Was man mit Äpfeln so alles anstellen kann – Teil 1

erstmal gleich zu Anfang: ab sofort sind wir wieder da. 🙂
Sicherlich in teilweise größeren Abständen, aber doch wieder mehr als die letzten Wochen. Unser Sohnemann lebt sich so langsam bei uns ein und der Alltag kehrt allmählich wieder zurück. Auf jeden Fall bin ich wieder voller Tatendrang und werkle schon fleißig in der Küche, während unser Nachwuchs im Tragetuch schläft. Und klar dass mein Liebster fleißig mit kocht und panscht, sonst würde das wohl nicht so stressfrei gehen. Wir genießen also trotz der vielen Arbeit während der Erntezeit auch die Babyzeit sehr!

Und nun zum eigentlichen Blog–Thema:

…Sie sind ab sofort reif, die ÄPFEL….
Derzeit beginnt es mit den Frühäpfeln, die sofort verarbeitet werden wollen und endet im späten Herbst mit den lange lagerfähigen Spätäpfeln.
Äpfel sind DAS Obst unserer Region und es kann wohl jeder von uns Massen davon ernten, ob bei sich selber oder bei Nachbarn und Freunden. Wer Apfel will, bekommt auch Apfel.

DSC_0406_Bildgröße ändern
Was also tun, wenn man wie wir wirklich viele Äpfel ernten kann? 

Klar, am naheliegensten sind die Klassiker:
selber entsaften, Apfelmus und Kompott herstellen und viel Apfelkuchen backen.

Zum Entsaften eignet sich wunderbar ein Gerät für die Herdplatte wie auf dem Bild.

DSC_0426_Bildgröße ändern

Da kann man den ganzen Tag nebenbei noch wunderbar etwas anderes machen und der Saft schmeckt wirklich wunderbar. Mit jeder Flasche spart man viel Geld, denn der Strom ist natürlich weit günstiger, als gekaufter Saft. Die Flaschen kann man sich ertauschen oder aufheben von Getränken, die man im Geschäft gekauft hat. Wir kaufen Flaschen nicht extra zu.

 

DSC_0424_Bildgröße ändern

Auch Apfelmus oder Kompott lässt sich einfach herstellen, indem man Äpfel mit Zucker und nach Belieben Zimt und Vanille einkocht, Davon kann man wohl nie genug haben, da Apfelmus zu vielen Süßspeisen passt oder auch für Kuchen (Rezept ganz unten) gut verwendet werden kann. Kosten entstehen nur füer Zucker und Gewürze (und Strom) … eine wirklich günstige Alternative, vorallem wenn man sich gleich einen ganzen Jahresvorrat anlegt.

 

DSC_0415_Bildgröße ändern

Doch war uns auch daran gelegen, die Äpfel mal anders einzumachen und zu verwenden.

 

Am Liebsten waren uns hier:

Apfelringe!

Super lecker sind die getrockneten Ringe als Süßigkeit oder im Müsli. Und: jede Apfelsorte schmeckt getrocknet anders. Ein Geschmackserlebnis ohne Ende. Hergestellt sind sie auch sehr einfach: mit dem Apfelstecher das Gehäuse entfernen, in dünne Ringe schneiden, auffädeln und an einen warmen Ort aufhängen (Dachboden, Heizungskeller oder ähnlich.) Wir trocknen nicht im Backofen, das kostet uns zu viel Strom und wir trocknen nicht im Dörrgerät, da wir viel zu große Mengen herstellen. Warum teuer im Laden kaufen, wenn man sie gratis selber herstellen kann???

DSC_0407_Bildgröße ändern

 

Ein weiterer Hit auf unserer Liste ist Apfel-Chutney!

Heute gibts es zuerst das Rezept meines Lieblingschutneys – ein weiteres klasse Rezept folgt die kommenden Tage mit dem 2. Teil des Blogeintrages (denn wir haben noch mehr klasse Rezepte).

Apfel-Zwiebel-Chutney Rezept:

600 gr in Würfel geschnittene Zwiebel in Öl anbraten und mit 200 gr Zucker vermischen bis es karamelisiert.
Dann mit 500ml Weißweinessig ablöschen und 2 kg entkernte und in Stücke geschnittene Äpfel dazugeben.
Weiterin gibt man 4 scharfe Paprikaschoten gewürfelt dazu,  300 Gr Zucker, sowie 2 Tl Salz, 2 TL Pfefferkörner, 4 Lorbeerblätter, 2 TL gehackter Thymian, 1 Eßlöffel geriebene Ingwerwurzel und 2 Messerspitzen Cayennepfeffer (oder Wahlweise auch anstatt dessen 2 Chilischoten).
Das ganze kocht man 45-60 Minuten ein, bis es eine dickliche Masse ist und füllt es danach in heiß abgekochte Gläser ab. Hält sich so lange wie Marmelade. Passt wunderbar zu Reis, Gemüsebratlingen und Kartoffeln!
Hier liegen die Kosten aufgrund der Zutaten sicherlich etwas höher, als bei den meisten anderen selbstgemachten Apfel-Rezepten. Aber auch hier ist es natürlich VIEL günstiger, das ganze selber zu machen, als zu kaufen.

DSC_0416_Bildgröße ändern

Das ganze habe ich wie oben dann noch als Brotaufstrich kreiert. Der einzige Unterschied: Ich habe ca. 300 gr Sonnenblumenkerne püriert und dazugegeben, es weniger geschärft und länger einkochen lassen. Außerdem zum guten Schluss noch pürriert. LECKER!!!

DSC_0410_Bildgröße ändern

 

Und da die Kinder SÜß mögen, gab es noch ein weitere Highlight:

 

Apfel-Schokoladen-Marmelade

Hierfür dünstet man ein 1kg klein geschnittene Äpfel mit 1 Eßlöffel Zitronensaft und 1 Eßlöffel Wasser 5 Minuten an, pürriert diese und vermischt sie nach Belieben mit Zucker (wir haben ca 200 gr hergenommen, aber es kann dann am Ende auch noch mit Honig nachgesüßt werden). Das ganze kocht man dann 15 Minuten ein, wenn die Äpfel wässrig sind, entsprechend länger. Letzten Endes gibt man 100 gr Zartbitterschokolade und 50 gr Kakao dazu, sowie Honig nach Bedarf und verrührt das ganze gut. In hei abgekochte Gläser abfüllen.

DSC_0412_Bildgröße ändern
Zu guter Letzt gibts heute für Teil 1 noch das Rezept des besten Apfelkuchens der Welt.
Nicht nur lecker, saftig, sondern auch VEGAN ist er 🙂 und natürlich mit selbst gemachten Apfelmus und eigenen Äpfeln belegt.

http://www.laubfresser.de/2010/07/saftiger-veganer-apfelkuchen.html
Und da das Rezept nicht von mir ist, hier der Link, bitte unbedingt anlicken und Nachbacken.

DSC_0425_Bildgröße ändern
Achja: ich habe den Teig mit reinem Vollkorn gebacken und einfach 10% mehr Wasser dazugegeben: er ist PERFEKT gelungen.

 

Und damit ihr Lust auf mehr bekommt: In Teil 2 gibt es Rezepte von Apfel-Öl,  Likör, Marmelade, Strudel, Aufstrich, Eis und mehr 🙂 Lasst Euch überraschen!

Advertisements

8 Kommentare zu “Was man mit Äpfeln so alles anstellen kann – Teil 1

  1. Erstmal Danke für deinen tollen Blog ! Bin gerne hier und lasse mich inspirieren…. Nun will ich gerne auch Apfelsaft machen, meine Schwiegermutter hat den dampfentsafter und die nötigen Apfelbäume . Meine Mama die nötigen Flaschen und du kannst mir vielleicht verraten wie du deinen Apfelsaft machst 🙂

    Vlg Jeannette

    • Hallo Jeanette,

      wenn Ihr einen Dampfentsafter habt ist es ganz einfach. Wir haben die Äpfel nur halbiert und in den Topf gegeben. Nach zwei Stunden etwas abgefüllt – fertig 😉 Mehr ist da nicht dran.

  2. Hallo ihr Lieben!
    Lese mich gerade durch euren Blog und freue mich darüber, dass ich mal wieder Gleichgesinnte entdecken konnte. Habe heute auch einen ausführlichen Beitrag über Äpfel veröffentlicht.
    Euer Beitrag über die „Rückfälle zu alten Gewohnheiten“ hat mir auch sehr gefallen. Beruhigt mich, dass es nicht nur uns passiert. 😉

    Liebe Grüße aus dem grünen Himmel,

    Annika

    • Hallo Annika,

      auch uns freut es Gleichgesinnte zu „treffen“ und uns über diesen Weg auszutauschen und zu vernetzen. Deinen Beitrag über Äpfel muss ich gleich mal lesen 😉

      Ich denke solche Rückfälle kennt jeder mehr als einem lieb ist und genau deshalb haben wir darüber geschrieben. Es ist völlig normal und bestätigt einem doch im Grunde nur wenn man schnallt das man schon wieder ab gekommen ist… denn das hält einen doch auch irgendwie auf Spur. Wir sind nun seit einigen Monaten quasi „umgedreht“ und heute sind alle Änderungen schon völlig normal. Früher haben wir uns auf dem Weg ins Büro fast jeden Tag unser Frühstück beim Bäcker gekauft. Heute machen wir uns am Vorabend den Teig für´s leckere Frühstück und das ist vollkommen normal geworden. Dafür gibt es einfach andere Dinge die uns dann mal wieder aufzeigen wo wir stehen und worum wir uns kümmern wollen.

      Liebe Grüße
      Andreas

  3. Hallo ihr,

    ich wollte euch noch meinen „Tipp“ da lassen für das Dampfentsaften. Ich mache statt Wasser unten herein älteren Apfelsaft oder Birnensaft, ab und an auffüllen. das verkocht dann ganz wunderbar zu Dicksaft, je nach dem wie flüssig oder zäh es ist wird es dann richtig hart oder eben eher ein Sirup. Das ist dann ganz wunderbar zum süßen. Aber Vorsicht, der Sirup dickt beim erkalten noch deutlich nach!!!

    So habe ich in einem Arbeitsgang gleich zwei Leckereien gemacht.

    Gerade bin ich an Trauben-Birnensaft und Apfeldicksaft und Birnenringe zum Trocknen….

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s