SüßLupinen im Test Teil 1 – Lupinenkaffee selbst gemacht

Einen Sack SüßLupinen habe ich geschenkt bekommt – 25kg – Wahnsinn!

SüßLupinen sind ein sehr wertvoller Eiweißlieferant, weiterhin reich an Eisen und vielen anderen wertvollen Inhaltsstoffen. Hier ein Interessanter Artikel darüber:
http://www.ugb.de/lupinen-suesslupinen/suesslupinen-fleischersatz-aus-lupinen/

SüßLupinen können sehr einfach auch selber angebaut werden. Aber wie verarbeitet man die Bohnen dann? Darüber findet man im großen WWW kaum einen Hinweis.
Also habe ich es gewagt, den großen Selbstversuch.
Irgendwo gab es den Hinweis: ähnlich verarbeiten wie Sojabohnen….. also hab ich jetzt mal eine Runde Bohnen eingeweicht. Das Ergebnis dazu seht ihr dann die kommenden Tage. Ich möchte Lupinenmilch, Lupinenmehl, Lupinentofu usw. ausprobieren. Wir werden sehen ob es schmeckt und funktioniert.

Was aber heute bereits prima funktioniert hat, ist das Herstellen von LupinenKAFFEE!

Lupinenkaffee Rezept
Man nehme dazu eine Handvoll SüßLupinen (ich nehm an, frisch schmeckt es am Besten, daher stell ich nicht auf Vorrat her!), gebe diese in eine beschichtete Pfanne und röste diese ca. 3-4 Minuten gut an.
Schwarz werden sollten sie nicht, aber schön braun. Während dem Rösten springen die Bohnen ein wenig auf – dann sind sie auch schon so gut wie einsatzbereit.
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Danach ab in die Getreidemühle und mahlen. Je feiner es ist, desto intensiver wird dann der Kaffee. Es bietet sich hier vielleicht an, nochmal mit der Kaffeemühle zu mahlen.
Anschließend wird der Lupinenkaffee wie normaler Kaffee zubereitet – in der Maschine, per Hand, oder am leckersten_ Im Espressobereiter.
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Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es schmeckt natürlich nicht total nach Kaffee, aber schon stark in die Richtung. Das Röst-Aroma ist total lecker. Uns schmeckt es weit besser als der Getreidekaffee aus dem Handel!
Und hier die Kosten-Bilanz:
Bio-Lupinen-Kaffee aus dem Laden kosten 500 gr. ca. 5€!
Bio-Lupinen beim Bauern im Großpack liegt das Kilo je nach Region bei ca. 5 Euro oder gar günstiger.
Somit kostet die Herstellung von 500 gr. Lupinenkaffe gerade einmal 2,50€ – man spart also gut 50% und die Herstellung an sich geht wirklich schnell von statten.
Fazit: Lecker, schnell und günstig!

Und bitte beachtet, dass ihr nur die Süßlupinen hernehmt!

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Wir hoffen, dass unsere weitere Experimente mit der Lupine ähnlich ausfallen werden J

Der Status für den Monat Mai ;)

Derzeit könnten wir uns wirklich zerreissen und ich wünschte wirklich der Tag wäre doppelt so lag – natürlich mit doppelt so viel Energiehaushalt.
Ihr bemerkt es wohl daran, dass wir derzeit wahnsinnig selten Blogeinträge schreiben.
Das tut mir leid, wird sich aber sicherlich irgendwann mal wieder ändern. Aber nicht im Moment – es wird wohl beim seltenen Schreiben bleiben. Aufhören werden wir aber sicher nicht – keine Sorge!

Wir sind ja nun derzeit in unserem ersten richtigen Gartenjahr – in Richtung Selbstversorgung. Der ein Hektar große Garten bestand bis zum Februar aus einem Beet, einem kleinen Kastenbeet, einem Kleintiergehege und Wiese – nichts als Wiese.
Die letzten 3 Monate verbrachten wir also viele Stunden täglich draußen, um die Wiese nach und nach urbar zu machen. Noch sind wir WEIT davon entfernt damit fertig zu sein, oder gar in die Nähe der Selbstversorgung zu kommen – aber wir sind auf einem guten Weg.
Das Kleintiergehege wurde zu einem Gewächshaus umgebaut.

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Es kamen bisher ein großes Frühbeet und 4 sehr große weitere Beete dazu.

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Außerdem wurde der Spielbereich für die Kinder gebaut mit großem Sandkasten, Bettlaken-Tippi, Weidentippi, einem Spielhaus aus Recycling Material, Schaukel usw.2014-05-24 15.29.15_Bildgröße ändern

 

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Auch gibt es bei uns wieder Tiere: Es sind Laufenten eingezogen, die woanders nicht mehr erwünscht waren. Bei uns dürfen Sie derzeit gut einen halben Hektar Wiese Schneckenfrei halten und sie sind wirklich tolle Tiere. Und dankbar. Sie springen einem sogar auf den Schoss …..
Die Eier werden bei uns verwertet, auch wenn wir fast vegan leben, da wir keinen Nachwuchs und somit weiteres Leid erzeugen wollen.
Auch haben wir wieder ein großes Gehege gebaut- für Kaninchen. Ab Herbst werden hier Notfalltiere aufgenommen, aufgepäppelt und dann in artgerechte Haltung weiter vermittelt. Wir wollen und können nicht ohne Tiere leben und haben somit unseren Kompromiss geschlossen eben die Tiere auzunehmen, die woanders unerwünscht waren, denen es nicht gut ging.

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Ein Bienenhotel haben wir auch gebaut und tatsächlich sind schon die ersten Bewohner anzutreffen. Das freut uns natürlich riesig, ebenso, wie Eidechsen und Blindschleichen die zu HAUF in den Totholzhaufen und der neuen Benjes Hecke hausen.

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Vieles weiteres ist geplant, wie Hecken, Sträucher und Bäume pflanzen. Platz genug ist ja. Aber alles nach und nach- genauso wie 2 Teiche (einer für uns und einer für die Enten) oder der gewünschte Lehmbackofen braucht alles seine Zeit …
Neben diesem riesigen Projekt gehe ich nun auch halbtags arbeiten. Ich habe den perfekten Job in einem Laden mit regionaler und Bioware gefunden. Ein toller ausgleich zum trubeligen Leben mit meinen tollen 5 Kindern daheim. Und die Miete will ja auch trotz Selbstversorgung bezahlt werden.
Und die Kinder? Ja die sind mitten drinnen. Der Große etwas weniger. Mit fast 14 hat man gerade andere Interessen. Die anderen vier Kinder aber dafür umso mehr und vorallem der Kleinste ist bei Papa immer mit dabei. Meistens im Tragesack auf dem Rücken, denn so kann man wunderbar im Garten arbeiten, Sensen und Pflanzen. Ein richter Naturbursche eben ;) Am liebsten isst er Sand und Erde *g*

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Und zu Guter letzt ist da dann auch noch der Tauschkreis, die Nachbarschaftshilfe, die wir in der Region aufgebaut haben…innerhalb von nur 3 Monaten fast 50 Mitglieder – das braucht auch Betreuungszeit. Aber ich mache das gern. Das ist für mich ein total erfüllender Lebensinhalt geworden. Mit vielen wunderbaren Menschen, wo sich Freundschaften entwickeln und man mittlerweile bei vielen schon ganz ohne Tauschscheine füreinander da ist.
Da haben wir auch gerade Besuchvom BR gehabt, wer mal schauen mag:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachbarn/geld-und-leben-nachbarschaftshilfe-100.html

 

Ihr sehr, wirklich viel zu tun. Ja oft frag ich mich, wo der Tag hin ist, ich wollte doch noch soooo viel machen.
Aber überfordert oder zu viel? Nein das ist es auf keinen Fall. Wir haben uns unser Leben ja so hingebastelt, weil wir es so wollen und wir sind überglücklich damit. Wir würden es immer wieder so machen und so lange ich mehrmals am Tag sagen kann: DANKE dass es uns so gut geht, ist ja auch wirklich alles bestens :) Wir haben uns unser Glück nun selber geschmiedet sagt meine Freundin immer zu mir und sie hat Recht, denn was wir gerade tun, ob mit mal mehr oder weniger Stress ist Lebensfreude pur und genau das was wir wollen!
Das Leben in und mit der NAtur und all diesen wunderbaren Menschen um uns herum gefällt uns und daher werden wir sicher einiges davon in Zukunft wieder mit Euch teilen.

Vielleicht lässt sich der ein oder andere ja inspirieren…..

Unser Garten – Gartenupdate der Erste

Nachdem wir uns in den letzten Wochen hier ziemlich rar gemacht haben, wollen wir nun heute viele Bilder zeigen. Denn der Frühling ist da, der Garten blüht an allen Ecken und wir sind mit viel viel Arbeit rund ums Haus beschäftigt. Bei weitem damit auch noch nicht fertig, denn wir fangen in diesem Jahr nun ja erst so richtig an mit dem Anbau… da wir letztes Jahr schon zu spät dran waren.

Das Gewächshaus steht, die ersten Beete sind hergerichtet bzw. gebuddelt und die ersten Pflanzen wachsen…. sehr selbst ;)

Ja, wir müssen in diesem Jahr viel graben, da wir letztes Jahr nicht mit dem Mulchen der neuen Flächen begonnen haben. Da waren wir einfach noch nicht weit genug. Dieses Jahr gehen wir da mit mehr Planung und sicherlich auch reich an Erfahrung in die Vorbereitung für das kommende Jahr.

Es werden im unteren Bereich unseres Garten´s noch viele weitere Beete, Streuobstwiesen, Wildblumenbereiche, Teiche und mehr Folgen… doch das wird uns noch einige Jahre beschäftigen ;) Ich lasse die Bilder erst einmal unkommentiert so stehen – die sprechen denke ich für sich.

So… jetzt aber mal viele viele Bilder

Kräuter und mehr ;)

 

Wildsalat (Giersch und Co.)

Schnittlauch u. Liebstöckl....

Johannis- und Himbeeren ;)

Teil unterm Apfelbaum

Spielbereich

Salatpflanzen

Tomaten, Paprika, Chilli und Zwiebeln

GW Teil 3

Unsere Schneckenabwehr (2 von insgesamt 8 zukünftigen Laufis)

Tierbereich (weiteres Gehege wird gerade aufgebaut)

Sandkasten (2x3 Meter)

GW Teil 2

Jungpflanzen im GW

Teil d. Grundstücks

Blick in Richtung Haus v. Grundstücksende

Weidentipi u. Kinderbeet

Blick auf Weidentipi am Bach

Kinderbereich

Mein Gewächshaus (8qm für den Anfang)

Sicht auf andere Seite

Beete f. Tomaten u. Zwiebeln etc. weitere folgen

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Intensivbereich - Frühbeet

da geht´s zum großen Garten

Johannisbeeren

DSC_0060 Palettenbeet d. Terasse

 

Bärlauch in der Hecke

Anzuchtstation vorm Haus

Schnittlauch und mehr

Stechpalme

Die Kräuterabteilung im Vorgarten

 

Der Saatzieher – Altes Wissen, neue Landwirtschaft

Hin und wieder möchte ich auch mal interessante Videos auf unserem Blog veröffentlichen, die zu unserem Thema sehr gut passen und für mich persönlich einfach eine Bedeutung haben die ich weitergeben möchte. Bisher haben wir das noch nicht so oft getan. Warum weiß ich auch nicht ;)

Heute möchte ich Euch das Video “Der Saatzieher – Altes Wissen, neue Landwirtschaft” empfehlen. Es handelt sich hierbei um einen Landwirt in Südtirol der nach einer Reise nach Indien begonnen hat den eigenen Hof, dem er zuvor kaum Bedeutung beigemessen hat, nach seinem gut dünken bewirtschaftet. Aus Arbeit wurde Leben, Urlaub, Meditation – wie er selbst sagt.

Seht selbt:

Ein Jahr im Wandel

Nachdem wir nun die neue Saison schon förmlich riechen können und die Gartensaison 2014 vor der Tür steht, ist es an der Zeit die Erfahrungen des letzten Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen. Vor etwa einem Jahr sind wir im Grunde um 180 Grad in unserer Laufrichtung gedreht worden und standen im ersten Moment ziemlich ratlos da.

Alternativen mussten also her und das ziemlich schnell, da vieles auf einmal nicht mehr da war wie wir es gewohnt waren. Tja, nachdem wir allerdings uns schon seit Jahren mit Themen wie gesunder vegetarischer und veganer Ernährung, Selbstversorgung, Permakultur und vieles mehr, in vielen Fällen zumindest in der Theorie beschäftigen, stand uns nun der Praxis-Test und damit unsere persönliche Feuerprobe bevor.

Weg vom Konsum und so viel als möglich selbst machen. Von der Selbstversorgung sind wir noch Meilenweit entfernt, doch wir begreifen diesen Begriff nicht als Status sondern als Lebensweg. Für uns beginnt die Selbstversorgung bereits mit regelmäßigem Backen, Kresse auf dem Fensterbrett oder einem kleinen Balkongarten. Etwas herzustellen das zum täglichen Leben gebraucht wird. Natürlich ist das Ideal vorhanden sich mit möglichst vielen Lebensmitteln einen möglichst hohen Selbstversorgungsgrad sicher zu stellen. Hier schließt unser Bild nicht nur unseren Garten, sondern auch ein regionales Netzwerk von Selbermachern mit ein. Ohne Gemeinschaft ist es nicht nur viel schwerer, sondern auch viel langweiliger ;)

Die ersten Monate waren etwas ungewohnt und spannend. Voller Experimente und herumprobieren von Rezepten, um auszuprobieren was zu unserer Familie am besten für den täglichen Bedarf passt. Vorratshaltung durch einkochen, lagern und weiteren Verarbeitungsmethoden wurden ausprobiert und Netzwerke in der Region wurden geschaffen, die nicht nur uns ermöglichen selbstbestimmter mit der Ernährung umzugehen.

Auch haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir auf diese Weise viel wirklich viel mehr Vielfalt in unser Leben bekommen haben. Wir haben noch nie zuvor so viele verschiedene Marmeladen, Brotsorten, Aufstriche oder sonstige vegetarische oder vegane Gerichte kennen gelernt. Dieses Leben macht neugierig und aus Hobbyköchen zu wahren Forschern in Garten und Küche.

Es wurden Salben, Tee´s, Tinkturen, Öle und vieles mehr hergestellt. Diese Produkte unterstützen die Familie in der Gesunderhaltung und bei kleinen weh-wehchen. (Wobei diese Dinge nicht den Gang zum Arzt…bla bla bla… Ihr wisst schon ;) )

Ein Tauschkreis bzw. Nachbarschaftsnetzwerk wurde in der Region ins Leben gerufen. Hier treffen sich interessierte Menschen die über diesen Weg zu einer zusammen wirkenden Gemeinschaft wachsen. Es wird geholfen, getauscht und zusammen gefeiert. Wir lernen hier fast jede Woche neue Menschen aus der Umgebung kennen, die sich zuvor – wie wir vor Jahren auch – mit Ihrem Lebensstil etwas allein gefühlt haben. Viele die daran teilnehmen machen sich durchaus Gedanken darüber, wie eine enkeltaugliche Welt auszusehen hat und was im Moment aus unserer Sicht falsch läuft.

Über die Monate ist dieser neue Lebensweg zu einem festen Bestandteil geworden der sich nicht mehr ungewohnt oder gar komisch anfühlt. Zu Beginn war es durchaus sehr ungewohnt immer daran zu denken das genügend Brot oder Hefe bzw. Getreide für Brot vorhanden ist, damit unsere Großfamilie was zu futtern hat.

Es geht alles, wenn man sich auf den Weg macht.

Natürlich sind durch diese Veränderung auch weitere Visionen und Pläne entstanden. In diesem Jahr widmen wir unsere Aufmerksamkeit noch mehr als letztes Jahr unserem Garten. Gerade in der Winterzeit – wenn dieser Winter als solche bezeichnet werden kann – haben wir Tagelang Literatur gewälzt und uns über all die verschiedenen Methoden einen Überblick verschafft. Daraus resultierte dann auch das Ergebnis, dass in diesem Jahr auch ein Permakultur Design Kurs gemacht wird, damit wir unseren Hektar hier nach diesem Konzept gestalten und zur essbaren Familienlandschaft umbauen können.

Es macht so viel Spass, alles zu Hinterfragen und festzustellen was man im Grunde eigentlich alles nicht braucht um ein erfülltes Leben zu führen. Jeden Monat fallen uns neue Dinge auf die wir noch besser machen oder einfach Weg lassen können. Gerade in diesem nun nahenden Frühling fällt vieles in unserem Haus demnächst dem Frühjahrsputz zum Opfer, da wir das Gefühl haben viel zu viele Gegenstände zu besitzen die wir im Grunde garnicht brauchen oder einfach nicht verwenden.

Auch beginnt nun wieder die Radlsaison. Letztes Jahr war ich leider zu spät dran uns mit der nötigen Ausrüstung zu versorgen, dass wir auch im Winter mit dem Rad alltägliche Besorgungsfahrten zu machen. Auch fehlt uns hier noch das Training. Da wir ja so gut wie nie allein unterwegs sind, sondern mit unseren Kindern im Anhänger, geht das hier natürlich vor…. unsere jüngste Tochter kann es schon garnicht mehr erwarten mit mir im Rad zum einkaufen oder in den Kindergarten zu fahren.

Ehrlich, im Grunde fühlt sich ein Leben weg von der unüberlegten Ressourcenverschwendung hin zu einem nachhaltigeren Lebensstil garnicht so komisch an ;) Wir machen vieles einfach nur anders und das Stück für Stück, Schritt für Schritt… mit vielen Versuchen, Experimenten und natürlich auch Rückschlägen.

Wir haben beispielsweise versucht in unseren Marmeladen oder Kompotts die wir eingemacht haben die Zuckermenge so weit als möglich zu reduzieren und festgestellt, das das bei manchem Obst sehr gut funktioniert und anders wiederum mehr braucht damit es während der Lagerung nicht kippt. Genaues können wir hier noch nicht berichten, werden dies aber sicher noch tun wenn wir sicher sind was wir bei manchen Dingen einfach falsch gemacht haben. Oder auch das Thema Milch. Wir haben aufgehört selbst Sojamilch herzustellen, da wir unseren Milchbedarf so weit reduziert haben das es sich nicht mehr lohnt dies selbst zu machen. Oft wurde diese einfach schlecht und da wir keine Lebensmittel wegwerfen wollen, haben wir uns entschlossen die ein bis zwei Liter die wir in der Wochen brauchen zu kaufen als sich dafür 1 Stunde in die Küche zu stellen. Auch das gibt es ;) Ob das so bleibt oder ob wir dies dann nach Bedarf doch wieder selbst herstellen oder einfach Getreidemilch machen, wenn nötig wird die Zeit zeigen.

Das erste Jahr unserer Reise ist nun bald vorrüber und wir wollen definitiv nicht mehr zurück zu unserem alten Lebensstil aus Supermarktprodukten, Restaurantbesuchen und Industriebäckereibrot uvm. …. Begleitet wurde dieser Prozess von vielen interessanten Inspirationsquellen, Büchern, lieben Menschen und Vorbildern die schon viel weiter auf dieser Reise sind.

Wir können es nur jedem empfehlen, denn nicht ist spannender als das Leben selbst und noch interessanter wird es wenn man dies unter Berücksichtigung einer Nachwelt tut der den Kindern und Enkelkindern auch noch Spass machen soll.

Der Tag des Dankes – was mal gesagt werden muss!

Schon lange möchte ich einmal einen “Brief” an meine Freunde schreiben, an meine Bekannten und Wegbegleiter. Einen Brief, der ihnen sagt, wie froh wir sind sie getroffen zu haben, wie froh wir sind, dass sie Teil unseres Lebens sind, wie toll es ist, dass sie da sind – einfach mal ein DANKE. Denn wir finden, dass sagt man viel zu selten, man teilt seinen Mitmenschen zu selten mit, was toll ist, worum man dankbar ist. Das sollte doch genauso dazugehören, wie zu sagen, wenn mal etwas nicht passt.
Natürlich sprechen wir auch direkt mit unseren Freunden und teilen ihnen mit, was wir empfinden.
Allerdings sind sie ein so großer Teil unseres Wandels und wirklich auf wunderbarste Weise für uns da gewesen, dass es nun an der Zeit ist, es mal in alle Welt hinauszuschreien!
DANKE dass ihr so für uns da seid.

(Die Reihenfolge der Namen hat keine Wertigkeit, sondern wurde beliebig herunter geschrieben!).

Danke an Hanne und Anton für Euer offenes Ohr, nach unserer großen Krise letztes Jahr, danke für den tollen Zuspruch und Eure tiefe Freundschaft, die uns bei Euch immer heimisch fühlen lässt.
Danke an Mary, die Du eine zweite Oma für unsere Kinder geworden bist und danke für Deine ehrliche offene Art und Deine bedingungslose Hilfe, die keine Gegenhilfe erwartet.
Danke an Heike, die Du uns eine große mentale Stütze warst, uns positiv nach vorne hast blicken lassen und immer ein offenes Ohr für uns hast. Wir lieben es, Zeit mit Dir zu verbringen!
Danke an Guido, dass Du in unser Leben getreten bist, für Deine lockere Art und für die Freundschaft, die sich gerade mit Andi entwickelt, das tut ihm sooo gut.
Danke an Michael und Lisa, dass wir eine so tiefe Freundschaft führen. Ihr ward einer der größten Antriebe für unser ökologisch, selbstbestimmtes Leben. Wir lieben die Diskurse mit Euch und freuen uns auf unsere vierteljährlichen Treffen! Ihr seid Familie für uns!
Danke an Lara, dass Du so stark bist und die Vergangenheit hinter Dir lassen konntest, danke dafür dass Du ein großes Herz hast und verzeihen kannst und danke für die unkomplizierte enge Freundschaft, die wir nun haben.
Danke Siegi für Deine offene und direkte Art, für die tollen stundenlangen Gespräche – nicht jeder kann sagen was er denkt und das wertschätzen wir unendlich!
Danke an Andi und Anja für unsere tolle gemeinsame Entwicklung in der Region, für die ehrliche Freundschaft mit Power und Rückgrat, wir freuen uns auf das was da noch kommt!
Danke an Bettina für das jahrelange Engagement in unsere Freundschaft, Du hast uns so wahnsinnig intensiv unterstützt, dass Dir eigentlich schon ein solcher Artikel allein gebührt. Was Du für unsere Familie geleistet hast, ist nicht in Worte zu fassen. Toll dass es Dich gibt!
Danke an Maria und Richard für Eure Geduld und dafür dass ihr mit unserem Lebenswandel kein Problem habt. Wir fühlen uns hier mittlerweile so tief verbunden mit Haus und Garten, dass wir uns vorstellen können, hier alt zu werden….
Danke Franka für den tollen Kontakt und unsere bereichernde Treffen – es hat uns als Familie enorm geholfen und den Horizont erweitert, Euch als tolle Familie zu sehen. Wir haben viel von Euch gelernt.
Danke Erna und Georg für die tollen Einsätze und Tauschmöglichkeiten, die wir im Sommer und Herbst bei Euch haben durften. Wir sind sicher, dass ihr mehr gegeben habt, als von uns erhalten und das hat uns in dieser Zeit sehr geholfen.
Danke an Gerhard und Manfred für Euer gemeinsames Engagement bei unseren mittlerweile mindestens 2 wöchentlichen Spieletreffen. Dieses Hobby ist uns sehr wichtig und es klappt nur mit Menschen um uns herum wie Euch! Wir haben viel Spaß mit Euch allen!
Danke an Kerstin für Deine regelmäßigen Gaben. Wir wertschätzen das enorm und hoffen, dass wir auch Dir etwas Gutes tun können.
Danke an Marion dass Du in unser Leben getreten bist. Wir lieben Deine lebendige lockere und ehrliche Art und genießen es, sehr so oft mit Dir zusammen zu sein. Danke für Deine Freundschaft.
Danke Nicole für Dein Engagement auch über diese vielen Kilometer hinweg. Wir kennen uns nun schon so viele Jahre, das ist echt toll.
Danke an Pamela für die tiefe Verbundenheit und Freundschaft sogar über die Weltkugel hinweg. Wir hoffen sehr, dass wir uns dieses Jahr wieder in die Arme schließen dürfen. Du bist Teil unserer Familie!
Danke an Tobias für Deine Grandiose Idee. Sie ist ein Teil unseres Lebens geworden und hilft so vielen die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Danke an Marie und Andreas, dass wir nach so vielen Jahren noch beisammen sind. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit tollen Gesprächen.
Danke an unsere Eltern und Papa, dass ihr für uns da seid und uns nicht nur nehmt, wie wir sind, sondern uns sogar mit Worten und Taten toll unterstützt. Familie ist soooo wichtig!

Danke an Euch alle, dass ihr über all die Jahre immer für uns da gewesen seid, unsere Veränderungen immer wohlwollend begleitet habt und uns tolle Zuhörer ward. Eure Hilfe gerade im letzten Jahr schätzen wir unendlich und sie war ein Grund dafür, dass es uns so schnell nun so gut geht. Ihr habt dazu beigetragen, dass wir uns nicht vergraben haben, sondern unser Leben in die Hand genommen haben und nun endlich das tun, was wir immer tun wollten. Das Leben ist wunderbar, macht Spaß, wir sind unendlich glücklich und IHR habt alle dazu beigetragen.
DANKE

(und danke an jeden, den wir vielleicht vergessen haben …)

Die WildKräutersaison ist eröffnet – raus mit Euch!

Endlich scheint es so weit zu sein, der Frühling steht der Tür. Konnte man im Winter überwiegend nur Wurzeln sammeln, so sind nun seit wenigen Tagen die ersten Frühlingskräuter auf den Wiesen und an den Waldrändern zu finden. Wir finden jetzt schon so viel, dass wir jeden Tag eine riesige Schüssel Wildkräutersalat für die ganze Familie zusammen bekommen.

Zu finden sind unter anderen junge Löwenzahnblätter, Spitzwegerich, Gundermann, Gänseblümchen und vor allem so richtig viel leckere Vogelmiere.
Vogelmiere ist mein absoluter Lieblingssalat, schmeckt nach einer Mischung aus Kopfsalat und Feldsalat, nur etwas aromatischer. Von meinen Freunden und Bekannten würde Vogelmiere kaum jemand kennen, was sehr schade ist. Nicht nur, dass Vogelmiere wächst wie Sand am Meer und wirklich prima schmeckt, er ist auch noch ein idealer Vitalstofflieferant.
Wusstet ihr dass Vogelmiere doppelt so viel Calcium, 3x so viel Magnesium und Kalium, 7x so viel Eisen und  bis zu 8x so wie Vitamin A und C enthält wie Kopfsalat? Medizinisch wird Vogelmiere auch gerne eingesetzt zur Reinigung des Körpers und zur Kräftigung, außerdem soll sie entzündungshemmend, schmerzlindernde Wirkung.

Vogelmiere ist eine krautähnliche Pflanze, die den Boden bedeckt und mit Blättern, Stengeln und Blüten komplett verzerrt wird. Wenn man sie erntet, hält man gleich viele Pflanzen in der Hand, da diese miteinander verwoben sind. Bei uns wächst sie vor allem auf der Wiese am Waldrand. Sie breitet sich relativ weit aus und vor allem wächst sie schnell nach. Wenn man nie eine Stelle komplett aberntet, sondern überall nur ein wenig wegnimmt, hat man nach einigen Tagen dort schon wieder die volle Fülle vor Augen.
Wir lieben Vogelmiere so sehr, dass es sie fast täglich gibt. Im Salat, im Smoothie, gedünstet und püriert als Spinat, als Beilage im Gemüse und Auflauf.

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So gesund, so vielfältig, so lecker und vor allem gratis – daher mein absoluter Favorit!
Hier ein Link mit Details:

http://www.kraeuterschule.com/Kr%C3%A4uterschule-Lexikon_Vogelmiere.html

Am liebsten schmeckt uns Vogelmiere in Salaten entweder mit Tomaten, Zwiebeln, anderen Wildkräutern und mit Zitrone, Leinöl und Kräutersalz gewürzt – oder mit gleichem Dressing aber dafür mit geraspelter Karotte und viel gehackten Knoblauch und Nüssen ;) Probiert einfach aus, was euch am besten schmeckt.
Wir freuen uns auf jeden Fall total über den Frühling. Nicht nur viel im Garten ist geplant, sondern auch das Wissen um Wildkräuter wird dieses Jahr intensiv erweitert werden. Frische Luft tut nicht nur uns gut, auch die Kinder sind begeistert bei der Sache und freuen sich sehr wieder neue „Lebensmittel“ in der Natur kennenzulernen.

Heute erst haben wir uns gefragt, warum man überhaupt noch etwas „kauft“, es ist irre, was an Essbaren da draußen wächst – schade dass wir das nur nicht mehr wissen. Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass man auch komplett ohne Kulturpflanzen „überleben“ könnte (wenn man muss natürlich …), sofern man sich das Wissen darum aneignet.

Wir berichten weiter, was sich vor unserer Haustüre so leckeres finden lässt ;)