Heute im Test: selbstgemachtes Bio-Spülmaschinenmittel

Bio-Spülmaschinenmittel ist beim Kauf nicht wirklich günstig. Konventionelles ist allerdings wirklich sehr schädlich für unsere Umwelt und so habe ich mich gewagt und es nun selber hergestellt.
Dieses herzustellen ist weit einfacher, als ich mir vorgestellt hatte und macht schon Lust darauf, Geschirrspülmittel und noch andere dringend nötige Haushaltsmittelchen mal selber zu kreieren.
Nicht nur, dass ich jetzt ein absolut umweltverträgliches Spülmaschinenmittel hergestellt habe, welches super gut riecht, nein ich spare natürlich auch mal wieder enorm.

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Das Rezept:
3 Zitronen (unbedingt BIO, denn gespritzte sind auch fürs Geschirr nicht gut!)
100 ml Essig (ich habe Apfelessig verwendet)
200 ml grobes Salz (Himalaya- oder Ursalz ist dafür sehr geeignet)
300 ml kochendes Wasser

Zitronen achteln und mit Salz, Essig und Wasser ab in den Mixer. Alles 2-3 Minuten gut durchmixen, gibt ne wässrige Pampe ohne Stückchen und FERTIG.
2 Eßlöffel davon ersetzen einen Tab.

Das Ergebnis:
Gerade ist meine Maschine fertig geworden und was erwartet mich da? Wunderbar sauberes Geschirr. Auch die Gläser glänzen – bei manch gekauften Biomittel waren sie eher kalkig/milchig.
Es steht den Tabs also in keinster Weise nach. Natürlich werde ich es noch einige Male ausprobieren und hoffe, dass die Nutzung von Klarspüler komplett unnötig ist. Ansonsten stell ich den halt auch noch selber her 😉

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Die Kosten-Billanz

Die hergestellte Menge ergibt genau 84 Eßlöffel und ersetzt somit 42 Geschirrspültabs.
Bisher haben wir die Tabs von Ecover gekauft: 25 Stück für 5,99€ – Stückpreis je Tab liegt somit bei 24 cent.
Der Preis für mein selbst hergestelltes Mittel:
Biozitronen veranlage ich mit 0,45€ per Stück, gesamt also 1,35€, dazu kommen dann 0,47 cent für das Bio-Apfelessig, sowie 0,35 cent für Salz und für Strom/Wasser geschätzt 20 cent. Somit lag der Gesamtpreis bei 2,37€. Heruntergebrochen ist dies je Waschladung ein Preis von gerade mal 0,06 cent je Tab.
Die Ersparnis ist hier also wirklich spitze und liegt somit bei 18 cent je Tab – das sind immerhin 75% gespart und Arbeit bei der Herstellung macht es auch nur wenig – uns genügt das hergestellte Spülmaschinenmittel fast 2 komplette Monate. Wer keine Großfamilie hat, kann sicher noch länger davon profitieren….

Bitte beachtet nun auch unser Langzeitfazit zum Spülmaschinenmittel: https://zumursprungzurueck.com/2013/11/13/langzeitfazit-…d-waschmitteln/

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39 Kommentare zu “Heute im Test: selbstgemachtes Bio-Spülmaschinenmittel

  1. Ergänzend füge ich hinzu: Es wird nur das Maschinenmittel ersetzt- Salz und KLarspüler muss nach wie vor in die Maschine. Ob es einen Ersatz für Klarspüler gibt, der auch gut ist, erkunde ich dann mal die Tage!

  2. Hmm … also klarspüler hatten wir bisher auch nie drin … bei uns funktioniert das Rezept wunderbar – danke dafür! Einzig (!) die Käsematte (!) wird nicht richtig sauber, also tut ihr vermutlich wirklich gut daran, eine Alternative zur Matte zu suchen 🙂
    Danke für das Rezept! Was nehmt ihr denn um das Geschirr per Hand abzuspülen?

  3. das probiere ich auf jeden fall! danke für den tipp! noch ne frage… die zitronen gehen samt schale in den mixer, ja? und wie steht es um die haltbarkeit? muss das im kühlschrank aufbewahrt werden? danke und glg, biobella

  4. Hi,

    Schöne Idee! Allerdings vertragen nicht alle Maschinen den Essig (viele Dichtungen werden dadurch hart und porös); da sollte man erst beim Händler nachfragen. Ich verzichte lieber ganz drauf, meine Minna ist schon so alt… und soll noch lange weiterspülen 🙂

    Schöne Grüße,

    langsamerleben

  5. Bin gerade zufällig auf diese Seite geraten, das Waschmittel benutzte ich auch seit lange Zeit. Die idee mit dem Spülmittel find ich super. Aber habt Ihr euch schon an den Enzymreiniger getraut? Den Stellt man aus alten Zitronen oder Orangenschalen und ein paar Esslöffeln Rohrohrzucker her. Der ist super ergiebig und man kann daraus auch eine art Scheuermilch machen. Hier ein link http://www.onegoodthingbyjillee.com/2012/03/make-your-own-citrus-enzyme-cleaner.html

  6. Hallo, bin zufällig auf euch aufmerksam geworden. Tolle Sache, was ihr so macht und vor habt. Habe eine Frage und zwar wollte ich wissen, welche Schmierseife ihr benutzt und ob es das Himalaya Salz oder Ursalz auch im Großgebinde gibt. Konnte es bisher im Net nicht finden. Dank und herzliche Grüße. K.K.

    • Ich nehme immer die original Alepo Seife aus dem Bioladen.
      Beim Salz kann ich leider noch nicht helfen. Derzeit beziehe ich Meersalz auch von Bio Rittmeyer – allerdings habe ich hier noch kein Preisvergleich angestrebt. Werde ich gerne nachholen!

    • Hallo Anna,

      ja wir tun das einfach in das Spülmittelfach rein. Schwierig wird es bei der Anwendung nur mit der Fettlöslichkeit da es da nicht so stark ist. Da experimentieren wir grad noch um das zu verbessern.

  7. Pingback: Langzeitfazit zu unseren Selbstgemachten Spül-und Waschmitteln | Zum Ursprung Zurück

  8. Pingback: Waschsoda, Natron... was habt Ihr alles damit so "erlebt"?

  9. Hallo,
    also Spülmittel für den GS mach ich demnächst selbst – kann ich das Salz problemlos durch grobes Kochsalz ersetzen?

    • Sicher bin ich mir noch nicht, doch Salz ist meiner Meinung nach Salz. Im Handel steht auf den Dingern ja „Spezialsalz“ drauf und frage mich was da für Stoffe enthalten sein könnten die es so speziell machen?!?

  10. Hallo

    Könnte mann das eventuelle auch als Handspülmittel verwenden? Wenn man ev. die Flüssigkeil absiebt? Habe keine Spülmaschine.
    Habe schon eine Natron, Seife, Wasser Mischung getestet, jedoch bin ich damit nicht zufrieden. Irgenwie ist das ganze so klebrig, schmierig, ganz komisch.

    Gruss

  11. Pingback: Plastikfrei in der Küche | blauerhibiskus

  12. Hallo! Ich habe dein Rezept ausprobiert und bin sehr zufrieden damit. Nur leider kann ich die Kostenrechnung nicht ganz nachvollziehen. Ich habe jetzt einmal die 6fache Menge veranschlagt, da kann ich alles besser abschätzen. Ich habe ausgerechnet dass ich (je nach Dosierung) pro Spülgang zwischen 12 und 19 Cent bezahlen muss. Da hab ich aber nur Biozitronen herangezogen und alle anderen Zutaten sind konventionell. Mehr kann man auf meinem Blog nachlesen. Freude macht selbstmachen allemal, also ich bleib trotzdem dabei! 🙂

    • Hallo Bernsteinhexe,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir haben irgendwo in den Kommentaren auch schon geschrieben, dass wir mit dem Ergebnis von 2 Eßlöffeln bei dem Rezept noch nicht ganz zufrieden sind. Da wir durch eine Haushaltsauflösung eine Menge Biowaschpulver für die Maschine geschenkt bekamen, war der Anreiz auch nicht so da weiter zu experimentieren. Das kommt aber sicher 😉

      Was die Preise betrifft, so leben wir hier in einer Region die sehr ländlich ist und kaufen teilweise sehr günstig in unserem Bioladen ein. Das Salz ist eine Empfehlung und wir verwenden hier im Moment unraffiniertes Meersalz. Lieber wäre mir unraffiniertes regionales Steinsalz, was aber sehr schwer zu bekommen ist. Das Meersalz kaufen wir in 25kg gebinden zu 8,00 EUR ein. Gibt es im Großhandel zu kaufen und geht ja nicht kapputt.

      Alles in allem sind wir bei diesem Bio-Spülmaschinenmittel noch am basteln, da uns die Fettlösekraft auch noch nicht passt. Vielleicht kommen wir ja gemeinsam durch das Experimentieren zu einem passenden Ergebnis 😉

      Liebe Grüße

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  14. Hallo Bernsteinhexe,

    Ich finde es ganz toll, was ihr da auf die Beine stellt. Grosses Lob von mir. Ich wollte aber mal eine Frage zu deinen Kostenrechnungen stellen. Du stellst immer ein Produkt, welches du zuvor gekauft hast auf die eine Seite und zur anderen dann die Kosten der nun selbst verwendeten Produkte, was ja auch genau richtig so ist. Allerdings berechnest du bei deinen Produkten immer noch den Strom und das Wasser. Das machst du aber nicht auf der anderen Seite. Somit wird doch das Ergebnis bei dermProduktberechnung verfälscht, weil du Strom und Wasser doch bei beiden verwenden musst. Oder stehe ich irgendwo auf dem Schlauch???
    Liebe Grüsse
    claire

    • huhu, mein Name ist zwar nicht Bersteinhexe – aber ich antworte Dir trotzdem, da ich annehme Du meinst mich *g*
      Beim gekauften Produkt benne ich nur den Kaufpreis. Denn ich nehme mal an, dass der Hersteller Wasser und Strom schon in seiner Preisberechnung mit einkalkuliert hatte. Ich selber brauche ja weder Wasser und Strom, sondern gehe in den nächsten Laden und kauf es einfach nur ein. ABER ich hätte natürlich anteilig Sprit- und Zeitkosten einberechnen können. Nur das erscheint mir wirklich sehr kompliziert, da man ja weit mehr einkauft, bzw. einkauft, wenn man eh schon unterwegs war…

  15. Boah ich bin baff….. Der haaaaaammmmmmmeeeeerrrrr ich bin soooo froh dass ich das gefunden hab, sonst hätte ich alles von Hand waschen müssen und das hätte mich echt angenerft

  16. Pingback: DIY Geschirrspülmittel Test – Die Bernsteinhexe

  17. Pingback: minimalistischer Zero Waste Frühjahrsputz | the green transition

  18. na…das ist ja witzig…

    so ein ähnliches Rezept verwende ich als Handspülmittel und auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass es besser ist wie das konventionelle, was im Handel verkauft wird

  19. Hallo zumursprungzurueck
    Ich bin erst jetzt auf euren Blog gestoßen wegen des Spülmittels möchte es gern nachmachen und wollte mal fragen ob ihr noch was gefunden habt zwecks fettlöser.
    Ich und mein Mann wir haben mal Zitronensäure,Meersalz und Natron gemischt und ja war gut was mir nicht so behagt hat ist die Zitronensäure was ist eure Meinung.

  20. Hallo 🙂

    Habe Euer Geschirrspülmittel nun schon einige Male hergestellt (in leicht abgewandelter Form, weil mein Mixer wegen der Zitronenschale den Geist aufgegeben hat, seither nehme ich nur noch den Saft) und bin hell begeistert. Einzigst die Kaffeetassen werden nicht ganz sauber, da bleibt so ein bräunlicher Schleier zurück. Habt Ihr eine Idee, womit ich die Reinigungswirkung noch etwas erhöhen könnte?

  21. Hallöle.
    Ich finde das Spülmittel wirklich Bombe! Es macht sauber, riecht gut. Alles top. Jetzt bin ich nur etwas verunsichert durch einen Kommentar hier was die Dichtungen der Maschinen angeht. Ist das wirklich so, dass die Säuren die Dichtungen so stark angreifen? Wir haben eine relativ neue Siemens von 2012/2013…
    Und noch ein Problemchen zeigt sich bei mir im Langzeittest: Gläser werden doch arg trüb… gibts da ein Mittel, was man eventuell dazu mischen kann?
    Vielen Dank und liebe Grüße 🙂

  22. Essig kann in jeder Maschine verwendet warden…..schadet keiner Dichtung, alle meine Maschinen vertragen das, verwende seit 40 Jahren keinen Weichspueler, aber Essig…2 Fliegen auf einen Streich….Maschine nie kalkig, Kleider hygienisch rein, ohne Wasserverschmutzung…Weichspueler sollte verboten werden, wer moechte das schlussendlich trinken? Ich glaube es hat sonst noch genug unnoetiges im Abwasser!

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