Der Saatzieher – Altes Wissen, neue Landwirtschaft

Hin und wieder möchte ich auch mal interessante Videos auf unserem Blog veröffentlichen, die zu unserem Thema sehr gut passen und für mich persönlich einfach eine Bedeutung haben die ich weitergeben möchte. Bisher haben wir das noch nicht so oft getan. Warum weiß ich auch nicht 😉

Heute möchte ich Euch das Video „Der Saatzieher – Altes Wissen, neue Landwirtschaft“ empfehlen. Es handelt sich hierbei um einen Landwirt in Südtirol der nach einer Reise nach Indien begonnen hat den eigenen Hof, dem er zuvor kaum Bedeutung beigemessen hat, nach seinem gut dünken bewirtschaftet. Aus Arbeit wurde Leben, Urlaub, Meditation – wie er selbst sagt.

Seht selbt:

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11 Kommentare zu “Der Saatzieher – Altes Wissen, neue Landwirtschaft

  1. Das ist ein wunderschönes Video, was den ursprünglichen Sinn des Lebens deutlich macht.
    Ich hatte mit Mischkultur bis jetzt wenig Erfolg, alles zugewuchert von Vogelmiere & Co und bin deshalb wieder zurück zur Beetkultur aber ich arbeite daran. Das Video hat mir wieder ein bisschen Mut gemacht, doch nochmal über Mischkultur nachzudenken. LG Petra K.

  2. Hallo Petra,

    ja genau und deshalb mußte ich das auch hier veröffentlichen. Auch das die beiden als Paar hier so innig am werkeln sind gefällt mir sehr gut. Das Video strahlt richtig die Lebensfreude am einfachen und naturnahen „Leben“ wieder.

    Ich taste mich so langsam an die Mischkultur ran, wobei das nicht heißt das diese Kulturform komplett unstrukturiert sein muss. Mischen bedeutet ja nicht, wild auswerfen obwohl das in manchen Dokumentationen so rüber kommt. Klar kann man das machen, aber dafür muss Fläche, Saatgut und die passende Bodenqualität vorhanden sein und das dauert einfach eine Weile.

    Die sog. Extensiven Beete kann man auf jeden Fall mit mehrjährigen und selbstaussähenden Kulturen super in Richtung Mischkultur bringen. Bei Intensivbeeten ist das in unstrukturierter Form nicht einfach.

    Hallo Pia,

    Gerne 😉 Wenn ich weitere solche Dinge sehe, dann kommen die auch zukünftig auf den Blog.

    Liebe Grüße
    Andreas

  3. Find ich gut, wie das Video die Runde macht! Spornt selber grad wieder an, am eigenen Projekt weiterzumachen – schön auch, dass die Arbeit von Harald und seiner Frau bei den Leuten so gut ankommt.

      • Auch uns ist es wichtig, dass der Kontakt zu Natur wieder hergestellt wird. Es erschreckt mich zu sehen, wie immer mehr Menschen völlig den Bezug zur Natur verloren haben und abgekapselt in einer „sauberen“ und „sicheren“ Welt leben, die eigentlich lediglich Wunschdenken ist, das uns von der Werbeindustrie eingeimpft wird. Gerade darum ist es auch wichtig, dass die Leute, die sich auf den Weg begeben, was eigenes auszuprobieren und altes Wissen wieder mit den neuen Erkenntnissen zu verbinden, sich vernetzen und der Welt zeigen: Es geht auch anders. Jeder an seinem Platz und auf die ihm mögliche Art und Weise.

  4. Hey! Das ist ja ein toller Beitrag! Ja, Mischkultur bedeutet nicht, Saat auswerfen und denn „wird schon/ mach Dein Ding….. 😉 Liebe Petra K. auch wir hatten die Vogelmiere und sind wieder zur Beetkultur zurückgegangen, weil: Vogelmiere ist Anzeigerpflanze für super- reichen, super gedüngten (in unserem Falle völlig überdüngten) Boden. Mein Vater, (wir wohnen in einem gemeinsamen Haus und Garten) Hatte immer tüchtig und derbe gedüngt. Musste auch sein, bei dem verwöhntem (Monsantos) Saatgut. Sonst passierte nix. Also, wir düngen gar nicht mehr zu, nur noch den eigenen Kompost. Hier und da. Unser Garten ist nicht mehr so satt, die Vogelmiere schwindet. Ich habe auch viele Starkzehrer dazwischen….. nix düngen, denn wird´s besser. Denn macht Mischkultur wieder Spass! 😉 Wir suchen jetzt Bio- Bauern, die ihr Saatgut selber anbieten. Ich kam mit stolzgeschwollener Brust mit Bohnensaat nach Hause, mein Vater rollte sich vor lachen auf dem Boden, ich verstand nicht warum. Dann zeigte er mir Kiepenkerl Saat, einer Feuerbohne, hielt meine daneben. Jetzt wusste ich worüber er sich amüsierte. Die Saat von mir sah so mickerig aus. Jetzt wollte ich es aber wissen: beide ausgesät, die Kiepenkerl Bohne nahm sehr übel, wenn man sie nicht goss. Auch setzte sich sehr bald eine art Pilz auf die Bohne, während die Bio Bohne überhaupt nicht beeinträchtigt wurde. Ende vom Lied, meine Micker- Bohnen hatten ordentlichen Ertrag, die Kiepenkerl Bohne war welkig am Boden, wir verbrannten das Grün, damit dieser Pilz nicht weiterwanderte.Und mein Vater war überzeugt! Dabeibleiben ist alles! Wir müssen wieder die Handhabe mit Saatgut erlernen, die uns früher schon völlig Selbstverständlich vom Kindesalter ab an beigebracht wurde.

    • Nachtrag: B.t.w. wenn hier jemand heisse Tipps hat, wie man am besten Wassermelonen in durchwachsenem Niedersächsischem Wetter zieht, bzw. zu Erträgen „überredet“ (Hmmmmm, süße, saftige, Wassermelonen) 😉 Kann es mir gerne weitegeben. Die bringen mich hier zum verzweifeln. 🙂

      • Ich denke, am besten läßt sich hier in (West-)Niedersachsen eine Wassermelone in einem (Folien-)Gewächshaus oder zumindest an einer warmen südlichen (Haus-)Wand ziehen.

        Es gibt im Internet oder auf Tauschbörsen Bio-Saatgut, das man dann auch selber vermehren kann und auch sollte, denn nach einigen Jahren hat sich das Saatgut an die jeweiligen Bedingungen vor Ort gewöhnt und kommt dann damit viel besser zurecht als ein Standardsaatgut.

        Apropos Nähe zur Natur: ich wohne nun im westlichen Niedersachsen, bin aber im Ruhrgebiet aufgewachsen. Dank der bäuerlichen Verwandtschaft im Münsterland wußte ich schon als Kind, daß es keine lila Kühe gibt.
        Vor ca. 2 Wochen hatte sich ein hiesiger Landwirt bei einer Veranstaltung beklagt, daß bei einem Besuch einer Grundschulklasse von hier auf seinem Hof eines der Kinder nach lila Kühen gefragt habe. 😉
        Tja, wohnt man als Kind schon auf dem Lande, wenn auch nicht mit eigenen Nutztieren, und fragt dennoch nach lila Kühen … owei, owei! 😉
        Dann ist die Natur wirklich weit weg.
        Aber das mit der Ferne der Natur sieht man auch, wenn man bei einer Veranstaltung über Gentechnik in der Landwirtschaft, zu der Bauern und Verbraucher eingeladen waren, die völlig überraschte Frage hörte, wieso Kühe, die doch auf der Weide stünden und Gras (bzw. im Winter Heu und Stroh) zu fressen bekämen, nun gar mit Mais und Sojaschrot gefüttert würden.

        Es muß noch sehr viel Aufklärungsarbeit stattfinden, bis wirklich der letzte Bürger weiß, wie heutzutage Landwirtschaft betrieben wird.

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