Die ersten 10 Tage vegan im Haus

Es ist echt spannend wie gerade Kinder mit diesem Thema umgehen. Von “Ich will nie vegan werden” bis “Ich werde nie wieder was tierisches essen” ist alles bei unseren Minis vertreten. Dennoch wird auch von der “Ich will Fleisch”-Fraktion unser Schritt akzeptiert, denn wenn sie Fleisch brauchen sollten, können sie sich damit außer Haus selbst versorgen. Es wird ja nicht verboten, sondern nur anders vorgelebt.

Unsere drei Kleinsten haben zwar mitbekommen das es wohl nix Tierisches mehr im Haus gibt, aber Ihnen fällt es eigentlich nicht auf. Es liegt nach wie vor Wurst (da suchen wir noch das Leckerste) und Käse (hier favorisieren wir derzeit Wilmersburger) auf dem Brotzeittisch und sogar an Streichwurst fehlt es nicht. Es schmeckt ein bisschen anders, aber wirklich aufgefallen ist es ihnen noch nicht.

Es gab es bei uns die letzten Tage einiges veganisiertes…… sprich normale Gerichte die wir auf vegan umgebastelt haben. Natürlich ist da bei uns auch nicht viel neues dabei, weil wir zuvor ja schon kaum tierische Produkte verwendet haben. Aber ich werde dennoch hin und wieder einiges vorstellen ;)

Es gab zum Beispiel einen Nudelauflauf mit Bolognesesoße und Käse überbacken. Eh, klar dass es sich um eine Tofubolognese und veganem Käse gehandelt hat. Leider ist der Käse nicht so verlaufen wie er hätte sollen. Entweder hab ich etwas falsch gemacht oder der Käse tut einfach nicht so – wie er sollte. Fazit daraus war, dass wir beim nächsten Mal wieder unseren Hefeschmelz herstellen, der war besser.

Pfannkuchen mit Apfel-Aprikosenmus und Schlagsahne. Ja, es gibt vegane Schlagsahne. Die sich wirklich zum Aufschlagen eignet. Sie ist leider mit einigen Emulgatoren versehen, aber besser so und selten, als einen Sahneauszug aus der Kälberwachstumsflüssigkeit (Milch) zu verwenden. Das Wort find ich klasse, das hab ich aus dem Film Cowspiracy, den ich mit einem vorherigen Post vorgestellt hatte.

Klar gab es noch bei weitem mehr, doch das ist nicht sonderlich erwähnenswert, weil Gemüse mit Reis oder Suppe meist nix spannendes ist. Vielleicht mach ich auch mal ein paar Fotos und stelle unsere Rezepte im Detail vor. Leider funktioniert meine Handykamera nicht mehr, drum gibts auch von den oben genannten Gerichten kein Foto…. ich weiß auch nicht, bei einem der ca. 200 Stürze auf den Boden muss wohl die Kamera am Smartphone was abbekommen haben ;)

Da es bei uns für jedes Kind eine sog. Süßigkeitenbox gibt, um den Futterneid untereinander zu vermeiden und die Mengen auf einem passablem Niveau zu halten, müssen wir hier natürlich auch umstellen. Derzeit werden unsere Schokoladenverkostungen weiter durchgeführt. Da es ja mittlerweile so viel Veganes im Angebot gibt, werden wir da durchaus noch eine Weile brauchen, um einmal alles  durch zu probieren. Wir werden sicher genug für diese Boxen finden, ohne dabei einem Tier ans Leder zu müssen.

Am besten kommen im Moment die Schokoladen von iChoc und der dicke Vego Schokoriegel an.

Nachdem wir noch so manches Zeug im Haus haben, wurde gleich am Rechner recherchiert ob die darin enthaltenen Zutaten einen tierischen Ursprung haben und so sind wir zum Beispiel darauf gestoßen, dass die Früchtebonbons von Campino vegan sind. Da müsst Ihr Euch mal schlau machen, es gibt eine Menge veganer Produkte die so nicht ausgezeichnet sind.

Auch klar ist, das diese Produkte natürlich nicht wirklich etwas mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung zu tun haben, dennoch schön zu wissen, dass es viel mehr gibt als man denkt. Sogar die asiatische Fertignudelsuppe die unser Größter gern mal zwischendurch isst und wir sie nur deshalb im Haus haben, ist ein veganes Produkt. Natürlich darf man bei den Teens mit der veganen Ernährung nicht zu streng sein, sonst kommen sie alsbald regelmäßig mit Döner und Leberkässemmeln heim, nur weil´s Spass macht ;)

… und ja selbst in einem ökologischen-Selbstversorger-Bio-Futzi-Großfamilienhaushalt gibts die ein oder anderen Produkte aus der Industrie… wir haben Kinder und die dürfen ihren eigenen Willen haben…. wir ja auch und drum gibts zu den Mahlzeiten auch so gut wie immer gesundes Futter und für das ein oder andere Kind dann ein belegtes Brot oder nur Teile des Gerichts weil der Rest bääääh ist. Ich denke das kennt jeder, der Personen zu Hause hat die noch nicht alleine wohnen dürfen, auch wenn sie es manchmal gern tun würden ;)

Gestern hatten wir ein sehr interessantes Erlebnis, denn wir waren einkaufen. Eigentlich wollte ich mit den Kleinen nur schnell ein paar Sachen und insbesondere Apfelmus für die Pfannkuchen einkaufen. Auf einmal wollten fast alle Kids mit und so bin ich dann doch mit unserem Bus los und hatte sechs Kinder im Gepäck. Die drei großen wollten sich vom Taschengeld was kaufen und schnell waren dort ein paar Chips, Schokolade und sonstiges Zeug gefunden.
Nachdem nun alle mit wollten, hatte ich mich entschieden, in ein anderes Geschäft als sonst zu fahren und bin im “Real” gelandet. Weil´s dort auch Spielzeug zum anschauen gibt und so meine Rasselbande eine Weile beschäftigt ist.

Da machte ich eine interessante Erfahrung, denn ohne es abgesprochen zu haben, suchten sich zwei meiner drei Großen (ein Kind davon gehört zur “Ich will Fleisch”-Partei) automatisch vegane Produkte heraus und kamen mit Fruchtgummi, Schokolade und Chips an…. ich fand es Klasse, denn das hätte ich nun nicht wirklich erwartet.

Was ich auch nicht erwartet hatte ist, dass es im Grunde – wenn man schaut – wirklich genug zu futtern gibt. Also wenn man bei Chips und Schokolade von “Lebensmitteln” sprechen kann ;) Tja, bei vielen Kindern gehören diese Produkte – wenn auch in Maßen – wohl auch dazu.

Das Highlight war dann schlussendlich, dass wir dann auf der Suche nach Bio-Apfelmus (unser eigenes ist leider aus) in diesen Regalen festgestellt haben, dass dieser Markt wohl begonnen hat alle konventionellen Produkte die nicht explizit das “Vegan”-Kennzeichen haben als vegan klassifiziert und dies auf den Preisschildern kenntlich macht. Natürlich ebenso mit laktosefreie oder glutunfreien Produkten.

Aber dies hat mir gezeigt, dass wir mit dieser Ernährungsform schon bei weitem über eine Trenderscheinung hinaus sind und das ist auch gut so!

Uns macht´s Spass…..

Achja, was ich jetzt vor lauter Einkaufserlebnissen total vergessen habe zu erwähnen ist, dass ich selbst nach diesem kurzen Zeitraum und obwohl ich schon zuvor zu 90% vegan gelebt habe, eindeutig eine Leistungssteigerung spüre. Besseren Schlaf bzw. bessere Regeneration und längere Leistungsfähigkeit sind seit einigen Tagen deutlich wahrzunehmen und bin gespannt, wie es weiter geht.

Bis demnächst ;) und dann hoffentlich mit ein paar Bildern.

Schoko-Erdnuss-Torte ohne backen und ohne Muhkuh

Schoko-Erdnuss-Torte ohne backen und ohne Muhkuh

Wir fahren heute eine Freundin besuchen und wollen dort natürlich nicht ohne Kuchen ankommen.

Meine Frau hat vor einigen Tagen ein tolles Rezept für eine Schokotorte entdeckt. Ja, wir haben hier einige Schoko-Junkies im Haus und das geht natürlich auch vegan. Das besondere an dieser Torte ist, dass diese ohne Backofen auskommt. Es handelt sich um eine roh-vegane Schoko-Erdnuss-Torte.

Allein schon das “backen” macht schon so viel Spass, dass ich Lust auf mehr dieser Rezepte habe. Wenn ich mir anschaue, was da alles an Nüssen etc. drinnen ist, dann handelt es sich da weniger um ein Leckerli als vielmehr um ein Energiepaket für den Kaffeetisch!


Es handelt sich um das Rezept No-Bake Schoko-Erdnuss-Torte von VeganEyeCandy

Der Blog ist was das Thema “Vegan” betrifft sicher für viele interessant!

Wie mein erstes veganes Tortenprojekt schmeckt, kann ich noch nicht sagen. Die einzelnen gemischten Schichten sind auf jeden Fall seeeeehr lecker.

Von diesem Blog und weiteren werde ich sicher noch so einiges mehr ausprobieren und ganz bestimmt davon berichten. Jetzt bin ich sicher ein Mensch der, auch wenn unser Blog so einiges gebackenes aufgeführt hat, das Backen nicht zu meinen Leidenschaften in der Küche zählt, so hat diese Torte zu herzustellen sehr viel Spass gemacht.

Aufpassen müsst Ihr bei den Mengenangaben, denn das Rezept ist auf eine 16cm Springform ausgelegt. Auf den ersten Blick wirkt der Kuchen winzig, doch ich bin sicher das davon ein kleines Stück genügt so viel Power wie da drinnen steckt.

Viel Spass beim nachmachen.

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Cowspiracy – Eine Dokumentation die Augen öffnet

Nachdem wir in den letzten Tagen in unserer Familie mit einem weihnachtlichen Virus, der wohl hier in der Gegend umgeht, uns eingehend und abwechselnd beschäftigt haben, führte das dazu das ich mir am Abend einen Film ansehen wollte und bei Cowspiracy gelandet bin.

Ein Film der uns bewußt macht, welche Auswirkungen der Konsum von tierischen Produkten auf die Welt hat. Mir war das in der Form ehrlich gesagt nicht wirklich klar, wobei die Sache durchaus logisch ist. Die hunderte Millionen Rinder die jährlich “hergestellt” werden, um am Ende Ihrer “Produktionszeit” auf den Tellern liegen, benötigen Ressourcen und produzieren “Müll” im Produktionsprozess.

Auch ich habe gelächelt, als man mir erzählte das die Methanausscheidungen von Rindern um einiges mehr die Umwelt schädigen als unsere Mobilität oder Energiewirtschaft. Aber damit ist ja beim Tier noch lange nicht Schluss. Milliarden von Hektorliter Wasser und Milliarden Hektar Land werden jährlich dafür aufgewendet, um Burger zu essen.

Hast Du gewusst, dass ein Hamburger in etwa so viel Wasser benötigt als ein Mensch beim duschen? Also, dass heißt für das Duschen einer Person von zwei Monaten! Weit über 2000 Liter Wasser für einen Burger!

Echt heftig ist, wie die ganzen Umwelt- und Tierschutzorganisationen mit diesem Thema umgehen. Sie fassen es schlichtweg nicht an!

Wer daran Interesse hat, kann sich den Film auf Youtube (auch in Deutsch) ansehen. Besser ist es aber diesen zu kaufen, eh klar oder?

Website von Cowspiracy.com

Vegan ist das neue “vegetarisch”

Seit wir nun diesen Blog hier betreiben, beschäftigen wir uns gleichlautend auch mit unserer Ernährungsform. Unser Weg ist von daher auch in die vegane Richtung gegangen, da dies nicht nur eine möglichst leidfreie, sondern auch die Ernährungsform ist die einfacher in einer Selbstversorgung realisiert werden kann. Im Grunde kann sogar jeder zu Hause seine Ersatzprodukte auf Basis von Soja oder Weizeneiweis selber herstellen.

Für uns stellte sich diese Ernährungsform die für uns beste Variante heraus wobei wir immer dazu gesagt haben, dass wir nicht rein vegan leben und dies auch nicht getan haben. Es gibt mal mehr mal weniger vegane Phasen bei uns im Haus und so haben wir im Laufe der Planung für unser Weihnachtsfest entschieden dieses Jahr auf tierische Produkte komplett zu verzichten.

Vor einigen Tagen begann ich dann auch stückweise mit dem Probekochen und dieses Gericht kam heute in 30 min. dabei heraus.

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Ein veganes Steak in Rotweinsauce mit Kartoffeln. Es schmeckt vorzüglich und geht selbst in dieser “Sparversion” bereits als Festessen durch. Inspiriert wurden wir hierzu unter anderem von den Festtagsgerichten von Attila Hildmann.

Bei diesen Experimenten haben wir nun entschlossen einen Schritt weiter zu gehen. Es gibt so viele herrliche vegane Produkte die einem das Leben erleichtern, wenn sich diese Ernährungsform – aufgrund unserer alten Muster – doch mal wie ein Verzicht anfühlt….. das muss nicht sein.

Unser Mittagessen heute ist das beste Beispiel dafür, dass Du absolut kein Fleisch oder ähnliches auf dem Tisch brauchst. Für den Geschmack schon mal gar nicht, denn unsere Sauce hier könnte nicht besser sein ;)

Darum werden wir das Jahr 2016 als ein Experiment sehen und wirklich jegliche tierischen Erzeugnisse für dieses Jahr und gern darüber hinaus von unserem Teller verbannen.

No need for meat!

Wir werden also auf unserem Blog hier über unsere Erfahrungen, Rezepte und Quellen das Jahr über berichten und hier mit einfließen lassen. Des weiteren werden wir auf darüber berichten, wie man sich am besten unterwegs vegan ernährt.

An dieser Stelle wünschen wir unseren Lesern ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest 2015!

 

 

Macht endlich den Mund auf und beweißt, dass ihr aus der Vergangenheit gelernt habt!

Vor gut 15-20 Jahren – während meiner Schulzeit – nahmen wir im Unterricht sehr exzessiv die Zeit des Dritten Reiches durch. Wir beteten von vorne nach hinten die Auslöser, die Ereignisse und die Folgen durch. Damals erschien mir der Unterricht in dieser Intensität übertrieben. Denn für mich war es absolut unverständlich, wie so etwas passieren konnte… Ich konnte nicht glauben, dass eine ganze Nation bei den Verbrechen entweder mitmachte, oder aber zumindest wegsah. Wieso hatten die Menschen sich nicht gegen das NS Regime gestellt und gemeinsam verhindert, dass diese abscheulichen Taten begangen werden konnten? Warum gab es so viele Mitläufer, die sogar ihre Nachbarn und ehemals besten Freunde verrieten?
Als junges Mädchen – noch mit dem unschuldigen Glauben an das Gute in der Welt – konnte ich das einfach nicht nachvollziehen. Gründe erfuhren wir von unseren Lehrern natürlich genügend und dennoch erschienen mir diese Gründe absolut fadenscheinig. Es gab einfach NICHTS, was es in meinen Augen rechtfertigte, das eine ganze Nation Millionen von Menschen in den Tod schickte und nichts dagegen unternahm…
Bis noch vor Kurzem erschienen mir rechts gesinnte Menschen in der Minderheit und ich machte mir keine Sorgen. Mir war ja auch absolut klar, dass sich die Geschichte nicht wiederholen kann, hatten wir doch alle daraus gelernt. Wer es nicht miterlebt hatte, wurde im Unterricht oder durch Fernsehen und Politik ständig daran erinnert, was für Verbrechen damals geschehen konnten. Natürlich sind wir auch Generationen danach so sehr sensibilisiert, dass es keine Chance der Wiederholung gibt…Heute würden wir nicht so leicht Parolen nachplappern, heute würden wir nicht mehr glauben, dass ein bestimmter Teil der Bevölkerung wertloser ist. Heute würden wir uns gegen jeden Stellen, der solches auch nur denken würde und auf rechtsgesinnte Ausschreitungen würden wir heute Taten folgen lassen durch Inhaftierungen und Verurteilungen. Alles möglich auf Basis unserer Gesetzgebung, mit dem wichtigen Teil des Grundgesetzes.
WIRKLICH? Ist das heute wirklich so?
Ich – ein Gutmensch – wie er im Buche steht, bin wohl zu leichtgläubig an das Thema herangegangen. Denn meine damalige Überzeugung hält heute nicht mehr Stand!

Auch wenn es viele noch nicht erkennen: Heute stehen wir wieder genau da, wo wir am Anfang der NS Zeit auch standen. Rechte Parolen sind unter dem Deckmantel der „besorgten“ Bürger gesellschaftsfähig geworden. Zu viele Menschen haben sich anstecken lassen vom braunen Gedankengut und das Schlimme ist: sie erkennen es nicht einmal als solches! Es scheint heute wieder soooo einfach zu sein, einen gewissen Teil der Bevölkerung zu verurteilen und ihnen sogar Teile der Menschenrechte abzusprechen.
Damals waren es die Juden, die immer mehr ihrer Rechte verloren – heute sind es die Flüchtlinge.
Damals waren es die Juden, die uns die Jobs wegnahmen, für unsere Kinder eine Bedrohung darstellten, die sich nicht benahmen, die unehrlich waren – heute sind es die Flüchtlinge.
Weder Juden durften damals noch dürfen Flüchtlinge heute arbeiten – weder Juden bekamen damals noch bekommen Flüchtlinge heute die Grundsicherung – Juden wurden damals separiert, Flüchtlinge werden heute in großen Lagerhallen abseits der deutschen Bevölkerung „gesammelt“. Jüdische Kinder durften damals keine deutschen Schulen mehr besuchen – Flüchtlingskinder dürfen dies heute „noch“: Die Betonung auf NOCH, denn sollte die Idee des Erfurter Bürgermeisters, vom Aussetzen der Schulpflicht für Flüchtlingskinder Schule machen, wird auch dies bald der Vergangenheit angehören.
Was ist Stand heute bitte besser als zu den Anfängen der NS Zeit?
Heute wird eine gewisse Gruppe von Menschen herabgesetzt, verurteilt und ihrer Recht beraubt. Was macht nun Euch alle – die ihr zuseht oder gar mitmacht, zu besseren Menschen als die Nationalsozialisten von damals?
Keinen Deut besser seid ihr!
Es werden keine Menschen umgebracht mögt ihr sagen – damals wurden die Juden schließlich vergast und das war in Euren Augen vielleicht das eigentliche Verbrechen – außerdem waren es viele Millionen….
Ja vergast werden heute bei uns keine Menschen mehr…. Aber tot bleibt tot und tote Flüchtlinge gibt es in Massen. Tausende über tausende ertrinken jährlich im Meer, bei dem Versuch, sicheren Boden unter den Füßen zu erlangen. Andere sterben an Hunger, viele an Gewalttaten auf dem Weg hierher, manch einer erstickt sogar mitten in Österreich in einem LKW. Männer ebenso wie Frauen und Kinder! Sind wir nun heute besser, weil wir nicht selber Hand angelegt haben? Sind wir besser, weil sie nicht auf „unserem“ Boden starben?
Nein, das sind wir nicht. Wenn ich eines gelernt habe: JEDER der wegschaut, macht sich mitschuldig. Denn jeder der wegschaut, hätte sich für diese Menschen einsetzen können. Viele Menschen, die sich einsetzen, können ganze Regierungen stürzen – warum nicht auch den Tod von tausenden von Menschen verhindern?

Aber es ist auch so verdammt mühselig, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
Wer hat nicht diese Science Fiction! Bücher gelesen, wo auf der Erde eine riesige wundervolle Stadt existierte – voller grün, mit „glücklichen“ Menschen und umgeben von einer Glaskuppel, die jeden Stadtbewohner vor den schädlichen Einflüssen von außen beschützen sollte. In der Stadt lebten die Menschen, die rechtschaffend waren und es verdient hatten, diesen Wohlstand zu genießen. Außerhalb dieser Stadt aber lebten nur noch Verstoßene, Kriminelle, Aufständige und bettelarme Menschen. Natürlich gab es kein rein und kein raus aus dieser Stadt. Keine Chance für den armen Menschen von außen, jemals in die Stadt und zu Wohlstand zu gelangen. Und keiner in der Stadt hätte diesen Wohlstand mit den Menschen da draußen je teilen wollen. Ging es ihnen in der Glaskuppel doch einfach zu gut und natürlich waren die Menschen da draußen auch weniger Wert und hatten weniger Rechte – einfach Pech, dass viele auf der falschen Seite geboren wurden…
Fällt Euch etwas auf?
Ist dieses Science Fiction Szenario nicht schon lange Realität geworden? Sitzen wir hier nicht alle gemütlich, in Wohlstand schwelgend auf unserem Hintern und haben einfach keine Lust davon etwas an die Menschen „da draußen“ abzugeben? Wir haben Angst, dass wir unsere Gemütlichkeit und unseren Reichtum verlieren könnten und darum suchen wir nach Gründen, warum die Menschen „da draußen“ eben diesen Wohlstand NICHT verdient haben. Und sogar die passende Kuppel errichten wir gerade dazu. Etwas anderes sind die meterhohen Zäune mit Stacheldraht-Ummantelung nämlich nicht. Und was der Stacheldraht oder die sinkenden Boote nicht aufhalten, das erledigt dann tonnenweise Tränengas, was auf die Menschen „da draußen“ abgedrückt wird.
Diese unschöne Utopie ist schon lange Wirklichkeit geworden! Ich gebe zu, sehr schleichend, denn auch ich habe nicht gleich geschnallt, an welchem Punkt sich unsere Gesellschaft befindet. Doch spätestens JETZT, wo täglich!!! Flüchtlingsunterkünfte brennen, die Gewalttaten gegen ausländische Mitbürger so hoch sind wie noch nie, wo sich rechte Kommentare gerade in den sozialen Medien erschreckend schnell verbreiten, wo Kinder von Rechten angepinkelt werden und die Toten schon bis nach Österreich schwappen, spätestens JETZT sollte auch der Letzte von uns aufwachen!
Jeder der schweigt macht sich mitschuldig. Und das muss sich nicht wiederholen. Wir können ALLE etwas tun. Wir können an die Politiker herantreten, Demos veranstalten und besuchen, wir können weitere Promis motivieren, ihre Stimme zu erheben und wir können selber unsere Stimme erheben. Wir können Blogeinträge verfassen, um Stellung zu beziehen und jeden rechten Kommentar aus Facebook davon wischen. Wir können unsere Freunde, Nachbarn und Bekannten aufklären über das, was passiert und wir können HELFEN. Wir können den Menschen, die in ihrer Not hierhergekommen sind, unsere Hand reichen: sei es durch Spenden, sei es durch Gespräche oder gar eine Freundschaft. Solidarisiert Euch miteinander und macht bitte endlich alle den Mund auf. Je mehr Menschen Stellung beziehen, umso mehr Menschen werden aufwachen und dann bin ich sicher, können wir es schaffen, dass sich die Geschichte diesmal in eine andere Richtung entwickelt.

Lasst uns der Welt beweisen, dass wir wirklich aus unserer Vergangenheit gelernt haben!

Und wer wirklich nicht weiß, was er noch so tun kann, kann diese tolle Aktion unterstützen:

http://www.blogger-fuer-fluechtlinge.de/

https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/bloggerfuerfluechtlingei

#BloggerFuerFluechtlinge

Zucchini süß-sauer oder: der Anbau von Gemüse lohnt sich! und zwar richtig ;)

Wir sind wieder mitten drinnen: Mitten in der Erntezeit und somit auch beim Haltbarmachen für den Winter.
Dieses Jahr werden wir mit den Vorräten schon viel weiter kommen als noch letztes Jahr.
Und wir haben umgestellt: Denn aufgrund von Platzmangel und auch den Stromkosten werden wir vom Einfrieren absehen. Einfrieren kostet zum einen wirklich viel Strom – eine große Truhe/oder ein großer Gefrierschrank benötigen zudem viel Platz. Platz, den wir für ein selbstgebautes Lagerregal viel besser ausnutzen könnten. Und dann ist da noch die Problematik mit den offenen Türen. Einmal nicht aufgepasst – die Türe nicht richtig geschlossen – und schon hat man einen völlig vereisten Gefrierschrank vor sich stehen, wo man vor lauter Eis keine Lebensmittel mehr auf die schnell findet, bzw. diese erst mühsam frei schaufeln muss und was natürlich zudem noch mehr Strom verbraucht als es vorher eh schon der Fall war.
Also setzen wir dieses Jahr überwiegend auf EINMACHEN und als Ergänzung auf TROCKNEN. Für das Trocknen steht uns derzeit ein warmer Dachboden und bei fehlender Wärme dann ein Dörrautomat bereit und für das Einmachen wunderbar viele leckere Rezepte.
Heute geben wir – mit Kostenbilanz! – unser liebstes Rezept zum Einmachen für Gurken und Zucchini preis (was aber mit so gut wie jedem anderen Gemüse auch funktioniert!).
Und diesmal ist unsere Kosten-Bilanz besonders: Sie zeigt auf, dass sich der eigene Anbau von Gemüse absolut rentiert!

 

Topf mit Leckerreien ;)

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Zucchini süß-sauer Rezept

Man nehme:
5 kg Zucchini grob geschnitten und mit Schale (Alternativ Gurken!)
2 kg Paprika grob geschnitten – gelb und rot schmecken uns am Besten
2 kg Karotten in dünnen Scheibchen
2 kg Zwiebeln (rote passen sehr gut dazu)
und gebe dieses in einen großen Topf, welcher mit einem Sud aus
2 Liter Apfelsaft – naturtrüb ist hier super lecker
2 Liter Apfelessig
500 g Rohrohrzucker
3 -4 Eßl Salz
1 TL Kurkuma
2 Eßl weiße oder rote Pfefferkörner
und 2 Handvoll gehackten Dill (Alternativ geht auch Fenchelkraut!)
aufgefüllt wird.

Das ganze erwärmt man bis es kocht und köchelt es dann weitere 5 Minuten lang.
Noch heiß in vorher ausgekochte Gläser abfüllen – fertig.
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann alle Gläser nochmal bei 100 Grad für 15 Minuten in den Ofen stellen. So hält sich das ganze mindestens 1 Jahr – erfahrungsgemäß ist es auch nach 2 Jahren noch super lecker.
Natürlich kann es mit anderem Gemüse kombiniert werden, wie z.B. Aubergine oder Knoblauch.
Es schmeckt nicht nur wunderbar zur Brotzeit, sondern stellt auch eine tolle Basis für Suppen und Soßen, bzw. Nudeln dar.
Gerade wenn man wie bei uns keinen Keller besitzt, um Karotten, Zucchini und Co bis zum Winter zu lagern, stellt diese Form des Einmachens eine tolle Alternative dar. Die Gläser müssen lediglich etwas Lichtgeschützt stehen und sollten natürlich nicht gerade Sauna-Temperaturen ausgesetzt sein.

 

Das Ergebnis ;)

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Kosten-Bilanz

Heute erstelle ich hier einmal eine andere Bilanz: Den Vergleich von Selbstgemacht mit Anteilen aus dem eigenen Garten gegenüber dem fertig gekauften Glas inklusive dem Zeitaufwand! Für den Zeitaufwand berechne ich einmal 15€ die Stunde, was ich in ca. in meinem Beruf verdienen würde.

5 kg Zucchini – 1,56€
(Kosten Saatgut: 1,20€ – Zeitaufwand der Pflege & Ernte: 2 Stunden (a 15€) – anteilig bei 4 Pflanzen mit einer Erntemenge von mindestens 100 kg )
2 kg Paprika – 1,30€
Kosten Saatgut: 2,40€ – Zeitaufwand der Pflege & Ernte: 2 Stunden (a 15€) – anteilig bei 30 Pflanzen mit einer Erntemenge von mindestens 50 kg )
2 kg Karotten – 4,25€
Kosten Saatgut: 1,90€ – Zeitaufwand der Pflege & Ernte: 2 Stunden (a 15€) – anteilig mit einer Erntemenge von mindestens 15 kg )
2 kg Zwiebeln – 3,20€
Kosten Saatgut: 2€ – Zeitaufwand der Pflege & Ernte: 2 Stunden (a 15€) – anteilig mit einer Erntemenge von mindestens 20 kg )
2 Liter Apfelsaft – 3€
(10 Liter Karton für 15€ über Dorfleute)
2 Liter Apfelessig (noch gekauft) – 7,80€ (1,95€ je 500ml Flasche beim dm – als Tipp: auch Essig kann man selber machen!)
500 g Rohrohrzucker (gekauft) – 1,38€ (2,75€ für 1kg beim dm)
3 -4 Eßl Salz (gekauft) – 0,01 cent (20kg Packung bei der Biomühle kosten 30 cent das kg!)
1 TL Kurkuma (gekauft) – 0,10 cent (aufgerundet geschätzt)
2 Eßl weiße oder schwarze Pfefferkörner (gekauft) – 0,91€ (2,75€ je 70g im dm)
2 Handvoll gehackten Dill (ohne € Angabe, da dies bei uns ein „Resteprodukt“ ist.)
Strom: 2,1 cent fürs Einkochen und 12,5 cent fürs Einkochen
(Verbrauch eine halbe Stunde Kochen (Leistungsaufnahme 100 Watt): rund 12,5 Cent
– herkömmlicher Backofen: 75 Cent pro Stunde (Leistungsaufnahme 3000 Watt), Umluft-Ofen: 50 Cent (ca. 2100 Watt)
Arbeitszeit ca. halbe Stunde (7,50€)

Gesamt in Euro: 30,25€
Gesamt in Menge: ca. 30 Stück 500ml Gläser (15 Liter)
Literpreis: 2,02€

Als Vergleich nehme ich einmal Essiggurken vom dm – diese sind Bio.
Eine Mischung mit Paprika usw. wäre natürlich nochmal teurer! Hier finde ich allerdings keinen Vergleich von einem Gemüsemix im Glas in Bioqualität.
Die Gurken genügen jedoch vollkommen als Vergleich, da auch hier die Einsparung schon enorm ist!
Gurken kosten im dm je Liter 5,42€. Somit sparen wir durch das Selbermachen 3,40€ je Liter.
Bei diesem Rezept sind dies alleine schon 51€, die wir gespart haben.

 

Das “Einmach” – Team ;)

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Fazit:

Dieses Fazit bestätigt uns sehr auf unserem Weg zur Selbstversorgung!
Alleine bei diesem Rezept sparen wir je Liter 3,40€ ein (Preis dm 5,42€, Preis Selbermachen 2,02€), womit wir 51€ auf die Seite legen können.
Doch die Ersparnis ist in der Realität natürlich noch viel höher:
1. Würde der Liter eingemachtes Gemüse mit dieser Vielfalt (Karotten, Paprika, Zwiebeln) natürlich mehr kosten, als nur ein reines Gurkenglas
2. Haben wir hier nur die Mindest-Erntemenge der Pflanzen erörtert– diese könnte auch höher liegen
3. Kann der Ertrag in dieser Rechnung von Jahr zu Jahr gesteigert werden, da sich dann unser Boden verbessert (angebaut wurde auf einer Fläche, die letztes Jahr noch eine Ackerwiese war)
4. Spart man natürlich durch die Gartenarbeit wieder Zeit für Spazieren gehen und Fitnessstudio, bzw. meditieren, weil man genau dies bei der Arbeit mit den Pflanzen schon erledigt. ;)

Es lohnt sich damit nicht nur das Selbermachen – sondern gerade auch das Selber ANBAUEN.
Oft wurden wir gefragt, ob der zeitliche Einsatz denn in Relation zum Nutzen steht. Wie man anhand dieses Beispiels sehen kann, können wir dies bejahen: Wir leben nicht nur naturnaher, bewusster und gesünder, nein wir machen das, was uns Spaß macht UND sparen damit einige hundert Euro im Monat!
Ich werde immer wieder Beispiele aufzeigen und ausrechnen, woran man dies gut nachvollziehen kann.

Bis bald J

Unser Garten im Sommer

Draußen im Garten scheint die Sonne und bringt uns Temperaturen von bis zu 38 Grad. Der Sommer brennt sich, im wahrsten Sinne des Wortes, unentwegt bei uns ein und hinterlässt eine Vielzahl von Früchten die wir unserem Boden entlocken. Das Jahr meint es gut mit uns.

Selbstversorgung leben wir, soweit es für mit einer Großfamilie möglich ist. Die letzten zwei Jahre wurden maßgeblich durch ein Baby (jetzt 2 jähriges Kleinkind) bestimmt. Er ist ein richtiges Energiepaket und fetzt von morgens bis abends hier durch Haus und Garten. Wir sind sehr gespannt, ob er sich später auch für diese Dinge begeistern kann.

Es blüht und wächst überall und auch unser Gewächshaus wurde in Betrieb genommen. Naja bis vorgestern, denn da wurde durch einen Sturm die ca 300qm große Folie gelöst. Nachdem wir beim Festhalten der Folie teilweise schon damit durch die Gegend geflogen sind, haben wir uns entschlossen das Gewächshaus abzudecken und in ein paar Tagen wieder neu einzudecken. Dort wachsen Tomaten, Paprika, Chili, Gurken und eine kleine Wassermelone. Im nächsten Jahr werden wir dort noch mehr anbauen können. Dieses Jahr waren wir mit dem Aufbau sehr spät dran, nachdem mich bei der Fertigstellung eine Entzündung in der Schulter gequält hatte. Das Ende vom Lied war eine zweimonatige Verspätung für den Anbau. Dennoch haben wir in diesem Jahr viel mehr Tomaten, Gurken und Paprika als letztes Jahr zur Verfügung und sind damit auf jeden Fall einen riesigen Schritt weiter gekommen.

Auch auf den anderen Beeten tummeln sich, Einlegegurken, Bohnen, Erbsen, Zwiebeln, Karotten, Salate, Radieschen, Zucchinis, Kürbisse, Kohlsorten und vieles vieles mehr. Was allerdings eine Selbstversorgung betrifft, um eine Großfamilie davon möglichst ganzjährig zu ernähren, sind wir noch weit davon entfernt. Deshalb werden wir kommendes Jahr noch einmal weitere gut 1000qm Beetfläche für die Basics wie, Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Kohl etc. einplanen.

Hier nun ein kleines Gartenupdate.

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