Macht endlich den Mund auf und beweißt, dass ihr aus der Vergangenheit gelernt habt!

Vor gut 15-20 Jahren – während meiner Schulzeit – nahmen wir im Unterricht sehr exzessiv die Zeit des Dritten Reiches durch. Wir beteten von vorne nach hinten die Auslöser, die Ereignisse und die Folgen durch. Damals erschien mir der Unterricht in dieser Intensität übertrieben. Denn für mich war es absolut unverständlich, wie so etwas passieren konnte… Ich konnte nicht glauben, dass eine ganze Nation bei den Verbrechen entweder mitmachte, oder aber zumindest wegsah. Wieso hatten die Menschen sich nicht gegen das NS Regime gestellt und gemeinsam verhindert, dass diese abscheulichen Taten begangen werden konnten? Warum gab es so viele Mitläufer, die sogar ihre Nachbarn und ehemals besten Freunde verrieten?
Als junges Mädchen – noch mit dem unschuldigen Glauben an das Gute in der Welt – konnte ich das einfach nicht nachvollziehen. Gründe erfuhren wir von unseren Lehrern natürlich genügend und dennoch erschienen mir diese Gründe absolut fadenscheinig. Es gab einfach NICHTS, was es in meinen Augen rechtfertigte, das eine ganze Nation Millionen von Menschen in den Tod schickte und nichts dagegen unternahm…
Bis noch vor Kurzem erschienen mir rechts gesinnte Menschen in der Minderheit und ich machte mir keine Sorgen. Mir war ja auch absolut klar, dass sich die Geschichte nicht wiederholen kann, hatten wir doch alle daraus gelernt. Wer es nicht miterlebt hatte, wurde im Unterricht oder durch Fernsehen und Politik ständig daran erinnert, was für Verbrechen damals geschehen konnten. Natürlich sind wir auch Generationen danach so sehr sensibilisiert, dass es keine Chance der Wiederholung gibt…Heute würden wir nicht so leicht Parolen nachplappern, heute würden wir nicht mehr glauben, dass ein bestimmter Teil der Bevölkerung wertloser ist. Heute würden wir uns gegen jeden Stellen, der solches auch nur denken würde und auf rechtsgesinnte Taten würden wir heute Taten folgen lassen durch Inhaftierungen und Verurteilungen. Alles möglich auf Basis unserer Gesetzgebung, mit dem wichtigen Teil des Grundgesetzes.
WIRKLICH? Ist das heute wirklich so?
Ich – ein Gutmensch – wie er im Buche steht, bin wohl zu leichtgläubig an das Thema herangegangen. Denn meine damalige Überzeugung hält heute nicht mehr Stand!

Auch wenn es viele noch nicht erkenne: Heute stehen wir wieder genau da, wo wir am Anfang der NS Zeit auch standen. Rechte Parolen sind unter dem Denkmantel der „besorgten“ Bürger gesellschaftsfähig geworden. Zu viele Menschen haben sich anstecken lassen vom braunen Gedankengut und das Schlimme ist: sie erkennen es nicht einmal als solches! Es scheint heute wieder soooo einfach zu sein, einen gewissen Teil der Bevölkerung zu verurteilen und ihnen sogar Teile der Menschenrechte abzusprechen.
Damals waren es die Juden, die immer mehr ihrer Rechte verloren – heute sind es die Flüchtlinge.
Damals waren es die Juden, die uns die Jobs wegnahmen, für unsere Kinder eine Bedrohung waren, die sich nicht benahmen, die unehrlich waren – heute sind es die Flüchtlinge.
Weder Juden durften damals noch dürfen Flüchtlinge heute arbeiten – weder Juden bekamen damals noch bekommen Flüchtlinge heute die Grundsicherung – Juden wurden damals separiert, Flüchtlinge werden heute in großen Lagerhallen abseits der deutschen Bevölkerung „gesammelt“. Jüdische Kinder durften damals keine deutschen Schulen mehr besuchen – Flüchtlingskinder dürfen dies heute „noch“: Die Betonung auf NOCH, denn sollte die Idee des Erfurter Bürgermeisters, vom Aussetzen der Schulpflicht für Flüchtlingskinder Schule machen, wird auch dies bald der Vergangenheit angehören.
Was ist Stand heute bitte besser als zu den Anfängen der NS Zeit?
Heute wird eine gewisse Gruppe von Menschen herabgesetzt, verurteilt und ihrer Recht beraubt. Was macht nun Euch alle – die ihr zuseht oder gar mitmacht, zu besseren Menschen als die Nationalsozialisten von damals?
Keinen Deut besser seid ihr!
Es werden keine Menschen umgebracht mögt ihr sagen – damals wurden die Juden schließlich vergast und das war in Euren Augen vielleicht das eigentliche Verbrechen – außerdem waren es viele Millionen….
Ja vergast werden heute bei uns keine Menschen mehr…. Aber tot bleibt tot und tote Flüchtlinge gibt es in Massen. Tausende über tausende ertrinken jährlich im Meer, bei dem Versuch, sicheren Boden unter den Füßen zu erlangen. Ander sterben an Hunger, viele an Gewalttaten auf dem Weg hierher, manch einer erstickt sogar mitten in Österreich in einem LKW. Männer genauso, wie auch Frauen und Kinder! Sind wir nun heute besser, weil wir nicht selber Hand angelegt haben? Sind wir besser, weil sie nicht auf „unserem“ Boden starben?
Nein, das sind wir nicht. Wenn ich eines gelernt habe: JEDER der wegschaut, macht sich mitschuldig. Denn jeder der wegschaut, hätte sich für diese Menschen einsetzen können. Viele Menschen, die sich einsetzen, können ganze Regierungen stürzen – warum nicht auch den Tod von tausenden von Menschen verhindern?

Aber es ist auch so verdammt mühselig, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Wer hat nicht diese Science Fiction! Bücher gelesen, wo auf der Erde eine riesige wundervolle Stadt existierte – voller grün, mit „glücklichen“ Menschen und umgeben von einer Glaskuppel, die jeden Stadtbewohner vor den schädlichen Einflüssen von außen beschützen sollte. In der Stadt lebten die Menschen, die rechtschaffend waren und es verdient hatten, diesen Wohlstand zu genießen. Außerhalb dieser Stadt aber lebten nur noch Verstoßene, Kriminelle, Aufständige und bettelarme Menschen. Natürlich gab es kein rein und kein raus aus dieser Stadt. Keine Chance für den armen Menschen von außen, jemals in die Stadt und zu Wohlstand zu gelangen. Und keiner in der Stadt hätte diesen Wohlstand mit den Menschen da draußen je teilen wollen. Ging es ihnen in der Glaskuppel doch einfach zu gut und natürlich waren die Menschen da draußen auch weniger Wert und hatten weniger Rechte – einfach Pech, dass viele auf der falschen Seite geboren wurden…
Fällt Euch etwas auf?
Ist dieses Science Fiction Szenario nicht schon lange Realität geworden? Sitzen wir hier nicht alle gemütlich, in Wohlstand schwelgend auf unserem Hintern und haben einfach keine Lust davon etwas an die Menschen „da draußen“ abzugeben? Wir haben Angst, dass wir unsere Gemütlichkeit und unseren Reichtum verlieren könnten und darum suchen wir nach Gründen, warum die Menschen „da draußen“ eben diesen Wohlstand NICHT verdient haben. Und sogar die passende Kuppel errichten wir gerade dazu. Etwas anderes sind die meterhohen Zäune mit Stacheldraht-Ummantelung nämlich nicht. Und was der Stacheldraht oder die sinkenden Boote nicht aufhalten, das erledigt dann tonnenweise Tränengas, was auf die Menschen „da draußen“ abgedrückt wird.
Diese unschöne Utopie ist schon lange Wirklichkeit geworden! Ich gebe zu, sehr schleichend, denn auch ich habe nicht gleich geschnallt, an welchem Punkt sich unsere Gesellschaft befindet. Doch spätestens JETZT, wo täglich!!! Flüchtlingsunterkünfte brennen, die Gewalttaten gegen ausländische Mitbürger so hoch ist wie noch nie, wo sich rechte Kommentare gerade in den sozialen Medien erschreckend schnell verbreiten, wo Kinder von Rechten angepinkelt werden und die Toten schon bis nach Österreich schwappen, spätestens JETZT sollte auch der Letzte von uns aufwachen!
Jeder der schweigt macht sich mitschuldig. Und das muss sich nicht wiederholen. Wir können ALLE etwas tun. Wir können an die Politiker herantreten, Demos veranstalten und besuchen, wir können weitere Promis motivieren, ihre Stimme zu erheben und wir können selber unsere Stimme erheben. Wir können Blogeinträge verfassen, um Stellung zu beziehen und jeden rechten Kommentar aus Facebook davon wischen. Wir können unsere Freunde, Nachbarn und Bekannten aufklären über das, was passiert und wir können HELFEN. Wir können den Menschen, die in ihrer Not hierhergekommen sind, unsere Hand reichen: sei es durch Spenden, sei es durch Gespräche oder gar eine Freundschaft. Solidarisiert Euch miteinander und macht bitte endlich alle den Mund auf. Je mehr Menschen Stellung beziehen, umso mehr Menschen werden aufwachen und dann bin ich sicher, können wir es schaffen, dass sich die Geschichte diesmal in eine andere Richtung entwickelt.

Lasst uns der Welt beweisen, dass wir wirklich aus unserer Vergangenheit gelernt haben!

Zucchini süß-sauer oder: der Anbau von Gemüse lohnt sich! und zwar richtig ;)

Wir sind wieder mitten drinnen: Mitten in der Erntezeit und somit auch beim Haltbarmachen für den Winter.
Dieses Jahr werden wir mit den Vorräten schon viel weiter kommen als noch letztes Jahr.
Und wir haben umgestellt: Denn aufgrund von Platzmangel und auch den Stromkosten werden wir vom Einfrieren absehen. Einfrieren kostet zum einen wirklich viel Strom – eine große Truhe/oder ein großer Gefrierschrank benötigen zudem viel Platz. Platz, den wir für ein selbstgebautes Lagerregal viel besser ausnutzen könnten. Und dann ist da noch die Problematik mit den offenen Türen. Einmal nicht aufgepasst – die Türe nicht richtig geschlossen – und schon hat man einen völlig vereisten Gefrierschrank vor sich stehen, wo man vor lauter Eis keine Lebensmittel mehr auf die schnell findet, bzw. diese erst mühsam frei schaufeln muss und was natürlich zudem noch mehr Strom verbraucht als es vorher eh schon der Fall war.
Also setzen wir dieses Jahr überwiegend auf EINMACHEN und als Ergänzung auf TROCKNEN. Für das Trocknen steht uns derzeit ein warmer Dachboden und bei fehlender Wärme dann ein Dörrautomat bereit und für das Einmachen wunderbar viele leckere Rezepte.
Heute geben wir – mit Kostenbilanz! – unser liebstes Rezept zum Einmachen für Gurken und Zucchini preis (was aber mit so gut wie jedem anderen Gemüse auch funktioniert!).
Und diesmal ist unsere Kosten-Bilanz besonders: Sie zeigt auf, dass sich der eigene Anbau von Gemüse absolut rentiert!

 

Topf mit Leckerreien ;)

IMG-20150815-WA0014

 
Zucchini süß-sauer Rezept

Man nehme:
5 kg Zucchini grob geschnitten und mit Schale (Alternativ Gurken!)
2 kg Paprika grob geschnitten – gelb und rot schmecken uns am Besten
2 kg Karotten in dünnen Scheibchen
2 kg Zwiebeln (rote passen sehr gut dazu)
und gebe dieses in einen großen Topf, welcher mit einem Sud aus
2 Liter Apfelsaft – naturtrüb ist hier super lecker
2 Liter Apfelessig
500 g Rohrohrzucker
3 -4 Eßl Salz
1 TL Kurkuma
2 Eßl weiße oder rote Pfefferkörner
und 2 Handvoll gehackten Dill (Alternativ geht auch Fenchelkraut!)
aufgefüllt wird.

Das ganze erwärmt man bis es kocht und köchelt es dann weitere 5 Minuten lang.
Noch heiß in vorher ausgekochte Gläser abfüllen – fertig.
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann alle Gläser nochmal bei 100 Grad für 15 Minuten in den Ofen stellen. So hält sich das ganze mindestens 1 Jahr – erfahrungsgemäß ist es auch nach 2 Jahren noch super lecker.
Natürlich kann es mit anderem Gemüse kombiniert werden, wie z.B. Aubergine oder Knoblauch.
Es schmeckt nicht nur wunderbar zur Brotzeit, sondern stellt auch eine tolle Basis für Suppen und Soßen, bzw. Nudeln dar.
Gerade wenn man wie bei uns keinen Keller besitzt, um Karotten, Zucchini und Co bis zum Winter zu lagern, stellt diese Form des Einmachens eine tolle Alternative dar. Die Gläser müssen lediglich etwas Lichtgeschützt stehen und sollten natürlich nicht gerade Sauna-Temperaturen ausgesetzt sein.

 

Das Ergebnis ;)

DSC_0083

 

Kosten-Bilanz

Heute erstelle ich hier einmal eine andere Bilanz: Den Vergleich von Selbstgemacht mit Anteilen aus dem eigenen Garten gegenüber dem fertig gekauften Glas inklusive dem Zeitaufwand! Für den Zeitaufwand berechne ich einmal 15€ die Stunde, was ich in ca. in meinem Beruf verdienen würde.

5 kg Zucchini – 1,56€
(Kosten Saatgut: 1,20€ – Zeitaufwand der Pflege & Ernte: 2 Stunden (a 15€) – anteilig bei 4 Pflanzen mit einer Erntemenge von mindestens 100 kg )
2 kg Paprika – 1,30€
Kosten Saatgut: 2,40€ – Zeitaufwand der Pflege & Ernte: 2 Stunden (a 15€) – anteilig bei 30 Pflanzen mit einer Erntemenge von mindestens 50 kg )
2 kg Karotten – 4,25€
Kosten Saatgut: 1,90€ – Zeitaufwand der Pflege & Ernte: 2 Stunden (a 15€) – anteilig mit einer Erntemenge von mindestens 15 kg )
2 kg Zwiebeln – 3,20€
Kosten Saatgut: 2€ – Zeitaufwand der Pflege & Ernte: 2 Stunden (a 15€) – anteilig mit einer Erntemenge von mindestens 20 kg )
2 Liter Apfelsaft – 3€
(10 Liter Karton für 15€ über Dorfleute)
2 Liter Apfelessig (noch gekauft) – 7,80€ (1,95€ je 500ml Flasche beim dm – als Tipp: auch Essig kann man selber machen!)
500 g Rohrohrzucker (gekauft) – 1,38€ (2,75€ für 1kg beim dm)
3 -4 Eßl Salz (gekauft) – 0,01 cent (20kg Packung bei der Biomühle kosten 30 cent das kg!)
1 TL Kurkuma (gekauft) – 0,10 cent (aufgerundet geschätzt)
2 Eßl weiße oder schwarze Pfefferkörner (gekauft) – 0,91€ (2,75€ je 70g im dm)
2 Handvoll gehackten Dill (ohne € Angabe, da dies bei uns ein „Resteprodukt“ ist.)
Strom: 2,1 cent fürs Einkochen und 12,5 cent fürs Einkochen
(Verbrauch eine halbe Stunde Kochen (Leistungsaufnahme 100 Watt): rund 12,5 Cent
– herkömmlicher Backofen: 75 Cent pro Stunde (Leistungsaufnahme 3000 Watt), Umluft-Ofen: 50 Cent (ca. 2100 Watt)
Arbeitszeit ca. halbe Stunde (7,50€)

Gesamt in Euro: 30,25€
Gesamt in Menge: ca. 30 Stück 500ml Gläser (15 Liter)
Literpreis: 2,02€

Als Vergleich nehme ich einmal Essiggurken vom dm – diese sind Bio.
Eine Mischung mit Paprika usw. wäre natürlich nochmal teurer! Hier finde ich allerdings keinen Vergleich von einem Gemüsemix im Glas in Bioqualität.
Die Gurken genügen jedoch vollkommen als Vergleich, da auch hier die Einsparung schon enorm ist!
Gurken kosten im dm je Liter 5,42€. Somit sparen wir durch das Selbermachen 3,40€ je Liter.
Bei diesem Rezept sind dies alleine schon 51€, die wir gespart haben.

 

Das “Einmach” – Team ;)

DSC_0088

 
Fazit:

Dieses Fazit bestätigt uns sehr auf unserem Weg zur Selbstversorgung!
Alleine bei diesem Rezept sparen wir je Liter 3,40€ ein (Preis dm 5,42€, Preis Selbermachen 2,02€), womit wir 51€ auf die Seite legen können.
Doch die Ersparnis ist in der Realität natürlich noch viel höher:
1. Würde der Liter eingemachtes Gemüse mit dieser Vielfalt (Karotten, Paprika, Zwiebeln) natürlich mehr kosten, als nur ein reines Gurkenglas
2. Haben wir hier nur die Mindest-Erntemenge der Pflanzen erörtert– diese könnte auch höher liegen
3. Kann der Ertrag in dieser Rechnung von Jahr zu Jahr gesteigert werden, da sich dann unser Boden verbessert (angebaut wurde auf einer Fläche, die letztes Jahr noch eine Ackerwiese war)
4. Spart man natürlich durch die Gartenarbeit wieder Zeit für Spazieren gehen und Fitnessstudio, bzw. meditieren, weil man genau dies bei der Arbeit mit den Pflanzen schon erledigt. ;)

Es lohnt sich damit nicht nur das Selbermachen – sondern gerade auch das Selber ANBAUEN.
Oft wurden wir gefragt, ob der zeitliche Einsatz denn in Relation zum Nutzen steht. Wie man anhand dieses Beispiels sehen kann, können wir dies bejahen: Wir leben nicht nur naturnaher, bewusster und gesünder, nein wir machen das, was uns Spaß macht UND sparen damit einige hundert Euro im Monat!
Ich werde immer wieder Beispiele aufzeigen und ausrechnen, woran man dies gut nachvollziehen kann.

Bis bald J

Unser Garten im Sommer

Draußen im Garten scheint die Sonne und bringt uns Temperaturen von bis zu 38 Grad. Der Sommer brennt sich, im wahrsten Sinne des Wortes, unentwegt bei uns ein und hinterlässt eine Vielzahl von Früchten die wir unserem Boden entlocken. Das Jahr meint es gut mit uns.

Selbstversorgung leben wir, soweit es für mit einer Großfamilie möglich ist. Die letzten zwei Jahre wurden maßgeblich durch ein Baby (jetzt 2 jähriges Kleinkind) bestimmt. Er ist ein richtiges Energiepaket und fetzt von morgens bis abends hier durch Haus und Garten. Wir sind sehr gespannt, ob er sich später auch für diese Dinge begeistern kann.

Es blüht und wächst überall und auch unser Gewächshaus wurde in Betrieb genommen. Naja bis vorgestern, denn da wurde durch einen Sturm die ca 300qm große Folie gelöst. Nachdem wir beim Festhalten der Folie teilweise schon damit durch die Gegend geflogen sind, haben wir uns entschlossen das Gewächshaus abzudecken und in ein paar Tagen wieder neu einzudecken. Dort wachsen Tomaten, Paprika, Chili, Gurken und eine kleine Wassermelone. Im nächsten Jahr werden wir dort noch mehr anbauen können. Dieses Jahr waren wir mit dem Aufbau sehr spät dran, nachdem mich bei der Fertigstellung eine Entzündung in der Schulter gequält hatte. Das Ende vom Lied war eine zweimonatige Verspätung für den Anbau. Dennoch haben wir in diesem Jahr viel mehr Tomaten, Gurken und Paprika als letztes Jahr zur Verfügung und sind damit auf jeden Fall einen riesigen Schritt weiter gekommen.

Auch auf den anderen Beeten tummeln sich, Einlegegurken, Bohnen, Erbsen, Zwiebeln, Karotten, Salate, Radieschen, Zucchinis, Kürbisse, Kohlsorten und vieles vieles mehr. Was allerdings eine Selbstversorgung betrifft, um eine Großfamilie davon möglichst ganzjährig zu ernähren, sind wir noch weit davon entfernt. Deshalb werden wir kommendes Jahr noch einmal weitere gut 1000qm Beetfläche für die Basics wie, Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Kohl etc. einplanen.

Hier nun ein kleines Gartenupdate.

DSC_0006

DSC_0007 DSC_0008

DSC_0010

DSC_0011

DSC_0013
DSC_0015

DSC_0016

DSC_0017

DSC_0019

DSC_0020

DSC_0021

DSC_0022

DSC_0024
DSC_0027

Vorher und Nachher – es geht voran

Immer weiter dreht sich das Rad des Lebens – es ist ein ständiger Wandel und auch eine immer weiter voranschreitende Entwicklung nach vorne.
2013 entschieden wir uns dazu, naturnaher und bewußter zu Leben. Wir fingen an, vieles auszuprobieren und auszutesten. Der Fokus lag da noch auf dem Verarbeiten von Lebensmitteln, sowie der Herstellung anderer für den Alltag nötiger Produkte – aber noch nicht auf dem Anbau der Lebensmittel. Die 1 Hektar große Wiese war damals zwar schon da, aber außer einem kleinen Kastenbeet und einem kleinen Kinderspielbereich war dort nicht viel vorhanden. Der Bauer mähte da noch unseren komletten “Garten” mit dem Traktor.

Der Garten 2012 und 2013:
4774127878_b0fec037baimg_01374559561831_f450666de2

Im Sommer 2013 bauten wir die ersten Kräuterbeete aus Paletten auf der Terasse, aber so richtig los ging es dann im Frühling 2014.
Es wurden Zäune gebaut, ein Gewächshaus, ein Sandkasten und zwei weitere Beete angelegt.
So sah es April 2014 bei uns aus:

DSC_0065 Sicht auf andere Seite Teil d. Grundstücks

Klar wir hatten schon einiges im Haus angebaut und in Kübeln rund herum – auch das Kastenbeet gab einiges her…. wir kamen aber nicht ganz so schnell voran, wie wir hofften, da unser Kleinster als Baby natürlich auch viel Aufmerksamkeit brauchte.  Von Selbstversorgung war nur deshalb eine Spur da wir viel wild sammelten und auch ertauschten.

Doch trotz alledem ging es stetig voran.
Auch bei mir (Petra) privat, denn seit Anfang 2015 studiere ich nun “soziale Arbeit” berufsbegleitend und arbeite zudem als Betreuerin in einer Kinderwohngruppe. Genau das, was mich absolut erfüllt und außerdem ausreichend um den Lebensunterhalt zu erwirtschaften – so dass Andi sich daheim komplett um den Garten kümmern kann.
Und ja, es macht schon viel aus, wenn einer Vollzeitzeit für den Garten da ist, ein zweiter dann einige Stunden die Woche mithilft und durch die Nachbarschaftshilfe und Freunde auch so immer mal helfende Hände dabei sind. Auch die Kinder sind immer wieder mit Feuereifer dabei, natürlich nicht immer ;)

So viel wie im Jahr 2015 ist wohl noch nie passiert und viele weitere Projekte stehen schon an.
So viel aber im Garten passiert, so wenig passiert gerade im “Verarbeiten” und “Herstellen”. Brot wird zu wenig gebacken und auch wieder mehr gekauft, anstatt selber gemacht.
Das ist eine Phase und wir wissen, dass sie vorbei gehen wird. Unter Druck setzen? Nein das wollen wir uns nicht. Wir sind einfach froh, was wir mit Großfamilie mit fünf eigenen und oft 1-2 Pflegekids, mit Studium, Job und Haushalt doch noch so alles im Garten schaffen.
Unserem Traum der Selbstversorgung kommen wir auf jeden Fall immer näher. Und eines haben wir auch in der Selbstversorgung erkannt: man KANN vieles herstellen – man MUSS aber nicht. Warum hundert verschiedene Sorten Marmelade einkochen, wenn die Kinder nur vier Sorten mögen? Warum Sirup herstellen, wenn Wasser am liebsten getrunken wird? Weniger ist auch hier manchmal mehr :)

 

Nun aber zu den ganz aktuellen Eindrücken vom Garten – gerade noch rechtzeitig vor dem Gewitter :) (anklicken, dann seht ihr alles in groß)

Das Beet vor dem Haus mit Feuerkorb und Sitzgelegenheit:

20150531_183820

 

Blick auf den Garten

20150608_192414

 

Heikräuterstreifen

20150608_192455

Das neue ackergroße Beet mit einem kleinen Ententeich davor (ein größerer Teich folgt)20150608_192502

Tippi mit Lagerfeuerplatz :)20150608_192512

Blick auf Kräuterspirale und ein kleines Beet davor20150608_192531

Kräuterspirale mit Teich (Entensicher, der Teich ist für alle anderen Tiere)

20150608_192544

Das Minzbeet:

20150608_192551

der lange Streifen am Grundstück schaut noch wild aus, dort wachsen u.a. Ringelblumen und Sonnenblumen20150608_192609

Blick übers Ackerbeet aufs Gewächshaus – die Folie kommt diese Woche drauf, dann gehts da los!20150608_192632

Topinambur usw am Grundstrücksstreifen20150608_192641

Blick vom Fahrradweg auf den Garten – aus dem Palettenhaufen rechts wird ein Gartenhaus gebaut20150608_192742

Eines der Gemüsebeete20150608_192856

Die Rosen an der Haustür :) Der Rosengarten auf der Wiese wird noch kommenDSC_0090

So das wars für heute -bis bald mal wieder :)

Gartenupdate April 2015

Der Frühling geht los und wir sind jeden Tag im Garten am Werk. Oder sollte ich besser sagen, Sommer? Die letzten Tage waren so heiß, dass unsere Kinder bereits täglich zum Bach zum baden gegangen sind. Die Höchstemperatur der letzten Tage lag bei 28 Grad.

Da die Nächte jedoch noch sehr kalt sind und insbesondere auf unserem Grundstück der Boden dadurch oft kalt ist, steht noch nicht so viel drauf. Aber es gibt einige neue Flächen. Wir haben eine 150qm Fläche für eine Reihenmischkultur vorbereitet. Dazu kommen 100qm Bestvorbereitung für ein Gewächshaus das wir Anfang Mai aufstellen werden. Am Grundstücksrand haben wir eine Reihe für Obststräucher und andere Kulturen gezogen. Zu guter Letzt kam noch eine wirklich schöne Kräuterspirale dazu.

Dieses Jahr lässt uns unser Jüngster auch fleißig garteln und werkt mit. Er hat eine kleine Schubkarre und fährt damit jeden Tag unser Milchmaterial oder Grasnarbe spazieren. Sehr lustig ;)

Ja, was haben wir in diesem Jahr geplant….

Das größte Projekt wird das Gewächshaus sein. Es ist ein 5×17 Meter großes Foliengewächshaus mit einer Stahlrahmenkonstruktion. Wir haben es geschenkt bekommen und müssen hier nur noch eine Folie neu aufziehen und Holzbalken einbauen. Sicherlich ist das nicht die ökologischste Variante, doch für unsere Möglichkeiten die beste. Ein Glasgewächshaus in der Größe ist zwar zu bekommen, doch ohne Fundament geht das nicht und das dürfen wir dort nicht betonieren.

Das zweite wichtige Thema, neben dem eigentlichen Anbau natürlich, ist die Wasserversorgung auf dem Grundstück. Hier bin ich noch am rätseln was wir am besten machen. Regenwasser sammeln und über Tanks verteilen oder mit einem Hydraulischen Widder das Wasser aus dem Bach “ernten”. Oder vielleicht beides?

Nun gut jetzt habe ich Euch lange genug auf die Folter gespannt…. hier kommen die Bilder ;)

DSC_0024

DSC_0062

Minierdbeerfeld

 

DSC_0061

Kompostplatz, wird noch ausgebaut ;)

 

DSC_0060

DSC_0055

DSC_0056

 

DSC_0059

DSC_0054

Unsere Kräuterspirale

 

DSC_0053

Kastenbeet, kaltes Frühbeet mit Glasabdeckung

 

DSC_0052

Anzucht im GW (Kürbis, Zucchini, Gurken, Melonen, Kohlsorten)… und das ist erst der Anfang

 

DSC_0051

Minianzuchtstation, Großteil ist im Haus

 

DSC_0050

Blick auf den Garten

 

DSC_0049

Weidentipi 2. Jahr

 

DSC_0047

Lecker Wiesenschaumkraut in rauen Mengen

 

DSC_0044

Wildwiese, noch ungenutzter Bereich. Grundstück geht bis zum Ende der blühenden “Zone”

 

DSC_0042

Laufis betteln nach Futter

 

DSC_0040

Schneckenpolizei – keine Schnecke auf 5000qm

 

DSC_0036

DSC_0037

Tippi, nicht nur für Kinder zum entspannen ;)

 

DSC_0038

Freilandfläche für Reihenmischkultur (10 Beete 1,5m Breit, ca. 5m lang)

 

DSC_0039

Exentsivbereich hinten, Vorne Beet für´s Gewächshaus

 

DSC_0033

Unsere Zwiebelabteilung ;)

 

DSC_0032

Kleines Beet, Paletten für Geräteschuppen

 

Unsere Beeren wachsen schon

Unsere Beeren wachsen schon

Beerenhecke

Beerenhecke

Blick auf den Garten

Blick auf den Garten

DSC_0031

Garten mit Kräuterspirale und Kompostplatz

 

Wildkirschbaum in der Hecke

Wildkirschbaum in der Hecke

Danke – 500.000 Besucher

Heute möchten wir uns einfach mal bei Euch bedanken! Dieser Blog besteht nun seit ungefähr zwei Jahren und kürzlich waren es schon 500.000 Besucher hier auf unserem Blog.

Das Thema scheint viele zu interessieren und es stärkt uns darin weiter zu machen mit dem was wir hier tun. Auch wenn der Blog öfter mal nicht so intensiv mit Neuigkeiten versorgt wird, als wir es gerne tun würden. Eine Großfamilie zu managen und dabei einen Selbstversorgergarten aufzubauen ist schon eine Herausforderung ;)

Danke, Danke und nochmal Danke für Eure wertvollen Kommentare und Euer mitwirken hier bei “Zurück zum Ursprung”.

Unser Minimann wird so langsam größer und wir bekommen hier wieder mehr Freiheiten uns weiter unseren Projekten zu widmen.

In Kürze gibt es neue Fotos von unserem Garten.

Nie wieder Shampoo Teil 2 oder “Natron ein Alleskönner”

Vor über einem Jahr berichtete ich auf unserem Blog bezüglich eines Shampoo-Ersatzes: http://zumursprungzurueck.com/2013/12/17/nie-wieder-shampoo-oder-wie-kopf-und-zahne-naturlich-sauber-bleiben/
Mein Erfahrungen mit Lavaerde waren durchweg gut, aber nicht bei jedem der Mitleser schlug es so erfolgreich an. Also machte ich mich nun vor Kurzem wieder ans Ausprobieren von verschiedenen Alternativen.
Hängen geblieben bin ich zum einen bei selbstgemachter Shampoo-Seife. Diese kann man – wie auch Seife zum Händewaschen – selber sieden und je nach Rezeptur ist sie genauso erfolgreich wie „herkömmliches“ Shampoo.
Doch ich dachte mir, es müsse doch auch möglich sein, Shampoo / oder eine Alternative mit weniger Einsatz herstellen zu können, denn Seife sieden ist schon eine etwas aufwendigere und ja auch nicht komplett ungefährliche Prozedur.
Also machte ich mich aufgrund einiger Hinweise durch Kommentare unserer Blogleser auf die Recherche und fand es schließlich – die meiner Meinung nach – UNSCHLAGBARE Alternative.
Die Alternative, die schnell und Problemlos hergestellt ist, die gesund ist und das Haar nach der Wäsche weder fettig, noch strohig und vor allem gewaschen und glänzend wirken lässt:

NATRON

Die Lösung für das Haar herzustellen, ist ganz einfach:
Man nehme 250 ml warmen Wasser, nicht mehr als 50 Grad! und vermenge dies mit 2 Eßlöffel Natron.
Gemeint ist hier im Übrigen das Natron, welches auch als Backnatron oder Kaisernatron bekannt ist (Natriumhydrogenkarbonat).
Das Ganze muss etwas länger umgerührt werden und wird dann beim Duschen einfach ins Haar gegossen und etwas einmassiert. Es ist flüssig und schäumt nicht, was für den ein oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig sein kann.
Danach wäscht man es aus und spült unbedingt mit saurer Rinse nach. Denn ohne saure Rinse würden die Haare nun total strohig werden.
Rinse stelle ich her, indem ich auf 1 Liter Wasser einfach 2 Esslöffel Apfelessig gebe, gut mische und davon nach Gefühl einiges ins Haar einarbeite.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: die Haare sind weich, einfach kämmbar, sehr sauber, glänzen und es ist kein fettiger Ansatz mehr zu erkennen.

Natürlich kann die Menge auch variiert werden, probiert es doch einfach aus.

blog

Wie sieht es aber nun mit der Kosten-Bilanz aus?
Wie immer ausgezeichnet:

 

Kosten-Bilanz:
Natron kann man online für 12 Euro inklusive Porto im 5 Liter Eimer erwerben.
Dies macht auch Sinn, da es noch in vielen weiteren Bereichen eingesetzt werden kann.
2 Esslöffel Natron haben ein Gewicht von ca. 20 Gramm (grob geschätzt), umgerechnet sind dies somit Kosten von 4,8 Cent plus 0,02 Cent für Wasser und Strom, gleich 5 Cent.
Ein Naturprodukt von Alverde kostet ca 2,75€, reicht ca 30 Haarwäschen lang, womit die Haarwäsche bei umgerechnet 9,1 Cent liegt.
Fazit
Somit wäre hier das selbstgemachte „Shampoo“ nicht nur gesünder, sondern auch günstiger.
Klar bei der Menge keine riesige Ersparnis, aber darauf kommt es uns ja nicht an!
Somit ist diese Variante günstiger, als mit Lavaerde zu waschen, macht weit weniger Schweinerei und dürfte auch im ökologischen Sinne vorteilhafter sein!

 

Mit Natron kann man übrigens noch weit mehr anstellen. Wir werden die kommende Zeit nun alle Möglichkeiten ausprobieren und darüber berichten!
Ein Möglichkeit ist es mit Natron ein Deo herzustellen.

natron-hausmittel-800px-553px0
Rezept Deo:
100ml abgekochtes und wieder abgekühltes Wasser mit 2 Teelöffel Natron und ätherischem Öl, wie z.B. Teebaumöl und Limettenöl mischen. In einen Zerstäuber geben und fertig.
Einfach, gesund und wirkt wirklich prima.

 

Viel Spaß beim Nachmachen und wir freuen uns über Eure Erfahrungen!