Besinnliche Weih-nachten

Wie unschwer zu erkennen ist, haben wir in den letzten Monaten nicht sehr viel hier auf unserem Blog über unsere weiteren gesammelten Erfahrungen geschrieben oder besser ausgedrückt schreiben können. Das Jahr 2014 hatte den eindeutigen Schwerpunkt bei den Kindern und damit in erster Linie bei unserem jüngsten Kind, welches die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Mit dem Sommer begann der kleine Räuber zu laufen und so lief auch damit das Jahr so dahin. Dennoch haben wir viele neue Erkenntnisse gewinnen können und werden davon noch ausführlich im Jahresrückblick 2014 berichten.

Die letzten Wochen im Jahr sind einer vermeintlich zusätzlichen Jahreszeit gewidmet. Den Konsum-nachten! Zumindest erweckt die Welt den Eindruck davon, während an anderer Stelle auf der Welt Millionen Menschen hungern, Angst im ihr Leben haben müssen oder im Krieg leben. Vor einigen Tagen kam der Satz hoch „… einen auf heile Welt machen“ ….

…. die Welt heilen wäre mal ein guter Ansatz.

Bei uns begann die Weihnachtszeit mit mehr Familienaktivitäten im und mit dem Haus. Wir bauten erst einmal alle Kinderzimmer um, nachdem die Aufteilung nicht mehr zur Lebenssituation gepasst hat. Dabei entstand ein „Weihnachtsgeschenk“, denn morgen zieht unsere große Tochter in ein völlig neu gestaltetes Teeny-Zimmer ein (das in den letzten Wochen nicht betreten werden durfte, Töchterchen wohnte in der Zeit beim großen Bruder mit im Zimmer). Wir haben die Möbel neu lasiert und alles völlig umgestaltet. Dabei kamen geschenkte und getauschte neue-alte Möbel zum Einsatz, woraus ein vollständig neues Zimmer entstanden ist.

Ja auch wir sind von dem Zauber nicht befreit, wobei wir aus den Erfahrungen vom letzten Jahr stark dazugelernt hatten. Denn letztes Jahr sind wir von einer Konsumfalle in die nächste getappt. Wir haben die Berge an Geschenke nicht gekauft, sondern getauscht…. mit dem Ergebnis, dass wir so viel Zeug wie nie zuvor unterm Baum liegen hatten. Ergo, auch so kann man in die Falle tappen und am Ziel vorbei fliegen. Dieses Jahr gibt es für jedes Kind ein Geschenk (bei dem die Oma und Opa´s mitgewirkt haben statt noch ein paar Päckchen mitzubringen)

Dies Jahr ergaben sich sinnvolle Geschenke bzw. erfüllte Herzenswünsche für unsere Kleinen. Meine Frau und ich schenken uns nichts bzw. beschenken uns mit etwas passendem gemeinsam. Im Moment fiel uns jedoch nichts ein, also beschenken wir uns mal mit etwas das uns wichtig erscheint wenn es passt – es muss nicht der 24. Dezember dafür sein.

Doch das ist ja nur ein kleiner Teil des sog. Weihnachtsfestes. Wir machen daraus eine besinnliche Zeit mit der Familie und celebrieren Weihnachten im Grunde über Wochen hinweg durch gemeinsame Abende am Feuer und vielem mehr. Das Haus wird herausgeputzt und geräuchert.

Wir stimmen uns hierbei auf die Rauhnächte ein und beginnen unsere Familienfeierlichkeiten am 21. Dezember mit einem Midwinterfeuer und dem Start in den neuen Jahreskreis. Wir heißen das Licht in der Welt und in unseren Herzen willkommen und freuen uns auf die wieder länger werdenden Tage.

Dieses Jahr beschäftigen wir uns sehr mit den kommenden 12 Rauhnächten und sind auf diese Zeit sehr gespannt 😉

Die Kinder genießen diese Zeit sehr und sind hoch interessiert daran was eigentlich hinter all dem Zauber rund um Weihnachten steckt. Angefangen von der Wintersonnenwende über die Bräuche aus der frühchristlichen und vorchristlichen Zeit. Die nächsten Jahre werden uns hier sicherlich noch viele Entdeckungsreisen bescheren und den Wert auf das Zusammensein und feiern legen…. weniger auf irgendwelche Gegenstände die man für den 24. Dezember kauft und eingepackt unter den Baum legt.

Ja es gehört natürlich irgendwie dazu, jedoch bei uns in erster Linie des Schenkens Willen um den Menschen den man liebt eine besondere Freude zu machen, deshalb verteufeln wir das alles nicht sondern machen daraus schlicht und ergreifend wieder das was es einmal war und das war kein Wettlauf mit der Technik, den Trends und den Summen die man für Geschenke ausgibt.

Das was es einmal war und für uns ist… werden wir sicherlich auf der Suche nach den für uns wichtigen Wurzeln des Weihnachtsfestes und der Weih-Nachts-Zeit sicherlich noch herausfinden 😉

In diesem Sinne wünschen wir allen Besuchern und Mitforschenden ein besinnliches Weihnachtsfest und herzenserwärmende Tage mit den Menschen die Ihr liebt!

 

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6 Kommentare zu “Besinnliche Weih-nachten

  1. Ich danke euch für diese wahren Worte, auch mir geht es immer wieder so, dass ich mich dem Konsum nur schlecht entziehen kann, auch wenn es mir bewusst ist heißt es nicht, dass ich es schon geschafft habe mich dem zu entziehen, zumal auch bei mir eine ganez Familie mit dran hängt, die nicht unbedingt immer derselben Meinung ist.
    Ich wünsche euch wunderbare Rauhnächte, die wilde Jagd ist zumindest hier bei uns schon seit einigen Tagen unterwegs und ein neues Jahr, dass euch auf eurem Weg wieder weiterbringt.
    Vielen Dank für euren blog.
    Liebe Grüße
    Steffi

  2. Ich wünsche Euch unbekannterweise schöne und besinnlich Weihnachten!
    Zufälligerweise – ich weiß schon gar nicht mehr über welche Umwege – bin ich vor ein paar Tagen auf diesen Blog gestossen und habe zumindest mal ein bisschen quer gelesen. Nach einem knappen dreiviertel Jahr in den eigenen vier Wänden auf unserem (teil-)sanierten Bauernhof, viel Stress vor allem in den vergangenen Wochen und der aktuellen Situation, dass wir wohl auch vor einem Neuanfang stehen kam Euer Blog gerade zur rechten Zeit.

    Bisher war „Selbstversorgung“ immer wieder ein Thema, jeder wurstelte so ein bisschen für sich selbst, der Arbeitsalltag nahm aber zu viel Zeit in Anspruch….
    Angestossen durch einige Artikel, die ich hier beim Stöbern entdeckt habe sind wir nun wieder vermehrt ins Gespräch gekommen, haben über dies und das diskutiert und festgestellt…wir wollen beide dasselbe – für uns, die Kinder, die Familie.
    Danke hierfür!

    • Daaaaanke! Auch wenn es etwas verspätet kommt. Wir wünschen Euch auch ein tolles Jahr 2015 und das mit einem Wiedersehen klingt nach einem guten Vorsatz für dieses Jahr. Wenn alles so geschehen soll wie wir uns das vorstellen, wird Petra ohnehin öfter dieses Jahr zum studieren in den Norden fahren.

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