Pfefferminze – eine beliebte Heil- und Würzpflanze

Was macht man eigentlich, wenn man ein riesiges Büschel Pefferminze von einer lieben Nachbarin geschenkt bekommt?
Richtig: verwerten 😉 Denn die Pfefferminze ist eine vielseitig einsetzbare Pflanze mit leckerem Geschmack und auch noch gesundheitsfördernder Wirkung.

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Die wohl bekannteste Möglichkeit, die Pfefferminze zu nutzen, ist diese zu trocknen und als Tee aufzubrühen. Wunderbar wirkt dieser dann bei verschiedensten Krankheiten. Hier eine tolle Beschreibung zur Pfefferminze und deren Wirkung: http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/Pfefferminze.htm
Wir wollten natürlich nicht nur Tee daraus zubereiten (frische Blätter in Wasser, Salaten und Soßen schmecken übrigens auch wunderbar), sondern gleich unsere Hausapotheke etwas aufbesser.
Also haben wir als erstes Pfefferminzöl angesetzt. Damit kann man sich einreiben, einmassieren – zum Beispiel bei Kopfweh an den Schläfen.

 

Pfefferminz-Öl Rezept
Eine gute handvoll Pfefferminzblätter zerkleinern und in ein Schraubglas füllen. Mit 1/2 Liter kalt gepressten Olivenöl auffüllen, gut verschrauben und dann 6 Wochen auf der Fensterbank – an einem sonnigen Platz – stehen lassen. Danach abseihen und in braune Fläschchen umfüllen und eher dunkel lagern.

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Weiterhin haben wir dann auch sogleich eine Pfefferminztinktur angesetzt. Die Tinktur wirkt gut gegen Blähungen, aber auch bei Zahnfleischproblemen, Magen-Darm-Krämpfen und Migräne.

 

 

Rezept Pfefferminz-Tinktur
2 Handvoll Pfefferminzblätter in ein Schraubglas füllen, mit 40%igem Korn übergießen und gut verschrauben. An einem warmen Ort gut 4 Wochen ruhen lassen – danach abseihen und wieder 4 Wochen ruhen lassen.

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Und dann gabs auch gleich noch was für den Gaumen. Pfefferminz-Likör soll ausgesprochen lecker sein 🙂 Wir haben ihn angesetzt, wissen aber noch nicht, wie er schmeckt. Da üben wir uns noch in Geduld – aber hier schon einmal die Zubereitung:

 

Pfefferminz Likör Rezept
1/2 Liter Korn mit einer handvoll Pfefferminzblätter gut vermischen. Am besten dann in einem Schraubglas an einem dunklen Ort aufbewahren (ich hab es in den Schrank gestellt). Nach 10 Tagen dann ein 3/4 Liter Wasser mit 250gr Zucker zu einem Sirup aufkochen lassen und dann die Pfefferminz-Masse komplett dazugeben. Alles gut mischen und dabei die Pfefferminzblätter mit einem Löffel nochmal gut ausdrücken. Abseihen und  in Flaschen abgefüllt dunkel lagern. Prost!

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Da wir Pfefferminze total gern zum würzen von Soßen, Salaten usw. hernehmen, aber leider keine eigene Pflanze im Garten haben, hab ich kurzerhand noch 2 Beutel mit Blättern gefüllt und einfach eingefroren. Diese kann ich dann nach Bedarf herausholen und sie schmecken „fast“ wie frisch.

 

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Den kompletten Rest der Pfefferminze – denn es war wirklich viel – haben wir nun zum Trocknen aufgehängt.
Wenn alles gut getrocknet ist, wird dies in Dosen als leckerer Tee aufbewahrt.
Wohl bekommts!

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Es ist jetzt Erntezeit für sehr viele tolle Pflanzen und Kräuter, aus denen sich Tee, Sirup, Liköre, Marmeladen, Gelees, aber eben auch Tinkturen und Öle für die Hausapotheke herstellen lassen. Im Grunde haben wir das meiste, was wir für eine ausgewogene Ernährung und unsere eigene „Medizin“ brauchen direkt vor der Haustüre wachsen.
Daher werden wir die kommenden Wochen vermehrt auch über diese Pflanzen berichten. Eine Kosten-Billanz zu erstellen sehe ich dabei allerdings als unnötig an – denn selbst gemacht ist hier auf jeden Fall günstiger, als das teure Öl aus der Apotheke oder gar Medikamente mit Nebenwirkungen zu erstehen. Denn außer den Zutaten wie je nachdem z.B. Öl, Korn oder Zucker usw. kostet uns die Pflanze an sich NICHTS – wächst sie doch draußem direkt ums Eck.
Heute verarbeitet haben wir schon Zitronenmelisse, Kamille und Gundermann. Außerdem folgt natürlich Holunderblüte und bald auch Lindenblüten – aber dazu dann mehr in den nächsten Artikel.

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4 Kommentare zu “Pfefferminze – eine beliebte Heil- und Würzpflanze

  1. Hey, was habt ihr denn mit Gundermann gemacht? Hab den bisher nur getrocknet so für Kräutersalz oder so… 🙂

    Mhhhm, da krieg ich richtig Bock auf Pfefferminze. Hab die Tage mal all unsere Minzen, die durch das feuchte Wetter ausgetrieben sind (voriges Jahr sind ALLE vertrocknet) geteilt und zerstückelt was das Zeug hält und getopft – ich hab grad voll den Vermehrungswahn ^^ Von so einer üppigen Ernte können wir im Moment aber nur Träumen ;D Das mit dem Öl ist eine prima Idee!

    • hey Lisa, der Artikel Gundermann kommt dann heut Abend 😉 Ich hab mich voll in ihn „verliebt“ 😉 Minze bin ich auch total der Fan, wir haben nur leider selber kaum was – Nachbar sei dank muss ich nicht drauf verzichten *g*

  2. Hallo,
    Kann man für den Öl auch Minze aus dem Supermarkt und anderen Öl nehmen? Z.b. Mandelöl?
    Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße 🙂

    • Die Öle und Zutaten sollten natürlich so unbehandelt sein wie möglich. Wenn das bei den Produkten die gekauft werden können so ist, dann prima. Bei den Pfefferminzpflanzen im Handel wäre ich sehr vorsichtig, weil diese im expressverfahren hochgepeppelt werden und das oft mit chemischen Substanzen. Diese landen dann in Deinem Öl und dort gehören sie natürlich nicht hin.
      Am einfachsten selbst anpflanzen und das geht sogar auf dem Fensterbrett.

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