sparen durch „Großpacks“ und gute Bezugsquellen

Oft werden wir gefragt, wie wir auf die Preise bei der Kosten-Billanz mancher Produkte kommen.
Diese erscheinen manch Leser zu niedrig zu sein…
Die Preise sind allerdings wirklich reell und bemessen sich daran, dass wir Grundnahrungsmittel, die in der veganen/vegetarischen Ernährung beim selbermachen viel benötigt werden, in Großpacks kaufen und dafür natürlich auch gut recherchieren, wo der Preis am Besten ist.

Am Meisten zahlt sich das beim Getreide aus!
Hier kaufen wir 25 kg Säcke und sparen gegenüber kleineren Gebinden zwischen 50cent und 1 Euro je Kilo. Noch mehr wirkt sich das bei den Sojabohnen aus, hier sind es fast 2 Euro, die wir je kg sparen und das obwohl dieser aus deutschem Bioanbau kommt.
Unsere Hauptbezugsquelle für Getreide Großpacks (BIO) ist:
http://bio-rittmeyer.rakuten-shop.de/

Gerade wenn man sammelt und mehr bestellt, lohnt es sich, da dann das Porto entfällt.
Getreide lässt sich in sogenannten Futtertonnen an einem dunklen Ort fast unbegrenzt lagern.
Wir haben uns bei den Großpacks auf Weizen, Roggen (beides je 1,20 Euro je kg), sowie Dinkel und Soja konzentriert. Aber auch der Kauf von großen Gebinden an Reis und Saaten wie Sonnenblumenkernen, Leinsamen, Rosinen usw. lohnt dort absolut.
Alles Dinge, die wir oft und regelmäig benötigen!

Ein weiterer großer Kostenfaktor ist der Kauf von Öl.
Bio-kaltgepresstes Öl, egal ob Sonnenblume oder gar Olive ist wirklich teuer.
Auch hier haben wir nun eine Bezugsquelle gefunden und kaufen über einen Händler direkt bei einer Ölmühle ein.  Wir haben uns auf Raps und Sonnenblume je 25 Liter konzentriert.
25 Liter Öl erscheinen viel, doch je 25 Liter spart man gesamt 75!! (ja richtig gelesen 75!) Euro gegenüber dem Kauf des gleichen Öls bei z.B. Alnatura. Öl ist ca. 1 Jahr haltbar, wenn kühl und dunkel gelagert. Hier bietet sich evtl. an es mit Freunden zu teilen – wobei wir als große Familie die Menge sicher aufbrauchen.
Bestellt haben wir uns 25Liter Raps und 25 Liter Sonnenblumenöl. Rapsöl ist das wohl reichhaltigste und gesündeste Öl und lässt sich wunderbar für alles verwenden, was man erhitzt. KALT mag ICH Rapsöl nicht so, es hat einen starken Eigengeschmack. Bei kalten Gerichten, wie Salate oder wenn ich Sojasahne oder Eis selber mache, benutze ich dann lieber das absolut geschmacksneutrale Sonnenblumenöl.

Hier die Bezugsquellen:
http://www.amazon.de/gp/product/B007Y4VA7M/ref=oh_details_o06_s00_i00?ie=UTF8&psc=1
http://www.amazon.de/gp/product/B007Y4VDSI/ref=oh_details_o00_s00_i00?ie=UTF8&psc=1

Normalerweise verlinke ich A.ma.zo.n nicht, aber anders ist das Öl nicht erhältlich und hier ist weiterhin das Porto gratis.
Es mag auf den erste Blick viel Geld erscheinen, doch wenn man es herunter rechnet, ist der Preis echt super. Lieber also 2-3 Monate auf das Öl sparen und dann 1 Jahr oder länger kein Geld mehr dafür in die Hand nehmen müssen.
Und so kann man bei vielen Dingen sparen, die man wirklich oft braucht: Preise von kleinen und großen Gebinden vergleichen und dann gerade bei ewig haltbaren Dingen sich für das große und günstigere Gebinde entscheiden.

Auch lohnt es sich immer vor Ort die Preise zu vergleichen. Je nach Region gibt es mehrere Bioläden oder Hofläden und da kann man schon viel sparen, wenn man z.B. für das kg Tomaten nur 3,50€ anstatt 4,99€ zahlt.

Am meisten spart man natürlich immer noch durch eigenen Anbau und ertauschen. Nüsse z.B. müssen wir gar nicht mehr kaufen (und die sind echt SEHR teuer), sondern wir helfen bei der Nussernte im Tauschkreis und erhalten dafür Erntgut mit. Das gleiche beim Obst: Außer mal ne Banane ist bis Herbst keinerlei Zukauf nötig – und den Winter werden wir evtl. mit eingemachten Obst überbrücken können.

Viel Spaß Euch beim recherchieren und wenn ihr Bezugsquellen habt, die günstig sind: her damit!

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11 Kommentare zu “sparen durch „Großpacks“ und gute Bezugsquellen

  1. Hallo,
    ich wollte nur sagen, dass die Elbmarsch Ölmühle wohl nichtmehr an Endkunden verkauft. Ich konnte zumindest nichts mehr finden.
    Des weiteren wollte ich euch folgende Seite empfehlen: http://www.biolandhof-knauf.de/
    Hier können auch günstig Großgebinde an Bioland Getreide bezogen werden.
    Gruß
    Specki

  2. Hallo,
    danke für die Bezugsquelle „Bio-Rittmeyer“. Die erste Bestellung für deutsche Bio-Sojabohnen ist schon raus. Hättet Ihr noch andere erprobte Bezugsquellen? Beziehungsweise würdet Ihr diese preisgeben? (z.B. Kirschkerne, Dinkelspelzen, Olivenöl u.a.) Wir haben 3 Kinder, 2 Schwiegerkinder und 1 Oma, also auch eine Großfamilie. Meine selbstgemachten Sachen werden immer gerne genommen, sodass ich ständig Nachschub brauche.

    Ich finde es toll, dass Ihr versucht immer eine kostengünstigere Variante selbst herzustellen. Aber am Besten finde ich, dass man mit einem geringeren finanziellen Aufwand eine bessere Lebensqualität erzielt.

    Seitdem ich unseren Konsum Stück für Stück verringere, unsere Plastikansammlungen und anderen unnützen Kram systematisch aussortiere und nach vernünftigen Alternativen suche fühle ich mich richtig gut!!!!!!!!!!!!

    Hält das gute Gefühl an? Oder kommt irgendwann der Frust wegen dem Verzicht?

    Euer Blog ist toll, bitte weiter experimentieren.

    LG
    Rija

    • Liebe Rija,

      uns geht es ganz genauso. Wir steigern die Lebensqualität durch selber machen und natürlich dadurch, dass wir uns bewußt machen welche Dinge wirklich gebraucht werden. Es gibt einen großen Unterschied zwischen „brauchen“ und „wollen“. Das was gebraucht wird ist essentiell und das andere eben nicht!

      Weitere Bezugsquellen haben wir schon, nur sind diese eben regional. Hier liegt auch unser Ziel, denn wir möchten eben auch die Wegstrecken soweit wie möglich gering halten.

      Wo kommt Ihr denn her?

      Der Frust auf Verzicht kommt nicht wirklich auf, da wir im Moment durch Tausch etc. das Gefühl haben wir konsumieren weiter nur eben anders. Hier wollen wir uns gerade auch bewußt machen was nötig ist und was nicht. Denn auch ohne Geld zu verwenden kann schnell viel konsumiert werden ohne darüber nachzudenken ob mir das was bringt oder eben nicht.

      Wenn ein Gefühl des Frustet auftaucht, stellen wir uns die Frage „warum“. Tja und wenn wir uns hier was sehr wünschen, dann erfüllen wir uns ja auch mal was und kochen z.B. auch alle ein bis zwei Monate eben ein Fleischgericht (ökoregional) und dann ist gut. Das was den Unterschied macht ist die Menge und mit welchem Gefühl. So wird bei uns z.B. der Fleischkonsum extrem reduziert und wenn wir was machen, dann ganz bewußt! In erster Linie gehen hier die Kinder vor, denn wir erwachsenen können dem dann schon widerstehen. Wir tun das nur nicht auf Kosten der Kleinen.

      Wir haben hierzu auch einen Artikel geschrieben in dem es darum geht…. nicht zu verzichten, sondern den Fokus zu verlagern.

      Liebe Grüße
      Andreas

      • Hallo Andreas,

        ich bin da ganz Deiner Meinung. Überhaupt wenn ich in Eurem Blog lese denke ich oft Ihr sprecht meine Gedanken aus, schön zu wissen das es auch Gleichgesinnte gibt. Wir sind aus NRW, haben keinen Wochenmarkt und das Bio sowie das regionale Angebot leider sehr mager. Einige Bauern in der Nähe verkaufen zugekaufte Ware vom Großmarkt, dann kann ich ja gleich zum Discounter gehen. Darum greife ich ganz gerne auf das Internet zurück oder ich bestelle eine Bio-Gemüsekiste, da kann ich mir alles liefern lassen und muss nicht so viele Stellen mit dem Auto abfahren.

        Eine Tauschbörse gibt es auch nicht regional, oder ich habe sie noch nicht gefunden. Ich finde die Sucherei ehrlich gesagt sehr mühsam, darum hatte ich nach weiteren Internetbezugsquellen gefragt Bio-Rittmeyer war ein guter Tipp!! Also heißt es weiter suchen!!

        Plastikfrei, vegetarisch/vegan, regional/saisonal und am liebsten in Bio.
        Ich versuche alles Schritt für Schritt umzusetzen, denn mit kleinen Schritten kommt man auch irgendwann ans Ziel!

        Bis jetzt sehe ich das Ganze auch nicht als Verzicht, sondern als Bereicherung an. Wir leben so gesünder, ich weiß was im Selbstgemachten drin ist und es schmeckt einfach besser. Bei den ganzen Lebensmittelskandalen der letzten Zeit vergeht einem eh der Appetit, nur Profit zählt noch!!!

        Noch eine Frage zum Schluss, ist es normal das gepostete Kommentare erst viel später erscheinen?

        Liebe Grüße
        Rija

      • Liebe Rija,

        das freut uns, dass unser Blog auf Gleichgesinnte stößt und inspiriert. Wir möchten damit schlicht und einfach genau das erreichen, aufzeigen das wir nicht allein sind und es jeder egal wo er gerade ist Anfangen sein Leben enkeltauglicher zu gestalten.

        Tauschkreise gibt es sehr viele überall. Mal kleiner, mal größer. Wir haben hier in der Region ein riesiges Glück da WIR GEMEINSAM sehr groß ist und über viele Regionen gewachsen ist und weiter wächst. Für uns kam der Wandel als wir uns begannen zu vernetzen und über unsere Ziele und Ideale zu sprechen, dann tauchen auf einmal überall Menschen auf die so sind wie Du 😉 Zuvor fühlten wir uns, trotz vieler Bekannter und Freunde doch irgendwie allein wobei es das nicht trifft.

        Unsere Kommentare erscheinen später, weil wir diese manuell freischalten um SPAM oder anderes zu vermeiden. Im Grunde veröffentlichen wir ohnehin jeden Kommentar 😉

        Liebe Grüße
        Andreas

  3. Hallo Andreas,
    das Leben bzw. die Welt enkeltauglich machen, dass hast Du schön gesagt. Meine Kinder sind bereits in einem Alter, wo das mit den Enkeln gar nicht so abwegig ist.

    Ja Ihr habt Glück in der richtigen Region zu leben. Es scheint das Ihr in
    Süddeutschland und auch in Österreich schon viel näher dran seit am Leben im Einklang mit der Natur, NRW ist da noch Entwicklungsland!!!

    Wie habt Ihr mit der Vernetzung angefangen? In meinem Bekanntenkreis, Freunde und Familie stoße ich oft auf mangelndes Interesse oder Gleichgültigkeit.

    Ich wünsche mir auch ein Projekt wie WIR GEMEINSAM in unser Region. Bis dahin versuche ich es mal beim Tauschgnom. Es ist Wahnsinn wie viel Dinge man besitzt die man eigentlich gar nicht braucht.

    Heute sind meine deutschen Sojabohnen gekommen, ab morgen gibt es selbstgemachte Sojamilch. Habt Ihr auch ein Rezept für Creme fraiche oder saure Sahne?

    Dürfen Eure Kinder Nuss-Nougat-Creme, beim http://www.knauserer.at (Ausgabe 11/2013) gibt es eine selbstgemachte Alternative.

    Liebe Grüße
    Rija

    • Liebe Rija,

      erst einmal vielen Dank, dass Du Deine Gedanke und Erfahrungen hier mit uns teilst.

      Auch wir haben zuerst gedacht, dass wir in einem solchen „Entwicklungsland“ leben. Nachdem wir uns dann aktiv umgesehen und begonnen haben Kontakte zu knüpfen – und sei es nur die Verkäufer im Bioladen -, ging alles wie von allein. Also ich vermute mal, dass es bei Dir ähnlich sein wird.

      Such doch im Internet mal nach „Transistion Town“ oder urbane Gartenprojekte oder melde Dich im Forum auf http://www.selbstvers.org an, da wirst Du sicherlich fündig 😉 Es gibt zum Beispiel viel in Köln…. oder anderen Ballungsräumen. Auch auf http://www.oya-online.de kannst Du nach Artikeln oder Netzwerken in der Region suchen, da gibt es sicher was.

      Für saure Sahne haben wir noch kein Rezept ausprobiert, aber ich weiß das es das gibt. Einfach mal auf veganen Seiten danach suchen.

      Liebe Grüße
      Andreas

  4. Beim Alnatura kann man hier auch richtig sparen. Der DM verkauft die Produkte ja auch und da habe ich schon echt erhebliche Unterschiede festgestellt. So kostet der Liter Sojadrink im nächsten Alnatura 1,49 und im DM 0,95, Reiswaffeln waren glaub ich auch 30 Cent unterschied und bei anderen Sachen hab ich um ehrlich zu sein noch nicht recherchiert.

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