Soja im Test Teil 3 und: veganer Käse

Ja wir sind noch da, nur derzeit wirklich viel mit Ernten und Einmachen beschäftigt und natürlich mit dem Warten auf unser Baby. Das darf nämlich nun jeden Tag schlüpfen. Aber irgendwie glaub ich, werd ich wohl noch geduldig sein müssen und der kleine Mann geht über seine Zeit 😉

Derweil probieren wir natürlich weiter fleißig herum. Im 90%igem Leben als Veganer darf der „Käse“ nicht fehlen. Ehrlich gesagt, finde ich den gekauften „Ersatz“ Käse gruselig – mir schmeckt er einfach nicht. Aber nicht nur das, es würde zudem unsere gesamte Kosten-Bilanz sprengen, denn er ist auch noch wahnsinnig teuer! Veganer Käse kostet in kleinen Packungen schon rund 3,00 – 5,00 Euro, also gut das doppelte wie Kuhmilchkäse. Gerade bei unseren vielen Essern würde sich das sich nicht lohnen. Also haben wir uns hier mal wieder ans „Selber-machen“ gewagt und stellen unsere Alternativen selber her.

Zuerst haben wir uns nach diesem Rezept an veganen Mozarella gewagt
(http://www.mehr-als-rohkost.de/rezepte/veganer-mozzarella/)

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Das Ergebnis überzeugt meiner Meinung. Erkaltet lässt er sich super in den Salat schneiden und erwärmt ist er wirklich spitze überbacken auf Brot/Toast.

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Klar ist, dass die eigene Herstellung natürlich weit günstiger ist. Und der Aufwand ist wirklich gering. Außer der Wartezeit von 12 Stunden ist der Käse in wenigen Minuten hergestellt. Geschmacklich finde ich ihn sehr gut und ich kann mir gut vorstellen, dass er sich noch mit Kräutern „pimpen“ lässt.

Kosten-Billanz – veganer Mozarella

Was kostet uns nun die Herstellung von ca. 125 gr veganem Mozarella?
Da wir Milch und Joghurt selber machen, kann ich nur schätzen, dass wir hier bei und 25 cent liegen. Höchstens! Also ein wirklich guter Preis, der den Aufwand lohnt und wo man sogar für Kuhmilch-Mzarella weit mehr zahlt.

Die kommenden Tage probieren wir noch ein Rezept mit veganem Camenbert aus und werden die Grundrezepte vom Hefeschmelz (zum überbacken) nochmal beschreiben …

Als nächstes haben wir dann nach neuen Verwendungsmöglichkeiten von Okara gesucht, dem Sojabohnenmuß, welches bei der Herstellung von Sojamilch anfällt und sind über dieses leckere Rezept gestolpert, einer Sojawurst / Sojakäse http://www.vegetarische-rezepte.com/vegetarischerezepte/okara-sojawurst.php

Das Ergebnis war erstmal ernüchternd, da wir leider keine Sojasauce zur Hand hatten und die wird für die Würze aber dringend benötigt. Es schmeckte daher noch etwas „fad“.

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Ich würde das ganze um einiges stärker würzen, als in dem Rezept. Ansonsten schmeckt die „Wurst“ oder der „Käse“ sehr gut und lässt sich mit Gewürzen und Kräutern wieder stark variieren. Es schmeckt kalt direkt aufs Brot, aber auch überbacken und angebraten in der Pfanne (so haben es die Kinder verschlungen!). Wir werden es auf jeden Fall wieder probieren und uns mit den Gewürzen mutiger herantasten.

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Kosten-Billanz – okara Käse

Auch hier lohnt sich anhand der Kosten-Billanz das selber machen auf jeden Fall. 750 gr Okara fallen bei ca. 5-6 Litern selbstgemachter Sojamilch an. Je Liter Sojamilch habe ich Ausgaben von 27 cent – das Okara fällt hier gratis an! Grob geschätzt dürften die Kosten von 1kg Okara-Käse hier bei rund 60-70 cent liegen. Ob das für den Preis im Bioladen zu erhalten ist Ich glaube nicht. NIcht mal „echte“ Wurst der „echten“ Käse würde man für diesen Preis erhalten.
Also Fazit der veganen Käserezepte: nicht nur gesünder, sondern auch günstiger – sogar viel günstiger, als Kuhmilch und vegane gekaufte Produkte –  der Aufwand lohnt hier eindeutig!

In diesem Artikel (https://zumursprungzurueck.com/2013/06/19/soja-im-test-teil-2/) hatte ich ja ein leckeres Rezept für Okara-Bällchen beschrieben.
Wir haben das Rezept mittlerweile abgewandelt und herausgekommen sind die leckersten Schokoladen-Bällchen der Welt 😉 Ein super Ersatz für die Tafel Schokolade oder Kekse – sie schmecken hier allen, im Gegensatz zu Kokos.

Hier das Rezept:

300 gr. Okara mit 200 gr gemahlene Haselnüsse
100 gr geriebene vegane Schokolade (bittere schmeckt da sehr gut)
200 gr Vollkornmehl
150 gr. Zucker (oder auch Honig)
100 ml kalt gepresstem Öl,
Schale von einer abgeriebenen Zitrone
2 TL Zimt und 4 Eßlöffel Kakao mischen.
Die Masse zu Kugeln formen, auf ein Backblech geben und bei vorgeheiztem Ofen bei 180 Grad nun 30 Minuten backen. Sie dürfen außen ruhig so richtig  knusprig werden, innen bleiben sie weich.

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Guten Appetit!

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3 Kommentare zu “Soja im Test Teil 3 und: veganer Käse

  1. Die Schwangerschaft habe ich ja noch gar nicht mitbekommen – herzlichen Glückwunsch und alles Gute für eine wunder-volle und selbstbestimmte Geburt!! Geld sparen, selber machen, auf Konsum verzichten: Kennt ihr „windelfrei“, „Ausscheidungskommunikation“, „topffit“? Viele Bezeichnungen für das selbe: Babys benötigen keine Windeln, da sie sich aus dem Bedürfnis nach Sauberkeit heraus melden, wenn sie einmal müssen. Wenn man darauf achtet, kann man sie auf dieses Signal hin ganz einfach zum Entleeren „abhalten“ – und geht damit auf ein weiteres Bedürfnis ein, spart eine Menge Geld, schont die Umwelt und hat die beste Prophylaxe gegen Windeldermatitis und Koliken.
    Was ich euch auch schon lange sagen wollte: Vielen herzlichen Dank fürs Bloggen, die vielen Überlegungen und tollen Rezepte!

    • Liebe Lucia, danke für Deinen Kommentar und JA tatsächlich kennen wir Windelfrei schon und haben dies zumindest in Teilzeit bei unseren letzten 3 Kindern auch angewandt und wird auch sicher jetzt wieder gemacht werden. Dadurch dass wir jetzt viel Zeit haben, kann ich mir gut vorstellen, es diesmal Vollzeit zu machen 😉 Aber immer so, dass es keinen von uns stresst, das ist mir sehr wichtig.

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