Nie wieder Shampoo Teil 2 oder „Natron ein Alleskönner“

Vor über einem Jahr berichtete ich auf unserem Blog bezüglich eines Shampoo-Ersatzes: https://zumursprungzurueck.com/2013/12/17/nie-wieder-shampoo-oder-wie-kopf-und-zahne-naturlich-sauber-bleiben/
Mein Erfahrungen mit Lavaerde waren durchweg gut, aber nicht bei jedem der Mitleser schlug es so erfolgreich an. Also machte ich mich nun vor Kurzem wieder ans Ausprobieren von verschiedenen Alternativen.
Hängen geblieben bin ich zum einen bei selbstgemachter Shampoo-Seife. Diese kann man – wie auch Seife zum Händewaschen – selber sieden und je nach Rezeptur ist sie genauso erfolgreich wie „herkömmliches“ Shampoo.
Doch ich dachte mir, es müsse doch auch möglich sein, Shampoo / oder eine Alternative mit weniger Einsatz herstellen zu können, denn Seife sieden ist schon eine etwas aufwendigere und ja auch nicht komplett ungefährliche Prozedur.
Also machte ich mich aufgrund einiger Hinweise durch Kommentare unserer Blogleser auf die Recherche und fand es schließlich – die meiner Meinung nach – UNSCHLAGBARE Alternative.
Die Alternative, die schnell und Problemlos hergestellt ist, die gesund ist und das Haar nach der Wäsche weder fettig, noch strohig und vor allem gewaschen und glänzend wirken lässt:

NATRON

Die Lösung für das Haar herzustellen, ist ganz einfach:
Man nehme 250 ml warmen Wasser, nicht mehr als 50 Grad! und vermenge dies mit 2 Eßlöffel Natron.
Gemeint ist hier im Übrigen das Natron, welches auch als Backnatron oder Kaisernatron bekannt ist (Natriumhydrogenkarbonat).
Das Ganze muss etwas länger umgerührt werden und wird dann beim Duschen einfach ins Haar gegossen und etwas einmassiert. Es ist flüssig und schäumt nicht, was für den ein oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig sein kann.
Danach wäscht man es aus und spült unbedingt mit saurer Rinse nach. Denn ohne saure Rinse würden die Haare nun total strohig werden.
Rinse stelle ich her, indem ich auf 1 Liter Wasser einfach 2 Esslöffel Apfelessig gebe, gut mische und davon nach Gefühl einiges ins Haar einarbeite.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: die Haare sind weich, einfach kämmbar, sehr sauber, glänzen und es ist kein fettiger Ansatz mehr zu erkennen.

Natürlich kann die Menge auch variiert werden, probiert es doch einfach aus.

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Wie sieht es aber nun mit der Kosten-Bilanz aus?
Wie immer ausgezeichnet:

 

Kosten-Bilanz:
Natron kann man online für 12 Euro inklusive Porto im 5 Liter Eimer erwerben.
Dies macht auch Sinn, da es noch in vielen weiteren Bereichen eingesetzt werden kann.
2 Esslöffel Natron haben ein Gewicht von ca. 20 Gramm (grob geschätzt), umgerechnet sind dies somit Kosten von 4,8 Cent plus 0,02 Cent für Wasser und Strom, gleich 5 Cent.
Ein Naturprodukt von Alverde kostet ca 2,75€, reicht ca 30 Haarwäschen lang, womit die Haarwäsche bei umgerechnet 9,1 Cent liegt.
Fazit
Somit wäre hier das selbstgemachte „Shampoo“ nicht nur gesünder, sondern auch günstiger.
Klar bei der Menge keine riesige Ersparnis, aber darauf kommt es uns ja nicht an!
Somit ist diese Variante günstiger, als mit Lavaerde zu waschen, macht weit weniger Schweinerei und dürfte auch im ökologischen Sinne vorteilhafter sein!

 

Mit Natron kann man übrigens noch weit mehr anstellen. Wir werden die kommende Zeit nun alle Möglichkeiten ausprobieren und darüber berichten!
Ein Möglichkeit ist es mit Natron ein Deo herzustellen.

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Rezept Deo:
100ml abgekochtes und wieder abgekühltes Wasser mit 2 Teelöffel Natron und ätherischem Öl, wie z.B. Teebaumöl und Limettenöl mischen. In einen Zerstäuber geben und fertig.
Einfach, gesund und wirkt wirklich prima.

 

Viel Spaß beim Nachmachen und wir freuen uns über Eure Erfahrungen!

Nie wieder Shampoo – oder wie Kopf und Zähne natürlich sauber bleiben…

…ich bin hin und weg…absolut fasziniert, begeistert und bin mir nun ganz sicher:

Ich kaufe ganz sicher nie wieder Shampoo!

Vor einiger Zeit bin ich auf Shampoo-Seife umgestiegen,  die ich mir bei jemandem bestellt hatte. Für den Körper war ich schon länger auf feste Seife umgestiegen, habe dafür das Seifen gelernt und eigene Olivenölseife hergestellt. Jetzt war meine Shampoo-Seife mal wieder leer und ich wollte auch dies lernen selber herzustellen. Doch wie es der Zufall so will, stieß ich zum wiederholten Male auf Artikel im Internet, die von „Lavaerde“ berichten.

Also rundherum gegoogelt (es hat nix mit dem Vulkan zu tun, sondern ist marokanische Erde) und viele Berichte gelesen, die fast nur Positives zu berichten hatten. Auch unsere Freunde von Experiment Selbstversorgung haben schon darüber geschrieben.
http://experimentselbstversorgung.net/von-kopf-bis-fuss/

Also fix Lavaerde gekauft und ausprobiert.
Für meine Haarlänge habe ich 2 gehäufte Teelöffel mit ca. der doppelten Menge Wasser und einem Teelöffel Olivenöl gemischt. (Olivenöl lass ich mittlerweile weg, wird zu fettig, wenn ihr trockenes Haar habt, erstmal ein paar wenige Tropfen probieren) So das eine schöne cremige Masse entstand. Kurz „quellen“ lassen und ab damit in die Dusche. In der Dusche dann die nassen Haare komplett damit einmassieren (ich hab festgestellt, dass das einmassieren echt wichtig istm damit das Fett weg geht), bis auf die Kopfhaut. Gut einwirken lassen und dann gründlich ausspülen.
Allein die Massage fand ich schon wunderbar, aber das Ausspülen das war wirklich der Hit. Meine Haare waren butterweich! Danach hab ich dann noch ne Apfelessig-Spülung drauf, ausgewaschen und was soll ich sagen: Nach dem Fönen wunderbar weiche, nicht fettige Hare, die sich perfekt kämmen ließen.

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Die Lavaerde bescherrt mir schönere Haare, als Shampoo und Seife und ist auch noch ein absolut natürlicher Rohstoff. Ich bin begeistert. Klar kann man sich darüber streiten, ob es ökokorrekt ist, dass er aus Marokko kommt aber ich bin überzeugt es ist ökokorrekter als jedes Shampoo mit den vielen Inhaltsstoffen und zudem stehe ich einfach auf saubere Haare (nicht waschen wär also nicht mein Ding). Auch ein Vorteil, dass – nach mindestens 2 Wochen Anwendung – die Haare viel weniger gewaschen werden müssen.

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Die Kosten-Nutzen-Billanz

Ich habe 1kg Lavaerde von Logona für 19€ gekauft. Für eine Waschladung benötige ich ca. 14gr Lavaerde.  Die Haarwäsche kostet mich somit ca 26 cent, 1-2 cent mehr wenn ich Öl hinzugebe, was kein Muss ist und sich eher bei trockenem Haar empfiehlt.
Im Grunde kann ich mit 1kg Lavaerde 71 mal die Haare waschen – was wenn man dies 1x die Woche macht,  hält diese dann somit 71 Wochen lang – also ca. 1,25 Jahre 😉 Irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass ich in 1,25 Jahren für ein Ökoshampoo (oder mehre Shampoos!) mehr als nur 19€ ausgeben würde.
Die Lavaerde überzeugt also auch hier total!

und weils so schön ist, hab ich noch Zahnpasta mit Lavaerde hergestellt, gefunden in diesem Blog:
http://langsamerleben.wordpress.com/2013/05/21/zahnpasta-selber-machen/

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Ich hab es genau wie dort angegeben hersgestellt. Die Zahnpasta ist nicht so schlimm wie ich dachte, also man kann sie gut nutzen und nach dem Putzen sind die Zähne wirklich prima sauber. Die Haltbarkeit werde ich versuchen zu verlängern, indem ich etwas Graipfruitkernextrakt dazugebe, ich schreib Euch dann mal, ob es geklappt hat. Also werden wir auch keine Zahnpasta mehr kaufen. Die Selbst gemachte ist viel günstiger, genauso gesund wie die Weleda und man kann den Geschmack variieren.

Viel Spaß beim Matschen 😉

 

Mittlerweile haben wir eine noch bessere Alternative gefunden: https://zumursprungzurueck.com/2015/02/23/nie-wieder-shampoo-teil-2-oder-natron-ein-alleskonner/

Do it yourself – Salben für die Gesundheitsapotheke

Selbermachen rentiert sich vorallem in der Küche, das haben wir ja schon festgestellt. Aber eben nicht nur.

Sehr lohnenswert und einfach ist z.B: auch das Herstellen von Salben, die gerade in der Natur-Hausapotheke nicht fehlen sollten. Und auch kleine Mitbringsel und für die eigenen Verwendung genähte Kirschkernkissen und Kräutersäckchen sind ein toller Hingucker. (dazu das nächste mal mehr)
Die letzten Wochen habe ich da – während mein Baby mal schlief – ein wenig herumprobiert und wirklich tolle Ergebnisse erzielt- na und Spaß hat es auch noch gemacht 🙂

Totaler Fan bin ich davon Salben herzustellen. An Tinkturen und Öle hatte ich mich ja schon gewagt und diese nutzen wir auch regelmäßig bei so allerlei „Aua’s“ in der Familie.

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Auf dem letzten Regionalleitertreffen der Tauschbörse „Wir gemeinsam“ gab es dann ein paar Salben zu ertauschen: Ringelblumensalbe z.B. und ich war sofort ganz angetan. Also gegoogelt, was und wie man das so selber machen kann und schon war ich angefixt. Das ist nämlich wirklich einfach!
Wichtig ist halt auf gute Rohstoffe, am besten Bio und absolute Hygiene zu achten. Dann kann schon fast nix mehr schief gehen.
Hergestellt habe ich in letzter Zeit: Brandsalbe, Atmewohlbalsam in sanft und in stärker, Ringelblumensalbe, Beinwellsalbe und Kamillensalbe.
Den Salben zugrunde liegt immer diese Grundmischung: 4gr Bienenwachs und 40ml Olivenöl (oder Ölauszug)
Beides wird im Wasserbad erhitzt, bis der Bienenwachs geschmolzen ist, lässt es leicht abkühlen und dann mit ätherischen Ölen, je nach Rezept, versetzt.
Wenn man mit Kamillenöl, Johanniskrautöl, Ringelblumenöl (am beste nauch selber herstellen!) usw arbeitet- wird eben dieses anstatt des Olivenöls hinzugegeben (nicht zusätzlich!).
Das ganze warm abfüllen, am besten in Braunglas-Tigel und nach dem abkühlen ist sie schon fertig die eigene Salbe. Diese ist mehrere Monate kühl gelagert haltbar. Wenn man die Haltbarkeit verlängern will, kann man noch Graipfruitkernextrakt beigeben.

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Wenn man schaut, was die Dinge in der Apotheke fertig kosten, lohnt sich die Herstellung auf jeden Fall.
Bio-Bienenwachs haben wir 500gr für 13,50 Euro inkl. Porto erhalten – das sind dann Ausgaben von je Herstellung von 10 cent je 4 gr. Dazu kommt Olivenöl, (Bio erhalten wir das im Großpack für 7 Euro den Liter) im Wert von 28 cent für 40ml und grob veranschlagt 30 cent für ätherisches Öl/ und oder Kräuter.
Aus einer Herstellung bekomme ich 3x je 30ml Tigel fertige Salbe heraus. Die Salbe hat mich dann also je Glas nur 23 cent gekostet.
Na wenn das mal nicht günstig ist 😉

Für Rezepte kann ich Euch noch diese Seite empfehlen:
http://www.heilkraeuter.de/salben/

Und ansonsten lohnt sich sehr: eigene Rezepturen herstellen. Ich überlege mal noch, ob ich meine preisgebe 😉

Kamille, eine große und leckere Heilpflanze

Jetzt ist die Zeit, wo man große Mengen an Kamille in der Natur findet.
Achtet bitte darauf, dass sie nicht an stark befahrenen Straßen wächst und sammelt, was das Zeug hält!

„Viel“ machen wir aus der Kamille nicht, sondern eigentlich nur drei verschiedene Dinge. Denn diese genügen uns und werten die Hausapotheke doch enorm auf.
Gerade wenn man keine Alternativen Heilpflanzen zur Verfügung hat, wirkt die Kamille gegen fast alle Beschwerden.
Sie ist enzündungshemmend, antibakteriell, krampflösend, heilungsfördern und beruhigt.
Bei trockener Haut sollte sie allerdings nicht im Öl direkt, sondern mit einer fettenden Creme aufgetragen werden, da Kamille austrocknend wirkt.

Wir haben diese Woche folgendes hergestellt:
zum einen:

Kamillen-Tee
Dafür einfach die gewünschte Menge Kamillenblüten sammeln und sanft mit einem Tuch bedeckt, z.B. auf einem Backblech – in der Sonne trocknen.
Die Blüten sind so nach 2-3 Tagen gut durchgetrocknet und können dann abgefüllt werden.
Für eine Kanne Tee giesse ich 1-2 Teelöffel Kamillen-Blüten auf und lasse dies 5 Minuten ziehen.

Weiterhin haben wir Kamillen-Öl hergestellt. Das Kamillen Öl ist nicht nur als Grundlage von diversen Cremes sehr gut geeignet, sondern auch zum direkten Auftragen auf die Haut. Gerade bei Bauchweh oder Reizungen der Haut eignet es sich bestens zum sanften einmassieren oder aber zum Pflegen der Haarspitzen.

 

Rezept Kamillen-Öl:
20 Gramm getrocknete Kamillenblüten in ein großes Einweckglas geben, das Ganze mit 500ml Öl kaltgepresstem (Sesam, Sonnenblume, Raps, Mandel oder Jojoba z.B.) übergießen, mit einem Holzlöffel umrühren und das Ganze dann gut verschraubt an einem warmen Ort 4 Wochen stehen lassen. Danach durch ein Küchentuch abseihen und in dunkle Flaschen abfüllen. Hält sich mindestens 1 Jahr.
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Auch sehr gut geeignet für die Hausapotheke ist Kamillen-Tinktur. Diese ist alkoholisch und fürs Desinfizieren, als verdünntes Teilbad oder als Kompresse bei Schwellungen gut geeignet.

Rezept Kamillen-Tinktur:
Ein Schraubglas zur Hälfte mit getrockneten Kamillen-Blüten befüllen, dann Doppelkorn hinzugeben, bis die Blüten bedeckt sind. Mit einem Holzlöffel umrühren und dies dann 4 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen. Danach duch ein Tuch abseihen und in ein dunkles Glas füllen.

 

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Bei beiden Rezepten als Tipp: Die Fensterbank wird Nachts zu kalt. Meist genügt daher das Glas an einem hellen Ort in z.B. der Küche aufzubewahren.

Kamillenblüten schmecken übrigens auch in Salaten und Süßspeisen gut.
Hier verlinke ich mal noch zu einem Kamillen-Blüten-Eis (haben wir aber noch nicht probiert!):http://www.kochbar.de/rezept/464284/Kamillenblueten-Eis.html

 

Viel Spaß beim Sammeln!
und morgen folgt dann ein Artikel zur selbstgemachten Sojamilch, Sahne und Joghurt 😉

Zitronenmelisse, eine Köstlichkeit mit viel Verwendungsmöglichkeiten

Eine unserer liebsten Gewächse ist die Zitronenmelisse.
In Töpfen beduftet sie das Haus in der kalten Jahreszeit und auch im Garten ist sie schön anzusehen. Nicht nur, dass sie eine tolle Bienen-Weide-Pflanze ist, sie lässt sich auch vielfältig in Küche und als Arznei einsetzen. Zum Aromatisieren von Wasser und Salaten gibt man einfach ein paar frische Blätter bei.
Jetzt von Anfang bis Ende Juni – vor der Blüte! – ist die beste Zeit, die Melisse zu ernten, da sie jetzt am aromatischsten ist.
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Dieses Jahr war mir daran gelegen, einige „haltbare“ Dinge aus der Zitronenmelisse herzustellen.

Zuallererst habe ich mich zur Herstellung einer Melissen-Tinktur entschieden.
Die Tinktur hilft gut gegen Kreislaufbeschwerden (2x täglch 15 Tropfen einnehmen), gegen Fußpilz & Herpes, sowie Kopfweh (hier die Tinktur verdünnt im Verhältnis 1:1 mit Wasser auftragen, bzw an die Schläfen einmassieren) und kann auch in Öl eingelegt wunderbar als Massagemittel bei Gliederschwere und Quetschungen verwendet werden. Ein ideales Hausmittel also, was sich wunderbar im Schrank lange aufbewahren lässt.

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Rezept Melissen-Tinktur
20 g Melissenblätter mit 100 ml 70%igem Alkohol übergießen, 10 Tage lang an einem warmen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung ziehen lassen und dann abfiltern. In einem luftdichtem Glas/Flascherl aufbewahren.

Eine weitere Möglichkeit Zitronen-Melisse zu verarbeiten ist es, Sirup herzustellen. Mit diesem Sirup kann man nicht nur Wasser und Tee lecker verfeinern, sondern z.B: auch  Sekt, selbst gemachtes Eis und andere Süßspeisen. Auch lässt sich der Sirup wieder wunderbar lange einlagern.

Zitronenmelisse Sirup Rezept
1,5kg Rohrohrzucker
3,5 unbehandelte Biozitronen in Scheiben schneiden
45 gr Zitronensäure
4 handvoll Zitronenmelisse Bätter
4 Liter heißes (nicht kochendes!!!!) Wasser

Alle Zutaten in einen großen Topf geben, mit dem heißen – aber nicht kochendem – Wasser überbrühen, gut umrühren und dann abgedeckt mit einem Geschirrtuch 4 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. 1x am Tag umrühren. Am 4. Tag die Zitronen nochmal kräftig ausdrücken, alles durch ein Sieb/Tuch geben und im Topf auf 80 Grad erwärmen. Danach in abgekochte, heiße Flaschen abfüllen.

Das Rezept ergibt ca. 5 Liter Sirup

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Bei beiden Rezepten blieben „frische“ Stengel übrig. Die wollte ich natürlich nicht ungenutzt lassen und so habe ich diese kleingeschnitten. Einen Teil davon habe ich mit heißem Wasser aufgebrüht und erhielt einen lecker aromatischen Tee. Den anderen Teil habe ich dem Badewasser hinzugegeben – Zitronenmelisse wirkt nämlich auch schlaffördernd und nach einem tollem Melissenbad lässt es sich um so besser schlafen 🙂

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Zuguter Letzt habe ich die restlichen Stengel Zitronenmelisse noch gut getrocknet und dann alles fein zerkleinert.
Dies abgepackt in kleinen Döschen/Gläschen ergibt nun ein leckeres Küchengewürz. Zitronenmelisse passt vor allem in asiatisch angehauchte Gerichte und Reis wunderbar hinein.

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Diese Ideen sind nur wenige, der wirklich vielen Verarbeitungsmöglichkeiten von Melisse. Das Schöne ist, sie wächst wirklich sehr unkompliziert, lässt sich einfach vermehren und kann so jedem Garten/jeder Terasse zur genüge zur Verfügung stehen.

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Herr Gundermann – der olle Herr Unkraut?

Viele kennen ihn vom Aussehen – den Herrn Gundermann – ein verschlängtes Wesen mit ründlich eingezackten Blättern – was fast jeden Garten bewächst.

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Doch leider wird der nette Herr meist verkannt – Unkraut wird er gar geschimpft und in Massen aus den Gärten entfernt.
Schade, denn das wird ihm wirklich nicht gerecht! Herr Gundermann ist nämlich alles andere als ein Unwesen – er ist hilfsbereit und voller Tatendrang.
Gundermann ist ein wahres und schmackhaftes Heil- und Küchenkraut.
Er wirkt entzündungshemmend, Blase und Niere anregend, stoffwechselfördernd, schleimlösend, schlechtheilende Wunden, chronischer Schnupfen, chronischer Husten, stopfend bei Durchfall und schmeckt!

Gesammelt werden kann Herr Gundermann fast das ganze Jahr von März bis November. Und es lässt sich so allerlei mit ihm anstellen.

 

„Der Gundermann hat ein kräftig-bitteres bis leicht scharfes Aroma, das Salaten, Kräuterquark, Dressings und Soßen eine besondere Note verleiht.
Die klein geschnittenen Blätter eignen sich hervorragend für ein pikantes Pesto und als Würze für gedünstetes Gemüse, Pellkartoffeln und Eierpfannkuchen.
Hobbyköche können das Kraut auch wie Spinat zubereiten und als Gemüsebeilage servieren.“
(Zitat aus: http://www.hausfrauenseite.de/kuechentipps/gundermann.html)

Unsere liebsten Verwendungen des Herrn Gundermann:

Kräutersalz
In Verbindung mit Salz lässt sich hier ein tolles Kräutersalz herstellen, was wir auch diesesmal sogleich ausprobierten.
Einfach 2 Handvoll Gundermann mit 50gr gutem Salz kleinmörsern und dann auf einem Backblech am besten bei warmen Wetter trocknen lassen. In kleinen luftdichten Gläschen aufbewahren.

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Ansonsten möchte Herr Gundermann für Gerichte aber lieber frisch verarbeitet werden, denn nur so ist er noch wirksam und gehaltvoll. Da er aber fast das ganze Jahr wächst, sollte das kein Problem darstellen….

 

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weitere Rezepte für Körper, Seele und Geist:
Gundermann Badesud/Zahnspülung

5 Handvoll Gundermannkraut in
5 Liter Wasser auskochen, dann abseihen.
Dies ergibt entweder eine Ladung fürs Badewasser oder heiß abgefüllt in Flässchen (entsprechend weniger zubereiten!) eine klasse Mundspülung, die bei Zahnschmerzen und Zahnfleischproblemen unterstützend wirkt.
Im Badewasser hat der Gundermann die Wirkung bei Blasen- und Nierenkrankheiten zu helfen, die Nerven zu stärken und ist gut bei Ausschlägen durch seine reinigende und entzündungshemmende Wirkung.
Guntermann-Tee
wird am liebsten frisch zubereitet und hilft unter anderem sehr gut bei Husten, da er schleimlösend ist. Der Tee ist aber auch stark schmerzlindernd und appetitanregend.
2 Teelöffel kleingehacktes Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen – dann abseihen.
Bitte nicht mehr als 2 Tassen täglich trinken.
Unser großer Sohnemann hatte sich einen argen Husten die letzten 3 Tage eingefangen und so konnten wir den Tee sogleich ausprobieren. Der Husten war tatsächlich schnell beruhigt und am kommenden Tag schon wieder fast komplett verschwunden. Besser hätte es keine Arznei hinbekommen können.

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Gundermann-Wundöl
Saubere, aber ungewaschene Blätter verwenden. Ein Schraubglas gut füllen und dann fest zusammen pressen (ich hab einfach einen schweren Stein drauf gelegt) . Dann an einen sonnigen, warmen Ort stellen. Nach ein paar Tagen sammelt sich untem im Glas eine Flüssigkeit, die dann abgesiebt wird. In einem kleinen Glas dunkel/kühl aufbewahren und bei Bedarf mit Watte mehrmals auf die Wunden auftragen. Die Wundheilung soll somit beschleunigt werden.

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Pfefferminze – eine beliebte Heil- und Würzpflanze

Was macht man eigentlich, wenn man ein riesiges Büschel Pefferminze von einer lieben Nachbarin geschenkt bekommt?
Richtig: verwerten 😉 Denn die Pfefferminze ist eine vielseitig einsetzbare Pflanze mit leckerem Geschmack und auch noch gesundheitsfördernder Wirkung.

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Die wohl bekannteste Möglichkeit, die Pfefferminze zu nutzen, ist diese zu trocknen und als Tee aufzubrühen. Wunderbar wirkt dieser dann bei verschiedensten Krankheiten. Hier eine tolle Beschreibung zur Pfefferminze und deren Wirkung: http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/Pfefferminze.htm
Wir wollten natürlich nicht nur Tee daraus zubereiten (frische Blätter in Wasser, Salaten und Soßen schmecken übrigens auch wunderbar), sondern gleich unsere Hausapotheke etwas aufbesser.
Also haben wir als erstes Pfefferminzöl angesetzt. Damit kann man sich einreiben, einmassieren – zum Beispiel bei Kopfweh an den Schläfen.

 

Pfefferminz-Öl Rezept
Eine gute handvoll Pfefferminzblätter zerkleinern und in ein Schraubglas füllen. Mit 1/2 Liter kalt gepressten Olivenöl auffüllen, gut verschrauben und dann 6 Wochen auf der Fensterbank – an einem sonnigen Platz – stehen lassen. Danach abseihen und in braune Fläschchen umfüllen und eher dunkel lagern.

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Weiterhin haben wir dann auch sogleich eine Pfefferminztinktur angesetzt. Die Tinktur wirkt gut gegen Blähungen, aber auch bei Zahnfleischproblemen, Magen-Darm-Krämpfen und Migräne.

 

 

Rezept Pfefferminz-Tinktur
2 Handvoll Pfefferminzblätter in ein Schraubglas füllen, mit 40%igem Korn übergießen und gut verschrauben. An einem warmen Ort gut 4 Wochen ruhen lassen – danach abseihen und wieder 4 Wochen ruhen lassen.

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Und dann gabs auch gleich noch was für den Gaumen. Pfefferminz-Likör soll ausgesprochen lecker sein 🙂 Wir haben ihn angesetzt, wissen aber noch nicht, wie er schmeckt. Da üben wir uns noch in Geduld – aber hier schon einmal die Zubereitung:

 

Pfefferminz Likör Rezept
1/2 Liter Korn mit einer handvoll Pfefferminzblätter gut vermischen. Am besten dann in einem Schraubglas an einem dunklen Ort aufbewahren (ich hab es in den Schrank gestellt). Nach 10 Tagen dann ein 3/4 Liter Wasser mit 250gr Zucker zu einem Sirup aufkochen lassen und dann die Pfefferminz-Masse komplett dazugeben. Alles gut mischen und dabei die Pfefferminzblätter mit einem Löffel nochmal gut ausdrücken. Abseihen und  in Flaschen abgefüllt dunkel lagern. Prost!

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Da wir Pfefferminze total gern zum würzen von Soßen, Salaten usw. hernehmen, aber leider keine eigene Pflanze im Garten haben, hab ich kurzerhand noch 2 Beutel mit Blättern gefüllt und einfach eingefroren. Diese kann ich dann nach Bedarf herausholen und sie schmecken „fast“ wie frisch.

 

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Den kompletten Rest der Pfefferminze – denn es war wirklich viel – haben wir nun zum Trocknen aufgehängt.
Wenn alles gut getrocknet ist, wird dies in Dosen als leckerer Tee aufbewahrt.
Wohl bekommts!

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Es ist jetzt Erntezeit für sehr viele tolle Pflanzen und Kräuter, aus denen sich Tee, Sirup, Liköre, Marmeladen, Gelees, aber eben auch Tinkturen und Öle für die Hausapotheke herstellen lassen. Im Grunde haben wir das meiste, was wir für eine ausgewogene Ernährung und unsere eigene „Medizin“ brauchen direkt vor der Haustüre wachsen.
Daher werden wir die kommenden Wochen vermehrt auch über diese Pflanzen berichten. Eine Kosten-Billanz zu erstellen sehe ich dabei allerdings als unnötig an – denn selbst gemacht ist hier auf jeden Fall günstiger, als das teure Öl aus der Apotheke oder gar Medikamente mit Nebenwirkungen zu erstehen. Denn außer den Zutaten wie je nachdem z.B. Öl, Korn oder Zucker usw. kostet uns die Pflanze an sich NICHTS – wächst sie doch draußem direkt ums Eck.
Heute verarbeitet haben wir schon Zitronenmelisse, Kamille und Gundermann. Außerdem folgt natürlich Holunderblüte und bald auch Lindenblüten – aber dazu dann mehr in den nächsten Artikel.