffeln!
Hier liegen die Kosten aufgrund der Zutaten sicherlich etwas höher, als bei den meisten anderen selbstgemachten Apfel-Rezepten. Aber auch hier ist es natürlich VIEL günstiger, das ganze selber zu machen, als zu kaufen.

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Das ganze habe ich wie oben dann noch als Brotaufstrich kreiert. Der einzige Unterschied: Ich habe ca. 300 gr Sonnenblumenkerne püriert und dazugegeben, es weniger geschärft und länger einkochen lassen. Außerdem zum guten Schluss noch pürriert. LECKER!!!

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Und da die Kinder SÜß mögen, gab es noch ein weitere Highlight:

 

Apfel-Schokoladen-Marmelade

Hierfür dünstet man ein 1kg klein geschnittene Äpfel mit 1 Eßlöffel Zitronensaft und 1 Eßlöffel Wasser 5 Minuten an, pürriert diese und vermischt sie nach Belieben mit Zucker (wir haben ca 200 gr hergenommen, aber es kann dann am Ende auch noch mit Honig nachgesüßt werden). Das ganze kocht man dann 15 Minuten ein, wenn die Äpfel wässrig sind, entsprechend länger. Letzten Endes gibt man 100 gr Zartbitterschokolade und 50 gr Kakao dazu, sowie Honig nach Bedarf und verrührt das ganze gut. In hei abgekochte Gläser abfüllen.

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Zu guter Letzt gibts heute für Teil 1 noch das Rezept des besten Apfelkuchens der Welt.
Nicht nur lecker, saftig, sondern auch VEGAN ist er 🙂 und natürlich mit selbst gemachten Apfelmus und eigenen Äpfeln belegt.

http://www.laubfresser.de/2010/07/saftiger-veganer-apfelkuchen.html
Und da das Rezept nicht von mir ist, hier der Link, bitte unbedingt anlicken und Nachbacken.

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Achja: ich habe den Teig mit reinem Vollkorn gebacken und einfach 10% mehr Wasser dazugegeben: er ist PERFEKT gelungen.

 

Und damit ihr Lust auf mehr bekommt: In Teil 2 gibt es Rezepte von Apfel-Öl,  Likör, Marmelade, Strudel, Aufstrich, Eis und mehr 🙂 Lasst Euch überraschen!

Auch veganes Fastfood muss mal sein

Im Grunde achten wir nicht nur auf Bio – Regional- Kosten – überwiegend vegan, sondern auch auf GESUND!
Denn auch ein Bio-Veganer kann sich durchaus sehr ungesund ernähren. Die Regale im Supermarkt sind voll von Fertigprodukten / Ersatzprodukten und auch beim Selbermachen kann man durchaus die Balance verlieren.
Daher kochen wir Marmelade mit Agar- Agar (dann benötige ich nur ein Viertel der gewohnten Zuckermenge), bereiten wenn möglich Süßspeisen mit Honig, Agavendicksaft oder ähnlichem zu, essen so viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Nüsse/Saate/kaltgepresste Öle, wie nur möglich. selbstgemachtes Eis ist hier ohne Zucker, dafür mit Banane oder Sirup gesüßt und Schokolade gibt es einfach nicht mehr sooo oft (da die vegan auch echt teuer ist). Kaffee brauchen wir mittlerweile nicht mehr (den trinken wir gerne aber außer Haus – wenn wir zu Gast sind, passen wir uns eh immer der Ernährung der Gastgeber an!!!), haben aber für Gäste Kaffee im Haus … Tee schmeckt uns mittlerweile besser und bei dem Wetter eh Wasser.
ABER natürlich wäre es ein trauriges Leben, wenn es nicht auch mal Ausnahmen geben dürfte ..
Denn die Mischung macht es. Wenn man sich überwiegend gesund ernährt, kann der Körper gut damit umgehen, auch mal ungesund zu essen. Keiner wird dann an der Tafel Schokolade oder den Milchprodukten beim Gastgeber oder gar den fritierten und fettigen Sachen sterben, die man sich einfach ab und zu mal gönnt.

Und es gab da vor einigen Tagen nun diesen Tag, als unsere Kinder einen richtigen Hype auf Fastfood hatten.
„Mama können wir nicht zu MC Doof fahren oder in ne Frittenbude“ – wurde ich angejammert. Und da ich nix davon halte, meinen Kindern ihre Ernährung vorzuschreiben (ja ich mache ihnen sogar ab und zu ein Fleischgericht, weil es IHRE Entscheidung ist), hatte ich einen Gegenvorschlag der gut ankam (denn auf teure Fastfoodgerichte hatte ich dann auch keine Lust!):

Lasst uns doch mal ein veganes „Fastfoodgericht“  komtplett selber machen! (wobei die Herstellung dann nicht „fast“ war, sondern doch etwas Zeit gebraucht hat *g*)
Die Neugierde war groß und so gab es an dem Tag dann (alles!! selbstgemacht)
Pommes mit Schnitzel Ketchup und Mayo!
Wir standen zusammen in der Küche, die ganze Familie und haben gebrutzelt und einen riesen Spaß gehabt.
Aber nicht nur das, sondern das Fazit der Kinder war toll: HEY das schmeckt ja besser, als gekauft!

Daher hier nun unsere Rezepte:

Selbstgemachte Pommes

Man nehme hartkochende Kartoffeln, schält diese und schneidet sie in Pommes Stückchen.
Das ist sehr einfach und in diesem Video sehr anschaulich erklärt:

Wichtig ist, dass die Kartoffeln, bis sie fertig geschnitten sind, im kalten Wasser liegen.
Dann stellt man einen Topf kochendes Wasser auf und brüht die Pommes darinnen 15 SEKUNDEN ab. Gleich wieder herausnehmen und dann für 20 Minuten in eine Schüssel kaltes Wasser legen.
Anschließend werden die Pommes in Öl ca 2-3 Minuten „angebraten“. Hier kann schon Salz/Gewürze dazugegeben werden, denn die Pommes saugen die Gewürze dann so richtig in sich auf. Wenn die Pommes schön mit Öl durchtränkt sind – ab aufs mit Backpapier ausgelegte Backblech und bei 200 Grad backen bis sie goldbraun sind (immer wieder wenden). Evtl. nachwürzen.
Man kann sie natürlich auch in der Fritöse zubereiten, allerdings sind sie auf dem Backblech weit gesünder (da weniger Fett benötigt wird) und wir haben z.B. keine Fritöse!

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Selbstgemachte Schnitzel aus selbstgemachtem Seitan

Der sog. Rohseitan – also die ungewürzte und unmarinierte Version – wird ganz einfach aus einem Kilogramm Auszugsmehl hergestellt. Die Idee kam, weil wir noch ein Packerl 405er Mehl im Schrank hatten und Freunde aus Österreich bei einem Besuch mir von der Herstellung erzählt hatten (dake an Karin und Niko *g*). Du nimmst also 1kg Mehl und knetest es mit 550ml Wasser zu einem Teig der schön fest wirkt. Anschließend legst Du diesen Teigling in eine Schüssel mit Wasser und dort ruht er komplett mit Wasser bedeckt für ca. 20 Minuten.

Danach beginnt der Vorgang in dem die Stärke ausgewaschen wird. Dafür nahm ich eine größere Schüssel Wasser und knete den Teig in Wasser durch bis das Wasser schön milchig ist. Wasser wegkippen und das ganze immer wieder wiederholen. So lange bis der Teig zuerst eine klumpige Form und dann später wieder eine klebrige Teigform annimmt. Lass Dich nicht davon verunsichern, wenn der Teig locker wird und den Eindruck macht das er zerfällt das ist völlig normal bis genug Stärke rausgewaschen wurde und sich das Gluten zu einem Seitanrohteig wieder verbindet.Das dauert ca. 5-10 Spülvorgänge und dauert ca. 10 Min.

Danach ist der Rohseitan fertig zur Verarbeitung. Nun kann er mariniert und/oder in Brühe gekocht werden. Nach dem Kochvorgang ist der Seitan im Grunde fertig und kann zu Schnitzel, Steaks, Hack oder was auch immer weiterverarbeitet werden kann. Viel Spass dabei 😉

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Hier dann noch das Rezept veganer Mayonese:
http://vegan-und-lecker.de/2011/02/07/vegane-mayonnaise/
und hier das gesunde Ketchup Rezept:

http://www.frag-mutti.de/Ketchup-selbstgemacht-und-gesund-a33990/

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Zu guter Letzt hier noch die Kosten-Billanz für das komplette Gericht:

1kg Bio Kartoffeln – ca.1,20 Ero
200 ml kaltgepresstes Öl – 1 Euro
Gewürze/Senf/Zitronensaft – 50 cent
1kg Mehl – 30 cent
6 Eßlöffel Sojamehl (zum panieren) – 5 cent (selbst gemahlen)
1 Pk Tomatenpüree (1,50 Euro ca von Alnatura)
2 Pk Tomatenmark (2,20 Euro von Alnatura)
100 ml Sojamilch (selbstgemacht) – 3 cent
Gesamtausgaben von: 6,78 Euro
Sich „überfressen“ haben sich davon 6! Personen und es bleib was übrig, so dass es Ausgaben pro Person von gerade einmal 1,13 Euro waren.
Ich wette, dafür kann man in keinem Fastfood Restaurant essen 😉
Auch hier wieder: Selber machen lohnt sich und der Aufwand des Zubereitens hat uns allen viel Spaß bereitet!

Lindenblüten – gesund, lecker und „umsonst“

Wer „Glück“ hat, bei dem stehen die Linden noch in voller Blüte. Wir haben die Blüten vor 2 Wochen geerntet und leider sind sie bei uns nun schon verblüht …
Lindenblüten ernten mag für manche komisch klingen, doch sie sind nicht nur sehr gesund, sondern auch lecker mit ihrem leicht honigartigen Geschmack. Auch ist dies ein Baum, den man wirklich oft in freier Natur antrifft- das Erntgut ist somit also gratis zu finden.
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Aus Lindenblüten lassen sich wirklich viele verschiedene Dinge herstellen von Tees über Tinkturen auch hin bis zu Sirup, Honig, Gelee und vielem mehr. Leider hat die Menge unserer Lindenblüten nicht ausgereicht, um alles auszuprobieren, was uns interessiert hat – bzw eine große Menge für Tee zu trocknen war uns wichtiger. Und daher werden die anderen Rezepte einfach im kommenden Jahr ausprobiert und wir stellen in dem Artikel jetzt nur vor, was wir dieses Jahr gemacht haben.
Die einfachste, vielfältigste und bekannteste Art, ist das TROCKNEN der Lindenblüten.
Diese kann man dann idealerweise als Tee aufkochen oder auch dem Badewasser hinzugeben. Lindenblüten Tee unterstützt vorallem bei Erkältungskrankheiten, Halsweh und auch Fieber und ist somit der ideale Erkältungstee. Im Übrigen kann man ihn auch kalt genießen, ohne dass er seine Wirkung verliert!
Auch hat er eine beruhigende und bludrucksenkende Wirkung und kann gut bei Schlaflosigkeit getrunken werden.
Klar dass hier die Kosten-Billanz am Besten ist: Der Tee ist gratis!

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Wie aus den meisten Kräutern lässt sich mit Lindenblüten auch eine Tinktur herstellen. Diese hat die gleiche Wirkung wie der Tee, ist allerdins eine konzentriertere Form und kann nicht nur als Tropfen eingenommen, sondern auch mit Umschägen  verdünnt für äußerliche Wunden hergenommen werden.

Lindenblüten Tinktur
Dafür übergießt man die Blüten mit Korn, lässt das ganze 4 Wochen verschlossen ruhen und seiht es danach ab- dunkel aufbewahren.
Hier zahlt man nur den Preis für den Korn – im Gegensatz zu teurer Medizin aus der Apotheke, lohnt sich aber auch das!

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Sehr lecker auch:
Lindenblüten Essig

Man nehme 1 Liter Weißweinessig, kocht diesen auf und übergießt damit dann 2-3 Handvoll Lindenblüten.
Dann gibt man 40 gr Honig und die Schale einer Zitrone dazu, verührt das ganze und lässt es dann 3 Wochen zugedeckt ziehen.
Danach abseihen und in Flaschen füllen.

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Zu Guter letzt haben wir dann noch Lindenblüten Gesichtswasser hergestellt.
Man übergießt eine Handvoll Blüten mit 250ml kochendem Wasser, lässt es 10 Minuten ziehen und nach dem Abseihen dann erkalten. Das Gesichtswasser hat eine reinigende aber auch beruhigende Wirkung und ist somit ideal, wenn die Haut mal recht spannt.

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Soja im Test Teil 3 und: veganer Käse

Ja wir sind noch da, nur derzeit wirklich viel mit Ernten und Einmachen beschäftigt und natürlich mit dem Warten auf unser Baby. Das darf nämlich nun jeden Tag schlüpfen. Aber irgendwie glaub ich, werd ich wohl noch geduldig sein müssen und der kleine Mann geht über seine Zeit 😉

Derweil probieren wir natürlich weiter fleißig herum. Im 90%igem Leben als Veganer darf der „Käse“ nicht fehlen. Ehrlich gesagt, finde ich den gekauften „Ersatz“ Käse gruselig – mir schmeckt er einfach nicht. Aber nicht nur das, es würde zudem unsere gesamte Kosten-Bilanz sprengen, denn er ist auch noch wahnsinnig teuer! Veganer Käse kostet in kleinen Packungen schon rund 3,00 – 5,00 Euro, also gut das doppelte wie Kuhmilchkäse. Gerade bei unseren vielen Essern würde sich das sich nicht lohnen. Also haben wir uns hier mal wieder ans „Selber-machen“ gewagt und stellen unsere Alternativen selber her.

Zuerst haben wir uns nach diesem Rezept an veganen Mozarella gewagt
(http://www.mehr-als-rohkost.de/rezepte/veganer-mozzarella/)

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Das Ergebnis überzeugt meiner Meinung. Erkaltet lässt er sich super in den Salat schneiden und erwärmt ist er wirklich spitze überbacken auf Brot/Toast.

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Klar ist, dass die eigene Herstellung natürlich weit günstiger ist. Und der Aufwand ist wirklich gering. Außer der Wartezeit von 12 Stunden ist der Käse in wenigen Minuten hergestellt. Geschmacklich finde ich ihn sehr gut und ich kann mir gut vorstellen, dass er sich noch mit Kräutern „pimpen“ lässt.

Kosten-Billanz – veganer Mozarella

Was kostet uns nun die Herstellung von ca. 125 gr veganem Mozarella?
Da wir Milch und Joghurt selber machen, kann ich nur schätzen, dass wir hier bei und 25 cent liegen. Höchstens! Also ein wirklich guter Preis, der den Aufwand lohnt und wo man sogar für Kuhmilch-Mzarella weit mehr zahlt.

Die kommenden Tage probieren wir noch ein Rezept mit veganem Camenbert aus und werden die Grundrezepte vom Hefeschmelz (zum überbacken) nochmal beschreiben …

Als nächstes haben wir dann nach neuen Verwendungsmöglichkeiten von Okara gesucht, dem Sojabohnenmuß, welches bei der Herstellung von Sojamilch anfällt und sind über dieses leckere Rezept gestolpert, einer Sojawurst / Sojakäse http://www.vegetarische-rezepte.com/vegetarischerezepte/okara-sojawurst.php

Das Ergebnis war erstmal ernüchternd, da wir leider keine Sojasauce zur Hand hatten und die wird für die Würze aber dringend benötigt. Es schmeckte daher noch etwas „fad“.

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Ich würde das ganze um einiges stärker würzen, als in dem Rezept. Ansonsten schmeckt die „Wurst“ oder der „Käse“ sehr gut und lässt sich mit Gewürzen und Kräutern wieder stark variieren. Es schmeckt kalt direkt aufs Brot, aber auch überbacken und angebraten in der Pfanne (so haben es die Kinder verschlungen!). Wir werden es auf jeden Fall wieder probieren und uns mit den Gewürzen mutiger herantasten.

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Kosten-Billanz – okara Käse

Auch hier lohnt sich anhand der Kosten-Billanz das selber machen auf jeden Fall. 750 gr Okara fallen bei ca. 5-6 Litern selbstgemachter Sojamilch an. Je Liter Sojamilch habe ich Ausgaben von 27 cent – das Okara fällt hier gratis an! Grob geschätzt dürften die Kosten von 1kg Okara-Käse hier bei rund 60-70 cent liegen. Ob das für den Preis im Bioladen zu erhalten ist Ich glaube nicht. NIcht mal „echte“ Wurst der „echten“ Käse würde man für diesen Preis erhalten.
Also Fazit der veganen Käserezepte: nicht nur gesünder, sondern auch günstiger – sogar viel günstiger, als Kuhmilch und vegane gekaufte Produkte –  der Aufwand lohnt hier eindeutig!

In diesem Artikel (https://zumursprungzurueck.com/2013/06/19/soja-im-test-teil-2/) hatte ich ja ein leckeres Rezept für Okara-Bällchen beschrieben.
Wir haben das Rezept mittlerweile abgewandelt und herausgekommen sind die leckersten Schokoladen-Bällchen der Welt 😉 Ein super Ersatz für die Tafel Schokolade oder Kekse – sie schmecken hier allen, im Gegensatz zu Kokos.

Hier das Rezept:

300 gr. Okara mit 200 gr gemahlene Haselnüsse
100 gr geriebene vegane Schokolade (bittere schmeckt da sehr gut)
200 gr Vollkornmehl
150 gr. Zucker (oder auch Honig)
100 ml kalt gepresstem Öl,
Schale von einer abgeriebenen Zitrone
2 TL Zimt und 4 Eßlöffel Kakao mischen.
Die Masse zu Kugeln formen, auf ein Backblech geben und bei vorgeheiztem Ofen bei 180 Grad nun 30 Minuten backen. Sie dürfen außen ruhig so richtig  knusprig werden, innen bleiben sie weich.

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Guten Appetit!