Gartenupdate April 2015

Der Frühling geht los und wir sind jeden Tag im Garten am Werk. Oder sollte ich besser sagen, Sommer? Die letzten Tage waren so heiß, dass unsere Kinder bereits täglich zum Bach zum baden gegangen sind. Die Höchstemperatur der letzten Tage lag bei 28 Grad.

Da die Nächte jedoch noch sehr kalt sind und insbesondere auf unserem Grundstück der Boden dadurch oft kalt ist, steht noch nicht so viel drauf. Aber es gibt einige neue Flächen. Wir haben eine 150qm Fläche für eine Reihenmischkultur vorbereitet. Dazu kommen 100qm Bestvorbereitung für ein Gewächshaus das wir Anfang Mai aufstellen werden. Am Grundstücksrand haben wir eine Reihe für Obststräucher und andere Kulturen gezogen. Zu guter Letzt kam noch eine wirklich schöne Kräuterspirale dazu.

Dieses Jahr lässt uns unser Jüngster auch fleißig garteln und werkt mit. Er hat eine kleine Schubkarre und fährt damit jeden Tag unser Milchmaterial oder Grasnarbe spazieren. Sehr lustig ;)

Ja, was haben wir in diesem Jahr geplant….

Das größte Projekt wird das Gewächshaus sein. Es ist ein 5×17 Meter großes Foliengewächshaus mit einer Stahlrahmenkonstruktion. Wir haben es geschenkt bekommen und müssen hier nur noch eine Folie neu aufziehen und Holzbalken einbauen. Sicherlich ist das nicht die ökologischste Variante, doch für unsere Möglichkeiten die beste. Ein Glasgewächshaus in der Größe ist zwar zu bekommen, doch ohne Fundament geht das nicht und das dürfen wir dort nicht betonieren.

Das zweite wichtige Thema, neben dem eigentlichen Anbau natürlich, ist die Wasserversorgung auf dem Grundstück. Hier bin ich noch am rätseln was wir am besten machen. Regenwasser sammeln und über Tanks verteilen oder mit einem Hydraulischen Widder das Wasser aus dem Bach “ernten”. Oder vielleicht beides?

Nun gut jetzt habe ich Euch lange genug auf die Folter gespannt…. hier kommen die Bilder ;)

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Minierdbeerfeld

 

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Kompostplatz, wird noch ausgebaut ;)

 

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Unsere Kräuterspirale

 

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Kastenbeet, kaltes Frühbeet mit Glasabdeckung

 

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Anzucht im GW (Kürbis, Zucchini, Gurken, Melonen, Kohlsorten)… und das ist erst der Anfang

 

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Minianzuchtstation, Großteil ist im Haus

 

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Blick auf den Garten

 

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Weidentipi 2. Jahr

 

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Lecker Wiesenschaumkraut in rauen Mengen

 

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Wildwiese, noch ungenutzter Bereich. Grundstück geht bis zum Ende der blühenden “Zone”

 

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Laufis betteln nach Futter

 

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Schneckenpolizei – keine Schnecke auf 5000qm

 

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Tippi, nicht nur für Kinder zum entspannen ;)

 

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Freilandfläche für Reihenmischkultur (10 Beete 1,5m Breit, ca. 5m lang)

 

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Exentsivbereich hinten, Vorne Beet für´s Gewächshaus

 

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Unsere Zwiebelabteilung ;)

 

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Kleines Beet, Paletten für Geräteschuppen

 

Unsere Beeren wachsen schon

Unsere Beeren wachsen schon

Beerenhecke

Beerenhecke

Blick auf den Garten

Blick auf den Garten

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Garten mit Kräuterspirale und Kompostplatz

 

Wildkirschbaum in der Hecke

Wildkirschbaum in der Hecke

Danke – 500.000 Besucher

Heute möchten wir uns einfach mal bei Euch bedanken! Dieser Blog besteht nun seit ungefähr zwei Jahren und kürzlich waren es schon 500.000 Besucher hier auf unserem Blog.

Das Thema scheint viele zu interessieren und es stärkt uns darin weiter zu machen mit dem was wir hier tun. Auch wenn der Blog öfter mal nicht so intensiv mit Neuigkeiten versorgt wird, als wir es gerne tun würden. Eine Großfamilie zu managen und dabei einen Selbstversorgergarten aufzubauen ist schon eine Herausforderung ;)

Danke, Danke und nochmal Danke für Eure wertvollen Kommentare und Euer mitwirken hier bei “Zurück zum Ursprung”.

Unser Minimann wird so langsam größer und wir bekommen hier wieder mehr Freiheiten uns weiter unseren Projekten zu widmen.

In Kürze gibt es neue Fotos von unserem Garten.

Nie wieder Shampoo Teil 2 oder “Natron ein Alleskönner”

Vor über einem Jahr berichtete ich auf unserem Blog bezüglich eines Shampoo-Ersatzes: http://zumursprungzurueck.com/2013/12/17/nie-wieder-shampoo-oder-wie-kopf-und-zahne-naturlich-sauber-bleiben/
Mein Erfahrungen mit Lavaerde waren durchweg gut, aber nicht bei jedem der Mitleser schlug es so erfolgreich an. Also machte ich mich nun vor Kurzem wieder ans Ausprobieren von verschiedenen Alternativen.
Hängen geblieben bin ich zum einen bei selbstgemachter Shampoo-Seife. Diese kann man – wie auch Seife zum Händewaschen – selber sieden und je nach Rezeptur ist sie genauso erfolgreich wie „herkömmliches“ Shampoo.
Doch ich dachte mir, es müsse doch auch möglich sein, Shampoo / oder eine Alternative mit weniger Einsatz herstellen zu können, denn Seife sieden ist schon eine etwas aufwendigere und ja auch nicht komplett ungefährliche Prozedur.
Also machte ich mich aufgrund einiger Hinweise durch Kommentare unserer Blogleser auf die Recherche und fand es schließlich – die meiner Meinung nach – UNSCHLAGBARE Alternative.
Die Alternative, die schnell und Problemlos hergestellt ist, die gesund ist und das Haar nach der Wäsche weder fettig, noch strohig und vor allem gewaschen und glänzend wirken lässt:

NATRON

Die Lösung für das Haar herzustellen, ist ganz einfach:
Man nehme 250 ml warmen Wasser, nicht mehr als 50 Grad! und vermenge dies mit 2 Eßlöffel Natron.
Gemeint ist hier im Übrigen das Natron, welches auch als Backnatron oder Kaisernatron bekannt ist (Natriumhydrogenkarbonat).
Das Ganze muss etwas länger umgerührt werden und wird dann beim Duschen einfach ins Haar gegossen und etwas einmassiert. Es ist flüssig und schäumt nicht, was für den ein oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig sein kann.
Danach wäscht man es aus und spült unbedingt mit saurer Rinse nach. Denn ohne saure Rinse würden die Haare nun total strohig werden.
Rinse stelle ich her, indem ich auf 1 Liter Wasser einfach 2 Esslöffel Apfelessig gebe, gut mische und davon nach Gefühl einiges ins Haar einarbeite.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: die Haare sind weich, einfach kämmbar, sehr sauber, glänzen und es ist kein fettiger Ansatz mehr zu erkennen.

Natürlich kann die Menge auch variiert werden, probiert es doch einfach aus.

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Wie sieht es aber nun mit der Kosten-Bilanz aus?
Wie immer ausgezeichnet:

 

Kosten-Bilanz:
Natron kann man online für 12 Euro inklusive Porto im 5 Liter Eimer erwerben.
Dies macht auch Sinn, da es noch in vielen weiteren Bereichen eingesetzt werden kann.
2 Esslöffel Natron haben ein Gewicht von ca. 20 Gramm (grob geschätzt), umgerechnet sind dies somit Kosten von 4,8 Cent plus 0,02 Cent für Wasser und Strom, gleich 5 Cent.
Ein Naturprodukt von Alverde kostet ca 2,75€, reicht ca 30 Haarwäschen lang, womit die Haarwäsche bei umgerechnet 9,1 Cent liegt.
Fazit
Somit wäre hier das selbstgemachte „Shampoo“ nicht nur gesünder, sondern auch günstiger.
Klar bei der Menge keine riesige Ersparnis, aber darauf kommt es uns ja nicht an!
Somit ist diese Variante günstiger, als mit Lavaerde zu waschen, macht weit weniger Schweinerei und dürfte auch im ökologischen Sinne vorteilhafter sein!

 

Mit Natron kann man übrigens noch weit mehr anstellen. Wir werden die kommende Zeit nun alle Möglichkeiten ausprobieren und darüber berichten!
Ein Möglichkeit ist es mit Natron ein Deo herzustellen.

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Rezept Deo:
100ml abgekochtes und wieder abgekühltes Wasser mit 2 Teelöffel Natron und ätherischem Öl, wie z.B. Teebaumöl und Limettenöl mischen. In einen Zerstäuber geben und fertig.
Einfach, gesund und wirkt wirklich prima.

 

Viel Spaß beim Nachmachen und wir freuen uns über Eure Erfahrungen!

Unser “unsichtbares Dorf” wächst immer weiter….

Fast täglich werden wir mit Fragen “bombadiert”: Wie macht ihr das? Wie geht das nur?

Fünf Kinder … Pflegefamilie … Job … Studium ….großes Haus … Tiere ….Selbstversorgung mit Garten…vieles selber machen … Tauschkreisleitung … Engagement für soziale Projekte….
Oft schlägt uns Bewunderung entgegen und man kann es kaum glauben, wie das gehen kann.
Und da wird es doch mal Zeit, zu sagen, dass wir keine Wundermenschen sind, dass wir so Besonderes nicht leisten…wir sind vor allem eines:

WIR SIND NICHT ALLEIN!

Wir leben in einer unheimlich großen und stetig wachsenden Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die sich über viele Kilometer erstreckt und doch schon etwas ist, wie ein Teil unserer Familie. Diese Gemeinschaft ist füreinander da, unterstützt sich gegenseitig und somit muss niemand! wirklich niemand, alles alleine machen!

Angefangen hat es neben schon bestehenden Freundschaften vor einem Jahr mit der Gründung unserer Tauschkreisgruppe hier in der Region:
WIR GEMEINSAM (www.wirgemeinsam.net) gibt es seit bereits 8 Jahren und wurde in Ried gegründet, breitete sich vor allem in Österreich von Linz bis Braunau aus und ist nun seit gut 2 Jahren in Deutschland vertreten, so in Passau, Simbach, Eggenfelden, Rotthalmünster und Altötting/Mühldorf. Es ist eine Idee, die so wundervoll ist, dass bereits 26 WIR GEMEINSAM Regionalgruppen existieren, die untereinander mit über 2000 Mitgliedern tauschen können.
Doch es ist nicht nur ein Tauschkreis, sondern es ist aktive Nachbarschaftshilfe, die dort gelebt wird. Man findet Hilfe bei Dingen, die einem nicht so liegen, oder die einem zu viel sind und man kann genau das anbieten, was man gerne tut.
Im letzten Jahr haben nun fast 60 Mitglieder zu uns gefunden und der Austausch ist aktiv und rege. So haben wir uns mit vielen Menschen angenähert, Freundschaften sind entstanden und eben eine lebendige Nachbarschaft.
Auch diese Menschen haben Teil daran, dass wir alle und auch sie ihren Weg gehen können. Hilfe erhalten wir z.B. indem immer wieder eine liebe Dame zu uns kommt und bei der Wäsche hilft und auch im Haushalt bekommen wir ab und an Unterstützung. Renovieren oder bauen wir wieder etwas, passiert dies nicht mehr alleine, sondern meist mit 2-3 fleissigen Helfern aus dem Freundeskreis oder unserem “unsichtbaren” Dorf. Es macht einfach mehr Spaß, man arbeitet schneller und kann sich dabei toll austauschen. Im Gegenzug können wir dann bei den Dingen helfen, die uns liegen. Fahrdienst z.B. übernehmen, Babysitten oder vorallem bei allem rund um das Thema Garten Unterstützung anbieten.

Selbstversorgung heißt NICHT, alles alleine zu tun! Selbstversorgung heißt auch, sich zu vernetzen und sich auszutauschen. Warum sollte ich Getreide anbauen, wenn unser lieber Freund das schon tut? Wenn wir dies bei ihm ertauschen können und ihm dafür beim Bauen seines Zaunes helfen? Warum sollte meine Bekannte sich ein teures Gewächshaus kaufen, wenn sie einen Platz in unserem Gewächshaus haben kann, welches in wenigen Wochen aufgestellt wird?
Nur so kann es funktionieren: selber machen, was man gerne tut. Selber pflanzen, was eben auch Sinn macht und die anderen Dinge durch einen Austausch in der Nachbarschaft, im Freundeskreis oder Tauschkreis dazuerhalten.
So ist es dann auch kein Problem, wenn mal alle Babysitter ausfallen oder man krank ist. Es ist jemand da, der gerne einspringt, so wie wir es selber auch tun.
Gemeinschaft muss nicht heißen, auf einem Hof gemeinsam zu wohnen. Gemeinschaft kann auch über einige Kilometer verstreut sehr gut funktionieren – das haben wir nun das komplette letzte Jahr erfahren dürfen.
Diese Gemeinschaft hat uns sogar unser Gartenjahr gerettet, denn als uns durch mangelnde Urlaubsbetreuung gut 600 Pflanzen eingingen, hat diese Gemeinschaft zusammengehalten und uns eine große Vielfalt an Pflanzen vorbeigebracht. Das Ergebnis war nicht nur eine großartige Ernte, sondern weit mehr Arten im Garten, als wir sie vorher hatten.

Und dieses “unsichtbare Dorf” wächst nun immer weiter. Der Tauschkreis bekommt wöchentlich Zuwachs, aber auch weitere Ideen entstehen. So entsteht auf unserem Hektar Grund nun schon ein kleiner Gemeinschafts-Garten. Ein befreundetes älteres Ehepaar wird ab sofort mit uns zusammen dort garteln und sich selber versorgen. Gemeinsam gehts einfach besser. Eine liebe Bekannte bekommt einen Platz im Gewächshaus und es wäre Platz für noch 2,3 Leute ;)
Kommendes Jahr 2016 wird das nächste Projekt dann ein Gemeinschaftsgarten mitten in Eggenfelden sein. Ein Garten für Tauschkreismitglieder, aber auch und vielleicht sogar vorallem für alle Städter, die keinen Garten besitzen….

Weiterhin finden sich gerade einige Menschen zusammen, die in der Region ein Repair-Cafe initiieren wollen. Das wird klasse, wenn man seine Geräte und Gegenstände reparieren lassen kann, anstatt sie wegzuwerfen.

Ihr sehr, dies alles funktioniert nur, weil wir in einer tollen Gemeinschaft leben. Wir als Familie unterstützen uns schon sehr intensiv, indem ich mich um das nötige Einkommen kümmere, nebenbei studiere und mein Mann dafür derzeit mit  Leib und Seele Hausmann ist, sich um die Kids kümmert und im Garten werkelt. Aber eben nicht allein, sondern mit vielen tollen Menschen……
nur so ist der Weg für viele weitere Ideen und Projekte geebnet, den wir alle dann mit viel Kraft gehen können!

weitere Infos über den Tauschkreis:
Beitrag im BR: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/geld-und-leben/nachbarschaftshilfe-100.html
In der Lokal-Presse: http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_rottal_inn/eggenfelden/1592911_Sieben-Umzuege-und-viel-Marmelade.html
Im Netz: http://www.wirgemeinsam.net

Die letzten Züge des Winters nutzen….

…manch einem kommt der Winter jetzt schon sehr lange vor.

Vor allem nachdem letztes Jahr, genau an diesem Tag, schon der Frühling Einzug erhalten hatte. Mitte Februar 2014 war der Schnee schon lange fort (oder er war erst gar nicht gekommen) und Wiesen und Felder waren schon voller Leben.

Doch es hat schon seinen Sinn, dass nicht jedes Jahr dem anderen gleicht und so hat es immer auch etwas Gutes, wenn die Ruhezeit der kalten Jahreszeit noch etwas länger andauert. Gönnen wir uns doch noch etwas mehr Pause, bevor im Frühling die Aktivität wieder in den Vordergrund rückt, gerade unser Körper wird es uns danken.

Und wer so – wie ich ;) – die Füße so gar nicht ruhig halten kann, kann sich ja Dingen widmen, die man zur warmen Zeit eher vernachlässigen würde.

Wir gehen daher in diesem Jahr verschiedene Projekte an. Zum Beispiel ziehen wir in 2 Wochen in unser Dachbodenzimmer eine zusätzliche Wand ein. So entstehen ein Jugendzimmer auf der einen und ein Studier- und Arbeitszimmer auf der anderen Seite. Denn im März beginnt für mich ein neuer Abschnitt mit einem Teilzeitstudium zur sozialen Arbeit, während Andi nun sein Permakultur Design Zertifikat machen wird und sich mit den Kindern komplett dem Garten bzw. dem Ausbau der Selbstversorgung widmet. Irre wie sich in den letzten zwei Jahren alles geändert hat und wir von Unternehmern nun zu Menschen wurden, die sich ganz einem „menschlichen“ und möglichst nachhaltigem Leben verschrieben haben, wo man füreinander da ist, Mitgefühl und Einsatz zeigt und das tut, was einen wirklich absolut erfüllt. Bei uns ist das die Verbundenheit mit der Natur, die Selbstversorgung und die Arbeit und das Leben mit Kindern. Jetzt fehlt nur noch für mich der passende Job im sozialen Bereich mit Kids. Und ich weiß es gibt ihn da draußen, diesen einen der perfekt zu mir passt und wo ich gebraucht werde und etwas bewirken kann.

Die ruhige Zeit kann man also zum einen wunderbar nutzen, um Dinge im Haus zu erledigen (wer mag im Frühling schon innen werken) und andererseits um zu sich zu finden. Sich bewusst zu werden, was man will und was man braucht. Sich neu ausrichten in allen Belangen, sei es in Familie, Beruf oder Freundschaft.

Und natürlich können wir die Zeit auch nutzen, um Pläne zu schmieden. Zum Beispiel für das neue Gartenjahr. Andi plant gerade, was er wann auf unserem Hektar großen Grundstück anbauen wird. Weitere Beete kommen dazu, Bäume und ein 100qm Gewächshaus. Vielleicht ein Rosengarten, ganz sicher aber ein Teichsystem und vieles mehr.

Ich dagegen plane, was ich dieses Jahr an neuen Heilkräutern kennenlernen werde. Wo ich sie finde, wie sie wirken und dann werde ich wieder das ganze Jahr über Tees, Tinkturen, Salben und Öle herstellen. Das ist mein großes Hobby und unsere Hausapotheke ist schon fast perfekt ausgestattet.

Wir freuen uns auf den Frühling und das ganze folgende Jahr – aber wir genießen auch noch die Ruhe der letzten Züge des Winters.

Und „raus“ in die Natur kann man ja trotzdem und buddeln geht auch schon, wie unser jüngster Spross heut wieder gezeigt hat :-)

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Jahresrückblick 2014

So wie es viele andere auch machen, habe ich mir gedacht, veröffentliche ich einen sogenannten Jahresrückblick über unsere diesjährigen Erfahrungen. Viele Dinge sind geschehen, viele Pläne geschmiedet und viele neue Erkenntnisse wurden gewonnen. Dazu kam natürlich noch so einiges was von uns nicht eingeplant war.

Zum Beispiel war nicht geplant, dass unser Sohn im Sommer mit dem Laufen beginnt – Spass beiseite. Er hätte ruhig bis zum Winter warten können ;-) So ergaben sich auf einmal neue Aufgabenfelder, die uns von so manchem Gartenprojekt in diesem Jahr abgehalten haben.
Es stand zudem auf dem Plan, nach einem Jahr Auszeit, wieder mit dem Einkommenserwerb zu beginnen. Auch wir müssen in unserer jetzigen Lebenslage vieles bezahlen und das Geld dafür muss hinzuverdient werden. So hatten wir uns gedacht, dass meine Frau auswärts arbeiten geht, während ich zu Hause mich um den weiteren Aufbau der Selbstversorgung kümmere.

Zum Jahresbeginn hatten wir für unseren Tauschkreis WIR GEMEINSAM bzw. dessen Verein, in Eggenfelden, eine weitere Regionalgruppe eröffnet. Für uns ist das Tauschen und sich helfen im Vergleich zum kaufen und verkaufen viel wichtiger und so war es logisch, dass wir soetwas in unserer Heimat ins Leben rufen. Die Gruppe feiert nun bald ihr einjähriges bestehen und wir können uns sehr über die Vielzahl von Menschen freuen die sich dazu entschlossen haben ein Teil dieser Gemeinschaft zu werden.

Unser Selbstversorgergarten steckt natürlich noch in den Kinderschuhen. Wir haben im letzten Jahr vieles geschafft und erste Erfahrungen im Anbau mehrerer neuer Sorten gesammelt. Neben einigen Beeten ist ein Gewächshaus entstanden und weitere Bereiche die in diesem Jahr mit angelegt werden. Im Frühjahr sind Laufenten eingezogen die seither unsere Flächen weitestgehend Schneckenfrei halten. Bisher hatte ich keine Fraßschäden mehr, sofern man von den Wühlmäusen absieht die einiges weggefuttert hatten. Zum Beispiel haben wir von unserem Knollensellerie zumindest die Stängel ernten können. Die Wühlmäuse hatten die Knollen von unten her komplett ausgehöhlt. Da das Grün normal weiterwuchs, haben wir das erst bei der Ernte festgestellt ;)

Damit die Kinder zu einem Erholungsurlaub kommen, hatten wir uns dazu entschlossen Pfingsten zwei Wochen in den Urlaub zu fahren um dort zu wandern. Es war ein wirklich sehr schöner Urlaub im Bayerischen Wald und konnten dort insgesamt bestimmt rund 100km Wandern. Was mich am meisten fasziniert hat war, dass selbst unsere vier jährige die kompletten Strecken fast ohne getragen zu werden zurück gelegt hat. In der zweiten Woche hatten wir eine Ausflug nach Tschechien gemacht und dort wurde dann die Wanderung ungeplant länger und so war die Tagesstrecke an diesem Tag fast 18km lang über Berg und Tal, Stock und Stein und das haben alle Kinder sehr gern mitgemacht…. wir waren nämlich auf Schatzsuche…. wir verbinden solche Touren mit Geocaching und so wird jede Tour spannend.

Nur war die Rückkehr sehr ernüchternd, da ein Freund der auf unsere Pflanzen hat aufpassen sollen und es eigentlich auch weiß was zu tun ist, hat fast alles Pflanzen eingehen lassen. Ende vom Lied waren 600 gestorbene Jungpflanzen und brütende Enten (was wir auch nicht wollten). Fazit: Dieses Jahr machen wir es anders ;)

Glück im Unglück war hier unser Tauschkreis, denn wir bekamen von überall her neue Pflanzen im Tausch und oft auch geschenkt, so dass unsere Ernte für den Herbst und unsere geplanten Heilkräuter in dem Jahr nicht ausfielen. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön für alle Helfer und Spender….

… und dann kam der Sommer :)

Eine der schönsten Jahreszeiten für den Garten, wenn da nicht ein kleines heranwachsendes Baby wär das, just in dem Moment als die Ferien losgingen zu Laufen beginnt. Von da an war ich mehr am Hinterherlaufen als am Werken im Garten. Dennoch hatten wir eine Ernte wie nie zuvor und wirklich gaaaanz viel leckeres Gemüse das wir im Jahr über aus dem Garten beziehen konnten.

Das Jahr über lernten wir einige liebe neue Menschen kennen, die durch den Tauschkreis in unser Leben traten und seither helfen wir uns gegenseitig was das Leben für uns alle bereichert. Für Jeden wird es ein stück einfacher und macht viel mehr Spass. Was mir das Jahr auch gezeigt und gelehrt hat war, dass man sich auch von Zeiten nicht verrückt machen lassen darf wenn man etwas nicht so schafft wie man es sich vorgenommen hat. Gerade was das Selbst machen betrifft. Kinder und Familie haben hier Vorrang und das wir dann wieder häufiger Brot im Bioladen gekauft haben anstatt es selbst zu backen musste zuerst akzeptiert werden. Danach ging ist auch mit einem guten Gefühl wieder einkaufen, weil es ja der Landebesitzerin und dem Bäcker auch gut tut wenn man hin und wieder mal ein Brot kaufen “muss”.

Der Rest vom Jahr verging komischer Weise wie im Flug und beschäftigten uns vielmehr mit unseren Kindern.

Alles in allem ein schönes Jahr das wir, was unsere Selbstversorgung angeht auf jeden Fall toppen werden.

Besinnliche Weih-nachten

Wie unschwer zu erkennen ist, haben wir in den letzten Monaten nicht sehr viel hier auf unserem Blog über unsere weiteren gesammelten Erfahrungen geschrieben oder besser ausgedrückt schreiben können. Das Jahr 2014 hatte den eindeutigen Schwerpunkt bei den Kindern und damit in erster Linie bei unserem jüngsten Kind, welches die meiste Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Mit dem Sommer begann der kleine Räuber zu laufen und so lief auch damit das Jahr so dahin. Dennoch haben wir viele neue Erkenntnisse gewinnen können und werden davon noch ausführlich im Jahresrückblick 2014 berichten.

Die letzten Wochen im Jahr sind einer vermeintlich zusätzlichen Jahreszeit gewidmet. Den Konsum-nachten! Zumindest erweckt die Welt den Eindruck davon, während an anderer Stelle auf der Welt Millionen Menschen hungern, Angst im ihr Leben haben müssen oder im Krieg leben. Vor einigen Tagen kam der Satz hoch “… einen auf heile Welt machen” ….

…. die Welt heilen wäre mal ein guter Ansatz.

Bei uns begann die Weihnachtszeit mit mehr Familienaktivitäten im und mit dem Haus. Wir bauten erst einmal alle Kinderzimmer um, nachdem die Aufteilung nicht mehr zur Lebenssituation gepasst hat. Dabei entstand ein “Weihnachtsgeschenk”, denn morgen zieht unsere große Tochter in ein völlig neu gestaltetes Teeny-Zimmer ein (das in den letzten Wochen nicht betreten werden durfte, Töchterchen wohnte in der Zeit beim großen Bruder mit im Zimmer). Wir haben die Möbel neu lasiert und alles völlig umgestaltet. Dabei kamen geschenkte und getauschte neue-alte Möbel zum Einsatz, woraus ein vollständig neues Zimmer entstanden ist.

Ja auch wir sind von dem Zauber nicht befreit, wobei wir aus den Erfahrungen vom letzten Jahr stark dazugelernt hatten. Denn letztes Jahr sind wir von einer Konsumfalle in die nächste getappt. Wir haben die Berge an Geschenke nicht gekauft, sondern getauscht…. mit dem Ergebnis, dass wir so viel Zeug wie nie zuvor unterm Baum liegen hatten. Ergo, auch so kann man in die Falle tappen und am Ziel vorbei fliegen. Dieses Jahr gibt es für jedes Kind ein Geschenk (bei dem die Oma und Opa´s mitgewirkt haben statt noch ein paar Päckchen mitzubringen)

Dies Jahr ergaben sich sinnvolle Geschenke bzw. erfüllte Herzenswünsche für unsere Kleinen. Meine Frau und ich schenken uns nichts bzw. beschenken uns mit etwas passendem gemeinsam. Im Moment fiel uns jedoch nichts ein, also beschenken wir uns mal mit etwas das uns wichtig erscheint wenn es passt – es muss nicht der 24. Dezember dafür sein.

Doch das ist ja nur ein kleiner Teil des sog. Weihnachtsfestes. Wir machen daraus eine besinnliche Zeit mit der Familie und celebrieren Weihnachten im Grunde über Wochen hinweg durch gemeinsame Abende am Feuer und vielem mehr. Das Haus wird herausgeputzt und geräuchert.

Wir stimmen uns hierbei auf die Rauhnächte ein und beginnen unsere Familienfeierlichkeiten am 21. Dezember mit einem Midwinterfeuer und dem Start in den neuen Jahreskreis. Wir heißen das Licht in der Welt und in unseren Herzen willkommen und freuen uns auf die wieder länger werdenden Tage.

Dieses Jahr beschäftigen wir uns sehr mit den kommenden 12 Rauhnächten und sind auf diese Zeit sehr gespannt ;)

Die Kinder genießen diese Zeit sehr und sind hoch interessiert daran was eigentlich hinter all dem Zauber rund um Weihnachten steckt. Angefangen von der Wintersonnenwende über die Bräuche aus der frühchristlichen und vorchristlichen Zeit. Die nächsten Jahre werden uns hier sicherlich noch viele Entdeckungsreisen bescheren und den Wert auf das Zusammensein und feiern legen…. weniger auf irgendwelche Gegenstände die man für den 24. Dezember kauft und eingepackt unter den Baum legt.

Ja es gehört natürlich irgendwie dazu, jedoch bei uns in erster Linie des Schenkens Willen um den Menschen den man liebt eine besondere Freude zu machen, deshalb verteufeln wir das alles nicht sondern machen daraus schlicht und ergreifend wieder das was es einmal war und das war kein Wettlauf mit der Technik, den Trends und den Summen die man für Geschenke ausgibt.

Das was es einmal war und für uns ist… werden wir sicherlich auf der Suche nach den für uns wichtigen Wurzeln des Weihnachtsfestes und der Weih-Nachts-Zeit sicherlich noch herausfinden ;)

In diesem Sinne wünschen wir allen Besuchern und Mitforschenden ein besinnliches Weihnachtsfest und herzenserwärmende Tage mit den Menschen die Ihr liebt!