Nie wieder Shampoo – oder wie Kopf und Zähne natürlich sauber bleiben…

…ich bin hin und weg…absolut fasziniert, begeistert und bin mir nun ganz sicher:

Ich kaufe ganz sicher nie wieder Shampoo!

Vor einiger Zeit bin ich auf Shampoo-Seife umgestiegen,  die ich mir bei jemandem bestellt hatte. Für den Körper war ich schon länger auf feste Seife umgestiegen, habe dafür das Seifen gelernt und eigene Olivenölseife hergestellt. Jetzt war meine Shampoo-Seife mal wieder leer und ich wollte auch dies lernen selber herzustellen. Doch wie es der Zufall so will, stieß ich zum wiederholten Male auf Artikel im Internet, die von „Lavaerde“ berichten.

Also rundherum gegoogelt (es hat nix mit dem Vulkan zu tun, sondern ist marokanische Erde) und viele Berichte gelesen, die fast nur Positives zu berichten hatten. Auch unsere Freunde von Experiment Selbstversorgung haben schon darüber geschrieben.
http://experimentselbstversorgung.net/von-kopf-bis-fuss/

Also fix Lavaerde gekauft und ausprobiert.
Für meine Haarlänge habe ich 2 gehäufte Teelöffel mit ca. der doppelten Menge Wasser und einem Teelöffel Olivenöl gemischt. (Olivenöl lass ich mittlerweile weg, wird zu fettig, wenn ihr trockenes Haar habt, erstmal ein paar wenige Tropfen probieren) So das eine schöne cremige Masse entstand. Kurz „quellen“ lassen und ab damit in die Dusche. In der Dusche dann die nassen Haare komplett damit einmassieren (ich hab festgestellt, dass das einmassieren echt wichtig istm damit das Fett weg geht), bis auf die Kopfhaut. Gut einwirken lassen und dann gründlich ausspülen.
Allein die Massage fand ich schon wunderbar, aber das Ausspülen das war wirklich der Hit. Meine Haare waren butterweich! Danach hab ich dann noch ne Apfelessig-Spülung drauf, ausgewaschen und was soll ich sagen: Nach dem Fönen wunderbar weiche, nicht fettige Hare, die sich perfekt kämmen ließen.

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Die Lavaerde bescherrt mir schönere Haare, als Shampoo und Seife und ist auch noch ein absolut natürlicher Rohstoff. Ich bin begeistert. Klar kann man sich darüber streiten, ob es ökokorrekt ist, dass er aus Marokko kommt aber ich bin überzeugt es ist ökokorrekter als jedes Shampoo mit den vielen Inhaltsstoffen und zudem stehe ich einfach auf saubere Haare (nicht waschen wär also nicht mein Ding). Auch ein Vorteil, dass – nach mindestens 2 Wochen Anwendung – die Haare viel weniger gewaschen werden müssen.

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Die Kosten-Nutzen-Billanz

Ich habe 1kg Lavaerde von Logona für 19€ gekauft. Für eine Waschladung benötige ich ca. 14gr Lavaerde.  Die Haarwäsche kostet mich somit ca 26 cent, 1-2 cent mehr wenn ich Öl hinzugebe, was kein Muss ist und sich eher bei trockenem Haar empfiehlt.
Im Grunde kann ich mit 1kg Lavaerde 71 mal die Haare waschen – was wenn man dies 1x die Woche macht,  hält diese dann somit 71 Wochen lang – also ca. 1,25 Jahre 😉 Irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass ich in 1,25 Jahren für ein Ökoshampoo (oder mehre Shampoos!) mehr als nur 19€ ausgeben würde.
Die Lavaerde überzeugt also auch hier total!

und weils so schön ist, hab ich noch Zahnpasta mit Lavaerde hergestellt, gefunden in diesem Blog:
http://langsamerleben.wordpress.com/2013/05/21/zahnpasta-selber-machen/

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Ich hab es genau wie dort angegeben hersgestellt. Die Zahnpasta ist nicht so schlimm wie ich dachte, also man kann sie gut nutzen und nach dem Putzen sind die Zähne wirklich prima sauber. Die Haltbarkeit werde ich versuchen zu verlängern, indem ich etwas Graipfruitkernextrakt dazugebe, ich schreib Euch dann mal, ob es geklappt hat. Also werden wir auch keine Zahnpasta mehr kaufen. Die Selbst gemachte ist viel günstiger, genauso gesund wie die Weleda und man kann den Geschmack variieren.

Viel Spaß beim Matschen 😉

 

Mittlerweile haben wir eine noch bessere Alternative gefunden: https://zumursprungzurueck.com/2015/02/23/nie-wieder-shampoo-teil-2-oder-natron-ein-alleskonner/

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Selbstgenähtes zum Verschenken..

Gerade zur Weihnachtszeit weiß manch einer oft nicht, was er verschenken kann.
Die Idee kam mir dan Letztens, als wir den ekligen Duftbaum aus unserem Auto schmissen und ich beschloss, ein eigenes Duftsäckchen herzustellen. Warum nicht gleich mehr machen, in einer besonderen Form und die dann verschenken? Und wenn schon Duftsäckchen fürs Auto, warum nicht auch gleich Duftsäkchen für die Kinder für den besseren Schlaf und Kirschkernkissen zum Aufwärmen?

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Eine liebe Freundin tat sich mit mir zusammen und so war sie geboren, die Idee unserer Duft-Monsterchen 🙂 Es sollte ja was Besonderes sein 😉
Also haben wir nicht nur welche für uns und zum Verschenken genäht, sondern auch gleich einige mehr zum Vertauschen.

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Die Form des Monsters ist ziemlich freihand gezeichnet, ähneln bereits existierenden Monstervorlagen leicht, aber sind doch so anders, dass sie keiner Genehmigung/Copyright unterliegen. Wenn man sich ein Monster oder eine andere Figur zeichnet, immer 1cm Nahtzugabe dazugeben und los kann es gehen: an drei Seiten mit der Maschine zunähen, danach nach belieben befüllen und die letzte Seite per Handnaht schließen. Wer mag kann die Stoffe vorher mit Gesichtern usw verzieren.

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Befüllt haben wir das ganze mit einer Mischung aus Dinkelspelz, getrockneten Kräutern und ätherischem Öl. Die Kirschkernkissen natürlich nur mit Kirschkernen. Lasst Eurer Fantasie bei Form/Figuren der Sackerl und auch bei der Mischung des Inhalts freien Lauf. Kirschkerne und Dinkelspelz haben wir 5kg für 10 Euro erhalten, wobei der Dinkelspelz jetzt nochmal weit günstiger wird, ein Direktlieferant verhandelt gerade mit uns. Man muss nur Fragen.

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Viel Spaß beim Nähen!

Do it yourself – Salben für die Gesundheitsapotheke

Selbermachen rentiert sich vorallem in der Küche, das haben wir ja schon festgestellt. Aber eben nicht nur.

Sehr lohnenswert und einfach ist z.B: auch das Herstellen von Salben, die gerade in der Natur-Hausapotheke nicht fehlen sollten. Und auch kleine Mitbringsel und für die eigenen Verwendung genähte Kirschkernkissen und Kräutersäckchen sind ein toller Hingucker. (dazu das nächste mal mehr)
Die letzten Wochen habe ich da – während mein Baby mal schlief – ein wenig herumprobiert und wirklich tolle Ergebnisse erzielt- na und Spaß hat es auch noch gemacht 🙂

Totaler Fan bin ich davon Salben herzustellen. An Tinkturen und Öle hatte ich mich ja schon gewagt und diese nutzen wir auch regelmäßig bei so allerlei „Aua’s“ in der Familie.

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Auf dem letzten Regionalleitertreffen der Tauschbörse „Wir gemeinsam“ gab es dann ein paar Salben zu ertauschen: Ringelblumensalbe z.B. und ich war sofort ganz angetan. Also gegoogelt, was und wie man das so selber machen kann und schon war ich angefixt. Das ist nämlich wirklich einfach!
Wichtig ist halt auf gute Rohstoffe, am besten Bio und absolute Hygiene zu achten. Dann kann schon fast nix mehr schief gehen.
Hergestellt habe ich in letzter Zeit: Brandsalbe, Atmewohlbalsam in sanft und in stärker, Ringelblumensalbe, Beinwellsalbe und Kamillensalbe.
Den Salben zugrunde liegt immer diese Grundmischung: 4gr Bienenwachs und 40ml Olivenöl (oder Ölauszug)
Beides wird im Wasserbad erhitzt, bis der Bienenwachs geschmolzen ist, lässt es leicht abkühlen und dann mit ätherischen Ölen, je nach Rezept, versetzt.
Wenn man mit Kamillenöl, Johanniskrautöl, Ringelblumenöl (am beste nauch selber herstellen!) usw arbeitet- wird eben dieses anstatt des Olivenöls hinzugegeben (nicht zusätzlich!).
Das ganze warm abfüllen, am besten in Braunglas-Tigel und nach dem abkühlen ist sie schon fertig die eigene Salbe. Diese ist mehrere Monate kühl gelagert haltbar. Wenn man die Haltbarkeit verlängern will, kann man noch Graipfruitkernextrakt beigeben.

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Wenn man schaut, was die Dinge in der Apotheke fertig kosten, lohnt sich die Herstellung auf jeden Fall.
Bio-Bienenwachs haben wir 500gr für 13,50 Euro inkl. Porto erhalten – das sind dann Ausgaben von je Herstellung von 10 cent je 4 gr. Dazu kommt Olivenöl, (Bio erhalten wir das im Großpack für 7 Euro den Liter) im Wert von 28 cent für 40ml und grob veranschlagt 30 cent für ätherisches Öl/ und oder Kräuter.
Aus einer Herstellung bekomme ich 3x je 30ml Tigel fertige Salbe heraus. Die Salbe hat mich dann also je Glas nur 23 cent gekostet.
Na wenn das mal nicht günstig ist 😉

Für Rezepte kann ich Euch noch diese Seite empfehlen:
http://www.heilkraeuter.de/salben/

Und ansonsten lohnt sich sehr: eigene Rezepturen herstellen. Ich überlege mal noch, ob ich meine preisgebe 😉

Was man mit Äpfeln so alles anstellen kann – Teil 1

erstmal gleich zu Anfang: ab sofort sind wir wieder da. 🙂
Sicherlich in teilweise größeren Abständen, aber doch wieder mehr als die letzten Wochen. Unser Sohnemann lebt sich so langsam bei uns ein und der Alltag kehrt allmählich wieder zurück. Auf jeden Fall bin ich wieder voller Tatendrang und werkle schon fleißig in der Küche, während unser Nachwuchs im Tragetuch schläft. Und klar dass mein Liebster fleißig mit kocht und panscht, sonst würde das wohl nicht so stressfrei gehen. Wir genießen also trotz der vielen Arbeit während der Erntezeit auch die Babyzeit sehr!

Und nun zum eigentlichen Blog–Thema:

…Sie sind ab sofort reif, die ÄPFEL….
Derzeit beginnt es mit den Frühäpfeln, die sofort verarbeitet werden wollen und endet im späten Herbst mit den lange lagerfähigen Spätäpfeln.
Äpfel sind DAS Obst unserer Region und es kann wohl jeder von uns Massen davon ernten, ob bei sich selber oder bei Nachbarn und Freunden. Wer Apfel will, bekommt auch Apfel.

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Was also tun, wenn man wie wir wirklich viele Äpfel ernten kann? 

Klar, am naheliegensten sind die Klassiker:
selber entsaften, Apfelmus und Kompott herstellen und viel Apfelkuchen backen.

Zum Entsaften eignet sich wunderbar ein Gerät für die Herdplatte wie auf dem Bild.

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Da kann man den ganzen Tag nebenbei noch wunderbar etwas anderes machen und der Saft schmeckt wirklich wunderbar. Mit jeder Flasche spart man viel Geld, denn der Strom ist natürlich weit günstiger, als gekaufter Saft. Die Flaschen kann man sich ertauschen oder aufheben von Getränken, die man im Geschäft gekauft hat. Wir kaufen Flaschen nicht extra zu.

 

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Auch Apfelmus oder Kompott lässt sich einfach herstellen, indem man Äpfel mit Zucker und nach Belieben Zimt und Vanille einkocht, Davon kann man wohl nie genug haben, da Apfelmus zu vielen Süßspeisen passt oder auch für Kuchen (Rezept ganz unten) gut verwendet werden kann. Kosten entstehen nur füer Zucker und Gewürze (und Strom) … eine wirklich günstige Alternative, vorallem wenn man sich gleich einen ganzen Jahresvorrat anlegt.

 

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Doch war uns auch daran gelegen, die Äpfel mal anders einzumachen und zu verwenden.

 

Am Liebsten waren uns hier:

Apfelringe!

Super lecker sind die getrockneten Ringe als Süßigkeit oder im Müsli. Und: jede Apfelsorte schmeckt getrocknet anders. Ein Geschmackserlebnis ohne Ende. Hergestellt sind sie auch sehr einfach: mit dem Apfelstecher das Gehäuse entfernen, in dünne Ringe schneiden, auffädeln und an einen warmen Ort aufhängen (Dachboden, Heizungskeller oder ähnlich.) Wir trocknen nicht im Backofen, das kostet uns zu viel Strom und wir trocknen nicht im Dörrgerät, da wir viel zu große Mengen herstellen. Warum teuer im Laden kaufen, wenn man sie gratis selber herstellen kann???

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Ein weiterer Hit auf unserer Liste ist Apfel-Chutney!

Heute gibts es zuerst das Rezept meines Lieblingschutneys – ein weiteres klasse Rezept folgt die kommenden Tage mit dem 2. Teil des Blogeintrages (denn wir haben noch mehr klasse Rezepte).

Apfel-Zwiebel-Chutney Rezept:

600 gr in Würfel geschnittene Zwiebel in Öl anbraten und mit 200 gr Zucker vermischen bis es karamelisiert.
Dann mit 500ml Weißweinessig ablöschen und 2 kg entkernte und in Stücke geschnittene Äpfel dazugeben.
Weiterin gibt man 4 scharfe Paprikaschoten gewürfelt dazu,  300 Gr Zucker, sowie 2 Tl Salz, 2 TL Pfefferkörner, 4 Lorbeerblätter, 2 TL gehackter Thymian, 1 Eßlöffel geriebene Ingwerwurzel und 2 Messerspitzen Cayennepfeffer (oder Wahlweise auch anstatt dessen 2 Chilischoten).
Das ganze kocht man 45-60 Minuten ein, bis es eine dickliche Masse ist und füllt es danach in heiß abgekochte Gläser ab. Hält sich so lange wie Marmelade. Passt wunderbar zu Reis, Gemüsebratlingen und Kartoffeln!
Hier liegen die Kosten aufgrund der Zutaten sicherlich etwas höher, als bei den meisten anderen selbstgemachten Apfel-Rezepten. Aber auch hier ist es natürlich VIEL günstiger, das ganze selber zu machen, als zu kaufen.

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Das ganze habe ich wie oben dann noch als Brotaufstrich kreiert. Der einzige Unterschied: Ich habe ca. 300 gr Sonnenblumenkerne püriert und dazugegeben, es weniger geschärft und länger einkochen lassen. Außerdem zum guten Schluss noch pürriert. LECKER!!!

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Und da die Kinder SÜß mögen, gab es noch ein weitere Highlight:

 

Apfel-Schokoladen-Marmelade

Hierfür dünstet man ein 1kg klein geschnittene Äpfel mit 1 Eßlöffel Zitronensaft und 1 Eßlöffel Wasser 5 Minuten an, pürriert diese und vermischt sie nach Belieben mit Zucker (wir haben ca 200 gr hergenommen, aber es kann dann am Ende auch noch mit Honig nachgesüßt werden). Das ganze kocht man dann 15 Minuten ein, wenn die Äpfel wässrig sind, entsprechend länger. Letzten Endes gibt man 100 gr Zartbitterschokolade und 50 gr Kakao dazu, sowie Honig nach Bedarf und verrührt das ganze gut. In hei abgekochte Gläser abfüllen.

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Zu guter Letzt gibts heute für Teil 1 noch das Rezept des besten Apfelkuchens der Welt.
Nicht nur lecker, saftig, sondern auch VEGAN ist er 🙂 und natürlich mit selbst gemachten Apfelmus und eigenen Äpfeln belegt.

http://www.laubfresser.de/2010/07/saftiger-veganer-apfelkuchen.html
Und da das Rezept nicht von mir ist, hier der Link, bitte unbedingt anlicken und Nachbacken.

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Achja: ich habe den Teig mit reinem Vollkorn gebacken und einfach 10% mehr Wasser dazugegeben: er ist PERFEKT gelungen.

 

Und damit ihr Lust auf mehr bekommt: In Teil 2 gibt es Rezepte von Apfel-Öl,  Likör, Marmelade, Strudel, Aufstrich, Eis und mehr 🙂 Lasst Euch überraschen!

Auch veganes Fastfood muss mal sein

Im Grunde achten wir nicht nur auf Bio – Regional- Kosten – überwiegend vegan, sondern auch auf GESUND!
Denn auch ein Bio-Veganer kann sich durchaus sehr ungesund ernähren. Die Regale im Supermarkt sind voll von Fertigprodukten / Ersatzprodukten und auch beim Selbermachen kann man durchaus die Balance verlieren.
Daher kochen wir Marmelade mit Agar- Agar (dann benötige ich nur ein Viertel der gewohnten Zuckermenge), bereiten wenn möglich Süßspeisen mit Honig, Agavendicksaft oder ähnlichem zu, essen so viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Nüsse/Saate/kaltgepresste Öle, wie nur möglich. selbstgemachtes Eis ist hier ohne Zucker, dafür mit Banane oder Sirup gesüßt und Schokolade gibt es einfach nicht mehr sooo oft (da die vegan auch echt teuer ist). Kaffee brauchen wir mittlerweile nicht mehr (den trinken wir gerne aber außer Haus – wenn wir zu Gast sind, passen wir uns eh immer der Ernährung der Gastgeber an!!!), haben aber für Gäste Kaffee im Haus … Tee schmeckt uns mittlerweile besser und bei dem Wetter eh Wasser.
ABER natürlich wäre es ein trauriges Leben, wenn es nicht auch mal Ausnahmen geben dürfte ..
Denn die Mischung macht es. Wenn man sich überwiegend gesund ernährt, kann der Körper gut damit umgehen, auch mal ungesund zu essen. Keiner wird dann an der Tafel Schokolade oder den Milchprodukten beim Gastgeber oder gar den fritierten und fettigen Sachen sterben, die man sich einfach ab und zu mal gönnt.

Und es gab da vor einigen Tagen nun diesen Tag, als unsere Kinder einen richtigen Hype auf Fastfood hatten.
„Mama können wir nicht zu MC Doof fahren oder in ne Frittenbude“ – wurde ich angejammert. Und da ich nix davon halte, meinen Kindern ihre Ernährung vorzuschreiben (ja ich mache ihnen sogar ab und zu ein Fleischgericht, weil es IHRE Entscheidung ist), hatte ich einen Gegenvorschlag der gut ankam (denn auf teure Fastfoodgerichte hatte ich dann auch keine Lust!):

Lasst uns doch mal ein veganes „Fastfoodgericht“  komtplett selber machen! (wobei die Herstellung dann nicht „fast“ war, sondern doch etwas Zeit gebraucht hat *g*)
Die Neugierde war groß und so gab es an dem Tag dann (alles!! selbstgemacht)
Pommes mit Schnitzel Ketchup und Mayo!
Wir standen zusammen in der Küche, die ganze Familie und haben gebrutzelt und einen riesen Spaß gehabt.
Aber nicht nur das, sondern das Fazit der Kinder war toll: HEY das schmeckt ja besser, als gekauft!

Daher hier nun unsere Rezepte:

Selbstgemachte Pommes

Man nehme hartkochende Kartoffeln, schält diese und schneidet sie in Pommes Stückchen.
Das ist sehr einfach und in diesem Video sehr anschaulich erklärt:

Wichtig ist, dass die Kartoffeln, bis sie fertig geschnitten sind, im kalten Wasser liegen.
Dann stellt man einen Topf kochendes Wasser auf und brüht die Pommes darinnen 15 SEKUNDEN ab. Gleich wieder herausnehmen und dann für 20 Minuten in eine Schüssel kaltes Wasser legen.
Anschließend werden die Pommes in Öl ca 2-3 Minuten „angebraten“. Hier kann schon Salz/Gewürze dazugegeben werden, denn die Pommes saugen die Gewürze dann so richtig in sich auf. Wenn die Pommes schön mit Öl durchtränkt sind – ab aufs mit Backpapier ausgelegte Backblech und bei 200 Grad backen bis sie goldbraun sind (immer wieder wenden). Evtl. nachwürzen.
Man kann sie natürlich auch in der Fritöse zubereiten, allerdings sind sie auf dem Backblech weit gesünder (da weniger Fett benötigt wird) und wir haben z.B. keine Fritöse!

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Selbstgemachte Schnitzel aus selbstgemachtem Seitan

Der sog. Rohseitan – also die ungewürzte und unmarinierte Version – wird ganz einfach aus einem Kilogramm Auszugsmehl hergestellt. Die Idee kam, weil wir noch ein Packerl 405er Mehl im Schrank hatten und Freunde aus Österreich bei einem Besuch mir von der Herstellung erzählt hatten (dake an Karin und Niko *g*). Du nimmst also 1kg Mehl und knetest es mit 550ml Wasser zu einem Teig der schön fest wirkt. Anschließend legst Du diesen Teigling in eine Schüssel mit Wasser und dort ruht er komplett mit Wasser bedeckt für ca. 20 Minuten.

Danach beginnt der Vorgang in dem die Stärke ausgewaschen wird. Dafür nahm ich eine größere Schüssel Wasser und knete den Teig in Wasser durch bis das Wasser schön milchig ist. Wasser wegkippen und das ganze immer wieder wiederholen. So lange bis der Teig zuerst eine klumpige Form und dann später wieder eine klebrige Teigform annimmt. Lass Dich nicht davon verunsichern, wenn der Teig locker wird und den Eindruck macht das er zerfällt das ist völlig normal bis genug Stärke rausgewaschen wurde und sich das Gluten zu einem Seitanrohteig wieder verbindet.Das dauert ca. 5-10 Spülvorgänge und dauert ca. 10 Min.

Danach ist der Rohseitan fertig zur Verarbeitung. Nun kann er mariniert und/oder in Brühe gekocht werden. Nach dem Kochvorgang ist der Seitan im Grunde fertig und kann zu Schnitzel, Steaks, Hack oder was auch immer weiterverarbeitet werden kann. Viel Spass dabei 😉

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Hier dann noch das Rezept veganer Mayonese:
http://vegan-und-lecker.de/2011/02/07/vegane-mayonnaise/
und hier das gesunde Ketchup Rezept:

http://www.frag-mutti.de/Ketchup-selbstgemacht-und-gesund-a33990/

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Zu guter Letzt hier noch die Kosten-Billanz für das komplette Gericht:

1kg Bio Kartoffeln – ca.1,20 Ero
200 ml kaltgepresstes Öl – 1 Euro
Gewürze/Senf/Zitronensaft – 50 cent
1kg Mehl – 30 cent
6 Eßlöffel Sojamehl (zum panieren) – 5 cent (selbst gemahlen)
1 Pk Tomatenpüree (1,50 Euro ca von Alnatura)
2 Pk Tomatenmark (2,20 Euro von Alnatura)
100 ml Sojamilch (selbstgemacht) – 3 cent
Gesamtausgaben von: 6,78 Euro
Sich „überfressen“ haben sich davon 6! Personen und es bleib was übrig, so dass es Ausgaben pro Person von gerade einmal 1,13 Euro waren.
Ich wette, dafür kann man in keinem Fastfood Restaurant essen 😉
Auch hier wieder: Selber machen lohnt sich und der Aufwand des Zubereitens hat uns allen viel Spaß bereitet!

sparen durch „Großpacks“ und gute Bezugsquellen

Oft werden wir gefragt, wie wir auf die Preise bei der Kosten-Billanz mancher Produkte kommen.
Diese erscheinen manch Leser zu niedrig zu sein…
Die Preise sind allerdings wirklich reell und bemessen sich daran, dass wir Grundnahrungsmittel, die in der veganen/vegetarischen Ernährung beim selbermachen viel benötigt werden, in Großpacks kaufen und dafür natürlich auch gut recherchieren, wo der Preis am Besten ist.

Am Meisten zahlt sich das beim Getreide aus!
Hier kaufen wir 25 kg Säcke und sparen gegenüber kleineren Gebinden zwischen 50cent und 1 Euro je Kilo. Noch mehr wirkt sich das bei den Sojabohnen aus, hier sind es fast 2 Euro, die wir je kg sparen und das obwohl dieser aus deutschem Bioanbau kommt.
Unsere Hauptbezugsquelle für Getreide Großpacks (BIO) ist:
http://bio-rittmeyer.rakuten-shop.de/

Gerade wenn man sammelt und mehr bestellt, lohnt es sich, da dann das Porto entfällt.
Getreide lässt sich in sogenannten Futtertonnen an einem dunklen Ort fast unbegrenzt lagern.
Wir haben uns bei den Großpacks auf Weizen, Roggen (beides je 1,20 Euro je kg), sowie Dinkel und Soja konzentriert. Aber auch der Kauf von großen Gebinden an Reis und Saaten wie Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Rosinen usw. lohnt dort absolut.
Alles Dinge, die wir oft und regelmäig benötigen!

Ein weiterer großer Kostenfaktor ist der Kauf von Öl.
Bio-kaltgepresstes Öl, egal ob Sonnenblume oder gar Olive ist wirklich teuer.
Auch hier haben wir nun eine Bezugsquelle gefunden und kaufen über einen Händler direkt bei einer Ölmühle ein.  Wir haben uns auf Raps und Sonnenblume je 25 Liter konzentriert.
25 Liter Öl erscheinen viel, doch je 25 Liter spart man gesamt 75!! (ja richtig gelesen 75!) Euro gegenüber dem Kauf des gleichen Öls bei z.B. Alnatura. Öl ist ca. 1 Jahr haltbar, wenn kühl und dunkel gelagert. Hier bietet sich evtl. an es mit Freunden zu teilen – wobei wir als große Familie die Menge sicher aufbrauchen.
Bestellt haben wir uns 25Liter Raps und 25 Liter Sonnenblumenöl. Rapsöl ist das wohl reichhaltigste und gesündeste Öl und lässt sich wunderbar für alles verwenden, was man erhitzt. KALT mag ICH Rapsöl nicht so, es hat einen starken Eigengeschmack. Bei kalten Gerichten, wie Salate oder wenn ich Sojasahne oder Eis selber mache, benutze ich dann lieber das absolut geschmacksneutrale Sonnenblumenöl.

Hier die Bezugsquellen:
http://www.amazon.de/gp/product/B007Y4VA7M/ref=oh_details_o06_s00_i00?ie=UTF8&psc=1
http://www.amazon.de/gp/product/B007Y4VDSI/ref=oh_details_o00_s00_i00?ie=UTF8&psc=1

Normalerweise verlinke ich A.ma.zo.n nicht, aber anders ist das Öl nicht erhältlich und hier ist weiterhin das Porto gratis.
Es mag auf den erste Blick viel Geld erscheinen, doch wenn man es herunter rechnet, ist der Preis echt super. Lieber also 2-3 Monate auf das Öl sparen und dann 1 Jahr oder länger kein Geld mehr dafür in die Hand nehmen müssen.
Und so kann man bei vielen Dingen sparen, die man wirklich oft braucht: Preise von kleinen und großen Gebinden vergleichen und dann gerade bei ewig haltbaren Dingen sich für das große und günstigere Gebinde entscheiden.

Auch lohnt es sich immer vor Ort die Preise zu vergleichen. Je nach Region gibt es mehrere Bioläden oder Hofläden und da kann man schon viel sparen, wenn man z.B. für das kg Tomaten nur 3,50€ anstatt 4,99€ zahlt.

Am meisten spart man natürlich immer noch durch eigenen Anbau und ertauschen. Nüsse z.B. müssen wir gar nicht mehr kaufen (und die sind echt SEHR teuer), sondern wir helfen bei der Nussernte im Tauschkreis und erhalten dafür Erntgut mit. Das gleiche beim Obst: Außer mal ne Banane ist bis Herbst keinerlei Zukauf nötig – und den Winter werden wir evtl. mit eingemachten Obst überbrücken können.

Viel Spaß Euch beim recherchieren und wenn ihr Bezugsquellen habt, die günstig sind: her damit!

Soja im Test Teil 3 und: veganer Käse

Ja wir sind noch da, nur derzeit wirklich viel mit Ernten und Einmachen beschäftigt und natürlich mit dem Warten auf unser Baby. Das darf nämlich nun jeden Tag schlüpfen. Aber irgendwie glaub ich, werd ich wohl noch geduldig sein müssen und der kleine Mann geht über seine Zeit 😉

Derweil probieren wir natürlich weiter fleißig herum. Im 90%igem Leben als Veganer darf der „Käse“ nicht fehlen. Ehrlich gesagt, finde ich den gekauften „Ersatz“ Käse gruselig – mir schmeckt er einfach nicht. Aber nicht nur das, es würde zudem unsere gesamte Kosten-Bilanz sprengen, denn er ist auch noch wahnsinnig teuer! Veganer Käse kostet in kleinen Packungen schon rund 3,00 – 5,00 Euro, also gut das doppelte wie Kuhmilchkäse. Gerade bei unseren vielen Essern würde sich das sich nicht lohnen. Also haben wir uns hier mal wieder ans „Selber-machen“ gewagt und stellen unsere Alternativen selber her.

Zuerst haben wir uns nach diesem Rezept an veganen Mozarella gewagt
(http://www.mehr-als-rohkost.de/rezepte/veganer-mozzarella/)

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Das Ergebnis überzeugt meiner Meinung. Erkaltet lässt er sich super in den Salat schneiden und erwärmt ist er wirklich spitze überbacken auf Brot/Toast.

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Klar ist, dass die eigene Herstellung natürlich weit günstiger ist. Und der Aufwand ist wirklich gering. Außer der Wartezeit von 12 Stunden ist der Käse in wenigen Minuten hergestellt. Geschmacklich finde ich ihn sehr gut und ich kann mir gut vorstellen, dass er sich noch mit Kräutern „pimpen“ lässt.

Kosten-Billanz – veganer Mozarella

Was kostet uns nun die Herstellung von ca. 125 gr veganem Mozarella?
Da wir Milch und Joghurt selber machen, kann ich nur schätzen, dass wir hier bei und 25 cent liegen. Höchstens! Also ein wirklich guter Preis, der den Aufwand lohnt und wo man sogar für Kuhmilch-Mzarella weit mehr zahlt.

Die kommenden Tage probieren wir noch ein Rezept mit veganem Camenbert aus und werden die Grundrezepte vom Hefeschmelz (zum überbacken) nochmal beschreiben …

Als nächstes haben wir dann nach neuen Verwendungsmöglichkeiten von Okara gesucht, dem Sojabohnenmuß, welches bei der Herstellung von Sojamilch anfällt und sind über dieses leckere Rezept gestolpert, einer Sojawurst / Sojakäse http://www.vegetarische-rezepte.com/vegetarischerezepte/okara-sojawurst.php

Das Ergebnis war erstmal ernüchternd, da wir leider keine Sojasauce zur Hand hatten und die wird für die Würze aber dringend benötigt. Es schmeckte daher noch etwas „fad“.

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Ich würde das ganze um einiges stärker würzen, als in dem Rezept. Ansonsten schmeckt die „Wurst“ oder der „Käse“ sehr gut und lässt sich mit Gewürzen und Kräutern wieder stark variieren. Es schmeckt kalt direkt aufs Brot, aber auch überbacken und angebraten in der Pfanne (so haben es die Kinder verschlungen!). Wir werden es auf jeden Fall wieder probieren und uns mit den Gewürzen mutiger herantasten.

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Kosten-Billanz – okara Käse

Auch hier lohnt sich anhand der Kosten-Billanz das selber machen auf jeden Fall. 750 gr Okara fallen bei ca. 5-6 Litern selbstgemachter Sojamilch an. Je Liter Sojamilch habe ich Ausgaben von 27 cent – das Okara fällt hier gratis an! Grob geschätzt dürften die Kosten von 1kg Okara-Käse hier bei rund 60-70 cent liegen. Ob das für den Preis im Bioladen zu erhalten ist Ich glaube nicht. NIcht mal „echte“ Wurst der „echten“ Käse würde man für diesen Preis erhalten.
Also Fazit der veganen Käserezepte: nicht nur gesünder, sondern auch günstiger – sogar viel günstiger, als Kuhmilch und vegane gekaufte Produkte –  der Aufwand lohnt hier eindeutig!

In diesem Artikel (https://zumursprungzurueck.com/2013/06/19/soja-im-test-teil-2/) hatte ich ja ein leckeres Rezept für Okara-Bällchen beschrieben.
Wir haben das Rezept mittlerweile abgewandelt und herausgekommen sind die leckersten Schokoladen-Bällchen der Welt 😉 Ein super Ersatz für die Tafel Schokolade oder Kekse – sie schmecken hier allen, im Gegensatz zu Kokos.

Hier das Rezept:

300 gr. Okara mit 200 gr gemahlene Haselnüsse
100 gr geriebene vegane Schokolade (bittere schmeckt da sehr gut)
200 gr Vollkornmehl
150 gr. Zucker (oder auch Honig)
100 ml kalt gepresstem Öl,
Schale von einer abgeriebenen Zitrone
2 TL Zimt und 4 Eßlöffel Kakao mischen.
Die Masse zu Kugeln formen, auf ein Backblech geben und bei vorgeheiztem Ofen bei 180 Grad nun 30 Minuten backen. Sie dürfen außen ruhig so richtig  knusprig werden, innen bleiben sie weich.

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Guten Appetit!